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Passwort-Generator

Zufallspasswörter aus dem kryptografischen Generator Ihres Browsers, mit Stärke in Bit und Knackdauer.

Wie lautet ein sicheres Passwort?

Länge und Zeichenarten wählen, Vorschläge kopieren.

Beispiel: 24 Zeichen ohne Sonderzeichen: 140 Bit, fünf Vorschläge

So funktioniert der Passwort-Generator

Der Passwort-Generator erzeugt auf Knopfdruck bis zu zehn sichere Passwörter in der Länge, die Sie wollen, wahlweise mit Großbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen, und lässt dabei alle Zeichen weg, die man beim Abtippen verwechselt: kleines l, großes I, die Eins, großes O und die Null. Die Zufallszahlen kommen aus dem kryptografischen Generator des Browsers, nicht aus Math.random, und das Passwort verlässt Ihren Rechner nie. Dazu zeigt der Generator die Entropie in Bit und wie lange ein Angreifer mit zehn Milliarden Versuchen je Sekunde im Schnitt bräuchte.

Merksatz: Länge schlägt Sonderzeichen. Die Eselsbrücke: Jedes zusätzliche Zeichen multipliziert die Möglichkeiten mit der Größe des Zeichenvorrats, also mit 57 ohne und 75 mit Sonderzeichen; vier Zeichen mehr Länge bringen mehr als alle Sonderzeichen zusammen. Wer ein Passwort erstellen will, das wirklich hält, nimmt also 16 Zeichen oder mehr.

Drei Beispiele:

  • 16 Zeichen mit allem: 75 mögliche Zeichen je Stelle, 100 Bit Entropie, "sehr sicher", rechnerisch über eine Billion Jahre für einen Angreifer mit zehn Milliarden Versuchen je Sekunde.
  • 24 Zeichen ohne Sonderzeichen: 57 Zeichen je Stelle, 140 Bit, länger als das Universum alt ist, und leichter zu tippen als das 16er mit Klammern und Prozentzeichen.
  • 8 Kleinbuchstaben: 25 Zeichen je Stelle, 37 Bit, "schwach", in weniger als einem Jahr geknackt, bei schnellen Grafikkarten in Minuten. 12 Zeichen mit allem bringen 75 Bit und rund 50.000 Jahre.

Die Formel: Entropie in Bit = Länge x log2(Zeichenvorrat), die Zahl der Möglichkeiten ist 2 hoch Entropie, und die mittlere Knackdauer ist die Hälfte davon geteilt durch die Versuche je Sekunde. Ab 60 Bit gilt ein Passwort als sicher, ab 80 als sehr sicher. Für den Verwendungszweck mit Zeichenlimit hilft der Zeichenzähler, für Zufallszahlen und Lose der Zufallszahl-Generator.

Wissenswertes zum Thema

Was Entropie bedeutet und was sie nicht bedeutet

Die Entropie misst, wie viele gleich wahrscheinliche Möglichkeiten ein Angreifer durchprobieren müsste, der das Erzeugungsverfahren kennt, aber nicht das Ergebnis: 2 hoch 100 für ein 16-Zeichen-Passwort aus 75 Zeichen. Das gilt nur für echte Zufallspasswörter. Ein selbst ausgedachtes "Sommer2026!" hat zwar elf Zeichen und alle vier Zeichenarten, aber praktisch null Entropie, weil es in jeder Wörterbuchliste steht; Angreifer probieren nicht alle Kombinationen, sondern erst die 100 Millionen häufigsten Passwörter aus geleakten Datenbanken, dann Wörter mit Jahreszahl und Ausrufezeichen, dann Tastaturmuster. Die Knackdauer im Rechner setzt zehn Milliarden Versuche je Sekunde an, was ein guter Grafikkarten-Rechner gegen ein schwach gehashtes Passwort schafft; gegen ein mit bcrypt oder Argon2 gespeichertes Passwort sind es Tausende je Sekunde, gegen einen Online-Login mit Sperre nach zehn Fehlversuchen praktisch null. Deshalb ist bei einem Dienst, der Passwörter richtig speichert, schon 60 Bit viel, und bei einem Dienst, der sie im Klartext verliert, hilft gar nichts, nur die Einzigartigkeit: Ein Passwort, das nur dort genutzt wurde, schadet nach dem Leak nirgends sonst.

Wie der Generator arbeitet und warum ohne l, I, 1, O, 0

Der Browser bietet mit crypto.getRandomValues einen Zufallsgenerator, der aus Hardware-Rauschen und Betriebssystemquellen gespeist wird und für Schlüssel geeignet ist; Math.random dagegen ist ein vorhersagbarer Pseudozufall, der für Spiele reicht, nicht für Passwörter. Der Generator zieht für jede Stelle eine Zufallszahl und nimmt das Zeichen an dieser Position im Zeichenvorrat, prüft dann, ob jede gewählte Zeichenart mindestens einmal vorkommt, und zieht sonst neu, damit kein "Passwort mit Ziffern" ohne Ziffer herauskommt. Die Sonderzeichen sind auf 18 beschränkt, die auf jeder Tastatur und in jedem Formular funktionieren: !$%&/()=?+#*-_.,;: ohne Anführungszeichen, Backslash, Klammern mit Sonderbedeutung oder Umlaute, die in manchen Systemen Fehler auslösen. Die verwechselbaren Zeichen fehlen, weil ein Passwort, das man vom Zettel oder Bildschirm abtippt, mit "l" oder "I" zum Ratespiel wird; der Verlust an Entropie ist mit einem halben Bit je Stelle vernachlässigbar. Nichts wird gespeichert, nichts gesendet, man kann die Seite im Flugmodus öffnen und sehen, dass sie weiter funktioniert. Für die Frage, wie lang eine Zeichenkette ist, gibt es den Wortzähler.

Passwortmanager, Passphrasen, Zwei-Faktor

Das eigentliche Problem ist nicht, ein gutes Passwort zu erzeugen, sondern 150 davon zu behalten. Die Lösung ist ein Passwortmanager, der sie verschlüsselt speichert und in Formulare einträgt, sodass man nur ein einziges Master-Passwort braucht, und genau für dieses eine lohnt sich eine Passphrase: vier bis sechs zufällige Wörter, "Kaktus Lampe Vierzig Bremse Sonett", mit rund 13 Bit je Wort aus einer 8.000er-Liste, also 65 Bit bei fünf Wörtern, leicht zu merken, schwer zu raten, solange die Wörter wirklich zufällig gezogen und nicht selbst ausgedacht sind. Für alles andere kommt der Generator zum Einsatz, 16 bis 24 Zeichen, pro Dienst ein eigenes. Regelmäßiges Ändern ist seit 2017 nicht mehr empfohlen, weder vom NIST noch vom BSI, weil es zu "Passwort1, Passwort2" führt; geändert wird nach einem Leak, den Dienste wie Have I Been Pwned melden. Und wo es Zwei-Faktor-Authentifizierung gibt, per App oder Sicherheitsschlüssel, nicht per SMS, schaltet man sie ein, denn dann nutzt ein gestohlenes Passwort allein nichts. Passkeys, die seit 2023 bei Apple, Google und Microsoft funktionieren, ersetzen das Passwort ganz durch ein Schlüsselpaar auf dem Gerät und sind, wo angeboten, die bessere Wahl.

Ein Stück Geschichte: Das Passwort von 1961 und die Regeln von 2003

Das erste Computerpasswort führte 1961 Fernando Corbató am MIT ein, für das Time-Sharing-System CTSS, damit jeder Nutzer nur seine eigenen Dateien sah; 1962 gab es den ersten Passwortdiebstahl, als ein Doktorand die Passwortdatei ausdruckte, um mehr Rechenzeit zu bekommen. Unix speicherte Passwörter ab 1979 gehasht und mit Salz, ein Konzept von Robert Morris und Ken Thompson, das bis heute gilt. Die berüchtigten Regeln, Großbuchstaben, Ziffer, Sonderzeichen, alle 90 Tage wechseln, stammen aus einem NIST-Dokument von 2003, dessen Autor Bill Burr 2017 öffentlich bedauerte, sie geschrieben zu haben, weil sie zu "P@ssw0rd1" führten. Die Neufassung NIST SP 800-63B von 2017 empfiehlt stattdessen Länge, Prüfung gegen Leak-Listen und keine erzwungenen Wechsel, das BSI zog 2020 nach. Der Begriff Entropie für Passwortstärke kommt aus Claude Shannons Informationstheorie von 1948, und der XKCD-Comic "correct horse battery staple" von 2011 hat die Passphrase populär gemacht. Der Generator folgt den Empfehlungen von 2017: Länge zuerst, Zufall statt Regeln.

Praktische Tipps

Nehmen Sie 20 Zeichen ohne Sonderzeichen, wenn Sie das Passwort je abtippen müssen, etwa fürs WLAN oder den Fernseher, und 16 mit allem, wenn der Passwortmanager es einträgt. Erzeugen Sie fünf Vorschläge und nehmen Sie den, der am wenigsten nach Muster aussieht, sie sind alle gleich sicher. Prüfen Sie vor dem Speichern, welche Zeichen der Dienst erlaubt, manche Banken verbieten Sonderzeichen oder begrenzen auf zwölf Zeichen, was ein schlechtes Zeichen für deren Sicherheit ist. Schreiben Sie das Master-Passwort des Managers einmal auf Papier und legen Sie es zu den Dokumenten, nicht unter die Tastatur. Nutzen Sie den Generator auch für Antworten auf Sicherheitsfragen, denn der Mädchenname der Mutter steht bei Facebook. Und wechseln Sie Passwörter nicht nach Kalender, sondern nach Leak. Wie ein QR-Code das WLAN-Passwort an Gäste weitergibt, ohne dass sie es sehen, zeigt der QR-Code-Generator.

Häufige Fragen

Wie lang sollte ein sicheres Passwort sein?

Mindestens 12 Zeichen, besser 16 oder mehr. 12 Zeichen mit Groß-, Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen ergeben 75 Bit, 16 Zeichen 100 Bit und damit "sehr sicher". 24 Zeichen ohne Sonderzeichen sind mit 140 Bit stärker als 16 mit Sonderzeichen, Länge zählt mehr.

Was bedeutet die Entropie in Bit?

Die Zahl der Möglichkeiten als Zweierpotenz: 100 Bit heißt 2 hoch 100 Kombinationen. Sie ergibt sich aus Länge mal log2 des Zeichenvorrats, bei 16 Zeichen aus 75 möglichen sind das 100 Bit. Ab 60 Bit gilt ein Zufallspasswort als sicher, ab 80 als sehr sicher.

Wie lange dauert es, ein Passwort zu knacken?

Bei zehn Milliarden Versuchen je Sekunde, was eine Grafikkarte gegen schwach gehashte Passwörter schafft: 8 Kleinbuchstaben unter einem Jahr, 12 Zeichen mit allem rund 50.000 Jahre, 16 Zeichen über eine Billion Jahre. Gegen Online-Logins mit Sperre sind alle Werte viel höher.

Ist der Passwort-Generator sicher?

Die Passwörter werden mit dem kryptografischen Zufallsgenerator des Browsers (crypto.getRandomValues) erzeugt, nur auf Ihrem Gerät, und weder gespeichert noch übertragen. Die Seite funktioniert auch offline. Trotzdem gilt: Das erzeugte Passwort nirgends unverschlüsselt notieren.

Warum fehlen l, I, 1, O und 0?

Weil sie sich beim Abtippen verwechseln lassen. Der Generator nutzt 25 Kleinbuchstaben, 24 Großbuchstaben, 8 Ziffern und 18 Sonderzeichen. Der Verlust an Sicherheit beträgt ein halbes Bit je Stelle und ist vernachlässigbar.

Brauche ich Sonderzeichen?

Nein, nicht zwingend. Sonderzeichen vergrößern den Zeichenvorrat von 57 auf 75, das bringt 0,4 Bit je Stelle. Vier Zeichen mehr Länge bringen mehr. Ohne Sonderzeichen ist das Passwort leichter zu tippen und funktioniert in jedem Formular.

Wie oft sollte ich mein Passwort ändern?

Nicht nach Kalender, sondern wenn ein Dienst gehackt wurde oder der Verdacht besteht. NIST und BSI empfehlen seit 2017 beziehungsweise 2020 keine regelmäßigen Wechsel mehr, weil sie zu schwachen Varianten wie "Passwort2" führen. Wichtiger ist ein eigenes Passwort je Dienst.

Was ist besser: Passwort oder Passphrase?

Für den Passwortmanager und das Master-Passwort eine Passphrase aus fünf bis sechs zufällig gezogenen Wörtern, rund 65 bis 78 Bit und gut zu merken. Für alle anderen Dienste Zufallspasswörter aus dem Generator, die der Manager speichert und einträgt.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: NIST Special Publication 800-63B: Digital Identity Guidelines, Authentication and Lifecycle Management (2017, Rev. 4 2024), BSI IT-Grundschutz-Kompendium, Baustein ORP.4 Identitäts- und Berechtigungsmanagement (2020), W3C Web Cryptography API: crypto.getRandomValues, BSI: Sichere Passwörter erstellen, Empfehlungen für Verbraucher