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Arbeitstage-Rechner

Arbeitstage in einem Zeitraum, nach Abzug von Wochenenden und den Feiertagen Ihres Bundeslands.

Wie viele Arbeitstage liegen zwischen zwei Daten?

Zeitraum und Bundesland wählen, Samstage optional mitzählen.

Beispiel: 1. Juli bis 30. September 2026 in Bayern: 66 Arbeitstage

So funktioniert der Arbeitstage-Rechner

Der Arbeitstage-Rechner zählt die Werktage zwischen zwei Daten und zieht die Wochenenden und die gesetzlichen Feiertage Ihres Bundeslands ab, mit Liste, welche Feiertage auf Werktage fielen und deshalb zählten. Wahlweise rechnet er den Samstag als Arbeitstag mit, für Handel, Gastronomie oder Sechstagewochen, und er zeigt die Arbeitsstunden bei acht Stunden am Tag und die Zahl der Wochen.

Merksatz: Kalendertage minus Wochenenden minus Feiertage auf Werktagen. Die Eselsbrücke fürs Jahr: 365 Tage haben 104 Wochenendtage, bleiben 261 Werktage, minus 7 bis 12 Feiertage je nach Bundesland, und Feiertage am Samstag oder Sonntag sind verloren. Wer Arbeitstage berechnen will, braucht also Zeitraum und Bundesland, mehr nicht.

Drei Beispiele:

  • 1. Juli bis 30. September 2026 in Bayern: 92 Kalendertage, 26 Wochenendtage, kein Feiertag auf einem Werktag, weil Mariä Himmelfahrt auf einen Samstag fällt: 66 Arbeitstage, 528 Stunden.
  • Jahr 2026 in Nordrhein-Westfalen: 365 Tage, 104 Wochenendtage, 8 Feiertage auf Werktagen, der 3. Oktober und der 2. Weihnachtstag fallen aufs Wochenende: 253 Arbeitstage. In Bayern mit Heilige Drei Könige 252.
  • Jahr 2027 in NRW: 254 Arbeitstage, weil nur 7 Feiertage auf Werktage fallen; Tag der Arbeit, Tag der Deutschen Einheit und beide Weihnachtstage liegen am Wochenende.

Die Formel: Arbeitstage = Kalendertage - Samstage und Sonntage - Feiertage, die auf Montag bis Freitag fallen. Die beweglichen Feiertage berechnet der Rechner über das Osterdatum. Welche Feiertage in welchem Land gelten, zeigt der Feiertage-Rechner; wie viele Tage überhaupt zwischen zwei Daten liegen, der Tage-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Feiertage nach Bundesland: Von 9 bis 13

Neun Feiertage gelten bundesweit: Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit und die beiden Weihnachtstage. Alles andere ist Landesrecht. Bayern hat mit 13 die meisten: dazu Heilige Drei Könige, Fronleichnam, Allerheiligen und in katholischen Gemeinden Mariä Himmelfahrt, in Augsburg zusätzlich das Friedensfest am 8. August, womit Augsburg mit 14 Spitzenreiter ist. Baden-Württemberg hat 12, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und die ostdeutschen Länder liegen bei 10 bis 12, Berlin, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein hatten lange nur 9, haben aber seit 2018 und 2019 den Reformationstag (Norden) und den Frauentag am 8. März (Berlin) dazu, Mecklenburg-Vorpommern seit 2023 ebenfalls den Frauentag. Der Rechner kennt alle 16 Länder mit ihren Regeln; Fronleichnam in Sachsen und Thüringen, das nur in einzelnen Gemeinden gilt, rechnet er nicht mit, Mariä Himmelfahrt in Bayern schon. Nicht zu den Feiertagen gehören Heiligabend und Silvester, die arbeitsrechtlich normale Werktage sind, auch wenn viele Betriebe schließen, und Rosenmontag, der nur in Teilen des Rheinlands per Betriebsvereinbarung frei ist.

Wofür man die Zahl braucht: Steuer, Urlaub, Projekte

Der häufigste Grund ist die Entfernungspauschale in der Steuererklärung: Das Finanzamt will wissen, an wie vielen Tagen Sie tatsächlich zur Arbeit gefahren sind, und akzeptiert bei einer Fünftagewoche ohne Nachweis meist 220 bis 230 Tage, was ungefähr 253 Arbeitstagen minus 30 Tagen Urlaub minus ein paar Krankheitstagen entspricht; wer mehr angibt, braucht Belege, wer Homeoffice-Tage hat, zieht sie ab und nimmt dafür die Tagespauschale von 6 Euro. Der Pendlerpauschale-Rechner rechnet damit weiter. Der zweite Grund ist der Urlaubsanspruch: Der gesetzliche Mindesturlaub von 24 Werktagen bezieht sich auf die Sechstagewoche, bei fünf Tagen sind es 20, und wer in Teilzeit an drei Tagen arbeitet, bekommt drei Fünftel des Vollzeiturlaubs, was der Urlaubsanspruch-Rechner ausrechnet. Der dritte sind Fristen und Projekte: Lieferzeiten "in 10 Arbeitstagen", Kündigungsfristen, die auf Werktage abstellen, Stundenbudgets für Projektpläne, oder die Frage, wie viele Arbeitsstunden ein Teilzeitvertrag mit 30 Wochenstunden im Quartal ergibt, nämlich 66 Tage mal 6 Stunden. Im Arbeitsrecht ist "Werktag" übrigens Montag bis Samstag, "Arbeitstag" Montag bis Freitag, was beim Lesen von Verträgen den Unterschied zwischen 24 und 20 Tagen macht.

Brückentage und das beste Jahr

Die Lage der Feiertage entscheidet, wie viel ein Jahr an freien Tagen hergibt. 2026 ist für Arbeitnehmer mittelmäßig: Der 3. Oktober ist ein Samstag, der 26. Dezember ebenfalls, Heiligabend ein Donnerstag; dafür liegen Christi Himmelfahrt am 14. Mai und Fronleichnam am 4. Juni auf Donnerstagen mit Brückentag-Freitag, und der 1. Mai ist ein Freitag. 2027 ist schlechter: Neujahr am Freitag, aber Tag der Arbeit am Samstag, Tag der Deutschen Einheit am Sonntag, beide Weihnachtstage am Wochenende, sodass in NRW nur sieben Feiertage auf Werktage fallen und das Jahr 254 Arbeitstage hat, einen mehr als 2026. Wer mit Brückentagen plant, nimmt Donnerstagsfeiertage plus Freitag für vier freie Tage mit einem Urlaubstag, oder die Woche nach Ostern, in der Ostermontag frei ist und vier Urlaubstage neun freie Tage ergeben. Der Rechner hilft dabei, indem man den Zeitraum einer Urlaubswoche einträgt und sieht, wie viele Urlaubstage sie tatsächlich kostet. Einige Länder haben zusätzlich Gedenktage ohne Arbeitsfreiheit, etwa den Buß- und Bettag außerhalb Sachsens, an dem Schulen frei haben, Betriebe nicht.

Ein Stück Geschichte: Als der Samstag noch Arbeitstag war

Bis in die 1950er Jahre war die Sechstagewoche normal: 48 Stunden, Montag bis Samstag, und der Mindesturlaub lag bei zwölf Werktagen. Die Kampagne "Samstags gehört Vati mir" des DGB von 1956 brachte die Fünftagewoche in den großen Industrien, die Metallindustrie führte 1967 die 40-Stunden-Woche ein, 1995 die 35-Stunden-Woche; das Bundesurlaubsgesetz von 1963 setzte zunächst 15 Werktage Mindesturlaub fest, die in Stufen auf die heutigen 24 stiegen, immer bezogen auf die Sechstagewoche, was der Grund ist, warum das Gesetz heute noch von Werktagen spricht. Die Feiertage gingen den umgekehrten Weg: Der Buß- und Bettag wurde 1995 in allen Ländern außer Sachsen gestrichen, um den Arbeitgeberbeitrag zur neuen Pflegeversicherung zu finanzieren, bis heute die einzige Streichung eines Feiertags in der Bundesrepublik; seit 2018 kommen dagegen neue dazu, Reformationstag im Norden, Frauentag in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Der 3. Oktober ersetzte 1990 den 17. Juni, der seit 1954 Tag der deutschen Einheit gewesen war. Die Zählweise des Rechners, Werktage minus Feiertage nach Landesrecht, entspricht den Feiertagsgesetzen der Länder in ihrer aktuellen Fassung.

Praktische Tipps

Tragen Sie für die Steuererklärung das Jahr und Ihr Bundesland ein und ziehen Sie dann Urlaub, Krankheit und Homeoffice ab, das ergibt die Zahl für die Anlage N. Nutzen Sie bei Zeiträumen über den Jahreswechsel das Bundesland Ihres Arbeitsorts, nicht Ihres Wohnorts, denn für Feiertage zählt, wo gearbeitet wird. Schalten Sie den Samstag ein, wenn Ihr Vertrag von Werktagen spricht und Sie wissen wollen, wie viele Urlaubstage eine Woche kostet. Prüfen Sie bei Fristen, ob Werktage oder Arbeitstage gemeint sind, und ob der Feiertag am Ende der Frist sie verschiebt, was bei gesetzlichen Fristen nach § 193 BGB der Fall ist. Und rechnen Sie Projektbudgets mit 200 Arbeitstagen je Vollzeitkraft und Jahr, nicht mit 253, denn Urlaub, Krankheit und Fortbildung fressen ein Fünftel. In welcher Kalenderwoche ein Datum liegt, zeigt der Kalenderwochen-Rechner.

Häufige Fragen

Wie viele Arbeitstage hat das Jahr 2026?

In Nordrhein-Westfalen 253, in Bayern 252, in Bundesländern mit nur den neun bundesweiten Feiertagen 254, gerechnet aus 365 Kalendertagen minus 104 Wochenendtage minus die Feiertage auf Werktagen; der 3. Oktober und der 26. Dezember 2026 fallen auf Samstage und zählen nicht.

Wie viele Arbeitstage hat 2027?

In NRW 254, weil nur sieben Feiertage auf Werktage fallen: Tag der Arbeit ist ein Samstag, der 3. Oktober ein Sonntag, beide Weihnachtstage liegen am Wochenende. In Bayern sind es mit Heilige Drei Könige und Mariä Himmelfahrt entsprechend weniger.

Wie viele Arbeitstage hat ein Monat?

Zwischen 19 und 23, je nach Lage der Wochenenden und Feiertage, im Durchschnitt 21. Das dritte Quartal 2026 hat in Bayern 66 Arbeitstage, also 22 je Monat, weil kein Feiertag auf einen Werktag fällt.

Wie viele Arbeitstage gebe ich in der Steuererklärung an?

Nur die Tage, an denen Sie tatsächlich zur Arbeit gefahren sind: Arbeitstage des Jahres minus Urlaub, Krankheit, Homeoffice und Dienstreisen. Das Finanzamt akzeptiert bei einer Fünftagewoche ohne Nachweis meist 220 bis 230 Tage.

Zählt der Samstag als Arbeitstag?

Im Rechner wahlweise. Arbeitsrechtlich ist der Samstag ein Werktag, aber kein Arbeitstag: Das Bundesurlaubsgesetz rechnet mit Werktagen (Montag bis Samstag, 24 Tage Mindesturlaub), die meisten Verträge mit Arbeitstagen (Montag bis Freitag, 20 Tage).

Welches Bundesland hat die meisten Feiertage?

Bayern mit 13, in Augsburg mit dem Friedensfest 14. Baden-Württemberg hat 12, die meisten anderen Länder 10 bis 11. Berlin, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein hatten bis 2018 nur die neun bundesweiten, inzwischen jeweils zehn.

Zählen Heiligabend und Silvester als Feiertage?

Nein, der 24. und der 31. Dezember sind gesetzlich normale Werktage. Wer frei haben will, braucht Urlaub oder eine Regelung im Tarif- oder Arbeitsvertrag, viele Betriebe geben halbe Tage frei. Der Rechner zählt beide als Arbeitstage.

Was ist mit Feiertagen am Wochenende?

Sie verfallen, es gibt keinen Ersatztag wie in Großbritannien oder Spanien. Der Rechner zieht nur Feiertage ab, die auf Montag bis Freitag fallen, und listet sie auf; 2026 sind das in NRW acht von zehn.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: Feiertagsgesetze der 16 Bundesländer in der aktuellen Fassung, § 3 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) (Werktage), § 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG und BMF-Schreiben zur Entfernungspauschale (Arbeitstage), § 193 BGB (Fristende an Sonn- und Feiertagen), Bundesministerium des Innern: Übersicht der gesetzlichen Feiertage