Stundenrechner
Zeiten addieren, Summe als Stunden:Minuten und als Dezimalzahl, mit Überstunden zur 40-Stunden-Woche.
Wie viele Stunden sind es zusammen?
Zeiten mit Leerzeichen getrennt eintragen.
Beispiel: 2:30 + 1:45 + 0:50 + 3:15 = 8:20 Stunden (8,33 dezimal)
So funktioniert der Stundenrechner
Der Stundenrechner addiert beliebig viele Zeiten im Format Stunden:Minuten, mit Leerzeichen getrennt eingetippt, und zeigt die Summe als Stunden und Minuten, als Dezimalstunden, wie Lohnbüros und Zeiterfassungen rechnen, als Gesamtminuten, den Durchschnitt je Eintrag und die Differenz zur 40-Stunden-Woche als Überstunden oder Minusstunden. Dezimale Eingaben wie 7,75 für 7 Stunden 45 Minuten versteht er ebenfalls, man kann also beide Schreibweisen mischen.
Merksatz: Minuten sind Sechzigstel, keine Hundertstel, 8:30 ist 8,5 und nicht 8,3. Die Eselsbrücke für die Umrechnung: Minuten durch 60 gibt die Dezimalstelle, 15 Minuten sind 0,25, 20 Minuten 0,33, 30 Minuten 0,5, 45 Minuten 0,75; und wer Zeiten im Kopf addiert, addiert erst die Stunden, dann die Minuten, und trägt ab 60 eine Stunde vor.
Drei Beispiele:
- Arbeitswoche 8:15, 7:45, 8:30, 6:50, 9:05: 40:25 Stunden, dezimal 40,42, 2.425 Minuten, Durchschnitt 8:05 je Tag, 25 Minuten über der 40-Stunden-Woche.
- Projekt 2:30, 1:45, 0:50, 3:15: 8:20 Stunden, dezimal 8,33, 500 Minuten, Durchschnitt 2:05 je Eintrag.
- Gemischt 8:15, 7:45, 8:30, 6:50, 9:05 und 7,75: 48:10 Stunden, dezimal 48,17, 8:10 Überstunden.
Formeln: Dezimalstunden = Stunden + Minuten / 60, Minuten gesamt = Stunden × 60 + Minuten, Überstunden = Summe - 40:00. Für Arbeitsbeginn, Ende und Pause gibt es den Arbeitszeitrechner, für die Umrechnung in Hundertstel den Industrieminuten-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Warum Lohnbüros dezimal rechnen
Ein Stundenlohn mal einer Zeit in Stunden und Minuten geht nicht, deshalb wandeln Zeiterfassungen und Lohnprogramme die Zeit in Dezimalstunden um: 40:25 werden 40,42, mal 18 Euro Stundenlohn gleich 727,56 Euro, über die Minuten gerechnet 727,50. Die zweite Nachkommastelle ist dabei der Industrieminute verwandt, einer Hundertstelstunde von 36 Sekunden, mit der Fabriken seit den 1920ern rechnen, weil sich Hundertstel addieren und multiplizieren lassen, ohne bei 60 umzudenken. Der Rechner zeigt beide Werte, und die Rundung ist der Punkt, an dem es Streit gibt: 8:20 sind 8,333 Stunden, dezimal 8,33, und wer mit 8,33 mal 20 Euro rechnet, bekommt 166,60 Euro statt 166,67; über einen Monat mit 20 Tagen sind das 1,40 Euro, über ein Jahr knapp 17 Euro, die der Arbeitnehmer verliert. Korrekt ist die Rechnung mit Minuten, 500 Minuten mal 20 Euro durch 60, oder mit drei Nachkommastellen, und das Mindestlohngesetz verlangt, dass die Aufzeichnung minutengenau ist. Die Zeiterfassungspflicht gilt seit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 für alle Arbeitgeber, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit, und seit 2015 für Minijobs und bestimmte Branchen ohnehin; der Rechner ist der Weg, die eigenen Aufzeichnungen gegen die Abrechnung zu prüfen. Was der Stundenlohn aus dem Monatsgehalt ist, rechnet der Stundenlohn-Rechner.
Überstunden, Pausen und was zählt
Die Differenz zur 40-Stunden-Woche im Rechner ist ein Vergleichswert; die vertragliche Wochenarbeitszeit kann 35, 38,5 oder 40 Stunden betragen, in Teilzeit weniger, und Überstunden sind die Stunden über diesem Vertragswert, Mehrarbeit die Stunden über der gesetzlichen Grenze von 8 Stunden am Tag, ausnahmsweise 10 mit Ausgleich innerhalb von sechs Monaten. Pausen zählen nicht als Arbeitszeit, 30 Minuten ab 6 Stunden, 45 ab 9, und müssen von der Anwesenheit abgezogen werden, bevor man die Zeiten in den Rechner tippt; Umkleidezeiten zählen, wenn die Kleidung vorgeschrieben ist, Wegezeiten zur Arbeit nicht, Dienstreisen während der Fahrt nur, wenn man arbeitet oder selbst fährt. Überstunden müssen bezahlt oder durch Freizeit ausgeglichen werden, eine Klausel "mit dem Gehalt abgegolten" ist nur wirksam, wenn sie die Zahl nennt, etwa 10 im Monat, und bei Gehältern über der Beitragsbemessungsgrenze; der Arbeitnehmer muss die Überstunden darlegen und ihre Anordnung oder Duldung, weshalb die eigene Aufzeichnung mit Datum und Dauer wichtig ist. Bei Gleitzeit ist die Summe im Rechner der Saldo auf dem Zeitkonto, und viele Betriebsvereinbarungen kappen ihn bei plus 40 oder plus 80 Stunden, darüber verfallen Stunden. Was die Überstunden in Euro wert sind, mit oder ohne Zuschlag, zeigt der Überstundenrechner.
Zeiten addieren: Kopf, Taschenrechner, Tabelle
Im Kopf: Stunden addieren, Minuten addieren, Minuten durch 60 teilen, Ganzes zu den Stunden, Rest bleibt; 8:15 + 7:45 + 8:30 + 6:50 + 9:05 sind 38 Stunden und 145 Minuten, 145 durch 60 sind 2 Rest 25, also 40:25. Mit dem Taschenrechner geht es über die Minuten, 495 + 465 + 510 + 410 + 545 = 2.425, durch 60 gleich 40,42, Rest 25. In Excel und Google Sheets addiert man Zeiten mit der Formel SUMME und formatiert die Zelle als [h]:mm, mit eckigen Klammern, sonst springt die Anzeige bei 24 Stunden auf null; für Dezimalstunden multipliziert man die Zeit mit 24. Die typischen Fehler: 8:30 als 8,30 eingeben, dann fehlen 12 Minuten; Pausen vergessen; Mitternacht bei Nachtschichten, 22:00 bis 6:00 sind 8 Stunden, nicht minus 16, wofür man 24 addiert; und die Sommerzeit, in der Nacht der Umstellung hat die Schicht eine Stunde weniger oder mehr. Der Rechner nimmt nur Dauern, keine Uhrzeiten, und addiert so viele, wie man eintippt. Wie viele Arbeitsstunden ein Monat überhaupt hat, zeigt der Arbeitsstunden-Rechner.
Ein Stück Geschichte: Die Sechzig der Babylonier und die Stechuhr
Dass die Stunde 60 Minuten hat, verdanken wir den Babyloniern, die vor 4.000 Jahren im Sechzigersystem rechneten, weil 60 durch 2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 20 und 30 teilbar ist, und den Astronomen von Alexandria, die den Tag in 24 Stunden und die Stunde in 60 Teile teilten; "Minute" kommt vom lateinischen pars minuta prima, der erste verkleinerte Teil, die Sekunde ist die pars minuta secunda. Die Dezimalzeit versuchte die Französische Revolution 1793 mit 10 Stunden zu 100 Minuten, sie hielt 17 Monate. Die Stechuhr erfand Willard Bundy 1888 in Binghamton, New York, seine Firma ging in IBM auf, und sie brachte die Arbeitszeit auf die Minute in die Fabriken; davor zählte die Glocke oder der Vorarbeiter. Die Industrieminute führte der Ingenieur Frederick Taylor um 1900 mit seinen Zeitstudien ein, die Hundertstelstunde, weil sich damit Akkordzeiten leichter berechnen ließen, und REFA machte sie ab 1924 in Deutschland zum Standard. Der Achtstundentag kam 1918, die 40-Stunden-Woche in den 1960ern, "Samstags gehört Vati mir", und 1994 das Arbeitszeitgesetz mit der Höchstgrenze von 48 Stunden. Der Rechner addiert in Babylons Sechzigern und zeigt Taylors Hundertstel.
Praktische Tipps
Tragen Sie Dauern ein, nicht Uhrzeiten, und ziehen Sie Pausen vorher ab. Schreiben Sie Minuten mit Doppelpunkt, 8:30, und Dezimalstunden mit Komma, 8,5, beides geht, aber nicht 8,30 für 8:30. Prüfen Sie die Lohnabrechnung mit den Gesamtminuten, nicht mit der gerundeten Dezimalzahl. Führen Sie Überstunden mit Datum, Dauer und Anlass, für den Fall eines Streits. Vergleichen Sie die Summe mit Ihrer vertraglichen Wochenarbeitszeit, nicht nur mit 40. Formatieren Sie Excel-Summen als [h]:mm. Und rechnen Sie bei Nachtschichten über Mitternacht mit 24 Stunden Zuschlag. Für Zeitspannen zwischen zwei Uhrzeiten oder Daten gibt es den Zeitrechner.
Häufige Fragen
Wie addiere ich Stunden und Minuten?
Stunden und Minuten getrennt addieren, dann die Minuten durch 60 teilen und das Ganze zu den Stunden schlagen. 8:15 + 7:45 + 8:30 + 6:50 + 9:05 sind 38 Stunden und 145 Minuten, also 40:25. Der Rechner nimmt beliebig viele Zeiten mit Leerzeichen getrennt.
Wie rechne ich Stunden und Minuten in Dezimalstunden um?
Minuten durch 60: 40:25 sind 40 + 25/60 = 40,42 Stunden, 8:20 sind 8,33, 7:45 sind 7,75. Umgekehrt den Dezimalteil mal 60: 0,42 Stunden sind 25 Minuten. 8:30 ist 8,5 und nicht 8,3.
Warum rechnet das Lohnbüro mit Dezimalstunden?
Weil sich Stundenlohn mal Dezimalzahl direkt multiplizieren lässt: 40,42 Stunden mal 18 Euro sind 727,56 Euro. Die Rundung auf zwei Stellen verschiebt dabei Cent; genau ist die Rechnung über die Minuten, 2.425 Minuten mal 18 Euro durch 60 gleich 727,50 Euro.
Wie viele Überstunden habe ich?
Die Summe minus die vertragliche Wochenarbeitszeit. Bei 40:25 Stunden und 40-Stunden-Woche sind es 25 Minuten, bei 48:10 Stunden 8:10. Bei einer 38,5-Stunden-Woche wären es bei 40:25 schon 1:55. Der Rechner vergleicht mit 40 Stunden.
Zählen Pausen zur Arbeitszeit?
Nein. Ab 6 Stunden sind 30 Minuten Pause Pflicht, ab 9 Stunden 45 Minuten, und sie werden von der Anwesenheit abgezogen. Wer 8:30 bis 17:00 im Betrieb ist, hat 8 Stunden gearbeitet. Umkleidezeiten zählen bei vorgeschriebener Kleidung, der Arbeitsweg nicht.
Wie rechne ich Arbeitszeit über Mitternacht?
Zur Endzeit 24 Stunden addieren: 22:00 bis 6:00 sind 6 + 24 - 22 = 8 Stunden. Der Rechner nimmt nur Dauern, die Differenz zweier Uhrzeiten bildet man vorher. In der Nacht der Zeitumstellung dauert die Schicht eine Stunde kürzer oder länger.
Wie addiere ich Zeiten in Excel?
Mit SUMME über die Zeitzellen und dem Zellformat [h]:mm mit eckigen Klammern, sonst beginnt die Anzeige bei 24 Stunden wieder bei null. Für Dezimalstunden die Summe mal 24 nehmen und als Zahl formatieren.
Was sind Industrieminuten?
Hundertstelstunden zu 36 Sekunden, mit denen Fabriken und Zeiterfassungen rechnen, weil sie sich wie Dezimalzahlen addieren lassen. 8:20 Stunden sind 8,33 Industriestunden, 25 Minuten sind 42 Industrieminuten. Der Rechner zeigt die Dezimalstunden, das ist dieselbe Zahl.