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PayPal-Gebühren-Rechner

Drei Fragen zu PayPal: die Gebühr auf einen Betrag mit allen Tarifen und Auslandsaufschlägen, der Aufschlag für einen Wunsch-Netto und die Monatskosten im Vergleich zum Mikrozahlungstarif.

Wie viel zieht PayPal von meiner Zahlung ab?

Tarif und Herkunft des Zahlers wählen.

Beispiel: 1.250 € als Händler aus den USA: 62,64 € Gebühr, 1.187,36 € Gutschrift

Wie viel muss der Käufer zahlen, damit mein Betrag ankommt?

Gebühr rückwärts eingerechnet.

Beispiel: Damit 49,90 € als Händler ankommen, muss der Käufer 51,84 € zahlen

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Was kostet mich PayPal im Monat?

Mit Vergleich zum Mikrozahlungstarif.

Beispiel: 600 € in 150 Händler-Zahlungen kosten 76,44 €, mit Mikrozahlungen nur 43,44 €

So funktioniert der PayPal-Gebühren-Rechner

Wer über PayPal Geld bekommt, bekommt nie den vollen Betrag. PayPal behält eine Gebühr aus einem Prozentsatz und einem festen Cent-Betrag ein, und je nachdem, woher der Käufer kommt, kommt ein Aufschlag dazu. Der PayPal-Gebühren-Rechner rechnet das für jeden Tarif aus: was von einer Zahlung übrig bleibt, wie viel Sie verlangen müssen, damit ein bestimmter Betrag ankommt, und was das Ganze im Monat kostet.

Merksatz: Prozent vom Betrag plus Fixgebühr, bei Zahlungen aus dem Ausland noch ein Aufschlag obendrauf. Die Eselsbrücke: PayPal nimmt „zwei Komma irgendwas Prozent und ein paar Cent“. Für private Verkäufe von Waren gilt 2,49 Prozent plus 0,35 Euro, für Händler mit Checkout oder Rechnungsfunktion 2,99 Prozent plus 0,39 Euro. Bei 100 Euro Warenverkauf sind das 2,84 Euro Gebühr, es kommen 97,16 Euro an.

Drei Fälle, in denen Sie PayPal-Gebühren berechnen sollten:

  • Verkauf auf einem Kleinanzeigen- oder Auktionsportal: Der Käufer zahlt 1.250 Euro aus den USA. Mit dem Händlertarif und dem Auslandsaufschlag von 1,99 Prozent sind das 62,64 Euro Gebühr, gutgeschrieben werden 1.187,36 Euro. Der erste Kasten zeigt die Rechnung mit allen Posten.
  • Rechnung an einen Kunden: Sie wollen, dass genau 49,90 Euro bei Ihnen ankommen. Der zweite Kasten rechnet rückwärts: Der Kunde muss 51,84 Euro zahlen, damit nach Abzug der Händlergebühr der Wunschbetrag übrig bleibt.
  • Kleine Beträge, viele Zahlungen: Ein Shop für digitale Downloads nimmt 600 Euro in 150 Zahlungen ein. Im Standardtarif kostet das 76,44 Euro, im Mikrozahlungstarif nur 43,44 Euro. Der dritte Kasten zeigt, ab welcher Durchschnittshöhe sich welcher Tarif lohnt.

Die Formel: Gebühr = Betrag × Prozentsatz + Fixbetrag, bei Auslandszahlungen kommt der Länderaufschlag zum Prozentsatz dazu. Für den Aufschlag auf einen Wunschbetrag gilt: (Wunschbetrag + Fixbetrag) ÷ (1 - Prozentsatz). Der Rechner kennt die Tarife Waren und Dienstleistungen, Händler, Mikrozahlungen, Spenden und QR-Code sowie die Aufschläge für Großbritannien, USA und Kanada und die übrige Welt, Stand der PayPal-Gebührentabelle vom September 2026.

Wissenswertes zum Thema

Die PayPal-Tarife im Überblick

Die PayPal-Gebühren unterscheiden sich nach der Art der Zahlung. „Waren und Dienstleistungen“ ist der Tarif, der greift, wenn jemand mit Käuferschutz an eine Privatperson oder ein kleines Gewerbe zahlt: 2,49 Prozent plus 0,35 Euro. Händler, die PayPal in ihren Shop einbauen oder die Rechnungsfunktion nutzen, zahlen 2,99 Prozent plus 0,39 Euro. Für Beträge unter etwa zehn Euro gibt es den Mikrozahlungstarif mit 4,99 Prozent plus 0,09 Euro, der sich für Downloads, Apps und Trinkgelder lohnt. Gemeinnützige Organisationen zahlen 1,50 Prozent plus 0,35 Euro, und Zahlungen per QR-Code im Laden kosten 0,90 Prozent ohne Fixbetrag. Kostenlos bleibt nur das Senden von Geld an Freunde und Familie innerhalb Deutschlands vom PayPal-Guthaben oder Bankkonto; wer dafür eine Kreditkarte nutzt, zahlt ebenfalls Gebühren.

Bei Zahlungen aus dem Ausland kommt ein Aufschlag auf den Prozentsatz: 1,29 Prozentpunkte aus Großbritannien, 1,99 aus den USA und Kanada, 2,99 aus allen anderen Ländern. Zahlungen aus dem EU-Raum gelten als Inland. Dazu kommt bei Fremdwährungen eine Umrechnungsgebühr von meist 3 bis 4 Prozent auf den Wechselkurs, die im Kurs versteckt ist und im PayPal-Rechner nicht enthalten ist, weil sie je nach Währung schwankt.

Warum die Fixgebühr bei kleinen Beträgen so weh tut

Bei der PayPal-Gebühr auf 100 Euro fallen die 35 Cent kaum auf, die Gesamtbelastung liegt bei 2,84 Prozent. Bei 5 Euro sind es 2,49 Prozent plus 0,35 Euro, zusammen 47 Cent oder 9,5 Prozent. Bei 1 Euro behält PayPal 37 Cent, mehr als ein Drittel. Genau dafür gibt es den Mikrozahlungstarif: 4,99 Prozent plus 9 Cent machen bei 1 Euro nur 14 Cent aus, bei 5 Euro 34 Cent. Die Grenze, ab der der Standardtarif günstiger ist, liegt bei etwa 10,40 Euro je Zahlung (für Händler bei rund 15 Euro). Wer beide Arten von Zahlungen hat, braucht zwei PayPal-Konten, denn der Tarif gilt immer für das ganze Konto. Der dritte Kasten des Rechners vergleicht beide Varianten für Ihren Monatsumsatz.

Ein Stück Geschichte: Von Palm-Pilots zum Zahlungsriesen

PayPal begann 1998 unter dem Namen Confinity als Software, mit der sich Geld zwischen Palm-Pilot-Handhelds per Infrarot übertragen ließ. Das Geschäft lief nicht, die E-Mail-Zahlung dagegen schon. Im Jahr 2000 fusionierte Confinity mit X.com, dem Online-Bankprojekt eines gewissen Elon Musk, und wurde 2001 in PayPal umbenannt. Den Durchbruch brachte eBay: Verkäufer wollten eine schnelle Möglichkeit, Geld von Käufern zu bekommen, und PayPal verbreitete sich über die Auktionsseite so schnell, dass eBay das Unternehmen 2002 für 1,5 Milliarden Dollar kaufte. 2015 wurde PayPal wieder abgespalten und ist heute deutlich mehr wert als die ehemalige Mutter. In Deutschland nutzen über 30 Millionen Menschen ein PayPal-Konto, und bei Online-Käufen ist es die meistgenutzte Zahlungsart vor Kauf auf Rechnung und Kreditkarte.

Käuferschutz, Verkäuferschutz und das Kleingedruckte

Die PayPal-Kosten kaufen etwas: Bei „Waren und Dienstleistungen“ greift der Käuferschutz, also die Möglichkeit, den Betrag zurückzuholen, wenn die Ware nicht ankommt oder nicht der Beschreibung entspricht. Verkäufer bekommen im Gegenzug den Verkäuferschutz, wenn sie an die bei PayPal hinterlegte Adresse versenden und den Versand belegen können. Wer Käufer bittet, „an Freunde“ zu zahlen, um die Gebühr zu sparen, verzichtet auf beides und verstößt gegen die PayPal-Regeln; bei Kleinanzeigen ist das zudem ein bekanntes Muster von Betrügern. Bei Rückerstattungen behält PayPal seit 2019 die Fixgebühr ein, der prozentuale Anteil wird erstattet. Und Gebühren, die Sie als Verkäufer zahlen, sind Betriebsausgaben: Mit dem Margenrechner sehen Sie, wie viel vom Verkaufspreis nach PayPal, Versand und Einkauf noch übrig ist.

Praktische Tipps

Wer regelmäßig Beträge über 2.000 Euro im Monat einnimmt, sollte die Händlerkonditionen prüfen; ab bestimmten Umsätzen verhandelt PayPal individuelle Sätze. Für Rechnungen an Geschäftskunden ist die Rechnungsfunktion praktisch, kostet aber den Händlertarif; eine normale Überweisung ist kostenlos. Wer Geld aus den USA erwartet, kann den Käufer bitten, in Euro zu zahlen, dann entfällt die Währungsumrechnung auf Ihrer Seite. Und wer seine Preise so kalkulieren will, dass die Gebühr beim Kunden landet, nutzt den zweiten Kasten; ob das zulässig ist, hängt vom Vertragspartner ab, denn gegenüber Verbrauchern dürfen in der EU seit 2018 keine Aufschläge für gängige Zahlungsarten mehr verlangt werden.

Häufige Fragen

Wie viel Gebühren nimmt PayPal bei 100 Euro?

Bei Waren und Dienstleistungen 2,49 Prozent plus 0,35 Euro, also 2,84 Euro; es kommen 97,16 Euro an. Im Händlertarif sind es 2,99 Prozent plus 0,39 Euro, also 3,38 Euro. Zahlungen aus dem Ausland kosten je nach Land 1,29 bis 2,99 Prozentpunkte mehr.

Ist PayPal für den Käufer kostenlos?

Ja, wer bezahlt, zahlt keine Gebühr; sie wird dem Empfänger abgezogen. Ausnahme: Zahlungen in einer anderen Währung, dort fällt für den Zahler eine Umrechnungsgebühr an, und Zahlungen an Freunde per Kreditkarte.

Was kostet Geld senden an Freunde?

Innerhalb Deutschlands vom PayPal-Guthaben oder Bankkonto nichts. Mit Kreditkarte fallen Gebühren an, und bei Zahlungen ins Ausland ebenfalls. Käuferschutz gibt es bei Freunde-Zahlungen nicht, deshalb nie für Käufe nutzen.

Wie rechne ich die PayPal-Gebühr auf den Preis auf?

Wunschbetrag plus Fixgebühr, geteilt durch 1 minus Prozentsatz. Für 49,90 Euro netto im Händlertarif: (49,90 + 0,39) ÷ (1 - 0,0299) = 51,84 Euro. Der zweite Kasten rechnet das für jeden Tarif.

Ab wann lohnt sich der Mikrozahlungstarif?

Bei Zahlungen unter etwa 10,40 Euro (Waren und Dienstleistungen) bzw. rund 15 Euro (Händler). Darüber ist der Standardtarif günstiger. Der Tarif gilt immer für das gesamte Konto, deshalb nutzen viele Anbieter zwei Konten.

Bekomme ich die Gebühr bei einer Rückerstattung zurück?

Den prozentualen Anteil ja, den Fixbetrag von 0,35 oder 0,39 Euro behält PayPal seit 2019 ein. Bei vielen Stornierungen summiert sich das.

Sind die Gebühren im Rechner aktuell?

Hinterlegt ist die PayPal-Gebührentabelle für Deutschland mit Stand September 2026. Bei Änderungen durch PayPal werden die Werte angepasst; individuell verhandelte Händlerkonditionen können abweichen.

Kann ich die PayPal-Gebühr von der Steuer absetzen?

Als Gewerbetreibender oder Freiberufler ja, als Betriebsausgabe. Die Gebührenabrechnung lässt sich im PayPal-Konto unter Berichte herunterladen. Umsatzsteuer fällt auf die Gebühr nicht an, sie ist als Finanzdienstleistung befreit.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: PayPal Deutschland: Gebühren für Händler und Privatkunden, Stand September 2026, PayPal-Nutzungsbedingungen (Käuferschutz, Verkäuferschutz, Rückerstattungen), § 270a BGB (Verbot von Entgelten für bargeldlose Zahlungen gegenüber Verbrauchern)