Lorem-Ipsum-Generator
Blindtext nach Absätzen, Sätzen oder Wörtern, mit Wort- und Zeichenzahl zum Kopieren.
Wie viel Blindtext brauche ich?
Anzahl und Einheit wählen.
Beispiel: 50 Wörter Blindtext
So funktioniert der Lorem-Ipsum-Generator
Der Lorem Ipsum Generator erzeugt Blindtext in der Menge, die Sie brauchen: eine Anzahl Absätze, Sätze oder Wörter, beginnend mit dem klassischen "Lorem ipsum dolor sit amet", und zeigt dazu, wie viele Wörter und Zeichen der Text hat, damit er in das Layout passt, das Sie füllen wollen. Der Text lässt sich mit einem Klick kopieren und in Website, Broschüre, Präsentation oder Textverlauf einsetzen, überall dort, wo das Design schon steht und der echte Inhalt noch fehlt.
Merksatz: Blindtext zeigt die Form, nicht den Inhalt, deshalb ist Latein ideal, niemand liest es, aber jeder sieht Zeilenfall, Grauwert und Absatzlängen. Die Eselsbrücke für die Menge: Ein Absatz Lorem Ipsum sind rund 55 Wörter und 370 Zeichen, eine Normseite 1.500 Zeichen, also vier Absätze.
Drei Beispiele:
- 3 Absätze: 175 Wörter, 1.144 Zeichen, ein typischer Teaser-Bereich oder eine Spalte einer Broschüre.
- 50 Wörter: 314 Zeichen, eine Meta-Description mit Reserve oder ein Produkt-Teaser.
- 8 Absätze: 455 Wörter und 2.943 Zeichen, eine Textseite im Buchformat; 4 Absätze mit 1.474 Zeichen füllen fast genau eine Normseite.
Formeln: Zeichen je Wort ≈ 6,5 inklusive Leerzeichen, Normseite = 1.500 Zeichen ≈ 230 Wörter, Wörter je Minute Lesezeit ≈ 200. Wer den eigenen Text statt des Platzhalters zählen will, nimmt den Zeichenzähler oder den Wortzähler.
Wissenswertes zum Thema
Wozu Blindtext: Form ohne Inhalt
Ein Layout lässt sich nicht mit leeren Kästen beurteilen, aber ein echter Text lenkt ab, die Kunden lesen Probefassungen und diskutieren über Formulierungen statt über Schriftgröße und Spaltenbreite, und ein wiederholtes "Text Text Text" erzeugt ein unnatürliches Grau, weil alle Wörter gleich lang sind. Lorem Ipsum löst beide Probleme: Die Wortlängen und Buchstabenhäufigkeiten ähneln denen europäischer Sprachen, die Wörter sind unterschiedlich lang, der Text hat Satzzeichen, und niemand liest ihn, weil er keinen Sinn ergibt; er ist verstümmeltes Latein aus Cicero, und selbst Lateiner stolpern nach drei Wörtern. Designer nutzen den Platzhaltertext für Website-Mockups, Broschüren, Magazinlayouts, Verpackungen und Präsentationsvorlagen, Entwickler für Testdaten und Platzhalter in Templates, Lehrer für Übungen zur Textformatierung, und Setzer prüfen damit, ob eine Schrift bei 9 Punkt noch lesbar ist. Für deutsche Layouts hat Lorem Ipsum einen Nachteil, keine Umlaute, keine langen Komposita, kein ß, und der Zeilenfall fällt daher etwas gleichmäßiger aus als im späteren echten Text; wer das prüfen will, setzt eine Zeile mit "Donaudampfschifffahrtsgesellschaft" dazwischen. Die Lesezeit, die ein Platzhalter im fertigen Design beansprucht, lässt sich aus der Wortzahl überschlagen, und der Wortzähler rechnet sie für echte Texte mit.
Wie viel Text ein Layout braucht
Die Mengen sind in der Praxis erstaunlich stabil: Eine Meta-Description hat 150 bis 160 Zeichen, 25 Wörter; ein Teaser auf einer Startseite 40 bis 60 Wörter; ein Produkttext 100 bis 200; eine Spalte in einer dreispaltigen Broschüre A4 bei 9 Punkt etwa 250 Wörter; eine Buchseite mit 11 Punkt und normalem Satzspiegel 300 bis 350 Wörter oder 2.000 bis 2.400 Zeichen; die Normseite des Verlagswesens 1.500 Zeichen mit Leerzeichen, 30 Zeilen zu 60 Anschlägen; ein Blogartikel 800 bis 1.500 Wörter; eine Präsentationsfolie höchstens 30 Wörter, sonst liest keiner mit. Der Blindtext-Generator rechnet mit etwa 6,5 Zeichen je Wort inklusive Leerzeichen, 3 Absätze mit 175 Wörtern ergeben 1.144 Zeichen, und so lässt sich rückwärts bestimmen, wie viele Absätze eine Fläche füllen: Für die Normseite vier Absätze mit 225 Wörtern und 1.474 Zeichen, für die Broschürenspalte vier bis fünf, für die Buchseite fünf bis sechs. Bei Wörtern als Einheit stimmt die Zahl exakt, bei Sätzen schwankt die Länge zwischen 6 und 15 Wörtern, wie in echten Texten, und bei Absätzen mit 4 bis 7 Sätzen zwischen 40 und 75 Wörtern; die Obergrenze liegt bei 200 Einheiten. Wer in InDesign, Word oder Figma arbeitet, findet dort eingebaute Platzhalter, "=lorem(3)" in Word erzeugt drei Absätze, aber der Generator ist schneller, wenn eine exakte Wortzahl gefragt ist, etwa für ein Feld mit Zeichenbegrenzung. Ob ein echter Text dann in das Feld passt, prüft der Zeichenzähler mit und ohne Leerzeichen.
Alternativen und typische Fehler
Der häufigste Fehler ist der Blindtext, der live geht: Jede größere Website hat irgendwo eine vergessene "Lorem ipsum"-Stelle, Suchmaschinen indexieren sie, und eine Suche nach dem Begriff auf der eigenen Domain vor dem Launch gehört in jede Checkliste. Der zweite ist Blindtext in Verträgen und Formularen, wo nach dem Ausdruck niemand mehr nachliest. Der dritte ist die falsche Menge, ein Layout, das mit 50 Wörtern Platzhalter gestaltet wurde und dann 300 echte bekommt; der Generator hilft, wenn der Redakteur vorher die Wortzahl nennt. Als Alternativen gibt es deutsche Blindtexte, "Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern" als Pangramm, das jeden Buchstaben enthält, den Kafka-Blindtext "Jemand musste Josef K. verleumdet haben" und die Blindtexte des Deutschen Blindtextes mit Umlauten, die den Zeilenfall deutscher Texte besser zeigen, sowie Generatoren mit thematischen Texten, die aber die Gefahr bergen, dass der Kunde sie liest. Für Testdaten, Namen, Adressen, Beträge, taugt Lorem Ipsum nicht, dafür gibt es Faker-Bibliotheken. Und für die Prüfung von Schriften ist der klassische Setzertext "The quick brown fox" oder das deutsche "Zwölf Boxkämpfer jagen Viktor quer über den großen Sylter Deich" mit allen Buchstaben sinnvoller. Für Platzhalter-Zahlen in Tabellen und Diagrammen, die zufällig und doch plausibel aussehen sollen, liefert der Zufallszahl-Generator die Werte.
Ein Stück Geschichte: Cicero, ein Setzer des 16. Jahrhunderts und Letraset
Der Text stammt aus Ciceros "De finibus bonorum et malorum" von 45 v. Chr., einer Abhandlung über die Grenzen von Gut und Böse, und zwar aus Abschnitt 1.10.32, wo es heißt "Neque porro quisquam est, qui dolorem ipsum quia dolor sit amet, consectetur, adipisci velit", "Es gibt auch niemanden, der den Schmerz selbst liebt, sucht und haben will, nur weil es Schmerz ist"; das "Lorem" ist der abgeschnittene Rest von "dolorem". Entdeckt hat das Richard McClintock, Lateinprofessor am Hampden-Sydney College in Virginia, der 1982 dem Wort "consectetur" nachging und die Stelle fand. Dass der Text schon im 16. Jahrhundert von einem unbekannten Setzer als Musterseite durcheinandergewürfelt wurde, ist die Legende, die jeder Generator erzählt, belegt ist er aber erst in Schriftmusterbüchern der 1960er Jahre: Die Firma Letraset druckte ihn ab 1961 auf Abreibebögen, mit denen Grafiker Überschriften und Fließtext in Layouts rubbelten, bevor es Computer gab, und von dort kam er 1985 in Aldus PageMaker, das erste Desktop-Publishing-Programm für den Macintosh, als Standardplatzhalter. Microsoft baute 2003 die Funktion "=lorem()" in Word ein, davor füllte "=rand()" Seiten mit "Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern". Die Website lipsum.com, die den Text seit 1998 generiert, zählt Millionen Abrufe im Jahr, und "Lorem ipsum" ist mit über 20 Milliarden Treffern einer der am häufigsten im Netz stehenden Textanfänge, meist, weil ihn jemand vergessen hat. Der Generator erzeugt den Text, den Cicero über den Schmerz schrieb und Letraset über das Layout.
Praktische Tipps
Lassen Sie sich vom Redakteur die Wortzahl nennen, bevor Sie das Layout füllen. Nutzen Sie Wörter als Einheit, wenn ein Feld eine Begrenzung hat. Setzen Sie bei deutschen Layouts ein langes Wort mit Umlauten dazwischen. Suchen Sie vor dem Launch nach "lorem" auf der ganzen Website. Verwenden Sie für Testdaten keine Blindtexte, sondern Generatoren mit Namen und Zahlen. Kopieren Sie den Text direkt aus dem Feld, er hat keine Formatierung. Und prüfen Sie nach dem Austausch durch den echten Text, ob der Zeilenfall noch stimmt. Wie viele Zeichen der echte Text am Ende hat, zählt der Zeichenzähler.
Häufige Fragen
Was bedeutet Lorem Ipsum?
Nichts Zusammenhängendes. Der Text ist verstümmeltes Latein aus Ciceros "De finibus bonorum et malorum" von 45 v. Chr., "Lorem" ist der Rest von "dolorem", Schmerz. Die Stelle handelt davon, dass niemand den Schmerz um seiner selbst willen sucht. Als Blindtext wird er benutzt, weil ihn niemand liest.
Wie viele Wörter hat ein Absatz Lorem Ipsum?
Im Generator zwischen 40 und 75, im Schnitt rund 55 Wörter und 370 Zeichen. 3 Absätze ergeben 175 Wörter und 1.144 Zeichen, 8 Absätze 455 Wörter. Wer eine exakte Zahl braucht, wählt Wörter als Einheit, 50 Wörter sind dann genau 50, etwa 314 Zeichen.
Wie viel Blindtext brauche ich für eine Seite?
Eine Normseite mit 1.500 Zeichen sind vier Absätze (1.474 Zeichen), eine Buchseite mit 300 bis 350 Wörtern fünf bis sechs, eine Broschürenspalte vier bis fünf, ein Teaser 40 bis 60 Wörter, eine Meta-Description 25 Wörter. Der Generator zeigt Wörter und Zeichen zu jeder Menge an.
Kann ich den Text kopieren?
Ja, mit dem Button "Blindtext kopieren" unter dem Text oder direkt aus dem Feld. Der Text ist reiner Text ohne Formatierung und lässt sich in Word, InDesign, Figma, WordPress oder jeden Editor einfügen. Absätze sind durch Leerzeilen getrennt.
Gibt es deutschen Blindtext?
Ja, etwa das Pangramm "Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern" oder den Kafka-Blindtext "Jemand musste Josef K. verleumdet haben". Deutsche Blindtexte zeigen Umlaute, ß und lange Komposita und damit den Zeilenfall deutscher Texte besser. Der Nachteil: Kunden lesen sie.
Warum Latein und nicht einfach Deutsch?
Weil Blindtext nicht gelesen werden soll. Ein lesbarer Text lenkt bei der Layoutabnahme vom Design ab, und ein wiederholtes "Text Text Text" ergibt ein unnatürliches Grau, weil alle Wörter gleich lang sind. Lorem Ipsum hat die Wortlängen und Buchstabenverteilung europäischer Sprachen, ohne Sinn zu ergeben.
Seit wann gibt es Lorem Ipsum?
Belegt seit den 1960er Jahren auf Abreibebögen von Letraset, 1985 kam er als Standardplatzhalter in Aldus PageMaker. Die Legende vom Setzer des 16. Jahrhunderts ist nicht belegt. Den Ursprung bei Cicero entdeckte der Lateinprofessor Richard McClintock 1982.
Was passiert, wenn Lorem Ipsum auf der Website bleibt?
Suchmaschinen indexieren es, Besucher sehen es, und es wirkt unfertig. Vor jedem Launch gehört eine Suche nach "lorem" über die gesamte Website in die Checkliste. Bei Verträgen und Formularen ist vergessener Blindtext noch peinlicher, weil er mit ausgedruckt wird.