Zeichenzähler
Zeichen mit und ohne Leerzeichen, Wörter, Sätze und Restzeichen für Meta-Texte und Posts, sofort beim Tippen.
Wie viele Zeichen hat mein Text?
Text einfügen, Ergebnis sofort.
Beispiel: Beispieltext mit 186 Zeichen, 163 ohne Leerzeichen
So funktioniert der Zeichenzähler
Der Zeichenzähler zählt, was Sie einfügen oder tippen, sofort und ohne Knopf: Zeichen mit und ohne Leerzeichen, Wörter, Sätze, Absätze, dazu Lesezeit, Sprechzeit, Wortlänge, den Anteil langer Wörter und einen Lesbarkeitswert. Für die beiden häufigsten Limits zeigt er die Restzeichen direkt an: bis 155 für die Meta-Description und bis 280 für einen Post auf X. Alles läuft im Browser, der Text wird nirgends hingeschickt.
Merksatz: Zeichen sind alles, was Platz braucht, auch Leerzeichen und Satzzeichen. Die Eselsbrücke: Ein deutsches Wort hat im Schnitt 6 Zeichen plus Leerzeichen, 1.000 Zeichen sind also rund 140 bis 150 Wörter, und eine DIN-A4-Seite mit normaler Schrift fasst etwa 3.000 Zeichen. Wer Zeichen zählen muss, weil ein Formular ein Limit hat, sieht hier auch, wie weit er noch weg ist.
Drei Beispiele:
- Meta-Description: Ein Beispieltext mit 186 Zeichen ist 31 Zeichen zu lang, Google schneidet ab etwa 155 bis 160 Zeichen ab; der Rechner zeigt minus 31 und Sie kürzen, bis die Zahl positiv ist.
- Der Standardtext im Rechner: 91 Zeichen, 75 ohne Leerzeichen, 17 Wörter in 2 Sätzen, Lesezeit 5 Sekunden, Lesbarkeit 96 von 100, also sehr leicht.
- Bewerbungsanschreiben: Eine Seite sind rund 350 bis 450 Wörter oder 2.500 bis 3.000 Zeichen; bei 3.600 Zeichen passt es nicht mehr auf eine Seite, und Personaler blättern nicht gern.
Die Zählregeln: Zeichen = alle Zeichen inklusive Leerzeichen und Zeilenumbrüche, Wörter = durch Leerzeichen getrennte Teile, Sätze = Abschnitte, die mit Punkt, Ausrufe- oder Fragezeichen enden, Lesezeit mit 200 Wörtern je Minute, Sprechzeit mit 130. Für die Wörterzählung mit Schwerpunkt auf Länge und Lesezeit gibt es den Wortzähler, für Platzhaltertext in gewünschter Länge den Lorem-Ipsum-Generator.
Wissenswertes zum Thema
Die wichtigsten Zeichenlimits
Fast jedes Textfeld im Internet hat eine Grenze, und die wenigsten verraten sie vorher. Für Suchmaschinen gilt: Meta-Title bis etwa 60 Zeichen, sonst kürzt Google mit drei Punkten, die Meta-Description 150 bis 155 Zeichen, auf dem Handy eher 120, wobei Google ohnehin oft eigene Ausschnitte zeigt. Social Media: X 280 Zeichen, Bluesky 300, Threads 500, Instagram-Bildunterschrift 2.200, davon sichtbar 125 vor dem "mehr", LinkedIn-Post 3.000 mit 210 sichtbaren, YouTube-Titel 100. Werbung: Google-Anzeigen mit 30 Zeichen je Titel und 90 je Beschreibung, Amazon-Produkttitel 200. Nachrichten: SMS 160 Zeichen, bei Umlauten und Emojis nur 70, weil die Kodierung wechselt, Push-Nachrichten um 100. Bewerbungen: Online-Portale begrenzen Motivationsfelder oft auf 1.000 bis 4.000 Zeichen, Stipendien und Hochschulen auf 2.000 bis 5.000, und die Pressemitteilung hat als Faustregel 2.500 bis 3.500 Zeichen. Wissenschaft: Abstracts 150 bis 300 Wörter, Hausarbeiten in Zeichen inklusive Leerzeichen, weil das die Druckseite abbildet; 1.800 Zeichen entsprechen einer Normseite mit 30 Zeilen zu 60 Anschlägen, die Verlage und Übersetzer zum Abrechnen nutzen. Der Rechner zeigt den Stand gegen zwei Limits, alle anderen liest man an der Gesamtzahl ab.
Mit oder ohne Leerzeichen, und was ein Zeichen ist
Wenn ein Limit ohne Zusatz genannt wird, sind Zeichen inklusive Leerzeichen gemeint, denn ein Leerzeichen braucht Platz; "ohne Leerzeichen" wird vor allem bei Übersetzungen und manchen Hochschulen verwendet und liegt etwa 15 Prozent niedriger. Was ein Zeichen ist, ist technisch nicht trivial: Ein Umlaut ist in UTF-8 zwei Bytes, aber ein Zeichen, ein Emoji kann vier Bytes und für manche Systeme zwei Zeichen sein, eine Flagge besteht aus zwei Codepunkten, und ein Zeilenumbruch zählt als ein oder zwei Zeichen je nach System. Der Rechner zählt Unicode-Zeichen so, wie der Browser sie sieht, was für Formulare im Web meist passt; X zählt Emojis doppelt und Links immer als 23 Zeichen, SMS-Gateways zählen Bytes. Wörter sind beim Rechner alles, was durch Leerzeichen getrennt ist, also auch "2026" oder "z.B.", und Bindestrichwörter zählen einmal; Word zählt ähnlich, Google Docs ebenfalls, nur bei Zahlen und Sonderzeichen gibt es Abweichungen um ein paar Wörter. Sätze erkennt der Rechner an Punkt, Fragezeichen und Ausrufezeichen, Abkürzungen wie "z. B." verfälschen die Satzzahl nach oben, was bei der Lesbarkeit zu beachten ist.
Lesezeit, Lesbarkeit und was gute Länge ist
Die Lesezeit rechnet mit 200 Wörtern je Minute, dem Durchschnitt für Erwachsene bei normalem Text, die Sprechzeit mit 130, dem Tempo von Nachrichtensprechern; ein Vortrag von zehn Minuten braucht also 1.300 Wörter, eine Trauerrede von fünf Minuten 650. Die Lesbarkeit zeigt der Rechner als Flesch-Wert in der deutschen Anpassung nach Amstad: 180 minus durchschnittliche Satzlänge minus 58,5 mal durchschnittliche Silbenzahl je Wort, auf einer Skala, bei der 0 bis 30 schwer (Fachtexte, Juristendeutsch), 60 bis 70 normal (Zeitung) und über 70 leicht (Boulevard, Kinderbuch) sind; der Standardtext im Rechner erreicht 96. Für Webtexte gilt: Sätze unter 20 Wörtern, Absätze unter 100, Wörter unter drei Silben, wo es geht, und das Wichtigste in den ersten 150 Zeichen, weil das in Suchergebnissen und Vorschauen sichtbar bleibt. Lange Wörter über sechs Zeichen, deren Anteil der Rechner zeigt, sind im Deutschen normal, über 30 Prozent macht den Text schwer. Keine Regel ist, dass kurz immer besser ist: Ein Ratgeber mit 1.500 Wörtern, der die Frage beantwortet, schlägt 300 Wörter, die es nicht tun. Für Rechnungen mit Prozentangaben zu Textanteilen hilft der Prozentrechner.
Ein Stück Geschichte: Vom Telegramm zum Tweet
Zeichen zählen war lange ein Geschäftsmodell: Telegramme kosteten je Wort, deshalb schrieb man "ANKOMME DIENSTAG STOP", und Zeitungen bezahlten Journalisten nach Zeilen, woraus der Zeilenschinder entstand. Die Normseite mit 1.800 Anschlägen stammt aus der Schreibmaschinenzeit, 30 Zeilen zu 60 Anschlägen, und ist bis heute die Abrechnungseinheit für Übersetzer und Autoren. Die SMS bekam 1985 ihre 160 Zeichen, weil Friedhelm Hillebrand bei der Deutschen Bundespost Postkarten und Telexnachrichten auswertete und feststellte, dass die meisten darunter blieben. Twitter übernahm 2006 die 140 Zeichen, damit ein Tweet mit Nutzername in eine SMS passte, und verdoppelte 2017 auf 280. Googles Snippet-Länge wuchs von 155 auf zeitweise 320 Zeichen im Jahr 2017 und schrumpfte 2018 wieder, weshalb 155 bis 160 die sichere Empfehlung blieb. Der Flesch-Index ist von 1948, Rudolf Flesch entwickelte ihn für amerikanische Zeitungen, Toni Amstad passte ihn 1978 an deutsche Wortlängen an. Der Rechner zählt, wie der Browser zählt, und rechnet mit Amstads Formel.
Praktische Tipps
Schreiben Sie Meta-Descriptions auf 150 bis 155 Zeichen mit dem Suchbegriff und einem Grund zum Klicken, und Titles auf 55 bis 60 mit dem Begriff vorn. Prüfen Sie bei Bewerbungsportalen das Limit vor dem Schreiben und planen Sie 10 Prozent Luft ein, denn manche zählen Zeilenumbrüche doppelt. Kürzen Sie nicht am Ende, sondern streichen Sie Füllwörter, "eigentlich", "sehr", "auch", "ja", die bringen 5 bis 10 Prozent, ohne dass etwas fehlt. Nutzen Sie die Lesbarkeit als Hinweis, nicht als Ziel: Ein Fachtext mit 40 ist in Ordnung, ein Newsletter mit 40 nicht. Rechnen Sie Vorträge mit 130 Wörtern je Minute und üben Sie laut. Und achten Sie bei SMS und Push-Nachrichten auf Umlaute und Emojis, die das Limit halbieren können. Wie viele Wörter ein Text für eine Lesezeit von fünf Minuten braucht, zeigt der Wortzähler.
Häufige Fragen
Wie viele Zeichen darf eine Meta-Description haben?
Etwa 150 bis 155 Zeichen inklusive Leerzeichen, auf dem Handy werden oft nur 120 angezeigt. Der Rechner zeigt die Restzeichen bis 155 an; ein Text mit 186 Zeichen ist 31 Zeichen zu lang. Der Meta-Title sollte unter 60 Zeichen bleiben.
Zählen Leerzeichen als Zeichen?
Ja, wenn nichts anderes gesagt ist. Jedes Zeichenlimit im Web meint Zeichen inklusive Leerzeichen. "Ohne Leerzeichen" wird nur bei manchen Hochschulen und Übersetzungen verwendet und liegt etwa 15 Prozent niedriger. Der Rechner zeigt beide Werte.
Wie viele Zeichen sind eine DIN-A4-Seite?
Etwa 2.500 bis 3.000 Zeichen bei Schriftgröße 11 bis 12 und normalem Zeilenabstand, also 350 bis 450 Wörter. Die Normseite für Verlage und Übersetzer hat 1.800 Anschläge, 30 Zeilen zu 60 Zeichen.
Wie viele Wörter sind 1.000 Zeichen?
Im Deutschen rund 140 bis 150 Wörter, weil ein Wort im Schnitt 6 Zeichen plus Leerzeichen hat. Der Standardtext des Rechners hat 91 Zeichen bei 17 Wörtern, also 5,4 Zeichen je Wort inklusive Leerzeichen. Fachtexte mit langen Wörtern haben weniger Wörter je 1.000 Zeichen.
Wie viele Zeichen hat ein Tweet?
280 Zeichen auf X, wobei Emojis doppelt und Links immer als 23 Zeichen zählen. Bluesky erlaubt 300, Threads 500, eine SMS 160 beziehungsweise 70 mit Umlauten oder Emojis. Der Rechner zeigt die Restzeichen bis 280.
Wie wird die Lesezeit berechnet?
Mit 200 Wörtern je Minute für stilles Lesen und 130 Wörtern je Minute für das Vorlesen oder einen Vortrag. 1.000 Wörter brauchen also 5 Minuten Lesezeit und knapp 8 Minuten Sprechzeit.
Was bedeutet der Lesbarkeitswert?
Den Flesch-Index in der deutschen Fassung nach Amstad, von 0 bis 100: unter 30 schwer wie Fachtexte, 50 bis 70 mittel wie Zeitungen, über 70 leicht. Er hängt von Satzlänge und Silben je Wort ab. Kurze Sätze und kurze Wörter erhöhen den Wert.
Wird mein Text gespeichert?
Nein. Die Zählung läuft vollständig im Browser, der Text wird weder übertragen noch gespeichert und ist nach dem Schließen der Seite weg. Auch vertrauliche Texte wie Bewerbungen oder Verträge können eingefügt werden.