Brennholz-Rechner
Menge, Einheit und Holzart wählen: Der Rechner rechnet Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter um, nennt Gewicht und Heizwert, ermittelt den Jahresbedarf für Ihren Wärmebedarf und vergleicht die Kosten je Kilowattstunde mit Öl, Gas, Pellets und Wärmepumpe.
Wie rechne ich Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter um?
Menge, Einheit und Holzart.
Beispiel: 3 rm Buche: 2,14 fm, 4,29 srm, 1.590 kg, 6.300 kWh
Wie viel Brennholz brauche ich im Jahr?
Wärmebedarf, Holzart, Restfeuchte, Wirkungsgrad, Preis.
Beispiel: 15.000 kWh, Buche, 75 % Wirkungsgrad: 9,5 Raummeter, 1.047,62 €
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Ist Heizen mit Holz günstiger als Öl, Gas oder Pellets?
Holzpreis, Holzart, Wirkungsgrad und die Preise der anderen Energieträger.
Beispiel: Buche 110 €/rm: 7,0 ct je kWh Wärme, Heizöl 11,8 ct, Gas 12,2 ct, Pellets 7,3 ct
So funktioniert der Brennholz-Rechner
Der Brennholz-Rechner bringt Ordnung in die Maßeinheiten des Holzhandels. Der erste Kasten rechnet Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter ineinander um, mit dem Faustwert 1 Festmeter = 1,4 Raummeter = 2 Schüttraummeter für 33-Zentimeter-Scheite, und nennt für zehn Holzarten Gewicht und Heizwert je Raummeter bei 20 Prozent Restfeuchte, dazu die Entsprechung in Heizöl und Pellets. Der zweite Kasten ermittelt den Brennholzbedarf im Jahr: Wärmebedarf, Wirkungsgrad des Ofens oder Kessels, Holzart und Restfeuchte ergeben die Raummeter, die Kosten und die Lagerfläche. Der dritte Kasten vergleicht den Preis je Kilowattstunde Wärme von Brennholz mit Heizöl, Erdgas, Pellets und Wärmepumpe, jeweils nach Wirkungsgrad.
Drei Beispiele:
- 3 Raummeter Buche: 2,14 Festmeter, 4,29 Schüttraummeter, etwa 1.590 kg lufttrocken und 6.300 kWh Heizenergie, so viel wie 630 Liter Heizöl oder 1.286 kg Pellets. Ein Festmeter Eiche entspricht 1,4 Raummetern, 2 Schüttraummetern, 728 kg und 2.940 kWh.
- 15.000 kWh Wärmebedarf, Buche, Kaminofen mit 75 Prozent Wirkungsgrad, 110 Euro je Raummeter: 20.000 kWh Brennstoff, 9,5 Raummeter (6,8 Festmeter, 13,6 Schüttraummeter, 5.048 kg), 1.047,62 Euro im Jahr, 7,0 Cent je kWh Wärme, Lagerfläche 4,8 m² bei 2 m Stapelhöhe. Mit 30 statt 20 Prozent Restfeuchte sind es 11,2 Raummeter und 1.232,49 Euro; bei 20.000 kWh und 80 Prozent Wirkungsgrad 11,9 Raummeter.
- Preisvergleich bei 110 Euro je Raummeter Buche: 5,2 Cent je kWh Holz, nach Wirkungsgrad 7,0 Cent je kWh Wärme; Heizöl bei 1 Euro je Liter 11,8 Cent, Erdgas bei 11 Cent 12,2 Cent, Pellets bei 320 Euro je Tonne 7,3 Cent, Wärmepumpe bei 35 Cent Strom und Jahresarbeitszahl 3,5 10,0 Cent. Bei 150 Euro je Raummeter liegt Holz mit 9,5 Cent hinter Pellets.
Formeln: Heizwert = Raummeter × kWh je Raummeter (Buche, Eiche und Esche 2.100, Birke und Ahorn 1.900, Kiefer und Lärche 1.700, Fichte 1.500, Tanne 1.400, Pappel 1.200 kWh bei 20 Prozent Feuchte), Bedarf = Wärmebedarf / Wirkungsgrad / Heizwert je Raummeter, je Prozentpunkt Feuchte über 20 sinkt der Heizwert um rund 1,5 Prozent. Den Wärmebedarf Ihres Hauses liefert der Heizkosten-Rechner oder die Heizlast-Berechnung, den Pelletbedarf der Pellet-Rechner, den Ölverbrauch der Heizöl-Rechner, den Gasverbrauch in Kilowattstunden der Gasverbrauch-Rechner, und ob eine Wärmepumpe günstiger heizt, der Wärmepumpen-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Festmeter, Raummeter, Ster, Schüttraummeter: Die Einheiten
Der Festmeter (fm) ist ein Kubikmeter massives Holz ohne Zwischenräume, die Einheit des Forsts für Stammholz. Der Raummeter (rm), im Süden Ster genannt, ist ein Würfel von einem Meter Kantenlänge aus gestapelten Scheiten mit Luft dazwischen; er enthält je nach Scheitlänge und Sorgfalt des Stapelns 0,6 bis 0,8 Festmeter, als Faustwert 0,7. Der Schüttraummeter (srm) ist ein Kubikmeter lose geschütteter Scheite, wie sie vom Förderband in den Anhänger fallen, mit noch mehr Luft, etwa 0,5 Festmeter oder 0,7 Raummeter. Die Umrechnung 1 fm = 1,4 rm = 2 srm gilt für Scheite von 33 Zentimetern; bei Meterholz sind es 1 fm = 1,2 bis 1,3 rm, bei 25-Zentimeter-Scheiten 1,5 rm und mehr, weil kürzere Stücke schlechter stapeln. Händler verkaufen meist nach Schüttraummeter, weil das Holz lose geliefert wird, und ein Preisvergleich funktioniert nur in derselben Einheit: 70 Euro je Schüttraummeter entsprechen 100 Euro je Raummeter. Der Preis liegt 2026 für ofenfertige Buche je nach Region bei 90 bis 140 Euro je Raummeter, für Fichte bei 60 bis 90 Euro, für Meterholz ab Wald bei 50 bis 80 Euro je Raummeter.
Heizwert: Holzart, Feuchte und Wirkungsgrad
Trockenes Holz hat je Kilogramm fast denselben Heizwert, egal welche Art, rund 4 kWh bei 20 Prozent Feuchte. Der Unterschied steckt in der Dichte: Ein Raummeter Buche wiegt 530 Kilogramm und liefert etwa 2.100 kWh, ein Raummeter Fichte 360 Kilogramm und 1.500 kWh. Weichholz brennt schneller und heißer an, Hartholz hält die Glut; für den Kaminofen mischen viele beides. Entscheidend ist die Restfeuchte: Frisch geschlagenes Holz hat 50 bis 60 Prozent Wasser, das beim Verbrennen erst verdampft werden muss, und liefert nur die Hälfte des Heizwerts, dazu Ruß, Glanzruß im Schornstein und hohe Emissionen. Die 1. Bundesimmissionsschutzverordnung erlaubt höchstens 25 Prozent Feuchte, und der Schornsteinfeger darf messen. Zwei Jahre Lagerung an einem luftigen, überdachten Platz bringen Buche auf 15 bis 20 Prozent; ein Holzfeuchtemessgerät für 20 Euro schafft Gewissheit. Der Wirkungsgrad vergrößert den Bedarf noch einmal: Ein offener Kamin nutzt 10 bis 20 Prozent der Energie, ein alter Kaminofen 60 bis 70, ein moderner 75 bis 85, ein Scheitholzvergaserkessel mit Pufferspeicher über 90 Prozent.
Lohnt sich Heizen mit Holz?
Im Preisvergleich je Kilowattstunde Wärme liegt gekauftes Brennholz 2026 mit 6 bis 9 Cent gleichauf mit Pellets und deutlich unter Heizöl und Erdgas, die mit CO₂-Preis bei 11 bis 13 Cent liegen; eine Wärmepumpe mit guter Jahresarbeitszahl kommt auf 8 bis 10 Cent, mit Wärmepumpentarif weniger. Die Rechnung kennt aber keine Arbeitszeit: Holz muss bestellt, gestapelt, getragen, nachgelegt und die Asche entsorgt werden, und der Ofen braucht Kehrgebühren und alle paar Jahre Schamottsteine. Wirklich günstig wird Holz nur mit eigener Quelle: Flächenlose oder Selbstwerberholz aus dem Staatsforst kosten 25 bis 50 Euro je Festmeter, dazu Motorsägenschein, Säge, Spalter und Anhänger. Ein Haus mit 15.000 kWh Wärmebedarf braucht 9 bis 10 Raummeter Buche im Jahr, das sind rund 5 Tonnen und bei zwei Jahren Vorrat eine Lagerfläche von 10 m² bei 2 Metern Höhe. Als Zusatzheizung zum Übergang oder neben einer Wärmepumpe an kalten Tagen bleibt der Kaminofen sinnvoll, als alleinige Heizung lohnt er bei hohem Bedarf nur mit eigenem Holz.
Ein Stück Geschichte
Holz war bis ins 19. Jahrhundert der wichtigste Brennstoff Europas, und seine Knappheit prägte Städte und Wälder: Um 1700 befürchteten Fürstentümer die "Holznot", und der sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz formulierte 1713 in der "Sylvicultura oeconomica" den Begriff der Nachhaltigkeit, nur so viel Holz zu schlagen, wie nachwächst. Die Einheiten stammen aus dieser Zeit: Die Klafter, ein Stapel von sechs Fuß Länge und Höhe, war bis zur Einführung des metrischen Systems 1872 das Maß für Brennholz und maß je nach Land 2,5 bis 4 Kubikmeter; der Ster kam mit dem Meter aus Frankreich ("stère"). Kohle verdrängte das Holz in den Städten ab 1850, Öl und Gas nach 1960; in den 1980er-Jahren war Brennholz fast nur noch Hobby. Die Ölkrisen, der Kachelofen-Boom der 1990er und die Energiepreise der Jahre 2022 und 2023 brachten es zurück: Rund elf Millionen Holzfeuerstätten stehen heute in deutschen Haushalten, und das Umweltbundesamt streitet mit der Holzbranche über Feinstaub und CO₂-Bilanz, zumal der europäische Emissionshandel für Gebäude, der ab 2027 geplant ist, Holz als Brennstoff nicht erfasst.
Praktische Tipps
Kaufen Sie Holz im Frühjahr oder Sommer, wenn die Preise 10 bis 20 Prozent unter dem Winterniveau liegen, und lassen Sie es noch einen Sommer nachtrocknen. Vergleichen Sie Angebote in derselben Einheit und fragen Sie nach Holzart, Scheitlänge und Restfeuchte; "kaminfertig" ist kein geschützter Begriff. Stapeln Sie mit Abstand zur Wand, auf Paletten und unter Dach, aber nicht in der Garage oder im Keller, wo Holz nicht trocknet. Heizen Sie von oben an und mit Anzündholz statt Papier, das spart Ruß und Feinstaub. Und messen Sie die Feuchte stichprobenartig an frisch gespaltenen Scheiten, nicht an der Rinde.
Häufige Fragen
Wie viele Raummeter sind ein Festmeter?
Etwa 1,4 Raummeter bei 33-cm-Scheiten, 1,2 bis 1,3 bei Meterholz und bis 1,6 bei kurzen Scheiten. Ein Festmeter entspricht rund 2 Schüttraummetern. Der Rechner nutzt 1 fm = 1,4 rm = 2 srm.
Was ist der Unterschied zwischen Raummeter und Schüttraummeter?
Der Raummeter ist ein Kubikmeter gestapeltes Holz mit wenig Luft (etwa 0,7 Festmeter), der Schüttraummeter ein Kubikmeter lose geschüttetes Holz mit viel Luft (etwa 0,5 Festmeter). 1 Raummeter entspricht ungefähr 1,4 Schüttraummetern.
Wie viel Heizwert hat ein Raummeter Buche?
Rund 2.100 kWh bei 20 Prozent Restfeuchte, so viel wie 210 Liter Heizöl oder 430 kg Pellets. Fichte liefert etwa 1.500 kWh, Birke 1.900, Eiche wie Buche 2.100 kWh je Raummeter.
Wie viel Brennholz brauche ich im Jahr?
Bei 15.000 kWh Wärmebedarf und einem Kaminofen mit 75 Prozent Wirkungsgrad etwa 9,5 Raummeter Buche oder 13 Raummeter Fichte. Als Zusatzheizung für die Übergangszeit reichen meist 2 bis 4 Raummeter.
Welche Restfeuchte darf Brennholz haben?
Höchstens 25 Prozent nach der 1. BImSchV, besser unter 20 Prozent. Frisches Holz hat 50 bis 60 Prozent und muss ein bis zwei Jahre luftig und überdacht lagern. Jedes Prozent über 20 kostet rund 1,5 Prozent Heizwert.
Was kostet eine Kilowattstunde Wärme aus Holz?
Bei 110 Euro je Raummeter Buche und 75 Prozent Wirkungsgrad 7,0 Cent, bei 150 Euro 9,5 Cent. Heizöl liegt bei rund 12 Cent, Erdgas bei 12 bis 13 Cent, Pellets bei 7 bis 8 Cent, eine Wärmepumpe je nach Strompreis bei 8 bis 10 Cent.
Wie viel wiegt ein Raummeter Holz?
Lufttrocken bei 20 Prozent Feuchte etwa 530 kg Buche, 520 kg Eiche, 460 kg Birke, 410 kg Kiefer und 360 kg Fichte. Frisches Holz wiegt bis zu doppelt so viel; ein Anhänger mit 750 kg Zuladung fasst also nur gut einen Raummeter trockene Buche.
Wie viel Lagerplatz braucht Brennholz?
Ein Raummeter braucht einen Kubikmeter; bei 2 m Stapelhöhe also 0,5 m² Grundfläche je Raummeter. Für 10 Raummeter Jahresbedarf mit zwei Jahren Vorrat sind das 10 m² überdachte Fläche mit Luft von allen Seiten.