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Kfz-Steuer-Rechner

Drei Fragen zur Kfz-Steuer: Pkw mit Hubraum und CO₂ nach Erstzulassung, Motorrad nach Hubraum und Anhänger nach Gewicht. Werte aus dem Fahrzeugschein eintragen, fertig.

Wie viel Kfz-Steuer zahle ich für mein Auto?

Antrieb, Hubraum (Feld P.1), CO₂ (Feld V.7) und Erstzulassung.

Beispiel: Diesel mit 1.968 cm³ und 142 g/km, Erstzulassung 2014 bis 2020: 284 € im Jahr

Wie viel Kfz-Steuer zahlt mein Motorrad?

1,84 € je angefangene 25 cm³.

Beispiel: 1.254 cm³ kosten 93 € im Jahr

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Wie viel Kfz-Steuer kostet mein Anhänger?

7,46 € je angefangene 200 kg, höchstens 373,24 €.

Beispiel: 2.000 kg Gesamtgewicht kosten 74 € im Jahr

So funktioniert der Kfz-Steuer-Rechner

Die Kfz-Steuer ist die einzige Steuer, die Sie jedes Jahr für etwas zahlen, das in der Garage steht. Wie hoch sie ausfällt, steht nirgends auf dem Auto, lässt sich aber aus zwei Zahlen im Fahrzeugschein berechnen: dem Hubraum und dem CO₂-Ausstoß. Der Kfz-Steuer-Rechner nimmt Ihnen das Blättern im Kraftfahrzeugsteuergesetz ab und zeigt den Jahresbetrag für Pkw, Motorräder und Anhänger.

Merksatz für Pkw: Hubraum plus CO₂. Für jede angefangenen 100 Kubikzentimeter zahlen Benziner 2 Euro, Diesel 9,50 Euro. Dazu kommt ein Betrag je Gramm CO₂ pro Kilometer oberhalb eines Freibetrags. Die Eselsbrücke: Der Hubraum ist die Grundgebühr, das CO₂ der Verbrauchsanteil. Ein Diesel mit 1.968 cm³ und 142 g/km, zugelassen 2016, kostet 284 Euro im Jahr: 20 Hubraumeinheiten mal 9,50 Euro sind 190 Euro, dazu 47 Gramm über 95 mal 2 Euro sind 94 Euro.

Drei Fälle, in denen Sie die Kfz-Steuer berechnen wollen:

  • Vor dem Gebrauchtwagenkauf: Zwei Autos stehen zur Wahl, ein Benziner mit 1,4 Litern und ein Diesel mit 2 Litern. Der Diesel verbraucht weniger, kostet aber rund 160 Euro mehr Hubraumsteuer im Jahr. Mit dem ersten Kasten sehen Sie beide Zahlen nebeneinander, mit dem Spritkostenrechner die andere Seite der Rechnung.
  • Erstzulassung macht den Unterschied: Dasselbe Modell, einmal 2013 und einmal 2022 zugelassen, kann sich bei der Steuer um 50 Euro und mehr unterscheiden, weil der CO₂-Freibetrag und der Gramm-Satz von der Erstzulassung abhängen. Der Rechner fragt deshalb nach dem Zeitraum.
  • Zweitfahrzeug und Anhänger: Ein Motorrad mit 1.254 cm³ kostet 93 Euro im Jahr, ein Anhänger mit 2.000 kg Gesamtgewicht 74 Euro. Kasten zwei und drei rechnen beides.

Die Formel für Pkw mit Erstzulassung ab Juli 2009: Hubraumsteuer + CO₂-Steuer, wobei die Hubraumsteuer 2 Euro (Benzin) oder 9,50 Euro (Diesel) je angefangene 100 cm³ beträgt und die CO₂-Steuer 2 Euro je Gramm über dem Freibetrag von 120 g (Zulassung 2009 bis 2011), 110 g (2012 bis 2013) oder 95 g (2014 bis 2020). Seit 2021 gilt für Neuzulassungen eine Staffel von 2 bis 4 Euro je Gramm über 95 g, damit große Spritschlucker stärker zahlen. Alle Beträge werden auf volle Euro abgerundet. Reine Elektroautos sind steuerfrei, nach aktueller Rechtslage bis Ende 2035 bei Erstzulassung bis Ende 2030.

Wissenswertes zum Thema

Wie sich die Kfz-Steuer beim Pkw zusammensetzt

Für die Kfz-Steuer beim Auto, das seit dem 1. Juli 2009 zugelassen wurde, gilt die zweiteilige Formel aus Hubraum und CO₂. Der Hubraumteil ist einfach: Benziner zahlen 2 Euro, Diesel 9,50 Euro je angefangene 100 Kubikzentimeter. Der höhere Dieselsatz gleicht die niedrigere Energiesteuer auf Dieselkraftstoff aus, der an der Zapfsäule rund 18 Cent je Liter günstiger besteuert wird. Deshalb lohnt sich ein Diesel steuerlich erst ab einer gewissen Jahresfahrleistung, die meist zwischen 15.000 und 20.000 Kilometern liegt.

Der CO₂-Teil hängt vom Datum der Erstzulassung ab. Bis Ende 2020 gilt ein einheitlicher Satz von 2 Euro je Gramm über dem Freibetrag, der in drei Stufen von 120 auf 95 Gramm gesunken ist. Für Neuzulassungen seit 2021 steigt der Satz in sechs Stufen: 2 Euro je Gramm von 96 bis 115 g, 2,20 Euro bis 135 g, 2,50 Euro bis 155 g, 2,90 Euro bis 175 g, 3,40 Euro bis 195 g und 4 Euro für jedes Gramm darüber. Ein SUV mit 220 g/km zahlt damit 360 Euro allein für CO₂, während das gleiche Fahrzeug mit Zulassung 2019 nur 250 Euro gezahlt hätte. Dazu kommt seit September 2018 ein zweiter Effekt: Der CO₂-Wert wird nach dem WLTP-Verfahren gemessen, das realistischer und damit höher ausfällt als der alte NEFZ-Wert. Welcher Wert gilt, steht im Fahrzeugschein unter Ziffer V.7; der Kfz-Steuer-Rechner nimmt genau diese Zahl.

Ältere Autos, Oldtimer und Sonderfälle

Für Pkw mit Erstzulassung vor Juli 2009 zählt nicht das CO₂, sondern die Schadstoffklasse: Ein Euro-4-Benziner zahlt 6,75 Euro je 100 cm³, ein Euro-4-Diesel 15,44 Euro, ältere Klassen entsprechend mehr. Ein 2.000er Diesel mit Euro 3 kommt so auf über 300 Euro, ein Euro-1-Diesel auf über 500 Euro. Oldtimer mit H-Kennzeichen zahlen pauschal 191,73 Euro im Jahr, Motorrad-Oldtimer 46,02 Euro, unabhängig von Hubraum und Abgas. Wohnmobile werden nach Gewicht und Schadstoffklasse besteuert, Lkw nach Gewicht, Schadstoff- und Geräuschklasse. Mit Saisonkennzeichen zahlen Sie nur für die zugelassenen Monate, und wer sein Fahrzeug abmeldet, bekommt die vorausgezahlte Steuer taggenau erstattet.

Motorrad und Anhänger

Die Kfz-Steuer für Motorräder richtet sich ausschließlich nach dem Hubraum: 1,84 Euro je angefangene 25 Kubikzentimeter. Eine 650er kostet also 26 mal 1,84 Euro, abgerundet 47 Euro, eine 1.254er 93 Euro. Leichtkrafträder bis 125 cm³ und 11 kW sind steuerfrei, ebenso Roller und Mopeds bis 50 cm³, die nur ein Versicherungskennzeichen brauchen. Anhänger zahlen 7,46 Euro je angefangene 200 Kilogramm zulässiges Gesamtgewicht, höchstens 373,24 Euro im Jahr; ein 750-kg-Anhänger kostet 29 Euro, ein 2.000-kg-Anhänger 74 Euro. Wer den Anhänger hinter einem Fahrzeug mit Anhängerzuschlag zieht, bekommt ein grünes Kennzeichen und zahlt für den Anhänger selbst nichts.

Ein Stück Geschichte: Von der Luxussteuer zur CO₂-Abgabe

Die Kfz-Steuer ist älter als die meisten Autos auf der Straße. 1899 führte Hessen als erstes deutsches Land eine „Luxussteuer“ auf Kraftfahrzeuge ein, 1906 übernahm das Reich sie als Stempelabgabe. 1922 wurde daraus die Kraftfahrzeugsteuer mit Bemessung nach PS, ab 1928 nach Hubraum. Eine Kuriosität aus der Nazizeit: Von 1933 bis 1945 waren Neuwagen steuerfrei, um die Motorisierung anzukurbeln. Nach dem Krieg stand die Steuer den Ländern zu, seit 2009 dem Bund, der im selben Jahr die CO₂-Komponente einführte und die Verwaltung 2014 vom Finanzamt an den Zoll übergab. Deshalb kommt der Steuerbescheid heute vom Hauptzollamt und das Geld wird per SEPA-Lastschrift eingezogen; ohne Lastschriftmandat gibt es keine Zulassung. Die Einnahmen liegen bei rund 9 Milliarden Euro im Jahr.

Praktische Tipps rund um die Kfz-Steuer

Die Kfz-Steuer 2026 wird für ein Jahr im Voraus fällig, bei Beträgen über 500 Euro auf Wunsch halbjährlich mit 3 Prozent Aufschlag, über 1.000 Euro vierteljährlich mit 6 Prozent. Wer sein Auto nur im Sommer fährt, spart mit Saisonkennzeichen Steuer und Versicherung. Beim Gebrauchtwagenkauf lohnt der Blick auf Ziffer V.7 und V.9 im Fahrzeugschein: Zwischen einem Diesel mit 120 g und einem mit 160 g liegen bei einer Zulassung 2022 knapp 100 Euro im Jahr. Elektroautos sind steuerfrei, Plug-in-Hybride dagegen nicht; sie zahlen wie Verbrenner nach Hubraum und CO₂, kommen aber wegen des niedrigen Normwerts meist günstig weg. Für die laufenden Kosten insgesamt hilft der Ladekosten-Rechner beim E-Auto und der Wertverlust-Rechner für den größten Posten, den die wenigsten einrechnen.

Häufige Fragen

Wie wird die Kfz-Steuer für einen Pkw berechnet?

Für Zulassungen ab Juli 2009 aus zwei Teilen: Hubraum (2 Euro je angefangene 100 cm³ bei Benzin, 9,50 Euro bei Diesel) plus CO₂ (2 Euro je Gramm über 95, 110 oder 120 g je nach Erstzulassung, seit 2021 gestaffelt 2 bis 4 Euro). Der erste Kasten rechnet beides und zeigt den Weg.

Warum zahlt ein Diesel mehr Kfz-Steuer?

Weil Dieselkraftstoff an der Tankstelle niedriger besteuert wird als Benzin. Der höhere Hubraumsatz von 9,50 statt 2 Euro gleicht das aus. Ab etwa 15.000 bis 20.000 Kilometern im Jahr ist der Diesel trotzdem günstiger.

Zahlen Elektroautos Kfz-Steuer?

Reine Elektroautos sind steuerbefreit, nach aktueller Rechtslage bis Ende 2035 für Fahrzeuge mit Erstzulassung bis Ende 2030. Danach gilt eine Besteuerung nach Gewicht. Plug-in-Hybride sind nicht befreit.

Wie viel Kfz-Steuer zahlt ein Motorrad?

1,84 Euro je angefangene 25 cm³ Hubraum, unabhängig von Abgas und CO₂. Eine 650er kostet 47 Euro, eine 1.254er 93 Euro im Jahr. Bis 125 cm³ und 11 kW ist das Motorrad steuerfrei.

Was kostet ein Anhänger an Kfz-Steuer?

7,46 Euro je angefangene 200 kg zulässiges Gesamtgewicht, höchstens 373,24 Euro. Ein 750-kg-Anhänger kostet 29 Euro, ein 2.000-kg-Anhänger 74 Euro im Jahr. Mit grünem Kennzeichen hinter Fahrzeugen mit Anhängerzuschlag ist er steuerfrei.

Wo finde ich Hubraum und CO₂-Wert?

Im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I): Hubraum unter Ziffer P.1, CO₂ unter V.7, Kraftstoff unter P.3 und Erstzulassung unter B. Bei Autos ab September 2018 ist der eingetragene Wert der WLTP-Wert.

Wann und wie wird die Kfz-Steuer bezahlt?

Jährlich im Voraus per SEPA-Lastschrift an das Hauptzollamt. Über 500 Euro ist Halbjahreszahlung mit 3 Prozent Aufschlag möglich, über 1.000 Euro Vierteljahreszahlung mit 6 Prozent. Bei Abmeldung wird der Rest taggenau erstattet.

Was zahlen Oldtimer mit H-Kennzeichen?

Pauschal 191,73 Euro im Jahr für Pkw und 46,02 Euro für Motorräder, egal wie groß Hubraum und Abgasausstoß sind. Voraussetzung ist ein Alter von mindestens 30 Jahren und ein weitgehend originaler Zustand.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: § 9 Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG), Stand 2026, Zoll: Kraftfahrzeugsteuer, Steuersätze und Zahlungsweise, ADAC: Kfz-Steuer-Übersicht Stand Januar 2026