Start›Schule›Abi-Schnitt-Rechner

Abi-Schnitt-Rechner

Die Abiturnote aus Block I und Block II, mit Prüfung der Mindestpunkte und Hochrechnung der Kurse.

Welche Abiturnote ergeben meine Punkte?

Block I und Block II eintragen.

Beispiel: 560 + 270 = 830 Punkte: Abiturnote 1,0

Wie viele Punkte bringen meine Kurse in Block I?

Einzelne Kurspunkte, Hochrechnung auf 40 Kurse.

Beispiel: 10 Kurse mit Schnitt 13,9 Punkten: 556 Punkte in Block I

Anzeige

300 × 250

So funktioniert der Abi-Schnitt-Rechner

Der Abi-Schnitt-Rechner macht aus Punkten eine Note: In Block I kommen die Punkte aus 40 Halbjahreskursen, höchstens 600, in Block II die Punkte aus den vier oder fünf Abiturprüfungen, höchstens 300, und aus der Summe folgt die Abiturnote nach einer Formel, die in allen 16 Ländern gleich ist. Der erste Kasten prüft dabei, ob die Mindestpunkte erreicht sind, und sagt, wie viele Punkte zur nächstbesseren Note fehlen. Der zweite Kasten rechnet aus Ihren bisherigen Kurspunkten hoch, was in Block I zu erwarten ist.

Merksatz: 900 Punkte sind das Maximum, 823 reichen für die 1,0, 300 sind das Minimum für die 4,0. Die Eselsbrücke: Jede Zehntelnote sind 18 Punkte, und die Formel lautet 17 Drittel minus Punkte durch 180. Wer den Abi-Schnitt berechnen will, addiert also Block I und II und schaut in die Tabelle.

Drei Beispiele:

  • 560 Punkte in Block I und 270 in Block II: 830 Punkte, Abiturnote 1,0. Alles über 823 ist 1,0, besser geht es nicht.
  • 400 und 180 Punkte: 580 Punkte, Note 2,4; für die 2,3 fehlen 27 Punkte. Der Durchschnitt je Kurs liegt bei 10 Punkten.
  • 190 und 150 Punkte: 340 Punkte insgesamt, aber nicht bestanden, weil Block I unter 200 Punkten liegt. Die Mindestpunkte gelten je Block und zusammen.

Die Formel nach der KMK-Vereinbarung: Note = 17/3 - Gesamtpunkte / 180, abgeschnitten auf eine Stelle, mit mindestens 200 Punkten in Block I, 100 in Block II und 300 insgesamt. Die Hochrechnung im zweiten Kasten: Block I = Durchschnitt der Kurse x 40. Wie Punkte und Noten in der Oberstufe zusammenhängen, zeigt der Punkte-Note-Rechner, den Schnitt in der Mittelstufe der Notendurchschnitt-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Block I: 40 Kurse, Leistungskurse doppelt

In Block I werden Halbjahresleistungen aus der Qualifikationsphase eingebracht, in den meisten Ländern 40, in einigen 36 bis 44, die dann auf 40 hochgerechnet werden; jeder Kurs zählt 0 bis 15 Punkte, und die Leistungskurse oder Profilfächer der letzten Halbjahre zählen je nach Land doppelt, in Bayern etwa die Abiturfächer, in NRW die beiden Leistungskurse in allen vier Halbjahren. Pflicht sind unter anderem vier Halbjahre Deutsch, Mathematik, eine Fremdsprache, eine Naturwissenschaft, Geschichte und die Abiturfächer, der Rest ist Wahl, und wer mehr Kurse belegt hat als nötig, lässt die schlechtesten weg. Die Regel, an der es am häufigsten scheitert: Kurse unter 5 Punkten sind Unterkurse, von denen höchstens 7 bis 8 eingebracht werden dürfen, bei 36 Kursen 6, und ein Kurs mit 0 Punkten gilt als nicht belegt, was eine Pflichtbelegung zerstören kann. Der Rechner zählt beides und warnt. Die Hochrechnung im zweiten Kasten ist eine Schätzung aus dem bisherigen Schnitt; sie wird genauer, je mehr Kurse eingetippt sind, und wer Leistungskurse doppelt zählen muss, tippt deren Punkte zweimal ein. Der Durchschnitt je Kurs geteilt durch 40 Kurse zeigt übrigens, was Block I bedeutet: 480 Punkte sind 12 Punkte je Kurs, also eine glatte 2.

Block II: Die Prüfungen vierfach

Block II enthält die Abiturprüfungen, drei schriftliche und eine mündliche in den meisten Ländern, teils mit einer fünften Prüfungskomponente wie Präsentation, Facharbeit oder besonderer Lernleistung; jede Prüfung zählt vierfach, bei vier Prüfungen fünffach, sodass 300 Punkte das Maximum bleiben. Hier müssen mindestens 100 Punkte erreicht werden, und in mindestens zwei Prüfungsfächern, darunter einem Leistungskurs, müssen je 20 Punkte in vierfacher Wertung, also 5 Punkte, erreicht sein. Wer in einer schriftlichen Prüfung schlecht abschneidet, kann in fast allen Ländern eine zusätzliche mündliche Prüfung ablegen, deren Ergebnis dann im Verhältnis 2:1 mit der schriftlichen verrechnet wird; das ist der klassische Rettungsanker. Die Noten der Prüfungen sind in der Regel schlechter als die Kursnoten, der Schnitt liegt ein bis zwei Punkte darunter, weil Nervosität und Zeitdruck hinzukommen, und wer mit dem Rechner plant, sollte Block II daher nicht aus dem Kursschnitt ableiten, sondern einen Punkt je Prüfung abziehen. Das Verhältnis der Blöcke, zwei Drittel Kurse zu einem Drittel Prüfungen, gilt seit der Oberstufenreform bundesweit.

Was die Note wert ist: NC, Wartesemester, Bewerbung

Die Abiturnote entscheidet beim Numerus clausus: Medizin verlangt je nach Land 1,0 bis 1,2, Psychologie 1,2 bis 1,5, Jura an beliebten Universitäten 1,8 bis 2,3, und viele Fächer haben keinen NC. Seit 2020 vergibt die Stiftung für Hochschulzulassung in Medizin 30 Prozent der Plätze nach Abiturnote, 10 Prozent nach Eignungsquote ohne Note und 60 Prozent im Auswahlverfahren der Hochschulen, bei dem Tests wie der TMS und Ausbildungen zählen; die Wartezeitquote gibt es nicht mehr. Da die Länder unterschiedlich streng benoten, Thüringen und Bayern mit mehr 1,0-Abiturienten als Niedersachsen und Hamburg, gibt es seit Jahren Streit um Landesquoten und Vergleichbarkeit, ohne dass sich die Formel geändert hätte. Arbeitgeber schauen bei Ausbildungen auf die Note, bei Bewerbungen nach dem Studium kaum noch; der Punkt, an dem sie zählt, ist die Studienplatzvergabe, und dort zählt jede Zehntel. Deshalb lohnt der Blick auf die Zeile "fehlende Punkte zur nächstbesseren Note": 27 Punkte sind, auf 40 Kurse verteilt, weniger als ein Punkt je Kurs. Wie viele Semester ein Studium kostet, rechnet der BAföG-Rechner finanziell durch.

Ein Stück Geschichte: Die Reform von 1972 und die Punkteformel

Bis 1972 wurde das Abitur mit Noten von 1 bis 6 je Fach bewertet, die Gesamtnote war ein Durchschnitt, und die Länder rechneten verschieden. Die KMK-Vereinbarung zur Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe vom 7. Juli 1972 brachte das Kurssystem mit Grund- und Leistungskursen, die 15-Punkte-Skala und die Gesamtqualifikation mit damals 840 Punkten in drei Blöcken; die Formel für die Note war schon dieselbe Idee, Punkte linear in Zehntelnoten umgerechnet. Die Reform war umstritten, weil Schüler Fächer abwählen konnten und das Abitur seinen Charakter als Allgemeinbildung verlor, und wurde 1988 und 1997 wieder eingeschränkt, mit Pflichtfächern Deutsch, Mathematik und Fremdsprache bis zum Schluss. Die Vereinbarung von 2006 reduzierte auf zwei Blöcke, 600 und 300 Punkte, 900 insgesamt, und legte die Formel 17/3 minus Punkte durch 180 fest, die seitdem in allen Ländern gilt. Dazu kamen das Zentralabitur ab 2007 in fast allen Ländern und ab 2017 der gemeinsame Aufgabenpool, aus dem Mathe- und Deutschaufgaben stammen. Der Rechner rechnet nach der Vereinbarung von 2006.

Praktische Tipps

Rechnen Sie ab dem zweiten Halbjahr der Qualifikationsphase regelmäßig nach, mit den Punkten aus dem Zeugnis und den Leistungskursen doppelt, dann sehen Sie, ob Block I auf Kurs ist. Prüfen Sie die Unterkurse: Mehr als sieben unter 5 Punkten sind das häufigste Problem, und ein Kurs mit 0 Punkten kann die Zulassung kosten. Planen Sie Block II mit einem Punkt weniger je Prüfung als im Kursschnitt. Wählen Sie, wo das Land es erlaubt, die Einbringung so, dass die schlechtesten Wahlkurse draußen bleiben, die Schule hilft mit der Einbringungsliste. Nutzen Sie bei einer schlechten schriftlichen Prüfung die zusätzliche mündliche, die Fristen sind kurz. Und rechnen Sie den Vorteil aus: Für eine Zehntel brauchen Sie 18 Punkte, was in einem doppelt zählenden Leistungskurs zwei Halbjahre mit je 5 Punkten mehr sind. Was eine bestimmte Punktzahl im Fach als Note bedeutet, zeigt der Punkte-Note-Rechner; welche Prozentzahl in einer Klausur welche Punkte ergibt, der Notenschlüssel-Rechner.

Häufige Fragen

Wie wird die Abiturnote berechnet?

Aus der Summe von Block I (Kurse, maximal 600 Punkte) und Block II (Prüfungen, maximal 300) nach der Formel Note = 17/3 - Punkte / 180, abgeschnitten auf eine Stelle. 830 Punkte ergeben 1,0, 580 Punkte 2,4, 300 Punkte 4,0.

Wie viele Punkte braucht man für ein 1,0-Abitur?

Mindestens 823 von 900 Punkten. Für 1,5 braucht es 733, für 2,0 643, für 2,5 553, für 3,0 463 und für 4,0 genau 300 Punkte. Jede Zehntelnote entspricht 18 Punkten.

Wie viele Punkte braucht man zum Bestehen?

Mindestens 200 Punkte in Block I, 100 Punkte in Block II und 300 Punkte insgesamt, dazu in mindestens zwei Prüfungsfächern je 5 Punkte in vierfacher Wertung. Wer in Block I nur 190 Punkte hat, besteht auch mit 150 Punkten in Block II nicht.

Wie rechne ich meine Kurspunkte auf Block I hoch?

Durchschnitt aller eingebrachten Kurse mal 40. Zehn Kurse mit Schnitt 13,9 ergeben hochgerechnet 556 Punkte, 20 Kurse mit Schnitt 11,3 ergeben 452. Leistungskurse, die doppelt zählen, zweimal eintragen.

Was ist ein Unterkurs?

Ein Kurs mit weniger als 5 Punkten. Von den 40 eingebrachten Kursen dürfen je nach Land höchstens 7 bis 8 Unterkurse sein. Ein Kurs mit 0 Punkten gilt als nicht belegt und kann die Pflichtbelegung und damit die Zulassung zum Abitur gefährden.

Wie viel zählen die Abiturprüfungen?

Ein Drittel der Gesamtpunkte: Jede der vier oder fünf Prüfungen wird vierfach gewertet (bei vier Prüfungen fünffach), zusammen höchstens 300 Punkte. 15 Punkte in einer Prüfung bringen also 60 Punkte in Block II.

Kann ich eine schlechte Prüfung ausgleichen?

Ja, in fast allen Ländern durch eine zusätzliche mündliche Prüfung im selben Fach, deren Ergebnis mit der schriftlichen im Verhältnis 1:2 verrechnet wird. Oder durch bessere Ergebnisse in den anderen Prüfungen, solange 100 Punkte in Block II und die Mindestleistungen erreicht sind.

Ist die Abiturnote in allen Bundesländern gleich berechnet?

Die Formel aus 900 Punkten ist bundesweit gleich, seit der KMK-Vereinbarung von 2006. Unterschiedlich sind die Einbringungsregeln: Zahl der Kurse, welche doppelt zählen, Zahl der Prüfungen und erlaubte Unterkurse. Deshalb die Angaben der eigenen Schule nutzen.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: KMK: Vereinbarung zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe und der Abiturprüfung (Beschluss vom 07.07.1972 i. d. F. vom 15.02.2018), Anlage Gesamtqualifikation, Oberstufenverordnungen der Länder (z. B. APO-GOSt NRW, GSO Bayern), Stiftung für Hochschulzulassung: Verfahren und Quoten im zentralen Vergabeverfahren, KMK: Abiturnoten im Ländervergleich (Schnellmeldung Abiturnoten)