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Stromkosten-Rechner

Kosten eines Geräts aus Watt und Laufzeit, der passende Abschlag zu Ihrem Jahresverbrauch und was Standby im Jahr kostet.

Was kostet ein Gerät im Jahr an Strom?

Watt, Laufzeit, Tage und Strompreis.

Beispiel: 150 W täglich 4 Stunden bei 32 ct kosten 70,08 € im Jahr

Welcher Abschlag passt zu meinem Verbrauch?

Jahresverbrauch mit Arbeits- und Grundpreis.

Beispiel: 4.200 kWh zu 31 ct plus 14,50 € Grundpreis ergeben 123 € Abschlag

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Was kostet Standby im Jahr?

Geräte, die nie ganz aus sind.

Beispiel: 15 Geräte mit je 3 W kosten 137,97 € im Jahr

So funktioniert der Stromkosten-Rechner

Was kostet der alte Kühlschrank wirklich, lohnt sich die neue Wärmepumpe im Trockner, und warum ist der Abschlag so hoch? Die Antworten stehen in einer einzigen Zahl: der Kilowattstunde. Der Stromkosten-Rechner macht aus Watt, Stunden und Strompreis die Stromkosten eines Geräts im Jahr, berechnet den passenden Abschlag zu Ihrem Verbrauch und zeigt, was die Geräte im Standby kosten, während niemand hinschaut.

Merksatz: Watt mal Stunden durch 1.000 ist die Kilowattstunde. Die Eselsbrücke: Ein Gerät mit 1.000 Watt verbraucht in einer Stunde eine Kilowattstunde, und die kostet 2026 im Schnitt etwa 35 Cent. Ein Wasserkocher mit 2.000 Watt braucht für einen Liter drei Minuten, also 0,1 Kilowattstunden und 3,5 Cent, der Fernseher mit 100 Watt läuft dafür eine Stunde.

Drei Beispiele für den Stromkosten berechnen:

  • Gerät im Jahr: 150 Watt täglich vier Stunden sind 0,6 Kilowattstunden am Tag, 219 im Jahr und bei 32 Cent 70,08 Euro. Ein Heizlüfter mit 2.000 Watt eine halbe Stunde täglich kostet 127,75 Euro im Jahr.
  • Abschlag: 4.200 Kilowattstunden zu 31 Cent plus 14,50 Euro Grundpreis im Monat sind 1.476 Euro im Jahr, also 123 Euro Abschlag. Effektiv kostet die Kilowattstunde damit 35,1 Cent.
  • Standby: 15 Geräte mit je 3 Watt rund um die Uhr sind 394 Kilowattstunden und 137,97 Euro im Jahr. Ein einziger Router mit 10 Watt kostet 30,66 Euro.

Die Formeln: Verbrauch in kWh = Watt × Stunden ÷ 1.000, Kosten = kWh × Preis je kWh, Abschlag = (Jahresverbrauch × Arbeitspreis + 12 × Grundpreis) ÷ 12. Den Arbeitspreis und Grundpreis finden Sie auf der letzten Jahresabrechnung; der Rechner nimmt sonst 35 Cent an. Ob Ihr Jahresverbrauch für die Haushaltsgröße normal ist, zeigt der Stromverbrauch-Rechner; Watt, Ampere und Volt rechnet der Watt-Rechner um.

Wissenswertes zum Thema

Woraus der Strompreis besteht

Der Strompreis für Haushalte liegt 2026 je nach Tarif und Region zwischen 28 und 40 Cent je Kilowattstunde, der Durchschnitt bei etwa 35 Cent. Davon entfällt nur rund ein Drittel auf die Erzeugung und den Vertrieb, also das, was der Anbieter beeinflusst. Ein gutes Viertel sind die Netzentgelte, die der örtliche Netzbetreiber für Leitungen und Zähler erhebt und die regional stark schwanken; der Rest sind Steuern und Abgaben: 19 Prozent Mehrwertsteuer, 2,05 Cent Stromsteuer, Konzessionsabgabe an die Gemeinde und kleinere Umlagen. Die EEG-Umlage, die bis 2022 über 6 Cent ausmachte, wird seither aus dem Bundeshaushalt bezahlt. Dazu kommt der Grundpreis, ein fester Betrag von 8 bis 20 Euro im Monat, der unabhängig vom Verbrauch anfällt und bei kleinen Haushalten einen großen Teil der Rechnung ausmacht; der Rechner weist deshalb den effektiven Preis je Kilowattstunde aus, der über dem Arbeitspreis liegt. Wer den Anbieter wechselt, spart meist beim Arbeitspreis, nicht bei Netz und Steuern; 5 Cent weniger sind bei 3.000 Kilowattstunden 150 Euro im Jahr.

Die großen Verbraucher im Haushalt

Der Jahresverbrauch verteilt sich erstaunlich gleichmäßig. Kühlen und Gefrieren sind der größte Posten mit rund einem Sechstel, weil die Geräte das ganze Jahr laufen; ein alter Kühlschrank von 2005 braucht 300 Kilowattstunden mehr als ein neuer, das sind über 100 Euro im Jahr und rechtfertigt den Austausch in wenigen Jahren. Waschen, Trocknen und Spülen machen ein weiteres Sechstel aus, ein Wäschetrockner mit Wärmepumpe halbiert die Kosten gegenüber einem Kondenstrockner. Kochen und Backen, Beleuchtung, Unterhaltungselektronik und Computer liegen bei je einem Zehntel. Wer Warmwasser mit Strom bereitet, über Durchlauferhitzer oder Boiler, legt noch einmal 600 Kilowattstunden je Person drauf, und ein Elektroauto mit 15.000 Kilometern oder eine Wärmepumpe verdoppeln den Haushaltsverbrauch. Beim Stromverbrauch berechnen für einzelne Geräte gilt: Die Angabe auf dem Typenschild ist die Höchstleistung, Kühlschrank und Waschmaschine laufen mit Thermostat nur zeitweise auf voller Last. Ein Strommessgerät für die Steckdose, das es ab 10 Euro gibt oder bei Verbraucherzentralen zu leihen, zeigt den echten Verbrauch. Was die Heizung kostet, wenn sie mit Strom läuft, rechnet der Heizkosten-Rechner.

Standby: Der Verbrauch, der nichts tut

Standby ist der Strom, den Geräte ziehen, während sie auf Knopfdruck warten: Fernseher, Receiver, Spielkonsole, Kaffeevollautomat, Ladegeräte, Drucker, die Mikrowelle mit Uhr. Die EU-Ökodesign-Verordnung begrenzt den Standby-Verbrauch neuer Geräte seit 2013 auf 0,5 Watt, mit Netzwerkverbindung auf 2 bis 8 Watt, und das hat viel gebracht; ältere Geräte und vor allem Router, Repeater, Smart-Home-Zentralen, Netzwerkspeicher und Set-Top-Boxen liegen aber weiter bei 5 bis 15 Watt und laufen rund um die Uhr. Der dritte Kasten rechnet das durch: Jedes Watt Dauerleistung kostet im Jahr 8,76 Kilowattstunden und bei 35 Cent gut 3 Euro. Ein Haushalt mit 50 Watt Standby zahlt 150 Euro im Jahr für nichts. Abhilfe schaffen schaltbare Steckdosenleisten für Fernseh- und Schreibtischecke, Zeitschaltuhren für Router und Ladegeräte nachts, und die Frage, ob die Mikrowelle wirklich eine Uhr braucht. Eine Nachtabschaltung des Routers bringt 10 bis 15 Euro im Jahr; ob das die Bequemlichkeit wert ist, muss jeder selbst rechnen.

Ein Stück Geschichte: Von der Glühbirne zum Smart Meter

Als 1882 in New York und 1884 in Berlin die ersten Kraftwerke ans Netz gingen, wurde Strom nicht nach Verbrauch abgerechnet, sondern nach der Zahl der Glühlampen, eine Pauschale je Lampe und Monat; der Stromzähler kam erst in den 1890ern und machte aus dem Licht eine messbare Ware. Die Kilowattstunde als Einheit setzte sich mit den Zählern durch, und der Preis lag in den 1920ern bei umgerechnet mehreren Euro, Strom war Luxus. Nach dem Krieg wurde er billig, in den 1960ern kostete die Kilowattstunde 20 Pfennig, und das Verbrauchsdenken verschwand; die Energiekrise 1973 brachte es kurz zurück. Seit der Liberalisierung 1998 kann jeder seinen Anbieter wählen, seit der Energiewende steigen Netzentgelte und Umlagen, und 2022 ließ der Gaspreisschock den Strompreis zeitweise über 40 Cent steigen. Die Strompreisbremse von 2023 deckelte ihn vorübergehend bei 40 Cent für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs. Der Ferraris-Zähler mit der Drehscheibe, 1889 erfunden, hängt noch in Millionen Kellern, wird aber bis 2032 durch digitale Zähler und Smart Meter ersetzt, die den Verbrauch viertelstündlich messen und dynamische Tarife mit stündlich wechselnden Preisen ermöglichen; dann lohnt es sich, die Waschmaschine mittags laufen zu lassen, wenn die Sonne den Strom billig macht.

Praktische Tipps

Lesen Sie Arbeitspreis und Grundpreis von der Jahresabrechnung ab und tragen Sie sie ein, dann stimmt die Rechnung auf den Cent. Rechnen Sie die großen Dauerläufer, Kühlschrank, Gefriertruhe, Aquarium, Router, im ersten Kasten durch, nicht den Wasserkocher. Messen Sie alte Geräte, bevor Sie sie ersetzen; der Rechner zeigt, nach wie vielen Jahren sich ein neues amortisiert. Stellen Sie den Abschlag mit dem zweiten Kasten so ein, dass keine Nachzahlung entsteht, und wechseln Sie den Anbieter, wenn der Arbeitspreis mehr als 3 Cent über dem Marktpreis liegt; der Wechsel dauert Minuten und ist gesetzlich geschützt. Was eine Photovoltaikanlage oder ein Balkonkraftwerk vom Verbrauch abzieht, zeigen der PV-Rechner und der Balkonkraftwerk-Rechner; was ein Elektroauto an Strom braucht, der Ladekosten-Rechner.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Stromkosten eines Geräts?

Watt mal Stunden geteilt durch 1.000 ergibt Kilowattstunden, mal Strompreis die Kosten. Ein Gerät mit 150 Watt, das täglich 4 Stunden läuft, braucht 219 Kilowattstunden im Jahr und kostet bei 32 Cent 70,08 Euro.

Was kostet eine Kilowattstunde Strom 2026?

Je nach Tarif und Region 28 bis 40 Cent, im Schnitt etwa 35 Cent. Dazu kommt ein Grundpreis von 8 bis 20 Euro im Monat. Der genaue Arbeitspreis steht auf der Jahresabrechnung.

Wie berechne ich meinen Stromabschlag?

Jahresverbrauch mal Arbeitspreis plus zwölfmal Grundpreis, geteilt durch zwölf. 4.200 Kilowattstunden zu 31 Cent plus 14,50 Euro Grundpreis ergeben 1.476 Euro im Jahr und 123 Euro Abschlag im Monat.

Was kostet Standby im Jahr?

Jedes Watt Dauerleistung kostet 8,76 Kilowattstunden und bei 35 Cent gut 3 Euro im Jahr. 15 Geräte mit je 3 Watt kosten 137,97 Euro, ein Router mit 10 Watt 30,66 Euro. Schaltbare Steckdosenleisten helfen.

Was kostet ein Heizlüfter mit 2.000 Watt?

70 Cent je Stunde bei 35 Cent je Kilowattstunde. Eine halbe Stunde täglich kostet im Jahr 127,75 Euro, zwei Stunden täglich im Winterhalbjahr rund 250 Euro. Heizlüfter sind die teuerste Art zu heizen.

Welche Geräte verbrauchen am meisten Strom?

Kühlen und Gefrieren mit rund einem Sechstel des Haushaltsverbrauchs, dann Waschen, Trocknen und Spülen, Kochen, Beleuchtung und Elektronik mit je etwa einem Zehntel. Durchlauferhitzer, Elektroauto und Wärmepumpe können den Verbrauch verdoppeln.

Stimmt die Wattzahl auf dem Typenschild?

Sie ist die Höchstleistung. Kühlschrank, Waschmaschine oder Backofen laufen mit Thermostat nur zeitweise auf voller Last und brauchen im Schnitt deutlich weniger. Ein Strommessgerät für die Steckdose zeigt den echten Verbrauch.

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Etwa ein Drittel Erzeugung und Vertrieb, ein gutes Viertel Netzentgelte, der Rest Mehrwertsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe und Umlagen. Die EEG-Umlage entfällt seit Juli 2022. Beim Anbieterwechsel sparen Sie nur beim Anbieteranteil.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: Bundesnetzagentur: Monitoringbericht, Strompreise für Haushaltskunden, BDEW: Strompreisanalyse 2026, EU-Verordnung 1275/2008 und 2023/826 (Ökodesign, Standby), Stromspiegel für Deutschland (co2online)