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Feiertage nach Bundesland

Welche Feiertage gelten in Ihrem Bundesland, an welchem Wochentag liegen sie und wie viele fallen aufs Wochenende?

Welche Feiertage gibt es in meinem Bundesland?

Jahr und Bundesland wählen, die Liste erscheint sofort.

Beispiel: Bayern 2027: 13 Feiertage, davon 4 am Wochenende

So funktioniert der Feiertage nach Bundesland

Der Feiertage-Rechner listet für jedes Jahr und jedes Bundesland die gesetzlichen Feiertage mit Datum und Wochentag, markiert, welche bundesweit und welche nur regional gelten, und zählt, wie viele auf Samstag oder Sonntag fallen und damit für Arbeitnehmer verloren sind. Dazu zeigt er den Ostersonntag, an dem die beweglichen Feiertage hängen, und im laufenden Jahr den nächsten Feiertag. Das funktioniert für jedes Jahr von 1900 bis 2200, also auch für die Frage, auf welchen Wochentag Weihnachten 2040 fällt.

Merksatz: Neun gelten überall, der Rest ist Landesrecht. Die Eselsbrücke für die beweglichen: Karfreitag ist Ostern minus 2, Himmelfahrt Ostern plus 39, Pfingstmontag plus 50, Fronleichnam plus 60. Wer die Feiertage 2027 oder eines anderen Jahres braucht, wählt Jahr und Land und hat die Liste.

Drei Beispiele:

  • Nordrhein-Westfalen 2026: 11 Feiertage, 9 bundesweite plus Fronleichnam und Allerheiligen, 3 davon am Wochenende: Allerheiligen am Sonntag, 3. Oktober und 2. Weihnachtstag am Samstag. Bleiben 8 freie Werktage.
  • Bayern 2027: 13 Feiertage, davon 5 am Wochenende, bleiben 8 freie Werktage. Ostersonntag ist der 28. März 2027, Karfreitag damit der 26. März.
  • Berlin 2027: 10 Feiertage, die 9 bundesweiten plus Frauentag am 8. März, einem Montag; 4 fallen aufs Wochenende, bleiben 6.

Die Berechnung: Ostersonntag nach der Gaußschen Osterformel, bewegliche Feiertage als Abstand zu Ostern, feste Feiertage nach den Feiertagsgesetzen der 16 Länder, Buß- und Bettag als Mittwoch vor dem 23. November. Wie viele Arbeitstage nach Abzug der Feiertage bleiben, rechnet der Arbeitstage-Rechner; wie weit der nächste Feiertag weg ist, der Tage-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Die neun bundesweiten und die regionalen Feiertage

Bundesweit gelten Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, der 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, der 3. Oktober als einziger Feiertag nach Bundesrecht und die beiden Weihnachtstage. Alles andere regeln die Länder: Heilige Drei Könige am 6. Januar in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt, der Internationale Frauentag am 8. März in Berlin und seit 2023 in Mecklenburg-Vorpommern, Fronleichnam in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie in katholischen Gemeinden Sachsens und Thüringens, Mariä Himmelfahrt am 15. August im Saarland und in bayerischen Gemeinden mit katholischer Mehrheit, der Weltkindertag am 20. September in Thüringen seit 2019, der Reformationstag am 31. Oktober in den fünf östlichen Ländern und seit 2018 in Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Allerheiligen am 1. November in Bayern, Baden-Württemberg, NRW, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, und der Buß- und Bettag nur noch in Sachsen. Augsburg hat mit dem Friedensfest am 8. August einen eigenen Feiertag und ist mit 14 die Stadt mit den meisten. Der Rechner ordnet Mariä Himmelfahrt Bayern insgesamt zu, obwohl es in evangelischen Gemeinden wie Nürnberg nicht gilt, und lässt Fronleichnam in Sachsen und Thüringen weg, weil es dort nur in einzelnen Gemeinden gilt; wer dort wohnt, prüft die Gemeinde. Was am Feiertag an Zuschlag gezahlt wird, rechnet der Zuschlagrechner.

Ostern und die beweglichen Feiertage

Fünf Feiertage hängen am Osterdatum: Karfreitag zwei Tage davor, Ostermontag einen danach, Christi Himmelfahrt 39 Tage danach, immer ein Donnerstag, Pfingstmontag 50 Tage danach und Fronleichnam 60 Tage danach, wieder ein Donnerstag, und damit sind Himmelfahrt und Fronleichnam die beiden klassischen Brückentag-Feiertage. Ostern selbst ist der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang, nach einer Regel des Konzils von Nicäa von 325, die mit dem kirchlichen Rechenmond arbeitet, nicht dem astronomischen, weshalb es zwischen dem 22. März und dem 25. April liegen kann; 2024 war es früh am 31. März, 2027 ist es am 28. März, 2038 fällt es auf den spätestmöglichen 25. April. Der Rechner nutzt die Gaußsche Osterformel von 1800, die Carl Friedrich Gauß als 23-Jähriger aufstellte, um das Datum ohne Tabellen zu berechnen, mit der Korrektur von 1816 für die Ausnahmejahre. Die orthodoxen Kirchen rechnen nach dem julianischen Kalender und feiern meist ein bis fünf Wochen später, 2025 fiel beides zusammen. Für Arbeitnehmer heißt ein frühes Ostern, dass die Feiertage sich im Frühjahr drängen, ein spätes, dass Pfingsten in den Juni rutscht und Fronleichnam fast in die Sommerferien. Wie viele Brückentage ein Jahr hergibt, sieht man an der Zahl der Feiertage an Donnerstagen und Dienstagen in der Liste.

Rechte an Feiertagen: Frei, Zuschlag, Ladenschluss

An gesetzlichen Feiertagen gilt ein Beschäftigungsverbot wie an Sonntagen, mit Ausnahmen für Krankenhäuser, Gastronomie, Verkehr, Energie und Notdienste, und wer trotzdem arbeitet, hat Anspruch auf einen Ersatzruhetag innerhalb von acht Wochen, einen Zuschlag dagegen nur nach Tarif- oder Arbeitsvertrag, steuerfrei bis 125 Prozent, an Weihnachten und am 1. Mai bis 150. Entscheidend ist der Ort der Arbeit, nicht der Wohnort: Wer in Hessen wohnt und in Bayern arbeitet, hat an Heilige Drei Könige frei, umgekehrt nicht, und bei Homeoffice zählt der Ort, an dem gearbeitet wird. Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, gibt es keinen Ersatz, anders als in Großbritannien, Spanien oder Belgien, und fällt er in den Urlaub, wird er nicht als Urlaubstag gezählt. Der Lohn läuft weiter, Entgeltfortzahlung nach § 2 des Entgeltfortzahlungsgesetzes, auch für Minijobber und Teilzeitkräfte, bei denen der Feiertag auf einen Arbeitstag fällt. Geschäfte bleiben geschlossen, Tankstellen, Bahnhöfe und Bäcker für drei Stunden ausgenommen, und an stillen Feiertagen wie Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag gelten Tanzverbote und Veranstaltungsverbote, in Bayern am strengsten, in Berlin fast gar nicht. Schulfreie Tage, die keine Feiertage sind, etwa der Buß- und Bettag außerhalb Sachsens oder Rosenmontag im Rheinland, bringen Eltern das Betreuungsproblem ohne das Recht auf Freistellung.

Ein Stück Geschichte: 1995, als ein Feiertag gestrichen wurde

Die Feiertage sind der letzte Rest des Kirchenjahrs im Arbeitsrecht: Bis ins 18. Jahrhundert hatten katholische Gebiete 40 bis 50 arbeitsfreie Tage, bis die Aufklärung und die Fabriken sie zusammenstrichen, Österreich unter Maria Theresia und Joseph II. auf unter 20, Preußen auf die kirchlichen Hauptfeste. Die Weimarer Republik fügte 1919 den 1. Mai hinzu, zunächst für ein Jahr, dauerhaft erst 1933, als die Nationalsozialisten ihn zum "Tag der nationalen Arbeit" machten, und 1934 kam der Buß- und Bettag reichsweit. Die Bundesrepublik ließ die Länder entscheiden, was die heutige Vielfalt erklärt, und schuf 1954 den 17. Juni als Tag der deutschen Einheit, den 1990 der 3. Oktober ablöste, der 1990 übrigens doppelt gefeiert wurde, ohne dass der 17. Juni gleich abgeschafft war. 1995 wurde der Buß- und Bettag in allen Ländern außer Sachsen gestrichen, um die Pflegeversicherung zu finanzieren, der einzige Fall in der Bundesrepublik, in dem ein Feiertag verschwand; Sachsen behielt ihn gegen einen höheren Arbeitnehmerbeitrag. Seit 2017, als der Reformationstag einmalig bundesweit frei war, laufen die Uhren wieder andersherum, mit fünf neuen Landesfeiertagen bis 2023. Die Osterformel, mit der der Rechner die beweglichen Tage bestimmt, ist von 1800 und hat seitdem kein Datum verfehlt.

Praktische Tipps

Wählen Sie das Bundesland, in dem Sie arbeiten, nicht in dem Sie wohnen. Prüfen Sie beim Urlaubsantrag, welche Feiertage auf Donnerstag und Dienstag fallen, dort kostet ein Brückentag vier freie Tage, und beantragen Sie früh, denn die Kollegen rechnen genauso. Planen Sie Reisen innerhalb Deutschlands um fremde Feiertage herum, der Reformationstag im Osten und Allerheiligen im Westen sorgen für volle Autobahnen in beide Richtungen. Beachten Sie bei Terminen mit Behörden und Banken, dass Feiertage anderer Länder dort Verzögerungen bringen, eine Überweisung nach Bayern an Heilige Drei Könige kommt einen Tag später an. Klären Sie im Minijob, ob der Feiertag auf Ihren Arbeitstag fällt, dann steht Ihnen der Lohn zu. Und schauen Sie bei Hochzeits- oder Veranstaltungsplanung auf stille Feiertage, an Karfreitag ist in den meisten Ländern keine Party erlaubt. Wie viele Arbeitstage das Jahr nach Abzug aller Feiertage hat, zeigt der Arbeitstage-Rechner.

Häufige Fragen

Welche Feiertage gelten bundesweit?

Neun: Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit, 1. und 2. Weihnachtstag. Alle weiteren Feiertage sind Landesrecht und gelten nur in einzelnen Bundesländern.

Welches Bundesland hat die meisten Feiertage?

Bayern mit 13, in Augsburg mit dem Friedensfest 14. Baden-Württemberg hat 12, Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen je 10 bis 12, Berlin, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Brandenburg 10, Mecklenburg-Vorpommern mit Reformationstag und Frauentag 11.

Wie viele Feiertage hat 2027?

In Bayern 13, davon 5 am Wochenende, bleiben 8 freie Werktage. In Berlin 10, davon 4 am Wochenende. Tag der Arbeit ist 2027 ein Samstag, der 3. Oktober ein Sonntag, beide Weihnachtstage liegen am Wochenende, ein schlechtes Jahr für Arbeitnehmer.

Wann ist Ostern 2027?

Ostersonntag ist der 28. März 2027, Karfreitag der 26. März, Ostermontag der 29. März. Christi Himmelfahrt fällt auf den 6. Mai, Pfingstmontag auf den 17. Mai, Fronleichnam auf den 27. Mai. Der Rechner zeigt das Osterdatum für jedes Jahr.

Gibt es einen Ersatztag, wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt?

Nein, in Deutschland nicht, anders als in Großbritannien, Spanien oder Belgien. Der Feiertag ist dann für Arbeitnehmer verloren. Der Rechner zählt, wie viele Feiertage eines Jahres auf ein Wochenende fallen.

Zählt der Feiertag am Wohnort oder am Arbeitsort?

Am Arbeitsort. Wer in Hessen wohnt und in Bayern arbeitet, hat an Heilige Drei Könige frei, umgekehrt nicht. Bei Homeoffice gilt der Ort, an dem tatsächlich gearbeitet wird.

Sind Heiligabend und Silvester Feiertage?

Nein, der 24. und 31. Dezember sind gesetzlich normale Werktage, auch wenn viele Betriebe schließen oder halbe Tage geben. Wer frei haben will, braucht Urlaub oder eine Regelung im Tarif- oder Arbeitsvertrag.

Was ist der Unterschied zwischen gesetzlichen und kirchlichen Feiertagen?

Gesetzliche Feiertage sind arbeitsfrei und stehen im Feiertagsgesetz des Landes. Kirchliche Feiertage ohne gesetzlichen Status wie Aschermittwoch, Buß- und Bettag außerhalb Sachsens oder Allerseelen sind normale Arbeitstage, teils mit Anspruch auf Freistellung für den Gottesdienstbesuch.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: Feiertagsgesetze der 16 Bundesländer in der aktuellen Fassung, Gesetz über den Tag der Deutschen Einheit (Einigungsvertrag Art. 2 Abs. 2), §§ 9 bis 11 Arbeitszeitgesetz (Sonn- und Feiertagsruhe), § 2 Entgeltfortzahlungsgesetz, § 3b EStG, C. F. Gauß: Berechnung des Osterfestes (1800), Korrektur 1816, Bundesministerium des Innern: Gesetzliche Feiertage in Deutschland