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Mehrwertsteuer-Rechner

Vier Fragen rund um die Mehrwertsteuer: aufschlagen, herausrechnen, den Steuerbetrag finden oder den Steuersatz prüfen. Steuersatz per Klick, Ergebnis sofort.

Netto plus Mehrwertsteuer: Was kostet es brutto?

Für Rechnungen und Angebote: vom Nettopreis zum Endpreis.

Beispiel: 49,90 € netto plus 19 % sind 59,38 € brutto

Brutto ohne Mehrwertsteuer: Wie viel ist netto?

Aus dem Kassenbon den Nettopreis herausrechnen, zum Beispiel für die Buchhaltung.

Beispiel: 59,38 € brutto sind 49,90 € netto

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Wie viel Mehrwertsteuer steckt in einem Preis?

Nur der Steueranteil, zum Beispiel für die Vorsteuer.

Beispiel: In 1.000 € brutto bei 7 % stecken 65,42 €

Welcher Steuersatz wurde gerechnet?

Rechnung prüfen: Wurde mit 19 % oder 7 % gerechnet?

Beispiel: 46,73 € netto und 50 € brutto sind 7 %

So funktioniert der Mehrwertsteuer-Rechner

Die Mehrwertsteuer steckt in fast jedem Preis, den Sie zahlen: 19 Prozent auf das meiste, 7 Prozent auf Lebensmittel, Bücher und einiges mehr. Für Verbraucher ist sie unsichtbar im Preis enthalten, für Selbstständige, Handwerker und alle, die Rechnungen schreiben oder prüfen, ist sie tägliche Rechenarbeit. Der Mehrwertsteuer-Rechner nimmt Ihnen die vier Rechenwege ab, die dabei vorkommen.

Merksatz: Aufschlagen mal 1,19, herausrechnen geteilt durch 1,19. Die Eselsbrücke: Beim Herausrechnen niemals 19 Prozent abziehen. Wer von 119 Euro brutto 19 Prozent abzieht, landet bei 96,39 Euro, aber der Nettopreis ist 100 Euro. Der Fehler passiert ständig, weil sich die 19 Prozent auf das Netto beziehen, nicht auf das Brutto. Im Brutto stecken nur 15,97 Prozent Steuer, bei 7 Prozent sind es 6,54 Prozent.

Vier Situationen, in denen Sie MwSt berechnen müssen:

  • Angebot schreiben: Ihre Leistung kostet 49,90 Euro netto. Plus 19 Prozent sind 59,38 Euro brutto. Das ist der erste Kasten, Netto plus Mehrwertsteuer.
  • Rechnung prüfen: Die Rechnung weist 59,38 Euro brutto aus, Sie brauchen für die Buchhaltung den Nettobetrag: 49,90 Euro. Zweiter Kasten, Brutto in Netto.
  • Vorsteuer ermitteln: In 1.000 Euro brutto bei 7 Prozent stecken 65,42 Euro Steuer, die Sie als Unternehmer vom Finanzamt zurückbekommen. Dritter Kasten, Steuerbetrag im Preis.
  • Steuersatz herausfinden: 46,73 Euro netto und 50 Euro brutto, welcher Satz wurde gerechnet? Sieben Prozent. Vierter Kasten, praktisch beim Kontrollieren fremder Rechnungen.

Die Formeln: Brutto = Netto × 1,19 (oder × 1,07), Netto = Brutto ÷ 1,19, Steuerbetrag = Brutto - Netto, und der Steuersatz ist (Brutto ÷ Netto - 1) × 100. Der Rechner arbeitet mit den deutschen Sätzen 19 und 7 Prozent, per Klick umschaltbar. Alle Beträge werden kaufmännisch auf den Cent gerundet, so wie es die Buchhaltung verlangt.

Wissenswertes zum Thema

Mehrwertsteuer oder Umsatzsteuer: Zwei Namen, eine Steuer

Im Gesetz heißt sie Umsatzsteuer, auf der Rechnung steht meist Mehrwertsteuer oder MwSt, und beides meint dasselbe. Der Name Mehrwertsteuer beschreibt das Prinzip: Jedes Unternehmen in der Kette zahlt nur Steuer auf den Wert, den es selbst hinzufügt. Der Tischler kauft Holz für 100 Euro plus 19 Euro Steuer, verkauft den Tisch für 500 Euro plus 95 Euro Steuer und führt an das Finanzamt 95 minus 19, also 76 Euro ab. Die 19 Euro, die er beim Holzkauf gezahlt hat, holt er sich als Vorsteuer zurück. Am Ende trägt nur der private Käufer die vollen 95 Euro, weil er als Letzter in der Kette keine Vorsteuer ziehen kann. Deshalb ist die Mehrwertsteuer für Unternehmen ein durchlaufender Posten und für Verbraucher eine echte Belastung, und deshalb rechnen Unternehmer untereinander in Netto, Verbraucher aber in Brutto. Wie die Zahllast gegenüber dem Finanzamt aussieht, rechnet der Umsatzsteuer-Rechner aus.

Wann gelten 7 Prozent?

Der ermäßigte Satz gilt für Dinge des täglichen Bedarfs und der Kultur: Lebensmittel (außer Getränke, mit Ausnahme von Milch und Wasser), Bücher, Zeitungen, E-Books, Schnittblumen, Tiere und Tierfutter, Kunstgegenstände, Hotelübernachtungen (nicht das Frühstück), Fahrkarten für Bahn und Bus und seit 2020 auch Tampons und Binden. Dazu kommen Kuriositäten, über die seit Jahrzehnten gestritten wird: Hundefutter 7 Prozent, Babynahrung 19 Prozent; Trüffel 7 Prozent, Mineralwasser 19 Prozent; ein Buch 7 Prozent, ein Hörbuch auf CD 19 Prozent, als Download seit 2020 wieder 7 Prozent. Der Klassiker ist das Essen: Wer die Pizza mitnimmt, zahlt 7 Prozent, wer sie am Tisch isst, 19 Prozent, weil die Bedienung eine Dienstleistung ist. Seit dem 1. Januar 2026 gilt für Speisen in Restaurants dauerhaft der ermäßigte Satz von 7 Prozent, Getränke bleiben bei 19 Prozent. Der MwSt-Rechner kann beide Sätze, Sie müssen nur den richtigen wählen.

Ein Stück Geschichte: Von 10 auf 19 Prozent

Eine Umsatzsteuer gibt es in Deutschland seit 1918, eingeführt mit einem Satz von 0,5 Prozent, um den Ersten Weltkrieg zu finanzieren. Damals war sie eine Allphasen-Bruttosteuer: Auf jeder Handelsstufe wurde der volle Preis besteuert, sodass sich die Steuer bei langen Lieferketten vervielfachte und große Konzerne bevorzugte, die alles im eigenen Haus machten. Das Mehrwertsteuersystem mit Vorsteuerabzug, das diesen Fehler beseitigt, hat der französische Finanzbeamte Maurice Lauré erdacht; Frankreich führte es 1954 ein, Deutschland am 1. Januar 1968 mit 10 Prozent regulär und 5 Prozent ermäßigt. Danach ging es in Schritten aufwärts: 11 Prozent 1968, 12 Prozent 1978, 13 Prozent 1979, 14 Prozent 1983, 15 Prozent 1993, 16 Prozent 1998 und seit dem 1. Januar 2007 19 Prozent. Nur einmal ging es nach unten: Vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 galten in der Corona-Krise 16 und 5 Prozent, was damals jeden Kassenbon und jede Rechnung durcheinanderbrachte. Der ermäßigte Satz steht seit 1983 unverändert bei 7 Prozent.

Mehrwertsteuer in Europa und der Welt

Innerhalb der EU ist der Rahmen vorgegeben: Der Regelsatz muss mindestens 15 Prozent betragen, ermäßigte Sätze mindestens 5 Prozent. Die Spanne reicht von 17 Prozent in Luxemburg über 20 in Österreich und Frankreich bis 27 Prozent in Ungarn; Deutschland liegt mit 19 Prozent im unteren Mittelfeld. Die Schweiz kennt mit 8,1 Prozent einen der niedrigsten Sätze Europas, die USA haben gar keine Mehrwertsteuer, sondern eine Sales Tax, die je nach Bundesstaat und Stadt zwischen 0 und etwa 10 Prozent liegt und erst an der Kasse aufgeschlagen wird. Wer online aus dem Ausland bestellt, zahlt seit Juli 2021 immer die Mehrwertsteuer seines Wohnlandes; die Steuer wird vom Händler oder der Plattform abgeführt. Was bei Paketen von außerhalb der EU zusätzlich anfällt, rechnet der Zollrechner.

Praktische Tipps für Rechnungen

Eine ordentliche Rechnung zeigt Netto, Steuersatz, Steuerbetrag und Brutto getrennt; bei Kleinbeträgen bis 250 Euro genügen Brutto und Steuersatz. Kleinunternehmer unter 25.000 Euro Vorjahresumsatz weisen keine Mehrwertsteuer aus und dürfen dann auch keine Vorsteuer ziehen; ob sich das lohnt, zeigt der Kleinunternehmer-Rechner. Bei Rechnungen mit mehreren Steuersätzen wird jeder Satz einzeln gerechnet und gerundet, nicht die Summe. Und wer Preise für Verbraucher nennt, muss immer Bruttopreise angeben, so will es die Preisangabenverordnung; „zzgl. MwSt“ ist nur zwischen Unternehmern erlaubt. Rabatte werden vor der Steuer abgezogen: Erst der Rabatt vom Netto, dann die Mehrwertsteuer auf den Rest, was der Rabattrechner und der Skontorechner für Sie erledigen.

Häufige Fragen

Wie rechne ich die Mehrwertsteuer aus einem Bruttopreis heraus?

Brutto geteilt durch 1,19 (bei 7 Prozent durch 1,07) ergibt den Nettopreis, die Differenz ist die Steuer. 119 Euro ÷ 1,19 = 100 Euro netto, 19 Euro Steuer. Nicht 19 Prozent vom Brutto abziehen, das ergibt ein falsches Ergebnis.

Wie viel sind 19 Prozent Mehrwertsteuer auf 100 Euro?

19 Euro, der Bruttopreis beträgt 119 Euro. Bei 7 Prozent sind es 7 Euro und 107 Euro brutto. Der erste Kasten rechnet das für jeden Betrag.

Wann gilt der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent?

Für Lebensmittel (ohne die meisten Getränke), Bücher, Zeitungen, E-Books, Hotelübernachtungen, Fahrkarten, Schnittblumen, Tierfutter, Kunst und seit 2026 dauerhaft für Speisen im Restaurant. Getränke, Elektronik, Kleidung und Dienstleistungen kosten 19 Prozent.

Was ist der Unterschied zwischen Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer?

Keiner. Das Gesetz heißt Umsatzsteuergesetz, der volkstümliche Name ist Mehrwertsteuer, weil nur der auf jeder Stufe geschaffene Mehrwert besteuert wird. Auf Rechnungen sind beide Bezeichnungen erlaubt.

Wie viel Prozent Steuer stecken im Bruttopreis?

Bei 19 Prozent Satz sind es 15,97 Prozent des Bruttopreises (19 ÷ 119), bei 7 Prozent sind es 6,54 Prozent (7 ÷ 107). Deshalb ergibt „19 Prozent vom Brutto abziehen“ immer einen zu niedrigen Nettobetrag.

Wie prüfe ich, welcher Steuersatz berechnet wurde?

Brutto durch Netto teilen, davon 1 abziehen und mit hundert multiplizieren: 50 Euro ÷ 46,73 Euro = 1,07, also 7 Prozent. Der vierte Kasten macht das automatisch, auch bei krummen Beträgen und bei den 16 und 5 Prozent aus dem Jahr 2020.

Muss ich als Kleinunternehmer Mehrwertsteuer ausweisen?

Nein. Wer im Vorjahr unter 25.000 Euro Umsatz lag und im laufenden Jahr unter 100.000 Euro bleibt, kann die Kleinunternehmerregelung nutzen, schreibt Rechnungen ohne Umsatzsteuer und bekommt im Gegenzug keine Vorsteuer erstattet.

Gab es die Mehrwertsteuer schon immer in dieser Höhe?

Nein. 1968 startete sie mit 10 Prozent, seit 2007 liegt sie bei 19 Prozent. Nur im zweiten Halbjahr 2020 wurde sie vorübergehend auf 16 und 5 Prozent gesenkt. Der ermäßigte Satz von 7 Prozent gilt seit 1983.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: § 12 Umsatzsteuergesetz (Steuersätze) und Anlage 2 UStG (ermäßigte Gegenstände), § 14 UStG (Pflichtangaben auf Rechnungen), § 19 UStG (Kleinunternehmer), Bundesministerium der Finanzen: Umsatzsteuer, Entwicklung der Steuersätze seit 1968, Preisangabenverordnung (PAngV)