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Downloadzeit-Rechner

Downloaddauer aus Dateigröße und Mbit/s, mit Overhead und Vergleich zu DSL, Glasfaser, 5G.

Wie lange dauert der Download?

Dateigröße und Geschwindigkeit des Anschlusses.

Beispiel: 70 GB bei 250 Mbit/s: 37 Min. 20 Sek.

So funktioniert der Downloadzeit-Rechner

Der Downloadzeit-Rechner beantwortet die Frage "wie lange dauert ein Download" aus zwei Angaben: der Dateigröße in MB, GB oder TB und der Geschwindigkeit des Anschlusses in Mbit/s. Er rechnet die theoretische Downloaddauer, die realistische mit 10 Prozent Protokoll-Overhead, die Übertragungsrate in Megabyte je Sekunde und zum Vergleich die Zeit an 16-Mbit-DSL, Gigabit-Glasfaser und 5G mit 300 Mbit/s. Das reicht für das 70-GB-Spiel, das Betriebssystem-Update und die Frage, ob sich der Tarifwechsel lohnt.

Merksatz: Megabit durch 8 sind Megabyte, deshalb lädt ein 100-Mbit-Anschluss 12,5 MB je Sekunde, nicht 100. Die Eselsbrücke: Die Zahl auf dem Vertrag durch acht, das ist die Zahl im Download-Fenster.

Drei Beispiele:

  • Spiel mit 70 GB bei 250 Mbit/s: 560.000 Megabit, 37 Minuten 20 Sekunden theoretisch, realistisch 41 Minuten 29 Sekunden; an DSL 16 wären es 9 Stunden 43 Minuten, an Glasfaser 9 Minuten 20 Sekunden.
  • 1 TB Backup bei 1.000 Mbit/s: 2 Stunden 13 Minuten, realistisch 2 Stunden 28 Minuten, 125 MB je Sekunde; an DSL 16 fast sechs Tage.
  • 120 GB bei 50 Mbit/s: 5 Stunden 20 Minuten, realistisch 5 Stunden 55 Minuten, 6,25 MB je Sekunde.

Formeln: Megabit = Megabyte × 8, Sekunden = Megabit / Mbit/s, realistisch = Sekunden / 0,9, MB/s = Mbit/s / 8. Die Umrechnung zwischen MB, GB, Gibibyte und Terabyte erledigt der Datenmengen-Umrechner, und ob der Akku den Download am Laptop übersteht, der Akku-Laufzeit-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Megabit gegen Megabyte: Der Faktor 8

Die ganze Verwirrung um Downloadzeiten kommt von zwei Einheiten, die sich nur in einem Buchstaben unterscheiden: Internetanbieter werben mit Megabit je Sekunde, Mbit/s oder Mbps mit kleinem b, Dateien und Download-Fenster rechnen in Megabyte, MB mit großem B, und ein Byte sind 8 Bit. Ein 100-Mbit-Anschluss schafft deshalb 12,5 MB je Sekunde, ein 250er 31,25, Gigabit 125 MB je Sekunde, und wer die Vertragszahl mit der Dateigröße vergleicht, verschätzt sich um den Faktor 8. Der Rechner nimmt Dateigrößen in MB, GB und TB mit dem Faktor 1.000, wie Festplattenhersteller und Download-Seiten rechnen, Windows zeigt dagegen Gibibyte mit 1.024 und nennt sie GB, so dass eine 70-GB-Datei im Explorer als 65,2 GB erscheint; der Unterschied von 7 Prozent ist bei der Downloadzeit meist weniger wichtig als der Overhead. Die Datei mit 70 GB sind 560.000 Megabit, bei 250 Mbit/s 2.240 Sekunden, 37 Minuten 20 Sekunden, und das ist die theoretische Zeit, die nur erreicht wird, wenn die Leitung die ganze Zeit voll ausgelastet ist. Die realistische Zeit liegt 10 Prozent darüber, weil TCP/IP-Header, Bestätigungen und Verschlüsselung Bandbreite kosten, 41 Minuten 29 Sekunden. Zwischen Bit, Byte, Kibi und Kilo rechnet der Datenmengen-Umrechner alle Einheiten um.

Warum der Download langsamer ist als der Vertrag

Die Zahl im Vertrag ist die "bis zu"-Geschwindigkeit, und die Bundesnetzagentur stellt in ihrem Jahresbericht regelmäßig fest, dass nur etwa 40 Prozent der Festnetzkunden die vereinbarte Maximalrate erreichen und 85 Prozent mindestens die Hälfte; seit 2021 dürfen Kunden bei erheblichen Abweichungen, gemessen mit der Breitbandmessung-Desktop-App der Netzagentur, den Preis mindern oder kündigen. Dazu kommen die Bremsen auf der eigenen Seite: WLAN liefert in der Praxis die Hälfte bis ein Drittel der Nennrate, besonders durch Wände und bei älteren Routern, und ein 250-Mbit-Anschluss über WLAN-n kommt selten über 100; das Netzwerkkabel ist bei großen Downloads die einfachste Beschleunigung. Der Server am anderen Ende begrenzt oft stärker als der Anschluss, Spieleplattformen und Cloud-Dienste drosseln je Verbindung, und zu Stoßzeiten am Abend teilen sich im Kabelnetz viele Haushalte ein Segment. Mobilfunk schwankt noch stärker, 5G liefert bei gutem Empfang 300 bis 1.000 Mbit/s und bei schlechtem 20, und das Datenvolumen ist bei 70 GB schnell aufgebraucht. Der Upload ist bei DSL und Kabel deutlich langsamer als der Download, 40 Mbit/s bei einem 250er-Anschluss, deshalb dauert das Hochladen desselben Backups sechsmal so lange, und nur Glasfaser mit symmetrischen Tarifen ändert das. Was der Download an Strom kostet, ist vernachlässigbar, was ein dauerhaft laufender Rechner kostet nicht, und das rechnet der Stromkosten-Rechner.

Welche Geschwindigkeit Sie wirklich brauchen

Streaming in HD braucht 5 bis 8 Mbit/s, in 4K 15 bis 25, Videokonferenzen 2 bis 4 in jede Richtung, Online-Spiele 1 bis 5 mit niedriger Latenz, Homeoffice mit Cloud und VPN 10 bis 20, und ein Haushalt mit vier Personen kommt mit 50 bis 100 Mbit/s fast immer aus; die hohen Tarife lohnen sich für große Downloads und Uploads, nicht für den Alltag. Für die 70 GB eines modernen Spiels macht der Tarif den Unterschied zwischen einem Feierabend und einer Mittagspause, 9 Stunden 43 Minuten an DSL 16, 37 Minuten an 250 Mbit, 9 Minuten 20 Sekunden an Gigabit, und für ein Backup mit 1 TB zwischen sechs Tagen und zwei Stunden. Wer regelmäßig große Dateien lädt, rechnet die monatliche Datenmenge: Vier Spiele und zwei Systemupdates sind 300 GB, die an DSL 16 rund 42 Stunden Leitung belegen, an 100 Mbit sieben. Die Latenz, die Zeit bis zur Antwort, ist für Spiele und Videotelefonie wichtiger als die Bandbreite, Glasfaser liegt bei 5 bis 10 Millisekunden, DSL bei 15 bis 30, Mobilfunk bei 20 bis 50, Satellit bei 600. Und Downloads lassen sich fast immer über Nacht legen, dann zählt nur das Datenvolumen. Wie sich der Monatspreis des schnelleren Tarifs über die Laufzeit summiert, zeigt der Dreisatz-Rechner in einer Zeile.

Ein Stück Geschichte: Vom 300-Baud-Akustikkoppler zur Glasfaser

1981 übertrug der Akustikkoppler, in den der Telefonhörer gedrückt wurde, 300 Bit je Sekunde, und eine Diskette mit 360 KB brauchte zweieinhalb Stunden; die 70-GB-Datei von heute hätte 59 Jahre gedauert. Die Modems der 1990er brachten 14.400, 28.800 und 1998 56.000 Bit je Sekunde, mit dem Pfeifen beim Einwählen und der Telefonleitung, die während des Surfens besetzt war, und ein 5-MB-Musikstück dauerte bei 56k zwölf Minuten, weshalb Napster 1999 zur Geduldsprobe wurde. ISDN brachte 64 Kbit je Kanal, und die Telekom startete 1999 T-DSL mit 768 Kbit/s, 2006 kamen 16 Mbit, 2010 VDSL mit 50, 2014 Vectoring mit 100 und 2018 Supervectoring mit 250 Mbit/s über das Kupferkabel. Das Kabelfernsehnetz zog mit DOCSIS 3.0 nach, 2012 mit 100, 2016 mit 400 und seit 2018 mit Gigabit, und Glasfaser bis in die Wohnung, FTTH, die in Japan und Südkorea seit 2005 Standard ist, erreicht in Deutschland 2025 etwa die Hälfte der Haushalte als Angebot und rund ein Fünftel als genutzten Anschluss. Im Mobilfunk liefen die Generationen alle zehn Jahre: GSM 1992 mit 9,6 Kbit, UMTS 2004 mit 384 Kbit, LTE 2010 mit 100 Mbit, 5G 2019 mit einem Gigabit. Die Bundesnetzagentur misst seit 2015 die tatsächlichen Geschwindigkeiten, und seit Dezember 2021 gibt es das Recht auf Preisminderung bei zu langsamem Anschluss. Der Rechner rechnet die Zeit, die der Akustikkoppler in Jahren gemessen hätte.

Praktische Tipps

Teilen Sie die Mbit-Zahl des Vertrags durch 8, dann wissen Sie, was im Download-Fenster stehen sollte. Nehmen Sie für große Downloads das Netzwerkkabel. Messen Sie bei Zweifeln mit der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur, das ist die Grundlage für eine Preisminderung. Legen Sie große Downloads in die Nacht. Rechnen Sie bei Mobilfunk das Datenvolumen mit, 70 GB sind bei vielen Tarifen der halbe Monat. Prüfen Sie den Upload, wenn Sie Backups in die Cloud schieben. Und zählen Sie realistisch mit 10 Prozent Aufschlag, nicht mit der theoretischen Zeit. Wie viel Datenvolumen ein Tarif je Monat umgerechnet in Stunden Streaming hergibt, überschlägt der Dreisatz-Rechner.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Download von 70 GB?

Bei 250 Mbit/s 37 Minuten 20 Sekunden theoretisch, realistisch mit Overhead 41 Minuten 29 Sekunden. An DSL 16 sind es 9 Stunden 43 Minuten, an Gigabit-Glasfaser 9 Minuten 20 Sekunden, an 5G mit 300 Mbit/s 31 Minuten. Über WLAN meist deutlich länger als über Kabel.

Wie rechne ich Mbit/s in MB/s um?

Durch 8 teilen, weil ein Byte 8 Bit hat: 100 Mbit/s sind 12,5 MB/s, 250 Mbit/s sind 31,25 MB/s, 1.000 Mbit/s sind 125 MB/s. Das ist die Zahl, die im Download-Fenster stehen sollte, wenn die Leitung voll ausgelastet ist.

Warum ist mein Download langsamer als der Vertrag?

Der Vertrag nennt die "bis zu"-Rate, die nur 40 Prozent der Kunden erreichen. WLAN halbiert die Rate oft, der Server drosselt, abends teilen sich Nachbarn das Kabelsegment, und 10 Prozent gehen für Protokoll-Overhead drauf. Messen Sie mit der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur, dann gibt es bei großer Abweichung ein Minderungsrecht.

Was ist der Unterschied zwischen GB und GiB?

GB rechnet mit 1.000, GiB mit 1.024 je Stufe. Download-Seiten und der Rechner nutzen GB, Windows zeigt GiB und nennt sie GB: Eine 70-GB-Datei erscheint im Explorer als 65,2 GB. Für die Downloadzeit macht das 7 Prozent aus, weniger als der Overhead.

Wie lange dauert ein Download von 1 TB?

Bei Gigabit-Glasfaser 2 Stunden 13 Minuten, realistisch 2 Stunden 28 Minuten. Bei 250 Mbit/s rund 9 Stunden, bei 100 Mbit/s 22 Stunden, bei DSL 16 fast sechs Tage. Beim Hochladen in die Cloud zählt der oft viel langsamere Upload des Anschlusses.

Welche Geschwindigkeit brauche ich zum Streamen?

HD 5 bis 8 Mbit/s, 4K 15 bis 25 Mbit/s je Stream, Videokonferenz 2 bis 4 Mbit/s in beide Richtungen, Online-Spiele 1 bis 5 Mbit/s mit niedriger Latenz. Ein Haushalt mit vier Personen kommt mit 50 bis 100 Mbit/s fast immer aus; schnellere Tarife lohnen sich für große Downloads.

Was bedeutet der Overhead von 10 Prozent?

Jedes Datenpaket trägt Adress- und Steuerinformationen, der Empfänger bestätigt den Empfang, und Verschlüsselung kostet ebenfalls Bandbreite. Deshalb kommen von 250 Mbit/s nur etwa 225 bei der Datei an. Der Rechner zeigt die theoretische und die realistische Zeit mit diesem Aufschlag.

Ist 5G schneller als DSL?

Bei gutem Empfang ja, 300 bis 1.000 Mbit/s gegenüber 16 bis 250 bei DSL. Bei schlechtem Empfang fällt 5G auf 20 Mbit/s, und das Datenvolumen begrenzt große Downloads: 70 GB sind bei vielen Tarifen das halbe Monatsvolumen. Der Rechner vergleicht mit 300 Mbit/s als 5G-Richtwert.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: Bundesnetzagentur: Jahresbericht Breitbandmessung 2024/2025, Telekommunikationsgesetz (TKG) § 57 Minderung und Kündigung bei Abweichung der Datenübertragungsrate, IEC 80000-13: Größen und Einheiten, Informationstechnik (kB, kiB), BREKO/VATM: Marktanalyse Glasfaser Deutschland 2025