TVöD-Gehaltsrechner
Die aktuelle Entgelttabelle des TVöD für Kommunen (VKA) in drei Fragen: Monats- und Jahresgehalt, der nächste Stufenaufstieg und der Vergleich zweier Eingruppierungen.
Was verdiene ich im TVöD?
Entgeltgruppe und Stufe wählen, auch anteilig für Teilzeit, mit Jahressonderzahlung.
Beispiel: E 13 Stufe 2 mit 75 % Arbeitszeit: 3.959,49 € im Monat, 49.564,10 € im Jahr
Wann komme ich in die nächste Stufe?
Regel-Stufenlaufzeiten nach § 16 TVöD und der Gehaltssprung.
Beispiel: E 6 Stufe 2 seit 15.03.2025: Stufe 3 ab 15.03.2027, 140,21 € mehr im Monat
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Was bringt eine andere Entgeltgruppe oder Stufe?
Zwei Eingruppierungen im Monat und im Jahr vergleichen.
Beispiel: E 9a Stufe 4 statt E 8 Stufe 4 bringt 594,37 € mehr im Monat
So funktioniert der TVöD-Gehaltsrechner
Wer bei einer Stadt, einem Landkreis, in einer kommunalen Kita oder einem Klinikum angestellt ist, wird nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bezahlt. Das Gehalt steht nicht im Arbeitsvertrag, sondern in einer Tabelle: Die Zeile ist die Entgeltgruppe (E 1 bis E 15), die Spalte die Stufe (1 bis 6). Der TVöD-Rechner liest diese Tabelle für Sie aus und rechnet Teilzeit, Jahressonderzahlung und den nächsten Stufenaufstieg gleich mit.
Merksatz: Die Entgeltgruppe sagt, was Sie tun, die Stufe sagt, wie lange Sie es schon tun. Die Eselsbrücke: Zeile ist der Job, Spalte ist die Zeit. Eine Erzieherin kommt in S 8a, eine Sachbearbeiterin mit Fachhochschulabschluss in E 9b, eine Ingenieurin in E 10 bis E 12, eine Ärztin oder Juristin in E 13 bis E 15. Innerhalb der Gruppe steigt das Gehalt mit den Jahren: Stufe 2 nach einem Jahr, Stufe 3 nach zwei weiteren, Stufe 4 nach drei, Stufe 5 nach vier und Stufe 6 nach fünf weiteren Jahren.
Drei Situationen, in denen Sie den TVöD-Gehaltsrechner brauchen:
- Stellenanzeige lesen: „E 9b TVöD“ steht in der Ausschreibung, aber kein Euro-Betrag. Der erste Kasten zeigt das Monatsbrutto für jede Stufe, das Jahresgehalt mit Sonderzahlung und auf Wunsch den Teilzeitwert: E 13 Stufe 2 mit 75 Prozent sind 3.959,49 Euro im Monat.
- Stufenaufstieg planen: Sie sind seit März 2025 in E 6 Stufe 2. Der zweite Kasten nennt das Datum des Aufstiegs (März 2027) und den Unterschied: 140,21 Euro mehr im Monat.
- Höhergruppierung bewerten: Lohnt sich die Bewerbung auf die E 9a-Stelle gegenüber der jetzigen E 8? Der dritte Kasten vergleicht zwei Eingruppierungen Stufe für Stufe.
Hinter den Zahlen steckt die Tabelle des TVöD VKA, gültig vom 1. Mai 2026 bis zum 31. März 2027, mit der Erhöhung um 2,8 Prozent aus der Tarifrunde 2025. Der Rechner zeigt Bruttobeträge. Was davon netto bleibt, rechnet der Brutto-Netto-Rechner; für Beschäftigte der Länder (Universitäten, Landesbehörden, Schulen in Landesträgerschaft) gilt die eigene Tabelle im TV-L-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
TVöD, TV-L, TVöD-Bund: Wer wird wonach bezahlt?
Der TVöD gilt für Bund und Kommunen, der TV-L für die Länder. Innerhalb des TVöD gibt es Besonderheiten: Der Bund hat eine eigene, leicht abweichende Tabelle, die Kommunen (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, VKA) ebenfalls. Dazu kommen Sondertabellen für Pflegekräfte (P-Tabelle), für Erzieherinnen und Sozialarbeiter (S-Tabelle), für Ärzte an kommunalen Kliniken (TV-Ärzte/VKA) und für Sparkassen. Dieser TVöD-Rechner bildet die allgemeine VKA-Tabelle E 1 bis E 15 ab, nach der die große Mehrheit der rund 2,5 Millionen kommunalen Beschäftigten bezahlt wird. Wer im Pflege- oder Sozialdienst arbeitet, findet seine Gruppe in der jeweiligen Sondertabelle, die Struktur mit Stufen und Laufzeiten ist aber dieselbe.
Die Stufen: Wie das Gehalt mit der Erfahrung wächst
Neue Beschäftigte beginnen in Stufe 1, mit einschlägiger Berufserfahrung von mindestens einem Jahr in Stufe 2, bei mindestens drei Jahren in Stufe 3. Danach steigt man automatisch auf: nach einem Jahr in Stufe 1 in die 2, nach zwei Jahren in Stufe 2 in die 3, nach drei Jahren in die 4, nach vier Jahren in die 5 und nach fünf Jahren in Stufe 5 in die Endstufe 6. Zusammengerechnet dauert der Weg von Stufe 1 bis 6 fünfzehn Jahre. Wer die Gruppe wechselt, nimmt seine Stufe nicht einfach mit: Bei einer Höhergruppierung landet man in der Stufe der neuen Gruppe, in der man mindestens so viel verdient wie bisher, mit einem Garantiebetrag als Untergrenze. Der zweite Kasten des Rechners nennt Ihr persönliches Datum für die nächste Stufe und den Betrag, um den es geht.
Ein Blick in die Tabelle zeigt, warum die Stufe so wichtig ist: In E 13 liegt Stufe 1 bei 4.901,11 Euro und Stufe 6 bei 7.025,87 Euro, ein Unterschied von über 2.100 Euro im Monat bei gleicher Tätigkeit. In den unteren Gruppen ist die Spanne kleiner, in E 6 etwa 700 Euro zwischen Anfang und Ende.
Jahressonderzahlung, Zulagen, Teilzeit
Mit dem Novembergehalt kommt die Jahressonderzahlung, umgangssprachlich das Weihnachtsgeld. Sie beträgt im Tarifgebiet West 84,51 Prozent eines Monatsgehalts in E 1 bis E 8, 70,28 Prozent in E 9a bis E 12 und 51,78 Prozent in E 13 bis E 15. Der Rechner addiert sie zum Jahresgehalt, deshalb ist das Jahresbrutto mehr als zwölf Monatsgehälter. Teilzeit wird strikt anteilig gerechnet: Wer 30 statt 39 Stunden arbeitet, bekommt 76,9 Prozent des Tabellenwerts, die Stufenlaufzeiten laufen aber in voller Länge weiter. Dazu kommen je nach Tätigkeit Zulagen, etwa für Schichtdienst, Wechselschicht, Nachtarbeit oder besondere Funktionen; die stehen nicht in der Tabelle und werden auf der Abrechnung getrennt ausgewiesen.
Ein Stück Geschichte: Vom BAT zum TVöD
Bis 2005 wurden Angestellte im öffentlichen Dienst nach dem Bundes-Angestelltentarifvertrag (BAT) bezahlt, der 1961 in Kraft getreten war. Das Gehalt richtete sich dort nach Alter, Familienstand und Kinderzahl: Ein verheirateter Vater von zwei Kindern verdiente in derselben Position mehr als eine ledige Kollegin. Arbeiter hatten wieder eigene Tarifverträge. Der TVöD, der am 1. Oktober 2005 in Kraft trat, räumte damit auf: Angestellte und Arbeiter kamen in ein gemeinsames Tabellensystem, Alter und Familienstand wurden durch Berufserfahrung ersetzt, aus 17 Vergütungsgruppen mit Dutzenden Fallgruppen wurden 15 Entgeltgruppen. Die Länder zogen 2006 mit dem TV-L nach. Seitdem verhandeln Gewerkschaften und Arbeitgeber etwa alle zwei Jahre über die Tabelle; die jüngste Einigung vom April 2025 brachte 3 Prozent ab April 2025 und 2,8 Prozent ab Mai 2026, dazu einen zusätzlichen Urlaubstag ab 2027.
Praktische Tipps rund um die Eingruppierung
Die Eingruppierung richtet sich nach der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit, nicht nach dem Abschluss. Wer dauerhaft höherwertige Aufgaben übernimmt, hat Anspruch auf die passende Gruppe und kann das rückwirkend einfordern; Ausschlussfristen von sechs Monaten gelten allerdings. Anrechenbare Vorzeiten bei der Einstellung sollten Sie schriftlich nachweisen, denn Stufe 3 statt Stufe 1 bedeutet in E 9b über 400 Euro im Monat. Und vor einem Wechsel zu einem anderen öffentlichen Arbeitgeber lohnt der Blick, ob die Stufe mitgenommen wird: Innerhalb des TVöD ja, beim Wechsel zu einem Landesarbeitgeber in den TV-L nicht automatisch. Den Unterschied zwischen beiden Tabellen zeigt der dritte Kasten des TV-L-Rechners auf einen Blick.
Häufige Fragen
Was verdient man in E 9b TVöD?
Nach der VKA-Tabelle ab Mai 2026 zwischen 3.779,84 Euro in Stufe 1 und 5.313,37 Euro in Stufe 6 brutto im Monat, plus Jahressonderzahlung von 70,28 Prozent eines Monatsgehalts. Der erste Kasten zeigt alle Stufen und rechnet Teilzeit anteilig.
Wann komme ich in die nächste Stufe?
Nach 1 Jahr in Stufe 1, nach 2 Jahren in Stufe 2, nach 3 Jahren in Stufe 3, nach 4 Jahren in Stufe 4 und nach 5 Jahren in Stufe 5 in die Endstufe 6. Der zweite Kasten nennt das genaue Datum, wenn Sie den Beginn Ihrer aktuellen Stufe eintragen.
Wie hoch ist die Jahressonderzahlung im TVöD?
Im Tarifgebiet West 84,51 Prozent eines Monatsgehalts in E 1 bis E 8, 70,28 Prozent in E 9a bis E 12 und 51,78 Prozent in E 13 bis E 15, ausgezahlt mit dem Novembergehalt. Bei Teilzeit anteilig.
Gilt der Rechner auch für den TV-L oder den Bund?
Der Rechner nutzt die Tabelle der Kommunen (VKA). Für Landesbeschäftigte gibt es den TV-L-Rechner mit eigener Tabelle. Die Bundestabelle weicht in einigen Gruppen leicht ab, die Struktur ist aber gleich.
Wie wird Teilzeit im TVöD berechnet?
Streng anteilig zur regulären Arbeitszeit von 39 Stunden (VKA West). Bei 30 Stunden erhalten Sie 30 geteilt durch 39, also 76,9 Prozent des Tabellenwerts. Stufenlaufzeiten laufen in Teilzeit genauso schnell wie in Vollzeit.
Ist das Gehalt im Rechner brutto oder netto?
Brutto. Wie viel netto bleibt, hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer und Krankenkasse ab und lässt sich mit dem Brutto-Netto-Rechner ausrechnen. Beschäftigte im öffentlichen Dienst zahlen zusätzlich einen Beitrag zur Zusatzversorgung (VBL oder kommunale Kasse).
Was passiert bei einer Höhergruppierung mit meiner Stufe?
Sie werden in der neuen Gruppe der Stufe zugeordnet, in der Sie mindestens Ihr bisheriges Gehalt erreichen, mindestens aber einen Garantiebetrag mehr. Die Stufenlaufzeit beginnt dann neu. Der dritte Kasten zeigt, was eine andere Gruppe und Stufe bringt.
Wie lange gilt die aktuelle Tabelle?
Die hinterlegte VKA-Tabelle gilt vom 1. Mai 2026 bis zum 31. März 2027. Danach wird neu verhandelt; der Rechner wird nach jeder Tarifeinigung aktualisiert.