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Volumengewicht-Rechner

Zählt Gewicht oder Größe? Volumengewicht, Gurtmaß und Paketklasse für die gängigen Dienste.

Welches Gewicht berechnet der Paketdienst?

Maße, Gewicht und Dienst wählen.

Beispiel: Luftfracht 120 × 80 × 100 cm mit 45 kg, Divisor 6.000: Volumengewicht 160 kg wird abgerechnet

So funktioniert der Volumengewicht-Rechner

Der Volumengewicht-Rechner rechnet, welches Gewicht der Paketdienst berechnet: Aus Länge, Breite und Höhe ergibt sich das Volumen, geteilt durch den Divisor des Dienstes das Volumengewicht, und abgerechnet wird der höhere Wert aus Volumengewicht und tatsächlichem Gewicht, das Abrechnungsgewicht. Dazu zeigt der Rechner das Gurtmaß, längste Seite plus zweimal Breite plus zweimal Höhe, und bei DHL und Hermes die Paketklasse, in die das Paket fällt. Hinterlegt sind DHL mit 5.000, DHL Express, UPS und FedEx mit 5.000, DPD und GLS mit 4.000, Luftfracht mit 6.000, Seefracht mit 3.000, Hermes nach Gurtmaß und ein eigener Divisor.

Merksatz: Leichte, große Pakete zahlen nach Volumen, schwere, kleine nach Waage, und die Grenze liegt beim Divisor, bei DHL 5 Kilogramm je 25 Liter. Die Eselsbrücke: Länge mal Breite mal Höhe in Zentimetern, durch 5.000, das ist DHL, durch 6.000 die Luftfracht, durch 4.000 DPD und GLS.

Drei Beispiele:

  • 60 × 40 × 40 cm, 8 kg, DHL: 96 Liter, Volumengewicht 19,20 kg, abgerechnet werden 19,20 kg, Gurtmaß 220 cm, DHL Paket bis 31,5 kg; bei DPD mit Divisor 4.000 wären es 24 kg.
  • Luftfracht 120 × 80 × 100 cm, 45 kg: 960 Liter, Divisor 6.000, Volumengewicht 160 kg, abgerechnet 160 kg statt 45, Gurtmaß 480 cm.
  • Hermes 80 × 50 × 30 cm, 3 kg: kein Volumengewicht, Gurtmaß 240 cm, Größe XL bis 25 kg, abgerechnet 3 kg nach Klasse.

Formeln: Volumengewicht in kg = L × B × H in cm / Divisor, Abrechnungsgewicht = max(Volumengewicht, tatsächliches Gewicht), Gurtmaß = längste Seite + 2 × Breite + 2 × Höhe, Seefracht: 1 m³ = 333 kg. Das Volumen in Litern und Kubikmetern für andere Zwecke rechnet der Volumenrechner, und was beim Import aus Drittländern an Zoll auf die Sendung kommt, der Zollgebühren-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Warum Paketdienste nach Volumen rechnen

Ein Lkw ist voll, wenn der Laderaum voll ist, nicht wenn die Achslast erreicht ist, und ein Paket mit Daunenkissen belegt denselben Platz wie eines mit Büchern; deshalb rechnen Paketdienste und Spediteure mit dem Volumengewicht, einer Umrechnung von Litern in Kilogramm über einen Divisor, der angibt, wie viele Kubikzentimeter ein Kilogramm "wert" sind: 5.000 bei DHL, UPS und FedEx, das entspricht einer Dichte von 200 Kilogramm je Kubikmeter, 4.000 bei DPD und GLS, 250 Kilogramm je Kubikmeter, 6.000 in der Luftfracht nach IATA, 167 Kilogramm je Kubikmeter, und 3.000 in der Seefracht und beim Spediteur, 333 Kilogramm je Kubikmeter, wobei dort meist ganz in Kubikmetern oder Lademetern abgerechnet wird. Ist das Paket dichter als dieser Wert, zählt die Waage, ist es leichter, zählt das Volumen, und der Rechner zeigt, welcher Fall vorliegt: Die Kiste 60 mal 40 mal 40 mit 8 Kilogramm hat 96 Liter und bei DHL 19,2 Kilogramm Volumengewicht, bei DPD 24, und der Versender zahlt für 19,2 beziehungsweise 24 Kilogramm, obwohl die Waage 8 zeigt. In der Luftfracht wird das dramatisch, 960 Liter mit 45 Kilogramm werden zu 160 Kilogramm abgerechnet, das Dreieinhalbfache, und deshalb lohnt sich bei Luftfracht Vakuumverpackung und bei Paketen der kleinere Karton. Für Privatkunden an der DHL-Filiale gilt das Volumengewicht nicht, dort zählen Paketklassen nach Maß und Gewicht, 2, 5, 10 und 31,5 Kilogramm, und das Volumengewicht trifft Geschäftskunden mit Vertrag; DPD, GLS und UPS rechnen es auch für Online-Frankierung. Wie sich Liter, Kubikzentimeter und Kubikmeter umrechnen, zeigt der Volumen-Umrechner.

Gurtmaß, Maximalmaße und Paketklassen der Dienste

Das Gurtmaß ist die zweite Grenze: längste Seite plus zweimal Breite plus zweimal Höhe, das Maß des Gurts, der einmal um das Paket läuft, und Hermes stuft nur danach ein, XS bis 50 Zentimeter, S bis 80, M bis 120, L bis 150, XL bis 300, jeweils bis 25 Kilogramm, das 80-mal-50-mal-30-Paket mit 240 Zentimetern ist XL. DHL begrenzt das Paket auf 120 mal 60 mal 60 Zentimeter und 31,5 Kilogramm, darüber wird es Sperrgut mit Zuschlag, und der Rechner meldet das; DPD nimmt bis 175 Zentimeter längste Seite und 300 Gurtmaß, GLS bis 200 und 300, UPS bis 274 Zentimeter Länge und 400 Gurtmaß bei 70 Kilogramm. Die DHL-Paketklassen für Privatkunden sind 2 Kilogramm bis 60 mal 30 mal 15, 5 Kilogramm bis 120 mal 60 mal 60, 10 und 31,5 Kilogramm bis zu denselben Maßen, und das Päckchen bis 2 Kilogramm und 60 mal 30 mal 15 ohne Haftung; der Rechner zeigt, in welche Klasse das Paket nach Abrechnungsgewicht fällt. Für den Versand ins Ausland gelten andere Maxima, und bei Sendungen außerhalb der EU kommen Zollabwicklung und Einfuhrumsatzsteuer dazu. Die Paketdienste messen und wiegen in den Zentren automatisch, und Abweichungen zwischen angegebenen und gemessenen Maßen führen zu Nachberechnungen, die bei Geschäftskunden monatlich auf der Rechnung auftauchen; wer eigene Kartons bestellt, misst sie außen, mit Ausbeulung. Was das Paket an Zoll und Steuer beim Empfänger auslöst, rechnet der Zollgebühren-Rechner aus Warenwert und Herkunft.

Günstiger versenden: Verpackung, Dienst, typische Fehler

Der erste Hebel ist der Karton: Jede Seite 5 Zentimeter kleiner senkt das Volumengewicht des 60-40-40-Pakets von 19,2 auf 13,5 Kilogramm, und Luftpolster, das den Karton füllt, kostet Geld, das bei Füllmaterial und Fracht doppelt anfällt. Der zweite ist die Wahl des Dienstes nach Divisor: Für leichte große Pakete ist DHL mit 5.000 günstiger als DPD mit 4.000, für den Privatversand Hermes ohne Volumengewicht bei großen leichten Sendungen oft am billigsten, für schwere kleine Pakete spielt das Volumen keine Rolle. Der dritte sind Sammelsendungen, zwei Pakete à 10 Kilogramm kosten mehr als eines mit 20. Der erste typische Fehler ist das Messen innen statt außen, der zweite das Rechnen in Metern statt Zentimetern, 0,6 mal 0,4 mal 0,4 durch 5.000 ergibt Unsinn, der dritte das Verwechseln von Divisor und Faktor, manche Dienste geben 200 Kilogramm je Kubikmeter an, das ist dasselbe wie 5.000. Der vierte ist der Zuschlag für Sperrgut, der ab 120 Zentimetern Länge bei DHL fällig wird, auch wenn das Paket leicht ist, und der fünfte die Rolle oder der Zylinder, bei denen Länge und Durchmesser als Quader gerechnet werden, ein 100 Zentimeter langes Rohr mit 10 Zentimetern Durchmesser als 100 mal 10 mal 10. Der sechste ist die Palette: Ab etwa 30 Kilogramm oder 1 Meter Kante ist die Spedition mit Lademeter und Kubikmeter günstiger als der Paketdienst. Wie viel die 19,2 Kilogramm Volumengewicht gegenüber 8 Kilogramm Waage in Prozent mehr kosten, rechnet der Prozentrechner.

Ein Stück Geschichte: Von der Frachtklasse zum Divisor 5.000

Die Eisenbahnen des 19. Jahrhunderts rechneten nach Gewicht und Güterklasse, und die Reeder nach "Frachttonne", die wahlweise 1.000 Kilogramm oder 40 Kubikfuß, später 1 Kubikmeter war, je nachdem, was mehr Fracht ergab; "weight or measurement, whichever is greater" steht bis heute in jedem Konnossement, und der Divisor 3.000 der Seefracht ist nichts anderes als die alte Regel, dass ein Kubikmeter wie eine Drittel-Tonne zählt. Die Luftfracht übernahm das Prinzip 1945 mit der Gründung der IATA, zunächst mit 7.000 Kubikzentimetern je Kilogramm, später mit 6.000, weil die Flugzeuge voluminösere Fracht trugen, und bei 6.000 ist es bis heute geblieben. Die Paketdienste kamen später: UPS führte das Volumengewicht in den USA 1990 für Luftpakete ein, 2015 für alle, und FedEx und DHL zogen nach, in Deutschland mit DHL Paket ab Mitte der 2010er Jahre für Geschäftskunden mit dem Divisor 5.000, nachdem der Onlinehandel die Zahl leichter, großer Pakete, Kissen, Lampen, Spielzeug, vervielfacht hatte. DPD und GLS wählten 4.000, Hermes blieb beim Gurtmaß, das seit den 1990er Jahren als einfaches Maß für Automaten und Shops gilt. Die automatischen Messsysteme in den Paketzentren, die seit etwa 2010 jedes Paket in Sekunden vermessen und wiegen, machten die Nachberechnung zum Alltag, und das Volumengewicht vom Kleingedruckten zur Kennzahl, die jeder Online-Händler kennt. Der Rechner rechnet, was die Reeder "whichever is greater" nannten.

Praktische Tipps

Messen Sie den Karton außen, nach dem Packen, in Zentimetern. Rechnen Sie das Volumengewicht vor dem Kauf des Kartons, nicht nach dem Versand. Wählen Sie bei leichten großen Paketen den Dienst mit dem höchsten Divisor oder Hermes nach Gurtmaß. Bleiben Sie bei DHL unter 120 mal 60 mal 60 Zentimetern, sonst Sperrgut. Füllen Sie Hohlräume mit Papier statt mit Luft, oder nehmen Sie einen kleineren Karton. Prüfen Sie monatlich die Nachberechnungen auf der Rechnung. Und wechseln Sie ab 30 Kilogramm zur Spedition. Was ein Kubikmeter Fracht in Lademetern und Tonnen ist, rechnet der Volumenrechner für Paletten und Kisten.

Häufige Fragen

Wie berechne ich das Volumengewicht?

Länge mal Breite mal Höhe in Zentimetern, geteilt durch den Divisor des Dienstes: 60 × 40 × 40 = 96.000 cm³, bei DHL durch 5.000 sind das 19,20 kg, bei DPD und GLS durch 4.000 24 kg, in der Luftfracht durch 6.000 16 kg. Abgerechnet wird der höhere Wert aus Volumengewicht und Waage.

Was ist das Abrechnungsgewicht?

Der höhere Wert aus tatsächlichem Gewicht und Volumengewicht. Das 60 × 40 × 40-Paket wiegt 8 kg, hat bei DHL aber 19,20 kg Volumengewicht, also werden 19,20 kg berechnet. Ein Paket mit Büchern und 25 kg in derselben Kiste wird nach Waage abgerechnet.

Welchen Divisor hat welcher Paketdienst?

DHL Paket, DHL Express, UPS und FedEx 5.000, DPD und GLS 4.000, Luftfracht nach IATA 6.000, Seefracht und Spedition 3.000, also 333 kg je Kubikmeter. Hermes rechnet kein Volumengewicht, sondern Paketklassen nach Gurtmaß. Der Rechner hat alle hinterlegt und erlaubt einen eigenen Divisor.

Was ist das Gurtmaß?

Längste Seite plus zweimal Breite plus zweimal Höhe, das Maß eines Gurts einmal um das Paket. 80 × 50 × 30 cm ergeben 240 cm. Hermes stuft danach ein: XS bis 50, S bis 80, M bis 120, L bis 150, XL bis 300 cm. DPD und GLS erlauben bis 300 cm, UPS bis 400 cm.

Gilt das Volumengewicht auch für Privatkunden?

Bei DHL in der Filiale nicht, dort zählen die Paketklassen 2, 5, 10 und 31,5 kg nach Maß und Gewicht. Geschäftskunden mit Vertrag zahlen nach Volumengewicht. DPD, GLS und UPS rechnen es auch bei Online-Frankierung. Hermes nutzt für alle das Gurtmaß.

Was sind die Maximalmaße bei DHL?

120 × 60 × 60 cm und 31,5 kg für das normale Paket, darüber Sperrgut mit Zuschlag. Das Päckchen geht bis 60 × 30 × 15 cm und 2 kg. Der Rechner meldet, wenn eine Seite das Maximum überschreitet oder das Abrechnungsgewicht über 31,5 kg liegt.

Wie kann ich das Volumengewicht senken?

Kleinerer Karton: Jede Seite 5 cm weniger senkt das 60 × 40 × 40-Paket von 19,2 auf 13,5 kg. Weniger Füllmaterial, Vakuumbeutel für Textilien, zerlegte Ware, und für leichte große Sendungen Hermes nach Gurtmaß oder DHL mit Divisor 5.000 statt DPD mit 4.000.

Wie wird Luftfracht berechnet?

Mit Divisor 6.000: 120 × 80 × 100 cm sind 960 Liter, Volumengewicht 160 kg, und das wird bei 45 kg tatsächlichem Gewicht abgerechnet, das Dreieinhalbfache. Seefracht rechnet mit 3.000 oder direkt in Kubikmetern, deshalb ist sie für leichte, große Güter die günstigere Wahl.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: DHL Paket: Allgemeine Geschäftsbedingungen und Preisliste Geschäftskunden, Volumengewicht, IATA: The Air Cargo Tariff and Rules (TACT), Volumetric Weight, DPD, GLS, UPS, Hermes: Versandbedingungen und Maximalmaße (Stand 2025), Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK): KEP-Studie 2025