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Uni-Notenschnitt-Rechner

Gewichteter Notendurchschnitt nach ECTS, ungewichteter Schnitt und die nötige Note für Ihr Ziel.

Wie hoch ist mein Notendurchschnitt im Studium?

Noten mit ECTS eintragen, getrennt mit Semikolon.

Beispiel: Module 1,0 x 12; 2,7 x 6; 1,7 x 30; 2,3 x 9; 3,3 x 3: gewichteter Schnitt 1,83, abgeschnitten 1,8

So funktioniert der Uni-Notenschnitt-Rechner

Der Uni-Schnitt-Rechner berechnet den Notendurchschnitt im Studium so, wie ihn die Prüfungsordnung rechnet: Jede Modulnote wird mit ihren ECTS-Punkten gewichtet, die Summe durch die Gesamtpunkte geteilt. Sie tippen die Module als "Note x ECTS" ein, eines je Zeile, und bekommen den gewichteten Schnitt auf drei Stellen, den auf eine Stelle abgeschnittenen Wert, wie ihn die meisten Hochschulen ausweisen, den ungewichteten Schnitt zum Vergleich und die Antwort auf die Frage, welche Note im nächsten Modul welchen Schnitt ergibt.

Merksatz: Ein 30-ECTS-Modul zählt so viel wie zehn 3-ECTS-Seminare. Die Eselsbrücke fürs Abschneiden: Die Uni rundet nicht, sie streicht, aus 1,89 wird 1,8, aus 2,49 wird 2,4; "Gut" ist bis 2,5, "Sehr gut" bis 1,5, und wer eine 1,5 hat, bekommt kein "Sehr gut" mehr.

Drei Beispiele:

  • 1,0 x 12; 2,7 x 6; 1,7 x 30; 2,3 x 9; 3,3 x 3: 60 ECTS, gewichtet 1,83, abgeschnitten 1,8, ungewichtet 2,2. Die Bachelorarbeit mit 30 ECTS und 1,7 zieht den Schnitt nach unten.
  • Zielnote: Mit einer 1,0 in einem weiteren 10-ECTS-Modul wird aus 1,83 ein Schnitt von 1,71. Für 1,8 reicht eine 1,3.
  • Beispiel aus dem Rechner: 32 ECTS, gewichtet 1,928, abgeschnitten 1,9, ungewichtet 2,06.

Formel: Schnitt = Σ (Note × ECTS) / Σ ECTS, danach Abschneiden auf eine Stelle ohne Runden. Wie viele ECTS noch fehlen und was ein Semester an Punkten bringt, rechnet der ECTS-Rechner; für den Schulschnitt ohne Gewichtung gibt es den Notendurchschnitt-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Warum die Uni nach ECTS gewichtet

Das European Credit Transfer System misst den Arbeitsaufwand eines Moduls, ein ECTS-Punkt sind 25 bis 30 Stunden, ein Semester hat 30 Punkte, der Bachelor 180, der Master 120. Weil ein 10-ECTS-Modul mehr Arbeit ist als ein 3-ECTS-Seminar, wiegt seine Note im Schnitt mehr: Die Gesamtnote ist der nach Punkten gewichtete Durchschnitt aller benoteten Module, und die Abschlussarbeit zählt mit ihren 12 bis 30 Punkten oft am stärksten. Die Prüfungsordnung regelt die Details, und sie weichen ab: Manche Studiengänge zählen nur die Module des Hauptstudiums, manche gewichten die Abschlussarbeit doppelt, Medizin und Jura rechnen ganz anders, und unbenotete Module, Praktika oder "bestanden" ohne Note gehen nicht in den Schnitt ein, zählen aber zu den ECTS. Der Rechner nimmt alle eingegebenen Module gleichberechtigt mit ihren Punkten; wer die Abschlussarbeit doppelt gewichten muss, trägt sie zweimal ein. Der ungewichtete Schnitt ist nur der Vergleich: Er zeigt, ob die großen Module besser oder schlechter waren als die kleinen, im Beispiel 2,2 statt 1,83, weil die 1,0 und die 1,7 auf dicken Modulen liegen und die 3,3 auf einem dünnen. Was ein Schnitt in Punkten der Schule hieße, übersetzt der Punkte-Note-Rechner.

Abschneiden, Prädikate und das Bachelorzeugnis

Die meisten Prüfungsordnungen schreiben vor, dass die Gesamtnote mit einer Dezimalstelle gebildet wird und "alle weiteren Stellen ohne Rundung gestrichen" werden; aus 1,849 wird 1,8, aus 1,96 wird 1,9. Dazu kommt das Prädikat: bis 1,5 "sehr gut", bis 2,5 "gut", bis 3,5 "befriedigend", bis 4,0 "ausreichend", und die Grenzen gelten nach dem Abschneiden, sodass 1,59 als 1,5 noch "sehr gut" ist, während 1,5 selbst bei manchen Hochschulen die obere Grenze von "gut" ist, je nachdem ob "bis 1,5" einschließlich gemeint ist. Für Auszeichnungen, "mit Auszeichnung" oder "summa cum laude" im Bachelor, gelten eigene Grenzen, oft 1,2 oder 1,3. Neben der deutschen Note steht im Diploma Supplement die ECTS-Einstufungstabelle, die zeigt, wie viel Prozent des Jahrgangs welche Note hatten, weil eine 1,8 in Maschinenbau etwas anderes ist als in Pädagogik; der Numerus clausus für Masterstudiengänge bezieht sich aber auf die Zahl. Wer den Bachelor mit 1,8 abschließt, hat bei den meisten Masterprogrammen gute Karten, für Stipendien und manche Unternehmen zählt 2,0 als Grenze, für die Promotion meist 2,5. Den Schulnotenschnitt und die Umrechnung von Prozent in Noten gibt es im Notenschlüssel-Rechner.

Den Schnitt noch verbessern

Der Rechner beantwortet, was ein Modul bringt, und die Antwort ist meist ernüchternd: Mit 60 ECTS und 1,83 im Schnitt bringt eine 1,0 in einem 10-ECTS-Modul nur 0,12, aus 1,83 wird 1,71; je mehr Punkte schon gesammelt sind, desto weniger bewegt sich der Schnitt. Deshalb zählt am Ende die Abschlussarbeit, weil sie dick ist, 12 ECTS im Bachelor sind das größte Einzelmodul, und ein Unterschied von 1,0 zu 2,0 dort macht bei 180 ECTS 0,07 im Schnitt. Umgekehrt beruhigt die Rechnung: Eine 4,0 in einem 3-ECTS-Seminar kostet bei 100 gesammelten Punkten mit Schnitt 2,0 nur 0,06. Die wirksamen Hebel sind das Freiversuchsrecht, wo es das gibt, das Wiederholen von Prüfungen zur Notenverbesserung, das manche Ordnungen einmal pro Modul erlauben, und die Wahl der Wahlpflichtmodule mit großen Punktzahlen in Fächern, die liegen. Wer die Zielnote für den Master kennt, kann mit dem Rechner durchspielen, welche Noten in den letzten Modulen reichen; für 1,8 aus 1,83 bei 60 ECTS genügt eine 1,3 im nächsten 10-ECTS-Modul. Den Abiturschnitt für den Numerus clausus rechnet der Abi-Schnitt-Rechner.

Ein Stück Geschichte: Von Bologna und den Leistungspunkten

Bis in die 1990er gab es an deutschen Universitäten keine Leistungspunkte, sondern Scheine, und die Diplomnote setzte sich aus wenigen Prüfungen am Ende zusammen, oft mündlich, oft mit dem Gewicht der Diplomarbeit als einem Viertel. ECTS entstand 1989 als Erasmus-Werkzeug, um Studienleistungen zwischen Ländern anrechenbar zu machen, und wurde mit der Bologna-Erklärung von 1999, die 29 Bildungsminister in der ältesten Universität Europas unterschrieben, zur Grundlage des gestuften Systems Bachelor und Master. Deutschland führte die neuen Abschlüsse ab 1998 versuchsweise ein, die Kultusministerkonferenz legte 2003 fest, dass Module zu benoten und nach Punkten zu gewichten sind, und bis 2010 waren fast alle Diplom- und Magisterstudiengänge umgestellt, mit Ausnahmen in Jura, Medizin, Pharmazie und Theologie, die beim Staatsexamen blieben. Die Diskussion um Verschulung, Prüfungsdichte und "Bulimielernen" begleitete den Umbau, 2009 streikten Studierende bundesweit, und seither wurden die Ordnungen gelockert, mit weniger Prüfungen und Freiversuchen. Die ECTS-Einstufungstabelle ersetzte 2009 die alten ECTS-Grades A bis E, die den Jahrgang starr in 10, 25, 30, 25 und 10 Prozent teilten. Der Rechner rechnet die KMK-Regel von 2003 mit Abschneiden auf eine Stelle.

Praktische Tipps

Lesen Sie in Ihrer Prüfungsordnung, welche Module in die Gesamtnote eingehen und ob die Abschlussarbeit doppelt zählt; tragen Sie sie dann entsprechend oft ein. Nehmen Sie die Noten aus dem Transcript, nicht aus dem Gedächtnis. Rechnen Sie vor der Bachelorarbeit durch, welche Note Sie für Ihre Zielnote brauchen, und wählen Sie Thema und Betreuer danach. Prüfen Sie, ob Ihre Hochschule Notenverbesserung durch Wiederholung erlaubt, und nutzen Sie sie bei dicken Modulen. Vergleichen Sie den Schnitt mit der ECTS-Einstufungstabelle Ihres Jahrgangs, wenn Sie sich im Ausland bewerben. Und lassen Sie sich von kleinen Seminaren nicht stressen, sie bewegen den Schnitt kaum. Was ein Semester an Zeit kostet, rechnet der ECTS-Rechner in Stunden um.

Häufige Fragen

Wie wird der Notendurchschnitt im Studium berechnet?

Jede Modulnote mal ihre ECTS-Punkte, alles addiert und durch die Summe der Punkte geteilt. Die Module 1,0 x 12; 2,7 x 6; 1,7 x 30; 2,3 x 9 und 3,3 x 3 ergeben 109,8 / 60 = 1,83, als Zeugnisnote abgeschnitten 1,8. Ungewichtet wäre der Schnitt 2,2.

Wird die Note gerundet oder abgeschnitten?

In fast allen Prüfungsordnungen abgeschnitten: Es zählt nur die erste Dezimalstelle, alle weiteren werden gestrichen. Aus 1,835 wird 1,8, aus 1,96 wird 1,9, nie 2,0. Der Rechner zeigt beide Werte, den genauen und den abgeschnittenen.

Welche Note brauche ich im nächsten Modul für meine Zielnote?

Der Rechner rechnet es durch. Bei 60 ECTS mit Schnitt 1,83 ergibt eine 1,0 in einem 10-ECTS-Modul 1,71, für die 1,8 reicht eine 1,3. Beim Beispiel mit 32 ECTS und 1,928 braucht es für 1,8 eine 1,3 in einem 10-ECTS-Modul.

Zählen unbenotete Module und Praktika mit?

Nicht in den Schnitt, aber zu den ECTS für den Abschluss. Module mit "bestanden" ohne Note lassen Sie beim Rechner weg. Ob die Bachelorarbeit einfach oder doppelt gewichtet wird, steht in der Prüfungsordnung; bei doppelter Gewichtung tragen Sie sie zweimal ein.

Was ist der Unterschied zwischen gewichtetem und ungewichtetem Schnitt?

Der gewichtete Schnitt berücksichtigt die ECTS-Punkte, der ungewichtete zählt jede Note gleich. Im Beispiel 1,83 gegenüber 2,2, weil die guten Noten auf großen Modulen liegen. Im Zeugnis steht immer der gewichtete Wert.

Ab welchem Schnitt ist der Bachelor "gut" oder "sehr gut"?

Üblich: bis 1,5 sehr gut, 1,6 bis 2,5 gut, 2,6 bis 3,5 befriedigend, 3,6 bis 4,0 ausreichend, jeweils nach dem Abschneiden. Für "mit Auszeichnung" verlangen viele Hochschulen 1,2 oder 1,3. Die genauen Grenzen stehen in der Prüfungsordnung.

Wie stark beeinflusst die Bachelorarbeit den Schnitt?

Als dickstes Modul am stärksten: Bei 180 ECTS und 12 Punkten für die Arbeit macht der Unterschied zwischen 1,0 und 2,0 etwa 0,07 im Schnitt aus, bei 30 ECTS im Beispiel wiegt die 1,7 die Hälfte aller Punkte. Ein 3-ECTS-Seminar bewegt den Schnitt dagegen kaum.

Welchen Schnitt brauche ich für den Master?

Viele konsekutive Master verlangen 2,5 oder besser, begehrte Programme 2,0 oder 1,8, manche vergeben Plätze nach Rangliste. Stipendien setzen oft 2,0 als Grenze, Promotionsordnungen meist 2,5. Entscheidend ist die abgeschnittene Zeugnisnote.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: KMK: Ländergemeinsame Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (2003, zuletzt 2010), Europäische Kommission: ECTS Users' Guide 2015, Bologna-Erklärung vom 19. Juni 1999, Hochschulrektorenkonferenz (HRK): Diploma Supplement und ECTS-Einstufungstabelle