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Dienstjubiläums-Rechner

Aus dem Eintrittsdatum: wie lange Sie dabei sind, wann das nächste Dienstjubiläum ist und alle Jubiläen von 5 bis 50 Jahren mit Wochentag.

Wann ist mein nächstes Dienstjubiläum?

Eintrittsdatum eintragen, alle Jubiläen auf einen Blick.

Beispiel: Eintritt am 15. April 1996: 35 Jahre am 15. April 2031

So funktioniert der Dienstjubiläums-Rechner

Der Dienstjubiläums-Rechner braucht nur das Eintrittsdatum: Er rechnet die Betriebszugehörigkeit auf den Tag genau in Jahren, Monaten und Tagen, nennt das nächste Dienstjubiläum mit Datum, Wochentag und Tagen bis dahin, listet alle Jubiläen von 5 bis 50 Jahren mit Wochentag auf, vergangene ausgegraut, und zeigt die Jubiläumszuwendung, die im öffentlichen Dienst nach TVöD zum 25. und 40. Jubiläum gezahlt wird. Das ist der Rechner für Personalabteilungen, die Jubilare des Jahres planen, für Betriebsräte, für Kollegen, die rechtzeitig sammeln wollen, und für alle, die wissen wollen, wann die 25 Jahre Betriebszugehörigkeit voll sind und was sie bringen.

Merksatz: Das Jubiläum ist der Eintrittstag plus x Jahre, gleicher Tag, gleicher Monat, und wer am 29. Februar angefangen hat, feiert am 1. März. Die Eselsbrücke für den öffentlichen Dienst: 25 Jahre 350 Euro, 40 Jahre 500 Euro, und einen Tag frei gibt es obendrauf.

Drei Beispiele:

  • Eintritt am 15. April 1996: 30 Jahre und 6 Monate im Betrieb, nächstes Jubiläum 35 Jahre am Dienstag, 15. April 2031, in 1.636 Tagen.
  • Eintritt am 1. März 2002: 24 Jahre und 7 Monate, das 25-jährige Jubiläum ist am Montag, 1. März 2027, in 130 Tagen.
  • Eintritt am 1. September 2008: 18 Jahre und 1 Monat, 6.625 Tage, nächstes Jubiläum 20 Jahre am Freitag, 1. September 2028.

Formeln: Jubiläumsdatum = Eintrittsdatum + x Jahre, Betriebszugehörigkeit = heute - Eintrittsdatum in Jahren, Monaten und Tagen, Jubiläumsgeld TVöD § 23: 25 Jahre 350 €, 40 Jahre 500 €. Wie viele Arbeitstage bis zum Jubiläum liegen, zählt der Arbeitstage-Rechner, und was das Gehalt im öffentlichen Dienst nach Stufe und Jahren ist, der TVöD-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Was das Dienstjubiläum bringt: Geld, Urlaub, Geschenk

Einen gesetzlichen Anspruch auf Jubiläumsgeld gibt es nicht, der Anspruch kommt aus Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung, Arbeitsvertrag oder betrieblicher Übung, und die Unterschiede sind groß. Im öffentlichen Dienst regelt § 23 Absatz 2 TVöD die Jubiläumszuwendung: 350 Euro bei 25 Jahren und 500 Euro bei 40 Jahren Beschäftigungszeit, dazu ein Tag Arbeitsbefreiung nach § 29, und für Beamte des Bundes nach der Jubiläumsverordnung 300, 400 und 500 Euro bei 25, 40 und 50 Dienstjahren, in den Ländern je nach Landesrecht abweichend, teils deutlich mehr, der TV-L dagegen wie der TVöD 350 und 500. In der Metall- und Elektroindustrie sehen viele Haustarife ein Monatsgehalt bei 25 Jahren vor, in der Chemie nach dem Manteltarif Beträge je Betriebsvereinbarung, im Einzelhandel in einigen Bezirken 10, 25 und 40 Jahre, und viele Mittelständler zahlen nach Jahren gestaffelt, etwa 500 Euro bei 10, 1.000 bei 25 und 2.000 bei 40, oder schenken Uhren, Reisen und Sonderurlaub, der Ehrenurlaub von einem Tag bei 25 Jahren ist fast überall üblich. Steuerlich war das Jubiläumsgeschenk früher privilegiert, bis 1999 gab es Freibeträge bis 2.400 DM, seitdem ist die Zuwendung voll steuer- und sozialversicherungspflichtig als sonstiger Bezug, nur Sachgeschenke bis 60 Euro aus Anlass des Jubiläums bleiben als Aufmerksamkeit steuerfrei, und die Feier selbst ist bis 110 Euro je Teilnehmer als Betriebsveranstaltung begünstigt, wenn alle Jubilare mit 10, 20, 25, 30, 40, 50 oder 60 Jahren geehrt werden, die sogenannte runde Jubiläumsregel der Lohnsteuerrichtlinien. Ehrenurkunden für langjährige Betriebstreue verleihen die Industrie- und Handelskammern ab 25 Jahren und die Handwerkskammern ab 25, 40 und 50 Jahren auf Antrag des Arbeitgebers. Was die Entgeltgruppe und Stufe im öffentlichen Dienst wert ist, rechnet der TVöD-Rechner.

Welche Zeiten zählen: Beschäftigungszeit, Betriebszugehörigkeit, Unterbrechungen

Der Rechner nimmt das Eintrittsdatum und zählt durch, aber ob alle Jahre zählen, entscheidet die Regel des Arbeitgebers. Im TVöD ist die Beschäftigungszeit die beim selben Arbeitgeber ununterbrochen zurückgelegte Zeit, Elternzeit, Krankheit und Sonderurlaub zählen mit, Zeiten bei anderen öffentlichen Arbeitgebern seit der Reform 2005 grundsätzlich nicht mehr, außer der Arbeitgeber erkennt sie an, und Ausbildungszeiten zählen, wenn die Übernahme nahtlos erfolgte; Beamte rechnen nach der Jubiläumsverordnung alle Zeiten im öffentlichen Dienst zusammen, auch Wehrdienst. In der Privatwirtschaft zählt die Betriebszugehörigkeit vom ersten Tag des Arbeitsverhältnisses, Ausbildung eingeschlossen, wenn sie im selben Betrieb war, und beim Betriebsübergang nach § 613a BGB läuft sie beim neuen Inhaber weiter, was für Jubiläen, Kündigungsfristen und Sozialauswahl gleichermaßen gilt; wer nach einer Unterbrechung zurückkehrt, beginnt meist neu, es sei denn, der Vertrag rechnet die alte Zeit an. Für die Kündigungsfrist nach § 622 BGB zählen die vollen Jahre der Betriebszugehörigkeit, ab 20 Jahren sieben Monate zum Monatsende, und für die Sozialauswahl nach § 1 KSchG ist sie das erste Kriterium, weshalb das Datum im Rechner mehr ist als ein Anlass zum Feiern. Stichtag ist das Jubiläumsdatum selbst, und wer am 29. Februar eingetreten ist, feiert in Nicht-Schaltjahren am 1. März, der Rechner rechnet so. Wer vor dem Jubiläum ausscheidet, bekommt das Geld nicht, viele Betriebsvereinbarungen zahlen aber anteilig, wenn das Jubiläum in die Kündigungsfrist fällt oder der Renteneintritt wenige Monate davor liegt. Wie lang die Kündigungsfrist bei Ihrer Betriebszugehörigkeit ist, rechnet der Kündigungsfrist-Rechner.

Rechnen von Hand und typische Fehler

Von Hand: Zum Eintrittsjahr 25 addieren, Tag und Monat behalten, 15. April 1996 plus 25 ist der 15. April 2021, und den Wochentag liefert der Kalender. Der erste Fehler ist das Datum der Übernahme statt des Ausbildungsbeginns, die Ausbildung zählt in den meisten Regeln mit. Der zweite ist das Jubiläum am letzten Tag des Vorjahres, 25 Jahre sind am 15. April 2021 voll, nicht am 14., der Jubiläumstag ist der erste Tag des 26. Jahres. Der dritte ist die Betriebszugehörigkeit nach Betriebsübergang, der Rechner kennt nur das eingegebene Datum, das alte zählt rechtlich weiter. Der vierte ist die Unterbrechung, ein halbes Jahr Pause verschiebt alles. Der fünfte ist die Steuer, 500 Euro Jubiläumsgeld sind brutto. Der sechste sind die Jubiläumsstufen, der Rechner zeigt alle fünf Jahre, der Tarif zahlt nur bei 25 und 40. Der siebte ist das Datum in der Personalakte, das bei Fusionen und Konzernwechseln oft neu gesetzt wurde. Und der achte ist das Sammeln am falschen Tag, der Rechner zeigt den Wochentag, damit die Feier nicht auf einen Samstag fällt. Wie viele Tage, Wochen und Monate zwischen Eintritt und heute liegen, rechnet der Tage-Rechner für jedes Datum.

Ein Stück Geschichte: Vom Treuedienst zum Tarifvertrag

Das Dienstjubiläum stammt aus dem Beamtentum: Preußen verlieh im 19. Jahrhundert Dienstauszeichnungen für lange Dienstjahre an Offiziere und Beamte; die Fabriken übernahmen den Brauch in der Gründerzeit, Krupp in Essen ehrte seit den 1870er Jahren langjährige Arbeiter mit Urkunde, Geschenk und einer Gratifikation, die zugleich Treuebindung in Zeiten hoher Fluktuation war, und Siemens, Zeiss und BASF folgten mit Jubiläumskassen. Die Weimarer Republik kannte Jubiläumsgeschenke als freiwillige Leistung, der Nationalsozialismus machte daraus 1938 das "Treudienst-Ehrenzeichen" in Silber für 25 und Gold für 40 Jahre, das jeder Arbeitnehmer bekam und das 1945 abgeschafft wurde. Die Bundesrepublik regelte das Jubiläumsgeld für Angestellte im BAT von 1961 mit 25, 40 und 50 Jahren, zuletzt 600, 800 und 1.000 DM, und der TVöD strich 2005 die 50-Jahr-Stufe und setzte 350 und 500 Euro, die seitdem unverändert sind, während für die Beamten des Bundes die Jubiläumsverordnung mit 300, 400 und 500 Euro gilt. Steuerlich fiel 1999 der Jubiläumsfreibetrag, der seit den 1950er Jahren bis zu 2.400 DM bei 40 Jahren freigestellt hatte, und seitdem ist das Jubiläum voll steuerpflichtig, was den Trend zu Sachgeschenken und Feiern erklärt. Die Betriebszugehörigkeit selbst ist kürzer geworden: Lag die durchschnittliche Dauer beim selben Arbeitgeber in Deutschland 1992 noch bei knapp 11 Jahren, sind es nach Daten des IAB heute rund 10, mit großer Spreizung zwischen öffentlichem Dienst und Gastronomie, und das 40-jährige Jubiläum wird mit dem späteren Berufseinstieg seltener. Der Rechner zählt die Jahre, die Krupp mit Urkunde und Gratifikation belohnte.

Praktische Tipps

Prüfen Sie das Eintrittsdatum in der Personalakte, besonders nach Ausbildung oder Betriebsübergang. Lesen Sie nach, ob Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung ein Jubiläumsgeld vorsehen und bei welchen Stufen. Planen Sie die Jubilare des Jahres mit der Liste des Rechners im Januar. Beantragen Sie IHK- oder Handwerkskammer-Urkunden einige Wochen vorher. Rechnen Sie das Jubiläumsgeld als Brutto. Und nutzen Sie den Wochentag, um die Feier auf einen Arbeitstag zu legen. Wie viele Urlaubstage im Jubiläumsjahr noch offen sind, rechnet der Urlaubsanspruch-Rechner.

Häufige Fragen

Wie berechne ich mein Dienstjubiläum?

Eintrittsdatum plus die Jubiläumsjahre bei gleichem Tag und Monat: Eintritt am 15. April 1996 ergibt 25 Jahre am 15. April 2021 und 35 Jahre am Dienstag, 15. April 2031. Der Rechner zeigt alle Jubiläen von 5 bis 50 Jahren mit Wochentag und die Tage bis zum nächsten.

Wie viel Jubiläumsgeld gibt es im öffentlichen Dienst?

Nach § 23 TVöD 350 Euro bei 25 Jahren und 500 Euro bei 40 Jahren Beschäftigungszeit, dazu ein Tag Arbeitsbefreiung. Beamte des Bundes bekommen 300, 400 und 500 Euro bei 25, 40 und 50 Dienstjahren, in den Ländern nach eigenem Recht abweichend. Die Beträge sind brutto.

Gibt es einen Anspruch auf Jubiläumsgeld in der Privatwirtschaft?

Nur aus Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung, Arbeitsvertrag oder betrieblicher Übung, wenn der Arbeitgeber es mindestens dreimal vorbehaltlos gezahlt hat. Üblich sind gestaffelte Beträge oder ein Monatsgehalt bei 25 Jahren, dazu ein Tag Sonderurlaub. Ein Gesetz dazu gibt es nicht.

Zählt die Ausbildung zur Betriebszugehörigkeit?

Ja, wenn sie im selben Betrieb war und die Übernahme nahtlos erfolgte, das gilt im TVöD und in der Regel auch in der Privatwirtschaft. Das Eintrittsdatum ist dann der erste Ausbildungstag. Zeiten bei anderen Arbeitgebern zählen nur, wenn sie ausdrücklich anerkannt wurden.

Ist Jubiläumsgeld steuerfrei?

Nein, seit 1999 ist es voll lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig als sonstiger Bezug. Steuerfrei bleiben Sachgeschenke bis 60 Euro als Aufmerksamkeit und eine Jubiläumsfeier bis 110 Euro je Teilnehmer, wenn Jubilare mit runden Jahren wie 10, 20, 25, 30, 40, 50 oder 60 geehrt werden.

Wie wird die Betriebszugehörigkeit berechnet?

Vom ersten Tag des Arbeitsverhältnisses bis heute, Elternzeit, Krankheit und Sonderurlaub eingeschlossen. Bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB läuft sie beim neuen Inhaber weiter. Eintritt am 1. September 2008 ergibt 18 Jahre und 1 Monat, 6.625 Tage.

Wann ist das Jubiläum, wenn ich am 29. Februar angefangen habe?

In Nicht-Schaltjahren am 1. März, so rechnet auch der Rechner: Eintritt am 29. Februar 2016 ergibt das 15-jährige Jubiläum am Samstag, 1. März 2031. Nur alle vier Jahre fällt es auf den echten 29. Februar.

Was bekommt man bei 40 Jahren Betriebszugehörigkeit?

Im öffentlichen Dienst 500 Euro und einen freien Tag, bei Beamten des Bundes 400 Euro. In der Privatwirtschaft je nach Tarif oder Betriebsvereinbarung oft ein Monatsgehalt oder ein größeres Geschenk, dazu meist eine Ehrenurkunde der IHK oder Handwerkskammer, die der Arbeitgeber beantragen kann.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: TVöD § 23 Abs. 2 Jubiläumsgeld und § 29 Arbeitsbefreiung, Bundesjubiläumsverordnung (JubV) für Beamtinnen und Beamte des Bundes, Lohnsteuer-Richtlinien R 19.3 und R 19.5 LStR: Aufmerksamkeiten und Betriebsveranstaltungen bei Jubiläen, § 613a BGB Betriebsübergang und § 622 BGB Kündigungsfristen nach Betriebszugehörigkeit