Mondphasen-Rechner
Datum eintragen oder leer lassen für heute: Der Rechner nennt die Mondphase, die Beleuchtung und das Mondalter, den nächsten Vollmond und Neumond mit Uhrzeit, den Mondkalender eines ganzen Jahres und die Mondphase an Ihrem Geburtstag.
Welche Mondphase ist an einem Datum?
Datum, leer für heute.
Beispiel: Heiligabend 2026: Vollmond um 02:28 Uhr MEZ, 100 % beleuchtet
Wann ist Vollmond oder Neumond im Jahr?
Jahr und Anzeige (Vollmonde, Neumonde, alle Phasen).
Beispiel: 2026: 13 Vollmonde, Blue Moon am 31. Mai, erster Vollmond am 3. Januar
Anzeige
Wie stand der Mond an meinem Geburtstag?
Beliebiges Datum.
Beispiel: Mondlandung 20. Juli 1969: zunehmender Sichelmond, 6 Tage nach Neumond
So funktioniert der Mondphasen-Rechner
Der Mondphasen-Rechner beantwortet die Frage Welche Mondphase ist heute? und Wann ist der nächste Vollmond? Der erste Kasten bestimmt für ein beliebiges Datum die Phase (Neumond, zunehmende Sichel, erstes Viertel, Vollmond, letztes Viertel, abnehmende Sichel), die Beleuchtung in Prozent, das Mondalter in Tagen seit Neumond und die nächsten Hauptphasen mit Uhrzeit in MEZ oder Sommerzeit. Der zweite Kasten ist der Vollmondkalender: alle Vollmonde, Neumonde oder alle vier Hauptphasen eines Jahres, mit Hinweis auf einen Blue Moon, den zweiten Vollmond in einem Kalendermonat. Der dritte Kasten zeigt, wie der Mond an einem Geburtstag oder einem anderen Datum der Vergangenheit stand und wann dieselbe Phase wiederkehrt.
Drei Beispiele:
- Heiligabend 2026: Vollmond um 02:28 Uhr MEZ, 99 Prozent beleuchtet, Mondalter 15,5 Tage; letztes Viertel am 30. Dezember um 20:00 Uhr, nächster Vollmond am 22. Januar 2027 um 13:17 Uhr. Am 15. November 2026 ist dagegen zunehmender Sichelmond mit 38 Prozent.
- Vollmondkalender 2026: 13 Vollmonde und 12 Neumonde, der erste am 3. Januar um 11:03 Uhr, der letzte an Heiligabend; im Mai gibt es zwei Vollmonde (1. und 31. Mai), der zweite ist ein Blue Moon. 2027 hat zwölf Vollmonde, vom 22. Januar bis 13. Dezember, und 13 Neumonde.
- Mondlandung am 20. Juli 1969: zunehmender Sichelmond, 35 Prozent beleuchtet, 5,9 Tage nach dem Neumond vom 14. Juli; seitdem sind rund 708 Mondmonate vergangen, dieselbe Phase gibt es wieder um den 15. November 2026.
Grundlage sind die Formeln des belgischen Astronomen Jean Meeus für die mittleren Phasen des Mondes mit den periodischen Korrekturen durch die Bahnbewegung von Mond und Erde; die Zeiten stimmen auf wenige Minuten mit den astronomischen Jahrbüchern überein. Die Beleuchtung ist aus dem Mondalter genähert, der Mondaufgang nur als Faustregel angegeben. Die Zeiten von Sonnenaufgang, Dämmerung und Tageslänge rechnet der Sonnenaufgang-Rechner, den Wochentag und die Kalenderwoche eines Datums der Datumsrechner, den Countdown zu einem Termin der Countdown-Rechner und die Tage bis zum nächsten Geburtstag der Geburtstags-Countdown.
Wissenswertes zum Thema
Wie die Mondphasen entstehen
Der Mond leuchtet nicht selbst, er reflektiert Sonnenlicht, und je nach Stellung zu Sonne und Erde sehen wir einen anderen Teil seiner beleuchteten Hälfte. Bei Neumond steht er zwischen Erde und Sonne, die uns zugewandte Seite liegt im Dunkeln; dann wächst die Sichel am Abendhimmel, nach gut sieben Tagen ist das erste Viertel erreicht (rechte Hälfte hell), nach 14,8 Tagen der Vollmond, der die ganze Nacht am Himmel steht, und nach 22 Tagen das letzte Viertel, das erst nach Mitternacht aufgeht. Ein Umlauf von Neumond zu Neumond, der synodische Monat, dauert im Mittel 29,53 Tage, aber zwischen 29,27 und 29,83 Tagen, weil die Mondbahn elliptisch ist und die Erde selbst um die Sonne wandert. Die Phasen sind überall auf der Welt gleichzeitig, nur die Uhrzeit ist Ortssache; was sich ändert, ist die Ansicht: Auf der Südhalbkugel steht die Sichel seitenverkehrt, am Äquator liegt sie wie eine Schale. Auf der Nordhalbkugel gilt die Eselsbrücke "der Mond lügt": Die Sichel ) sieht aus wie ein Teil des z, meint aber den zunehmenden Mond, die Sichel ( wie beim a den abnehmenden.
Vollmond, Blue Moon, Supermond, Finsternis
Ein Jahr hat 12,37 Mondmonate, deshalb gibt es meist zwölf, alle zwei bis drei Jahre aber 13 Vollmonde, und einer der Monate bekommt zwei; der zweite heißt seit einem Irrtum im Magazin "Sky & Telescope" von 1946 Blue Moon (die ältere Definition meint den dritten von vier Vollmonden einer Jahreszeit). 2026 ist der 31. Mai ein solcher Blue Moon, der nächste folgt im Dezember 2028. Ein Supermond ist ein Vollmond nahe dem erdnächsten Bahnpunkt, dem Perigäum; er erscheint etwa 7 Prozent größer und 15 Prozent heller als der Durchschnitt, was mit bloßem Auge kaum auffällt, sich am Horizont durch die Mondtäuschung aber eindrucksvoll anfühlt. Fällt der Vollmond mit einem Knoten der Mondbahn zusammen, entsteht eine Mondfinsternis; 2026 ist das am 3. März (totale Finsternis, von Deutschland aus nicht zu sehen, weil der Mond dann unter dem Horizont steht) und am 28. August (partielle Finsternis in den frühen Morgenstunden vor dem Monduntergang) der Fall. Sonnenfinsternisse gibt es entsprechend nur bei Neumond, 2026 am 12. August, in Spanien total, in Deutschland partiell.
Mondkalender, Schlaf und Garten: Was die Forschung sagt
Dass der Mond Ebbe und Flut macht, ist Physik; dass er Schlaf, Geburten, Haarwuchs oder Gartenerfolg steuert, ist weniger eindeutig. Zur Schlafqualität gibt es eine Basler Studie von 2013, die um Vollmond rund 20 Minuten weniger Schlaf fand, und größere Untersuchungen, die keinen Effekt sehen; am ehesten erklärbar ist, dass die helle Nacht das Einschlafen verzögert, wo kein Rollladen ist. Geburtenstatistiken aus Millionen Entbindungen zeigen keinen Vollmondberg, Polizeistatistiken keine Vollmondkriminalität. Der Mondkalender im Garten geht auf Maria Thun und die biodynamische Landwirtschaft zurück; kontrollierte Versuche finden keine Unterschiede zwischen Aussaat bei zu- und abnehmendem Mond, was den Spaß am Rhythmus nicht schmälern muss. Nachweisbar ist der Einfluss auf das Licht: Bei Vollmond ist die Nacht rund 250.000-mal dunkler als der Tag, bei Neumond noch einmal hundertmal dunkler, weshalb Sternfotografen und Astronomen den Neumond planen und Nachtwanderer den Vollmond.
Ein Stück Geschichte
Der Mond war der erste Kalender der Menschheit: Kerbhölzer und Knochen aus der Altsteinzeit zählen Mondphasen, und die Wörter Monat und Mond haben denselben Stamm. Babylonier und Griechen rechneten in Mondmonaten und schalteten alle zwei bis drei Jahre einen 13. Monat ein, damit die Jahreszeiten passten; der Athener Meton fand um 432 vor Christus, dass 19 Jahre fast genau 235 Mondmonaten entsprechen, ein Zyklus, der bis heute die Osterrechnung steuert. Der islamische Kalender ist bis heute ein reiner Mondkalender mit 354 Tagen, deshalb wandert der Ramadan durch die Jahreszeiten; der jüdische und der chinesische Kalender kombinieren Mond und Sonne. Caesar schaffte 46 vor Christus den Mondbezug im römischen Kalender ab und legte die Monate auf 30 und 31 Tage fest. Die Berechnung der Phasen auf die Minute gelang erst mit der Himmelsmechanik Newtons und den Mondtafeln des 18. Jahrhunderts; die hier verwendeten Formeln von Jean Meeus aus den "Astronomical Algorithms" (1991) verdichten die Theorie auf wenige Dutzend Terme, die jeder Taschenrechner schafft.
Praktische Tipps
Für Sternschnuppen, Milchstraße und Astrofotos die Nächte um Neumond wählen, für Nachtwanderungen und Schneeschuhtouren die um Vollmond. Wer den Vollmond groß fotografieren will, nimmt den Mondaufgang am Horizont mit Teleobjektiv und einem Vordergrund, nicht den hohen Mond um Mitternacht. Beachten Sie bei Kalenderangaben die Zeitzone: Ein Vollmond um 00:23 Uhr MEZ steht in amerikanischen Kalendern am Vortag. Und bei Mondfinsternissen gilt: Sie sind von der ganzen Nachtseite der Erde aus sichtbar, ohne Schutzbrille, anders als Sonnenfinsternisse.
Häufige Fragen
Wann ist der nächste Vollmond?
Der Rechner zeigt ihn für jedes Datum. 2026: 3. Januar, 1. Februar, 3. März, 2. April, 1. Mai, 31. Mai, 30. Juni, 29. Juli, 28. August, 26. September, 26. Oktober, 24. November und 24. Dezember. 2027 beginnt mit dem 22. Januar.
Was ist ein Blue Moon?
Der zweite Vollmond innerhalb eines Kalendermonats, möglich, weil ein Mondmonat nur 29,53 Tage dauert. 2026 ist der 31. Mai ein Blue Moon, der nächste folgt im Dezember 2028. Mit der Farbe hat der Name nichts zu tun.
Wie lange dauert eine Mondphase?
Von Neumond zu Neumond vergehen im Mittel 29,53 Tage, von einer Hauptphase zur nächsten etwa 7,4 Tage. Weil die Mondbahn elliptisch ist, schwankt der Abstand zwischen 29,3 und 29,8 Tagen.
Woran erkenne ich, ob der Mond zunimmt oder abnimmt?
An der Form der Sichel: ) wie beim z ist zunehmend, ( wie beim a abnehmend; der Mond "lügt" also. Der zunehmende Mond steht abends am Westhimmel, der abnehmende morgens im Osten. Auf der Südhalbkugel ist es umgekehrt.
Ist die Mondphase überall gleich?
Ja, Neumond und Vollmond sind weltweit derselbe Moment, nur die Uhrzeit unterscheidet sich. Der Rechner rechnet in MEZ beziehungsweise MESZ; wer einen Vollmond kurz nach Mitternacht in einem amerikanischen Kalender sucht, findet ihn am Vortag.
Was ist ein Supermond?
Ein Vollmond, der mit der Erdnähe (Perigäum, rund 357.000 km statt im Mittel 384.000 km) zusammenfällt. Er wirkt etwa 7 Prozent größer und 15 Prozent heller, der Unterschied ist mit bloßem Auge kaum zu sehen.
Beeinflusst der Vollmond den Schlaf?
Einzelne Studien fanden um Vollmond 15 bis 20 Minuten weniger Schlaf, größere Untersuchungen keinen Effekt. Am ehesten spielt das Licht eine Rolle; Verdunkelung hilft. Geburten und Unfälle häufen sich bei Vollmond nach den Statistiken nicht.
Wie genau sind die Zeiten im Rechner?
Auf wenige Minuten, berechnet nach Meeus mit den Korrekturen für Sonne und Mondbahn, ohne die kleinen Planetenterme. Für Daten zwischen 1900 und 2200 ist die Abweichung gegenüber astronomischen Jahrbüchern meist unter fünf Minuten.