Zeitrechner
Zeitspanne zwischen zwei Uhrzeiten mit Pause, auch über Mitternacht, und Uhrzeit plus oder minus Dauer.
Wie lang ist die Zeit zwischen zwei Uhrzeiten?
Für Arbeitszeit, Schichten oder Fahrten, Pause wird abgezogen.
Beispiel: Nachtschicht von 22:30 bis 6:15 Uhr ohne Pause: 7:45 Stunden
Welche Uhrzeit ist es nach einer bestimmten Dauer?
Uhrzeit plus oder minus Stunden und Minuten.
Beispiel: 9:10 Uhr minus 11 Stunden 30 Minuten: 21:40 Uhr am Vortag
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So funktioniert der Zeitrechner
Der Zeitrechner rechnet mit Uhrzeiten, was Taschenrechner nicht können, weil eine Stunde 60 Minuten hat und nicht 100. Der erste Kasten liefert die Zeitspanne zwischen zwei Uhrzeiten, zieht eine Pause ab, erkennt, wenn die Spanne über Mitternacht geht, und zeigt das Ergebnis als Stunden und Minuten, als Dezimalstunden für den Stundenzettel und in Minuten. Der zweite Kasten addiert oder subtrahiert eine Dauer von einer Uhrzeit, mit Hinweis, ob dabei ein Tageswechsel passiert.
Merksatz: Minuten durch 60 sind Dezimalstunden, nicht durch 100. Die Eselsbrücke: 15 Minuten sind 0,25, 30 sind 0,5, 45 sind 0,75, und 7:45 Stunden sind 7,75, nicht 7,45. Wer Stunden berechnen muss, für Arbeitszeit, Schichten oder Fahrten, hat hier beide Schreibweisen nebeneinander.
Drei Beispiele:
- Nachtschicht von 22:30 bis 6:15 Uhr ohne Pause: 7:45 Stunden über Mitternacht, als Dezimalzahl 7,75, in Minuten 465.
- Bürotag von 8:00 bis 16:45 Uhr mit 45 Minuten Pause: 8:45 Stunden mit Pause, 8:00 Stunden ohne, also genau 8,00 Dezimalstunden und 480 Minuten.
- 9:10 Uhr minus 11 Stunden 30 Minuten: 21:40 Uhr am Vortag, mit einem Tageswechsel. 14:30 Uhr plus 2:45 ist 17:15 Uhr am selben Tag.
Die Regeln: Spanne = Ende - Anfang, bei Ende vor Anfang + 24 Stunden, Nettozeit = Spanne - Pause, Dezimalstunden = Stunden + Minuten / 60, Uhrzeit ± Dauer mit Übertrag über 24 Stunden. Für Datumsabstände in Tagen gibt es den Datumsrechner, für die Umrechnung von Industrieminuten den Industrieminuten-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Arbeitszeit erfassen: Was das Gesetz verlangt
Seit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom September 2022 muss jeder Arbeitgeber in Deutschland die Arbeitszeit seiner Beschäftigten erfassen, Beginn, Ende und Dauer, nicht nur die Überstunden, wie es das Arbeitszeitgesetz vorher verlangte, und das Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2019 steht dahinter; die Form ist frei, Stundenzettel, Excel oder App, elektronisch ist noch nicht Pflicht, der Gesetzentwurf dazu hängt. Für den Stundenzettel braucht man die Nettozeit, also Spanne minus Pause, und das Arbeitszeitgesetz schreibt die Pause vor: 30 Minuten bei mehr als sechs Stunden, 45 bei mehr als neun, in Abschnitten von mindestens 15 Minuten, und sie zählt nicht als Arbeitszeit, auch wenn man am Schreibtisch sitzt. Die tägliche Höchstarbeitszeit liegt bei acht Stunden, bis zehn, wenn im Schnitt von sechs Monaten acht bleiben, dazwischen elf Stunden Ruhezeit, und der Rechner zeigt die Nettozeit, an der sich das messen lässt. Die Dezimalstunden braucht man, weil Lohnprogramme und Stundenzettel in Dezimal rechnen: 7:45 Stunden sind 7,75 Stunden mal Stundenlohn, und wer 7,45 eintippt, verschenkt 18 Minuten am Tag. Bei Fahrtzeiten gilt: Der Weg zur ersten Arbeitsstätte ist keine Arbeitszeit, Fahrten zwischen Einsatzorten und Dienstreisen während der Arbeitszeit schon, und beim Lkw-Fahrer zählt die Lenkzeit mit eigenen Regeln. Was die Nettozeit über die Woche ergibt, rechnet der Arbeitszeit-Rechner, was Mehrarbeit kostet, der Überstunden-Rechner.
Schichten, Nachtarbeit und die Zeit über Mitternacht
Der Fall "Ende liegt vor Anfang" ist der Normalfall der Nachtschicht, und der Rechner addiert dann 24 Stunden: 22:30 bis 6:15 sind 7:45 Stunden, nicht minus 16:15. Nachtarbeit im Sinne des Arbeitszeitgesetzes ist die Zeit zwischen 23 und 6 Uhr, Nachtarbeitnehmer sind die, die mindestens zwei Stunden davon regelmäßig arbeiten, und sie haben Anspruch auf einen Ausgleich, meist 25 Prozent Zuschlag oder freie Tage, den der Zuschlagrechner in Euro übersetzt; steuerfrei sind 25 Prozent von 20 bis 6 Uhr und 40 Prozent von 0 bis 4 Uhr. Für die Berechnung der Zuschläge muss man die Spanne also oft in Abschnitte teilen, 22:30 bis 23:00 ohne Zuschlag, 23:00 bis 6:00 mit, was der Rechner mit zwei Durchgängen schafft. Bei Schichtplänen ist die Frage, wann die Ruhezeit von elf Stunden endet, die zweite Anwendung: Schichtende 6:15 plus 11 Stunden ist 17:15 Uhr, frühester Beginn der nächsten Schicht, und im zweiten Kasten steht das Ergebnis. Zeitumstellungen bleiben außen vor: In der Nacht auf den letzten Sonntag im Oktober dauert die Nachtschicht eine Stunde länger und wird meist bezahlt, im März eine Stunde kürzer und wird meist nicht abgezogen, der Rechner rechnet immer mit 24 Stunden. Was Nacht-, Sonntags- und Feiertagsstunden an Zuschlag bringen, zeigt der Zuschlagrechner.
Fahrten, Flüge, Kochzeiten: Zeit addieren im Alltag
Der zweite Kasten ist für alles, was eine Dauer an eine Uhrzeit hängt: Abfahrt 14:30, Fahrzeit 2:45, Ankunft 17:15; Abflug 23:50, Flugzeit 8:20, Ankunft 8:10 am nächsten Tag Ortszeit plus Zeitverschiebung, die man dazuzählt; Braten in den Ofen um 17:40, drei Stunden zehn, fertig um 20:50. Rückwärts rechnet man den Zeitpunkt, zu dem man los muss: Termin 9:10 Uhr, Anfahrt mit Puffer 1:30, Abfahrt 7:40, und der Rechner meldet den Tageswechsel, wenn man bei 9:10 Uhr elfeinhalb Stunden zurückgeht und bei 21:40 Uhr am Vortag landet, der Moment, zu dem der Nachtzug oder die Ruhezeit begann. Bei Zeitverschiebungen gilt: Ostwärts addiert man, westwärts zieht man ab, New York ist sechs Stunden hinter Deutschland, Tokio acht voraus, und beim Umrechnen von Flugzeiten ins Protokoll rechnet man erst die Dauer, dann die Verschiebung. Für die Summe mehrerer Zeitspannen, etwa die Fahrzeiten einer Woche oder die Einsätze einer Ehrenamtsliste, rechnet man jede Spanne einzeln und addiert die Dezimalstunden, 7,75 plus 8,00 plus 6,25 sind 22,00, zurückgerechnet 22 Stunden; die Minutenaddition von Hand mit Überträgen bei 60 ist die häufigste Fehlerquelle. Für die Frage, wie viele Stunden ein Vollzeitmonat überhaupt hat, gibt es den Arbeitsstunden-Rechner.
Ein Stück Geschichte: Warum die Stunde 60 Minuten hat
Die 60 stammt von den Sumerern und Babyloniern, die vor 4.000 Jahren im Sechzigersystem rechneten, weil 60 durch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 20 und 30 teilbar ist und sich damit leicht in Bruchteile zerlegen lässt; die Ägypter teilten den Tag in 24 Stunden, zwölf für den Tag und zwölf für die Nacht, mit Sonnen- und Wasseruhren. Die Griechen übernahmen beides, Ptolemäus teilte um 150 die Stunde in 60 Minuten, "pars minuta prima", und die Minute in 60 Sekunden, "pars minuta secunda", daher die Namen. Bis zu den mechanischen Uhren des 14. Jahrhunderts waren die Stunden ungleich lang, Sommerstunden länger als Winterstunden, und erst die Räderuhr brachte die gleichen Stunden und die Minutenzeiger, die ab 1700 üblich wurden. Die Dezimalzeit mit 10 Stunden zu 100 Minuten führte die Französische Revolution 1793 ein und schaffte sie 1795 wieder ab, weil niemand mitmachte; übrig blieb die Industrieminute als Hundertstelstunde auf Stundenzetteln. Die Stechuhr erfand Willard Bundy 1888 in New York, aus seiner Firma wurde IBM, und die Arbeitszeiterfassung, die das Bundesarbeitsgericht 2022 für alle verlangte, ist ihre Nachfahrin. Der Rechner rechnet in Sechzigern wie Ptolemäus und übersetzt in Dezimal wie der Stundenzettel.
Praktische Tipps
Tragen Sie Uhrzeiten im 24-Stunden-Format ein, 18:30 statt 6:30 abends, sonst rechnet der Rechner einen falschen Tag. Ziehen Sie die Pause über das Feld ab, nicht im Kopf, und prüfen Sie, ob die gesetzliche Mindestpause eingehalten ist. Übertragen Sie Dezimalstunden auf den Stundenzettel, 7,75 für 7:45, und rechnen Sie Summen in Dezimal, zurück in Stunden und Minuten erst am Ende. Teilen Sie Nachtschichten für Zuschläge in die Abschnitte vor und nach 23 Uhr. Nutzen Sie den zweiten Kasten für die Ruhezeit, Schichtende plus elf Stunden. Rechnen Sie Flugzeiten erst als Dauer und addieren Sie die Zeitverschiebung danach. Und legen Sie bei Terminen den Puffer in die Dauer, nicht in die Hoffnung. Was eine Stunde Ihrer Zeit brutto und netto wert ist, zeigt der Stundenlohn-Rechner.
Häufige Fragen
Wie viele Stunden sind zwischen zwei Uhrzeiten?
Ende minus Anfang, bei einer Spanne über Mitternacht plus 24 Stunden, minus Pause. Von 22:30 bis 6:15 Uhr sind es 7:45 Stunden, von 8:00 bis 16:45 Uhr mit 45 Minuten Pause 8:00 Stunden. Der Rechner zeigt das Ergebnis in Stunden und Minuten, Dezimalstunden und Minuten.
Wie rechne ich Stunden und Minuten in Dezimalstunden um?
Minuten durch 60: 7:45 Stunden sind 7 + 45/60 = 7,75 Dezimalstunden, 8:20 sind 8,33. Umgekehrt Nachkommastellen mal 60: 0,75 Stunden sind 45 Minuten. Stundenzettel und Lohnprogramme rechnen in Dezimal, 7,45 statt 7,75 verschenkt 18 Minuten.
Zählt die Pause zur Arbeitszeit?
Nein. Bei mehr als sechs Stunden sind 30 Minuten Pause Pflicht, bei mehr als neun Stunden 45 Minuten, in Abschnitten von mindestens 15 Minuten, und sie werden von der Arbeitszeit abgezogen. Der Rechner zeigt die Spanne mit und ohne Pause.
Wie rechnet man über Mitternacht?
Liegt das Ende vor dem Anfang, addiert der Rechner 24 Stunden: 22:30 bis 6:15 Uhr sind 7:45 Stunden, nicht minus 16:15. Nachtarbeit nach Arbeitszeitgesetz ist die Zeit von 23 bis 6 Uhr, für Zuschläge teilt man die Spanne an dieser Grenze.
Welche Uhrzeit ist es in x Stunden?
Uhrzeit plus Dauer, mit Übertrag über 24 Stunden: 14:30 Uhr plus 2 Stunden 45 Minuten ist 17:15 Uhr, 23:50 Uhr plus 8:20 ist 8:10 Uhr am nächsten Tag. Rückwärts: 9:10 Uhr minus 11:30 ist 21:40 Uhr am Vortag. Der Rechner zeigt den Tageswechsel an.
Wie lang darf ein Arbeitstag sein?
Acht Stunden, bis zu zehn, wenn innerhalb von sechs Monaten im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Zwischen zwei Arbeitstagen müssen elf Stunden Ruhezeit liegen: Schichtende 6:15 Uhr heißt frühester Beginn 17:15 Uhr.
Muss die Arbeitszeit erfasst werden?
Ja, seit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 13. September 2022 müssen Arbeitgeber Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit aller Beschäftigten erfassen. Die Form ist frei, Stundenzettel oder App, eine elektronische Pflicht ist gesetzlich noch nicht beschlossen.
Wie addiere ich mehrere Zeitspannen?
Jede Spanne in Dezimalstunden umrechnen und addieren, am Ende zurück in Stunden und Minuten: 7,75 + 8,00 + 6,25 = 22,00 Stunden. Beim Addieren von Minuten von Hand bei 60 übertragen, 45 + 30 Minuten sind 1 Stunde 15, nicht 75 Minuten im Stundenfeld.