Notenschlüssel-Rechner
Notentabelle aus der Maximalpunktzahl, mit fünf Schlüsseln von IHK bis Oberstufe.
Wie lautet die Notentabelle für meine Arbeit?
Gesamtpunkte und Schlüssel wählen.
Beispiel: 60 Punkte nach IHK-Schlüssel: ab 30 Punkten eine 4
So funktioniert der Notenschlüssel-Rechner
Der Notenschlüssel-Rechner erstellt aus der Maximalpunktzahl einer Klassenarbeit die komplette Notentabelle: Für jede Note die Punkte, ab denen sie erreicht ist, und die Prozentschwelle dahinter. Zur Wahl stehen fünf Schlüssel, der verbreitete Schulschlüssel mit 96, 80, 60, 45 und 16 Prozent, der IHK-Notenschlüssel mit 92, 81, 67, 50 und 30 Prozent für Prüfungen der Kammern, ein milder und ein strenger Schlüssel und der Oberstufenschlüssel mit 15 Notenpunkten in Fünf-Prozent-Schritten von 95 Prozent abwärts. Das Ergebnis ist die Tabelle, die Lehrkräfte unter die Arbeit schreiben oder ins Notenheft übernehmen.
Merksatz: Der Schlüssel legt die Prozentschwellen fest, die Maximalpunktzahl macht daraus Punkte, und halbe Punkte entstehen, weil die Schwellen selten glatt aufgehen. Die Eselsbrücke für den Schulschlüssel: 96-80-60-45-16, die Hälfte reicht noch für die 4 plus, und unter 16 Prozent gibt es die 6.
Drei Beispiele:
- 40 Punkte, Schulschlüssel: 1 ab 38,5, 2 ab 32, 3 ab 24, 4 ab 18, 5 ab 6,5, darunter 6.
- 60 Punkte, IHK-Schlüssel: 1 ab 55,5 (92,5 %), 2 ab 49, 3 ab 40,5, 4 ab 30, 5 ab 18.
- 50 Punkte, Oberstufe: 15 Punkte ab 47,5, die 5 Notenpunkte, also eine glatte 4, ab 22,5, und 0 Punkte bis 9,5.
Formeln: Punkte für Note = Prozentschwelle × Maximalpunktzahl, aufgerundet auf halbe Punkte, Prozent = erreichte Punkte / Maximalpunkte × 100, Oberstufe: 15 Punkte ab 95 %, danach je 5 Prozentpunkte ein Notenpunkt weniger. Wer umgekehrt seine Punkte in eine Note übersetzen will, nimmt den Klassenarbeit-Punkte-Rechner, und die Prozentzahl allein in eine Note den Prozent-zu-Note-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Die fünf Schlüssel und wo sie gelten
Einen bundesweit vorgeschriebenen Notenschlüssel gibt es nicht, die Kultusministerkonferenz legt nur die Notenstufen 1 bis 6 und die Definition fest, dass die 4 "ausreichend" bedeutet und die Leistung "zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht"; wo die Schwelle liegt, entscheiden Bundesland, Schule und Fachkonferenz. Der Schulschlüssel mit 96-80-60-45-16 ist der am weitesten verbreitete für Klassenarbeiten in der Sekundarstufe I, mit der 4 ab 45 Prozent und der 5 ab 16 Prozent, und viele Schulen variieren ihn um ein bis zwei Prozentpunkte. Der IHK-Schlüssel 92-81-67-50-30 ist der einzige, der tatsächlich bundesweit einheitlich gilt, für alle Abschluss- und Zwischenprüfungen der Industrie- und Handelskammern, und er ist in der Spitze strenger, 92 statt 96 Prozent für die 1, aber in der Mitte milder, die 4 ab 50 Prozent; die Handwerkskammern nutzen ihn ebenfalls. Der Oberstufenschlüssel mit 15 Notenpunkten gilt in der gymnasialen Oberstufe und im Abitur, 15 Punkte ab 95 Prozent, 5 Punkte, die glatte 4, ab 45 Prozent, und 0 Punkte unter 20 Prozent, und seit der KMK-Vereinbarung von 2016 ist er in allen Ländern gleich. Der milde Schlüssel 90-75-60-50-25 ist ein Vorschlag für Lernstandskontrollen und schwere Arbeiten, der strenge 95-85-70-55-40 für Arbeiten, bei denen die Grundanforderungen nicht unterschritten werden dürfen, etwa in der Berufsschule. Wie die Notenpunkte der Oberstufe am Ende zum Abiturschnitt werden, rechnet der Abi-Schnitt-Rechner.
Einen Notenschlüssel festlegen: Was Lehrkräfte beachten
Der Schlüssel sollte vor der Arbeit feststehen, nicht nach dem Blick auf die Ergebnisse, weil er sonst zum Instrument wird, die Verteilung zu korrigieren; was nach der Korrektur noch erlaubt ist, ist die Prüfung, ob eine Aufgabe schlecht gestellt war und aus der Wertung fällt. Die Punkteverteilung der Aufgaben sollte zum Schlüssel passen: Beim Schulschlüssel müssen 45 Prozent der Punkte mit Grundanforderungen erreichbar sein, sonst fällt die Hälfte der Klasse durch, und die Anforderungsbereiche I, II und III werden im Verhältnis etwa 40 zu 40 zu 20 gewichtet. Halbe Punkte: Der Rechner rundet auf halbe Punkte auf, bei 40 Punkten und 96 Prozent sind 38,4 rechnerisch die Schwelle, und die 1 beginnt bei 38,5; wer nur ganze Punkte vergibt, nimmt den nächsten ganzen Wert darüber. Die Tabelle gehört unter die Arbeit, damit die Schüler die Note nachrechnen können, und viele Länder verlangen das in den Korrekturvorschriften. Die Zwischennoten plus und minus entstehen durch Dritteln der Notenbereiche, aus der 2 wird 2+, 2 und 2-, und in der Oberstufe sind sie fest als 13, 12 und 11 Punkte. Abweichungen vom Schulschlüssel müssen der Fachkonferenz bekannt sein, die in den meisten Ländern den Rahmen beschließt. Den Klassenschnitt der Arbeit, der in vielen Ländern unter einem bestimmten Wert eine Genehmigung der Schulleitung braucht, rechnet der Notendurchschnitt-Rechner.
Rechenbeispiele, Schlüsselvergleich und typische Fehler
Die gleiche Arbeit mit 40 Punkten gibt je nach Schlüssel unterschiedliche Tabellen: Die 4 beginnt beim Schulschlüssel bei 18 Punkten, beim milden und beim IHK-Schlüssel bei 20, beim strengen bei 22; die 1 beim Schulschlüssel bei 38,5, beim IHK-Schlüssel bei 37, beim milden bei 36, beim strengen bei 38. Wer die Schlüssel vergleichen will, gibt die gleiche Maximalpunktzahl mehrfach ein und liest die Tabellen nebeneinander. Der erste typische Fehler ist das Abrunden der Schwellen, 38,4 wird zu 38, und dann reicht ein Punkt weniger als der Schlüssel vorsieht; der Rechner rundet auf. Der zweite ist die 6-Schwelle: Beim Schulschlüssel gibt es die 5 erst ab 16 Prozent, bei 40 Punkten 6,5, darunter die 6, und wer die 6 nur für null Punkte vergibt, hat den Schlüssel stillschweigend geändert. Der dritte Fehler ist das Mischen von Prozent- und Punktgrenzen in der Tabelle unter der Arbeit, die Schüler rechnen dann falsch nach. Der vierte ist die Oberstufe: 5 Notenpunkte sind die glatte 4, nicht 4 Notenpunkte, und die Note 4 minus mit 4 Punkten liegt bereits unter dem Ausreichend für die Abiturzulassung. Bei 50 Punkten beginnt die 15 bei 47,5, die 5 Punkte bei 22,5, und 0 Punkte gibt es bis 9,5. Wer nur einen Prozentwert hat, etwa aus einem Online-Test, bekommt seine Note vom Prozent-zu-Note-Rechner.
Ein Stück Geschichte: Von den vier Zensuren zur 15-Punkte-Skala
Preußen führte 1788 mit dem Abiturreglement die erste schriftliche Bewertung ein und kannte lange nur vier Stufen, "sehr gut, gut, genügend, ungenügend", die 1812 in die Abiturordnung übernommen wurden. Die sechsstufige Skala von 1 bis 6 entstand 1938 im Deutschen Reich durch einen Erlass des Reichserziehungsministeriums, der die bis dahin uneinheitlichen Landesskalen ersetzte, und sie überlebte die Nachkriegszeit, weil die Kultusministerkonferenz sie 1968 in ihrer "Vereinbarung über die Bezeichnung der Noten" mit den heutigen Definitionen bestätigte. Die DDR nutzte fünf Stufen ohne die 6. Die 15-Punkte-Skala für die Oberstufe kam 1972 mit der Reform der gymnasialen Oberstufe, als Kurse die Klassen ablösten und die Noten für die Abiturberechnung feiner werden mussten; 1 plus bis 6 wurden zu 15 bis 0. Notenschlüssel in Prozent setzten sich in den 1970er Jahren mit den Punktearbeiten durch, davor benotete die Lehrkraft nach Gesamteindruck, und die IHK vereinheitlichte ihren Schlüssel mit der Musterprüfungsordnung von 1975. Die Debatte, ob Noten überhaupt sinnvoll sind, ist so alt wie die Noten, schon um 1910 wies der Berliner Pädagoge Ferdinand Kemsies nach, dass die gleiche Arbeit von verschiedenen Lehrern zwischen 1 und 5 bewertet wurde, und seitdem wird mit Schlüsseln, Erwartungshorizonten und Zweitkorrekturen dagegengehalten. Der Rechner erstellt die Tabelle, die aus der Debatte übrig blieb.
Praktische Tipps
Legen Sie den Schlüssel vor der Arbeit fest und schreiben Sie die Tabelle unter die Aufgaben. Prüfen Sie, dass 45 Prozent der Punkte mit Grundanforderungen erreichbar sind. Runden Sie Schwellen auf, nie ab. Vergleichen Sie bei schweren Arbeiten den milden Schlüssel, bevor Sie Aufgaben streichen. Nutzen Sie für IHK-Prüfungen nur den IHK-Schlüssel, der ist vorgeschrieben. Halten Sie in der Oberstufe die Fünf-Prozent-Schritte ein. Und dokumentieren Sie Abweichungen für die Fachkonferenz. Für Zeugnisnoten aus mehreren Arbeiten mit Gewichtung nutzen Sie den Notendurchschnitt-Rechner.
Häufige Fragen
Welcher Notenschlüssel ist der richtige?
Das hängt von Schulart und Bundesland ab. Für Klassenarbeiten der Sekundarstufe I ist der Schulschlüssel 96-80-60-45-16 am weitesten verbreitet, für IHK- und Handwerksprüfungen ist 92-81-67-50-30 vorgeschrieben, in der Oberstufe gilt die 15-Punkte-Skala mit 5-Prozent-Schritten ab 95 Prozent.
Ab wie viel Punkten gibt es die Note 1 bei 40 Punkten?
Beim Schulschlüssel ab 38,5 Punkten, also 96 Prozent aufgerundet auf halbe Punkte. Die 2 beginnt bei 32, die 3 bei 24, die 4 bei 18, die 5 bei 6,5, darunter gibt es die 6. Beim IHK-Schlüssel beginnt die 1 bei 37 Punkten.
Wie funktioniert der IHK-Notenschlüssel?
100 bis 92 Prozent sehr gut, 91 bis 81 gut, 80 bis 67 befriedigend, 66 bis 50 ausreichend, 49 bis 30 mangelhaft, darunter ungenügend. Bei 60 Punkten beginnt die 1 bei 55,5, die 2 bei 49, die 3 bei 40,5, die 4 bei 30 und die 5 bei 18 Punkten.
Wie rechnet der Oberstufenschlüssel?
15 Punkte ab 95 Prozent, dann für jeden Notenpunkt 5 Prozentpunkte weniger: 14 ab 90, 13 ab 85, 10 ab 70, 5 Punkte, die glatte 4, ab 45 Prozent, 1 Punkt ab 20, darunter 0. Bei 50 Punkten gibt es die 15 ab 47,5 und die 5 Punkte ab 22,5.
Warum rundet der Rechner auf halbe Punkte auf?
Weil 96 Prozent von 40 Punkten 38,4 sind und ein Schüler mit 38 Punkten die Schwelle nicht erreicht hat. Die 1 beginnt deshalb bei 38,5. Abrunden würde den Schlüssel milder machen, als er festgelegt ist. Wer nur ganze Punkte vergibt, nimmt den nächsten ganzen Wert darüber.
Darf ich den Notenschlüssel nach der Korrektur ändern?
In der Regel nicht, der Schlüssel sollte vorher feststehen. Erlaubt ist, eine missglückte Aufgabe aus der Wertung zu nehmen und die Maximalpunktzahl entsprechend zu senken. Abweichungen vom üblichen Schlüssel sollten der Fachkonferenz bekannt sein, die in den meisten Ländern den Rahmen beschließt.
Wie entstehen die Zwischennoten plus und minus?
Durch Dritteln des Notenbereichs: Die 2 beim Schulschlüssel reicht von 80 bis unter 96 Prozent, das obere Drittel ist 2+, das untere 2-. In der Oberstufe sind sie fest als Notenpunkte, 2+ ist 13, 2 ist 12, 2- ist 11 Punkte.
Ist der Schulschlüssel 96-80-60-45-16 vorgeschrieben?
Nein, er ist eine verbreitete Konvention, keine Vorschrift. Die KMK legt nur die Notenstufen und ihre Bedeutung fest. Schulen und Fachkonferenzen können die Schwellen um einige Prozentpunkte verschieben, und manche Länder empfehlen eigene Schlüssel. Verbindlich ist nur der IHK-Schlüssel für Kammerprüfungen.