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Lebenserwartungs-Rechner

Alter und Geschlecht eintragen: Der Rechner zeigt die statistische Restlebenserwartung nach der Sterbetafel des Statistischen Bundesamts, eine grobe Korrektur für Rauchen und Bewegung, die voraussichtliche Rentenbezugsdauer und wie viel Lebenszeit rechnerisch schon vergangen ist.

Wie hoch ist meine statistische Lebenserwartung?

Alter, Geschlecht, Rauchen, Bewegung.

Beispiel: Mann, 45, Nichtraucher, aktiv: 35,8 Jahre nach Sterbetafel, mit Lebensstil 37,8

Wie lange beziehe ich voraussichtlich Rente?

Alter bei Rentenbeginn, Geschlecht, Monatsrente.

Beispiel: Mann, Rentenbeginn 67, 1.600 € netto: 16,6 Jahre, 319.488 € Rente gesamt

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Wie viel meines Lebens ist vergangen?

Geburtsdatum und Geschlecht.

Beispiel: Geboren 15.06.1981, Mann: 56 % vergangen, 1.850 Wochenenden bleiben

So funktioniert der Lebenserwartungs-Rechner

Der Lebenserwartungs-Rechner beantwortet die Frage Wie alt werde ich? so, wie es die Statistik kann: mit Durchschnittswerten. Der erste Kasten liest aus der Sterbetafel für Deutschland die fernere Lebenserwartung für Ihr Alter und Geschlecht ab, rechnet das erreichte Alter und das Jahr aus und korrigiert grob für Rauchen und Bewegung. Der zweite Kasten übersetzt das in die Rentenbezugsdauer: Wie viele Jahre Rente bei Beginn mit 63, 65 oder 67 zu erwarten sind und wie viel Geld das insgesamt ist. Der dritte Kasten rechnet aus dem Geburtsdatum die gelebte Zeit in Tagen, Wochen und Monaten, den vergangenen Anteil des Lebens und die verbleibenden Wochenenden und Sommer.

Drei Beispiele:

  • Mann, 45 Jahre, Nichtraucher, regelmäßig aktiv: Nach der Sterbetafel noch 35,8 Jahre, also bis etwa 80,8 Jahre; mit Lebensstil-Korrektur 37,8 Jahre. Eine Frau mit 45 hat 39,6 Jahre vor sich, mit 30 Jahren 54,2 Jahre (bis 84,2). Ein 80-jähriger Mann hat statistisch noch 7,8 Jahre, ein aktiver Raucher mit 45 nach der Korrektur rund 29 Jahre.
  • Rentenbeginn mit 67, Mann, 1.600 Euro netto: 16,6 Jahre Rente (200 Monate), 319.488 Euro ohne Anpassung, mit 2 Prozent Rentenanpassung im Jahr rund 374.683 Euro. Mit 63 sind es 19,9 Jahre, eine Frau mit 67 bezieht 19,5 Jahre.
  • Geboren am 15. Juni 1981, Mann: 16.570 Tage gelebt (45,4 Jahre, 2.367 Wochen), Restlebenserwartung 35,5 Jahre, 56,1 Prozent des statistischen Lebens vergangen, 1.850 Wochenenden und 35 Sommer bleiben, rechnerisches Enddatum April 2062.

Grundlage ist die Sterbetafel 2023/2025 des Statistischen Bundesamts: Lebenserwartung bei Geburt 79,1 Jahre für Männer und 83,6 Jahre für Frauen, mit 65 Jahren noch 18,2 beziehungsweise 21,2 Jahre; der Rechner interpoliert zwischen den Altersstufen und rundet. Die Lebensstil-Korrektur (Rauchen minus 9 Jahre, regelmäßige Bewegung plus 2, Bewegungsmangel minus 1) ist ein grober Mittelwert aus Kohortenstudien, keine Diagnose. Wann Sie regulär in Rente gehen können, zeigt der Rentenbeginn-Rechner, was ein früherer Start kostet, der Frührente-Rechner, das Alter auf den Tag genau der Altersrechner, und ob das Körpergewicht zum gesunden Bereich gehört, der BMI-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Wie die Sterbetafel rechnet

Die Lebenserwartung ist keine Prognose für einen Menschen, sondern ein Mittelwert: Die Sterbetafel beschreibt, wie viele Jahre eine Person im Durchschnitt noch lebt, wenn die heutigen altersspezifischen Sterbewahrscheinlichkeiten für den Rest ihres Lebens gelten würden. Das Statistische Bundesamt berechnet sie aus den Sterbefällen und der Bevölkerung dreier Jahre, zuletzt 2023 bis 2025, als Periodensterbetafel. Weil die Sterblichkeit seit Jahrzehnten sinkt, unterschätzt sie die tatsächliche Lebensdauer heutiger Jahrgänge; Generationensterbetafeln, die den Fortschritt einrechnen, kommen für 1980 Geborene auf 4 bis 6 Jahre mehr. Wichtig ist der Unterschied zwischen Lebenserwartung bei Geburt und fernerer Lebenserwartung: Wer 65 ist, hat die Risiken von Kindheit, Jugend und mittlerem Alter überstanden und lebt im Schnitt bis 83 (Männer) oder 86 (Frauen), also länger als die 79 oder 84 Jahre, die bei Geburt galten. Der Median liegt zudem über dem Durchschnitt, weil frühe Todesfälle den Mittelwert nach unten ziehen: Mehr als die Hälfte der heute 65-jährigen Frauen erlebt den 87. Geburtstag.

Was die Lebenserwartung verschiebt

Die großen Faktoren sind bekannt und zum Teil beeinflussbar. Rauchen kostet nach den großen Kohortenstudien, etwa der British Doctors Study und der deutschen Heidelberger Studie, im Schnitt 8 bis 10 Lebensjahre; wer vor 40 aufhört, holt fast alles davon zurück. Regelmäßige Bewegung bringt je nach Studie 2 bis 4 Jahre, starkes Übergewicht kostet 3 bis 6, hoher Alkoholkonsum 2 bis 5. Mindestens so groß sind die sozialen Unterschiede: Zwischen dem ärmsten und dem reichsten Fünftel der Bevölkerung liegen in Deutschland bei Männern etwa 9 Jahre, bei Frauen 4; Bildung, Beruf und Wohnort wirken über Ernährung, Stress, Arbeitsbelastung und Versorgung. Regional führt Baden-Württemberg mit über 80 Jahren bei Männern, Sachsen-Anhalt und das Saarland liegen zwei bis drei Jahre dahinter. Gene erklären nach Zwillingsstudien nur rund ein Viertel der Streuung; ein langlebiger Vater hilft, garantiert aber nichts. Der Rechner fasst Rauchen und Bewegung in grobe Zu- und Abschläge, alles andere bleibt Ihnen überlassen.

Rentenbezugsdauer und was sie für die Rente bedeutet

Für die Rentenversicherung ist die fernere Lebenserwartung mit 65 die zentrale Größe: Sie bestimmt, wie viele Jahre eine Rente gezahlt wird. 1960 bezogen Männer ihre Rente im Schnitt knapp 10 Jahre, heute rund 20 Jahre, Frauen noch länger; die Rentenversicherung weist für 2024 eine durchschnittliche Bezugsdauer von gut 21 Jahren aus. Das ist der Hintergrund für die Rente mit 67 und für die Abschläge von 0,3 Prozent je Monat vorzeitigen Bezugs. Für den Einzelnen heißt das: Wer früher geht, bezieht länger, aber dauerhaft weniger; der Rechner zeigt die Gesamtrente für beide Varianten, und die Frührente-Berechnung zeigt den Punkt, an dem sich beides ausgleicht, meist jenseits des 80. Lebensjahrs. Rentner leben statistisch etwas länger als der Durchschnitt ihrer Altersgruppe, Beamte und Gutverdiener noch länger, was die Versicherer in eigenen Tafeln berücksichtigen; eine private Rentenversicherung rechnet deshalb mit Lebenserwartungen, die mehrere Jahre über der Sterbetafel liegen.

Ein Stück Geschichte

Die erste Sterbetafel stellte der Astronom Edmond Halley 1693 aus den Kirchenbüchern von Breslau zusammen, weil die Stadt als einzige Geburts- und Sterbealter sauber verzeichnete; aus ihr berechnete er faire Preise für Leibrenten, die bis dahin ohne Rücksicht auf das Alter verkauft wurden. Im Deutschen Reich lag die Lebenserwartung bei Geburt um 1875 bei 36 Jahren für Männer und 38 für Frauen, nicht weil Erwachsene so früh starben, sondern weil jedes vierte Kind das erste Jahr nicht überlebte. Mit sauberem Wasser, Impfungen und Geburtshilfe stieg sie bis 1930 auf 60 Jahre, nach dem Krieg mit Antibiotika auf 67 und seit den 1970er-Jahren vor allem durch Fortschritte bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen um zwei bis drei Monate je Jahr. Die Corona-Jahre 2020 bis 2022 brachten den ersten Rückgang seit Jahrzehnten um rund ein halbes Jahr, seit 2023 steigt die Lebenserwartung wieder. Die Frau, die am längsten lebte, Jeanne Calment aus Arles, starb 1997 mit 122 Jahren; ob diese Grenze fällt, ist unter Demografen umstritten.

Praktische Tipps

Nutzen Sie die Zahl für Entscheidungen, nicht für Sorgen: Bei der Wahl zwischen Rente und Einmalzahlung, bei der Frage nach Frührente oder Weiterarbeit, bei der Laufzeit eines Entnahmeplans. Rechnen Sie bei der Altersvorsorge mit einem Alter von 90 oder mehr, weil die Hälfte der Menschen den Durchschnitt überlebt und das Geld dann nicht ausgehen darf. Prüfen Sie die Lebensstil-Faktoren, die Sie selbst in der Hand haben; der Rauchstopp ist mit Abstand der wirksamste. Und wenn der dritte Kasten Ihnen die verbleibenden Wochenenden zeigt, nehmen Sie es als das, was es ist: ein Motivationstrick, keine Prognose.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Lebenserwartung in Deutschland?

Nach der Sterbetafel 2023/2025 des Statistischen Bundesamts 79,1 Jahre für neugeborene Jungen und 83,6 Jahre für Mädchen. Mit 65 Jahren haben Männer noch 18,2 und Frauen 21,2 Jahre vor sich.

Warum ist meine Restlebenserwartung höher als die bei Geburt?

Weil Sie die Sterberisiken der vergangenen Jahre bereits überstanden haben. Die Lebenserwartung bei Geburt enthält auch die Todesfälle in Kindheit und mittlerem Alter; wer 65 ist, lebt im Schnitt bis 83 oder 86 statt bis 79 oder 84.

Wie viele Jahre kostet Rauchen?

Nach großen Langzeitstudien im Schnitt 8 bis 10 Jahre; der Rechner setzt minus 9 an. Wer vor dem 40. Geburtstag aufhört, gewinnt den größten Teil davon zurück, auch spätere Rauchstopps verlängern das Leben.

Wie lange beziehe ich statistisch Rente?

Bei Rentenbeginn mit 67 als Mann 16,6 Jahre, als Frau 19,5 Jahre; mit 63 rund 20 beziehungsweise 23 Jahre. 1960 waren es für Männer knapp 10 Jahre, heute liegt der Durchschnitt aller Rentner bei gut 21 Jahren.

Was ist der Unterschied zwischen Perioden- und Generationensterbetafel?

Die Periodensterbetafel nutzt die heutige Sterblichkeit für alle Altersstufen, die Generationensterbetafel rechnet den künftigen medizinischen Fortschritt ein. Für heute 40-Jährige liegt die Generationentafel 4 bis 6 Jahre höher.

Wie genau ist der Rechner?

Für Gruppen sehr genau, für Einzelne gar nicht. Die Streuung um den Durchschnitt ist groß, die Hälfte lebt länger als angegeben. Die Lebensstil-Korrektur ist ein grober Mittelwert aus Studien, keine medizinische Bewertung.

Wie viele Wochenenden habe ich noch?

Restlebenserwartung mal 52,18. Ein 45-jähriger Mann hat statistisch 35,8 Jahre vor sich, also rund 1.870 Wochenenden und 36 Sommer. Der dritte Kasten rechnet es für Ihr Geburtsdatum aus.

Mit welchem Alter sollte ich bei der Altersvorsorge rechnen?

Mit mindestens 90 Jahren, besser 95. Der Durchschnitt wird von der Hälfte überlebt, und wer mit 65 noch gesund ist, hat bessere Chancen als der Durchschnitt. Eine lebenslange Rente nimmt dieses Risiko ab, ein Entnahmeplan nicht.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: Statistisches Bundesamt: Sterbetafel 2023/2025, Pressemitteilung zur Lebenserwartung, Statistisches Bundesamt: Generationensterbetafeln für Deutschland, Deutsche Rentenversicherung: Rentenversicherung in Zeitreihen (Rentenbezugsdauer), Doll, Peto u. a.: Mortality in relation to smoking, 50 years observations on male British doctors, BMJ 2004, Robert Koch-Institut: Gesundheit in Deutschland, soziale Unterschiede in der Lebenserwartung