Wortzähler
Text einfügen, alle Zahlen auf einen Blick: Wörter, Zeichen, Sätze, Lesezeit, Lesbarkeit.
Wie viele Wörter hat mein Text?
Text einfügen, Ergebnis sofort.
Beispiel: Beispieltext mit 24 Wörtern und 186 Zeichen
So funktioniert der Wortzähler
Der Wortzähler zählt, sobald Sie Text einfügen: Wörter, Zeichen mit und ohne Leerzeichen, Sätze und Absätze, dazu Lesezeit und Sprechzeit, Wörter je Satz, durchschnittliche Wortlänge, den Anteil langer Wörter und den Flesch-Wert für die Lesbarkeit. Für Hausarbeiten mit Wortvorgabe, Reden mit Zeitlimit, Blogtexte und alles, bei dem jemand "mindestens 500 Wörter" gesagt hat. Der Text bleibt im Browser.
Merksatz: Ein Wort ist, was zwischen zwei Leerzeichen steht. Die Eselsbrücke für die Umrechnung: 200 Wörter liest man in einer Minute, 130 spricht man, 500 Wörter sind eine Seite mit normaler Schrift, 6 bis 7 Zeichen hat ein deutsches Wort im Schnitt inklusive Leerzeichen. Wer Wörter zählen muss, bekommt hier auch gleich die Zeit dazu.
Drei Beispiele:
- Der Standardtext im Rechner: 17 Wörter, 91 Zeichen, 75 ohne Leerzeichen, 2 Sätze, 1 Absatz, Lesezeit 5 Sekunden, Sprechzeit 8 Sekunden, Lesbarkeit 96, also sehr leicht.
- Eine Rede von zehn Minuten: 1.300 Wörter bei 130 Wörtern je Minute, eine Trauerrede von fünf Minuten 650, ein Grußwort von drei Minuten 400. Wer schneller spricht, wirkt nervös.
- Eine Hausarbeit mit 4.000 Wörtern: Rund 26.000 bis 28.000 Zeichen mit Leerzeichen, etwa 12 Seiten bei Schriftgröße 12 und anderthalbfachem Zeilenabstand, 20 Minuten Lesezeit.
Die Zählregeln: Wörter = durch Leerzeichen oder Zeilenumbruch getrennte Teile, Zahlen und Abkürzungen zählen mit, Sätze = Abschnitte, die mit Punkt, Frage- oder Ausrufezeichen enden, Lesezeit = Wörter / 200 Minuten, Sprechzeit = Wörter / 130, Lesbarkeit nach Flesch-Amstad aus Satzlänge und Silben je Wort. Für Texte mit Zeichenlimit, Meta-Descriptions und Posts gibt es den Zeichenzähler, für Platzhaltertext mit vorgegebener Wortzahl den Lorem-Ipsum-Generator.
Wissenswertes zum Thema
Wortvorgaben: Hausarbeit, Bewerbung, Blog, Buch
Die meisten Wortvorgaben kommen aus der Bildung: Ein Essay in der Schule hat 500 bis 800 Wörter, ein Abstract 150 bis 300, eine Hausarbeit im Bachelor 3.000 bis 5.000, die Bachelorarbeit 8.000 bis 12.000, die Masterarbeit 15.000 bis 25.000, eine Dissertation 60.000 bis 100.000, und Hochschulen erlauben meist 10 Prozent Abweichung nach oben und unten, wobei Titelblatt, Verzeichnisse und Anhang nicht zählen, Fußnoten je nach Prüfungsordnung schon. Im Beruf: Ein Bewerbungsanschreiben hat 250 bis 400 Wörter, eine Seite, ein Motivationsschreiben fürs Studium 500 bis 800, eine Pressemitteilung 300 bis 500, ein Protokoll so wenig wie möglich. Im Netz: Blogartikel, die bei Google ranken sollen, liegen bei 1.000 bis 2.000 Wörtern, Produktbeschreibungen bei 150 bis 300, ein Newsletter bei 200 bis 500, ein LinkedIn-Post unter 150, und die Faustregel lautet, dass Länge nur hilft, wenn der Inhalt sie trägt. Bücher: Ein Roman hat 70.000 bis 100.000 Wörter, ein Krimi 60.000 bis 90.000, ein Kinderbuch 20.000 bis 50.000, ein Sachbuch 50.000 bis 80.000, und Verlage rechnen in Normseiten zu 1.800 Zeichen, also etwa 250 bis 280 Wörtern, nicht in Wörtern. Wer die Vorgabe reißt, kürzt am besten Füllwörter und Dopplungen, nicht Inhalt; wer sie nicht erreicht, hat meist zu wenig Beispiele.
Lesezeit, Sprechzeit und die Zahl der Wörter je Satz
Die Lesezeit von 200 Wörtern je Minute ist der Durchschnitt für Erwachsene bei normalem Sachtext; geübte Leser schaffen 300, Fachtexte mit Formeln bremsen auf 100, und auf dem Handy liest man langsamer als auf Papier. Medien wie Medium oder Zeitungsportale zeigen die Lesezeit über dem Artikel, weil Leser bei "12 Minuten" anders entscheiden als bei "3 Minuten", und der Rechner liefert die Zahl für die eigene Seite. Die Sprechzeit mit 130 Wörtern je Minute entspricht Nachrichtensprechern und guten Rednern; wer eine Rede schreibt, nimmt eher 120, weil Pausen, Lacher und Applaus dazukommen, und bei Präsentationen gilt die Regel von einer Folie je zwei Minuten, also 250 Wörter je Folie an gesprochenem Text. Die Wörter je Satz sind die wichtigste Stilkennzahl: Unter 12 ist Boulevard, 12 bis 18 ist Zeitung und gutes Web, 18 bis 25 ist Sachbuch, über 25 wird es Behörde, und Thomas Mann kam auf 40 bis 50. Die Wortlänge im Deutschen liegt bei 5 bis 6 Buchstaben, lange Wörter über sechs Zeichen machen 25 bis 35 Prozent eines normalen Textes aus, 50 Prozent sind Verwaltungssprache. Der Flesch-Wert nach Amstad verrechnet beides zu einer Zahl von 0 bis 100: über 70 leicht, 50 bis 70 mittel, unter 30 schwer, und der Standardtext im Rechner mit 96 ist so leicht, wie es geht. Was die Zahlen für den Zeichen-Zähler im Detail bedeuten, erklärt der Zeichenzähler.
Wie gezählt wird: Word, Google, Rechner
Ein Wort ist für den Rechner alles, was durch Leerzeichen, Tabulatoren oder Zeilenumbrüche getrennt ist, also auch "2026", "z.B." und "E-Mail" als je ein Wort, und so zählt auch Word, weshalb die Zahlen meist auf wenige Wörter übereinstimmen; Google Docs und LibreOffice zählen ähnlich, LaTeX-Tools anders, weil sie Befehle ausschließen. Abweichungen entstehen bei Bindestrichen ohne Leerzeichen, Gedankenstrichen mit Leerzeichen, die als Wort gezählt werden, Aufzählungszeichen und Zahlen mit Leerzeichen als Tausendertrennung. Wer eine Vorgabe punktgenau treffen muss, zählt mit dem Werkzeug, das der Empfänger nutzt, bei Hochschulen meist Word. Sätze erkennt der Rechner an Punkt, Frage- und Ausrufezeichen, Abkürzungen wie "z. B." und Ordnungszahlen wie "21. Oktober" erhöhen die Satzzahl und senken die Wörter je Satz, was den Lesbarkeitswert leicht nach oben verzerrt. Absätze sind Zeilenumbrüche, Überschriften zählen als Absatz mit. Alles läuft im Browser, nichts wird übertragen, und der Rechner verarbeitet auch Texte mit 50.000 Wörtern ohne Verzögerung. Die Lesbarkeit ist ein Hinweis, keine Note: Ein Vertrag mit Flesch 25 ist normal, ein Blogpost mit 25 verliert seine Leser.
Ein Stück Geschichte: Vom Zeilenhonorar zur Lesezeit
Wörter wurden gezählt, seit Schreiben bezahlt wurde: Mittelalterliche Kopisten rechneten nach Pecien, Abschnitten von festgelegter Länge, Dickens und Dumas wurden im 19. Jahrhundert nach Zeilen bezahlt, was Dumas zu Dialogen mit "Ja." "Nein." "Wirklich?" verleitete, und Journalisten schrieben nach Zeilenhonorar, der Zeilenschinder war ein Berufsbild. Die Normseite zu 1.800 Anschlägen entstand mit der Schreibmaschine und wurde 1955 im deutschen Verlagswesen Standard. Rudolf Flesch entwickelte 1948 seine Lesbarkeitsformel für die Associated Press, nachdem er festgestellt hatte, dass Zeitungsleser bei Sätzen über 20 Wörtern ausstiegen, und Toni Amstad passte sie 1978 an deutsche Wortlängen an, weil deutsche Wörter mehr Silben haben. Die Lesezeit über Artikeln führte Medium 2013 ein, seitdem zeigen sie fast alle Portale. Die Wortzählung in Textverarbeitungen gibt es seit WordStar 1978, Word zeigt sie seit 2007 unten in der Statusleiste. Der Rechner zählt wie Word und rechnet wie Amstad.
Praktische Tipps
Schreiben Sie erst, zählen Sie dann, und kürzen Sie zuletzt: Beim Kürzen gehen zuerst Füllwörter wie "eigentlich", "sehr", "auch", "ja" und "natürlich", dann Doppelungen, dann ganze Sätze, die nur wiederholen. Planen Sie bei Vorgaben 5 Prozent Luft nach unten, Prüfer zählen mit anderen Werkzeugen. Rechnen Sie Reden mit 120 Wörtern je Minute und lesen Sie sie laut mit Stoppuhr, der Rechner gibt die Richtung vor. Halten Sie Webtexte bei 12 bis 18 Wörtern je Satz, und prüfen Sie den Anteil langer Wörter, wenn der Flesch-Wert unter 50 fällt. Nutzen Sie die Zeichen für Felder mit Zeichenlimit, Meta-Texte und Posts, die Wörter für alles andere. Und speichern Sie lange Texte vor dem Einfügen, der Rechner speichert nichts. Für Zufallstext in gewünschter Wortzahl zum Layouttest gibt es den Lorem-Ipsum-Generator.
Häufige Fragen
Wie viele Wörter hat mein Text?
Text einfügen, die Zahl steht sofort da, zusammen mit Zeichen, Sätzen und Absätzen. Der Standardtext im Rechner hat 17 Wörter und 91 Zeichen in 2 Sätzen. Gezählt wird wie in Word: alles, was durch Leerzeichen getrennt ist, auch Zahlen und Abkürzungen.
Wie viele Wörter sind eine Seite?
Etwa 350 bis 450 Wörter bei Schriftgröße 12 und anderthalbfachem Zeilenabstand, 500 bis 600 bei einfachem. 4.000 Wörter sind rund 12 Seiten Hausarbeit. Die Normseite der Verlage mit 1.800 Zeichen entspricht 250 bis 280 Wörtern.
Wie lang darf ein Bewerbungsanschreiben sein?
Eine Seite, also 250 bis 400 Wörter oder 2.500 bis 3.000 Zeichen. Ein Motivationsschreiben für Studium oder Stipendium 500 bis 800 Wörter, wenn keine andere Vorgabe gemacht wird.
Wie viele Wörter hat eine Rede von 10 Minuten?
Etwa 1.200 bis 1.300 Wörter bei 120 bis 130 Wörtern je Minute. Der Rechner rechnet die Sprechzeit mit 130; wer Pausen und Reaktionen einplant, nimmt 120. Eine Trauerrede von fünf Minuten hat rund 650 Wörter.
Wie wird die Lesezeit berechnet?
Wörter geteilt durch 200 je Minute, dem Durchschnitt für Erwachsene bei Sachtexten. 1.000 Wörter brauchen 5 Minuten, 17 Wörter 5 Sekunden. Fachtexte liest man langsamer, auf dem Handy ebenfalls.
Was sagt der Lesbarkeitswert?
Der Flesch-Wert nach Amstad von 0 bis 100 aus Satzlänge und Silben je Wort: über 70 leicht, 50 bis 70 mittel wie eine Zeitung, unter 30 schwer wie Fachtexte und Verträge. Kurze Sätze und kurze Wörter erhöhen den Wert.
Zählt der Rechner anders als Word?
Meist identisch, Abweichungen um wenige Wörter entstehen bei Gedankenstrichen, Aufzählungszeichen und Zahlen mit Leerzeichen. Für Hochschulvorgaben gilt das Werkzeug des Prüfers, deshalb 5 Prozent Luft lassen.
Bleibt mein Text privat?
Ja, die Zählung läuft im Browser, der Text wird weder übertragen noch gespeichert und ist nach dem Schließen weg. Auch Bewerbungen, Abschlussarbeiten und Verträge können bedenkenlos eingefügt werden.