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Industrieminuten-Rechner

Stunden:Minuten in Dezimalstunden umrechnen und zurück, für Stundenzettel, Lohnabrechnung und Zeiterfassung.

Wie viel sind Stunden und Minuten in Industrieminuten?

Normale Zeit in Dezimalstunden.

Beispiel: 2:20 Stunden sind 2,33 Industriestunden

Wie viel sind Dezimalstunden in Stunden und Minuten?

Dezimalzahl zurück in normale Zeit.

Beispiel: 38,5 Dezimalstunden sind 38 Stunden und 30 Minuten

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So funktioniert der Industrieminuten-Rechner

Auf dem Stundenzettel steht 7:45, in der Lohnabrechnung 7,75, und wer das verwechselt, verschenkt jeden Tag Minuten. Der Industrieminuten-Rechner übersetzt in beide Richtungen: aus Stunden und Minuten die Dezimalstunden, auch Industriezeit genannt, und aus Dezimalstunden zurück in Stunden und Minuten. Dazu die Zahl der Industrieminuten, von denen eine Stunde 100 hat.

Merksatz: Minuten durch 60, nicht durch 100. Die Eselsbrücke: Eine Viertelstunde ist 0,25, eine halbe 0,5, eine Dreiviertelstunde 0,75, und sechs Minuten sind 0,1. Alles andere liegt dazwischen und ist selten glatt; 20 Minuten sind 0,33, 40 Minuten 0,67.

Drei Beispiele für den Industrieminuten umrechnen:

  • Normal in dezimal: 2 Stunden und 20 Minuten sind 2,33 Industriestunden oder 233 Industrieminuten. 7:45 Stunden sind 7,75.
  • Dezimal in normal: 38,5 Dezimalstunden sind 38 Stunden und 30 Minuten. 7,7 Stunden, der Standardtag im öffentlichen Dienst, sind 7 Stunden und 42 Minuten.
  • Die Falle: Wer 8:30 als 8,3 einträgt, bucht 8 Stunden 18 Minuten und verliert 12 Minuten. Wer 7,5 als 7:50 liest, bleibt 20 Minuten zu lang.

Die Formeln: Dezimalstunden = Stunden + Minuten ÷ 60, Industrieminuten = Dezimalstunden × 100, zurück Minuten = Nachkommastellen × 60. Der Rechner rundet auf zwei Nachkommastellen, wie Zeiterfassungen es tun, und auf ganze Minuten beim Rückweg. Wer die Arbeitszeit des Tages mit Pausen ausrechnen will, nutzt den Arbeitszeitrechner; wer Zeiten addiert oder Zeitspannen zwischen Uhrzeiten braucht, den Stundenrechner.

Wissenswertes zum Thema

Warum die Industrie in Hundertsteln rechnet

Die Stunde hat 60 Minuten, und das ist für die Lohnrechnung unpraktisch. Wer 7 Stunden 45 Minuten mit einem Stundenlohn von 18,50 Euro multiplizieren will, muss erst in Dezimal umrechnen, und wer zwanzig Tageszeiten addiert, hat einen Übertrag bei jeder 60. Die Industriezeit löst das: Sie teilt die Stunde in 100 Teile, die Industrieminuten, sodass Zeiten wie Geldbeträge addiert, subtrahiert und multipliziert werden können. 7,75 mal 18,50 ist eine einzige Rechnung, 7:45 mal 18,50 nicht. Deshalb rechnen Lohnbuchhaltungen, Zeiterfassungssysteme, Projektabrechnungen, Werkstätten und Handwerker in Dezimalstunden, und die meisten Stundenzettel verlangen die Eingabe in dieser Form. Die Industrieminute hat 36 normale Sekunden, die Industriesekunde 0,36 Sekunden; in der Arbeitsvorbereitung und beim REFA-Zeitstudium wird sogar in Hundertstelminuten gerechnet. Für den Alltag reicht die Dezimalstunde mit zwei Nachkommastellen, und die liefert der erste Kasten.

Die Umrechnungstabelle im Kopf

Die wichtigsten Werte lassen sich merken: 3 Minuten sind 0,05, 6 Minuten 0,1, 15 Minuten 0,25, 20 Minuten 0,33, 30 Minuten 0,5, 40 Minuten 0,67, 45 Minuten 0,75 und 54 Minuten 0,9. Umgekehrt: 0,1 Stunden sind 6 Minuten, 0,2 sind 12, 0,3 sind 18, 0,4 sind 24, 0,5 sind 30, 0,6 sind 36, 0,7 sind 42, 0,8 sind 48 und 0,9 sind 54 Minuten. Die 7,7 Stunden aus den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes sind also 7:42, die 7,8 aus manchen Betrieben 7:48, und die 38,5-Stunden-Woche ergibt bei fünf Tagen 7,7 je Tag. Wer eine Zahl nicht im Kopf hat, nimmt den zweiten Kasten. Zeiterfassungen runden unterschiedlich, manche auf Hundertstel, manche auf Zehntel, manche auf Viertelstunden zugunsten des Arbeitgebers; letzteres ist bei systematischer Abrundung unzulässig, weil Arbeitszeit minutengenau zu vergüten ist.

Typische Fehler mit Dezimalzeiten

Der häufigste Fehler ist die Verwechslung von Minuten und Hundertsteln: 8:30 wird zu 8,3 statt 8,5, 6:15 zu 6,15 statt 6,25. Über einen Monat mit 20 Arbeitstagen summiert sich der Fehler bei 8:30 auf vier Stunden, die niemand bezahlt. Der zweite Fehler ist das Addieren gemischter Formate, 7:45 plus 7,75 ergibt in der Tabellenkalkulation Unsinn, wenn die Zelle nicht als Zeit formatiert ist. Der dritte betrifft Pausen: Eine 45-Minuten-Pause ist 0,75 Stunden, nicht 0,45, und wer 8,5 Anwesenheit minus 0,45 Pause rechnet, hat 18 Minuten geschenkt. Der vierte ist die Rundung über viele Einträge: 20 Minuten als 0,33 verlieren je Eintrag 0,2 Minuten, bei täglicher Buchung über ein Jahr fast eine Stunde; die genaue Lösung ist, in Minuten zu addieren und erst die Summe umzurechnen. Wie viele Stunden ein Monat bei einer bestimmten Wochenarbeitszeit hat, rechnet der Arbeitsstunden-Rechner; was die umgerechnete Stunde in Euro wert ist, der Stundenlohn-Rechner.

Ein Stück Geschichte: Die Dezimalzeit, die scheiterte, und die, die blieb

Die Idee, die Zeit in Zehnern zu teilen, ist alt und hat einmal fast gewonnen. Die Französische Revolution führte 1793 mit dem Meter und dem Kilogramm auch die Dezimalzeit ein: Der Tag hatte 10 Stunden, die Stunde 100 Minuten, die Minute 100 Sekunden, und es wurden Uhren mit zwei Zifferblättern gebaut. Nach zwei Jahren war der Spuk vorbei, weil niemand seine Gewohnheiten und seine Uhr wechseln wollte; die 60 der Babylonier, die den Kreis in 360 Grad und die Stunde in 60 Minuten teilten, weil sich 60 durch 2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 20 und 30 teilen lässt, überlebte Meter und Kilo. Die Dezimalstunde kehrte durch die Hintertür zurück, mit Frederick Taylor und den Zeitstudien in den Fabriken um 1900: Wer Arbeitsgänge mit der Stoppuhr maß und in Stücklöhne umrechnete, brauchte Zeiten, die sich multiplizieren ließen, und so kam die Hundertstelstunde in die Arbeitsvorbereitung und von dort in die Lohnbuchhaltung. Der REFA-Verband, 1924 in Deutschland gegründet, machte die Industrieminute zum Standard, und die Zeiterfassungssysteme übernahmen sie. Heute leben beide Welten nebeneinander: Die Uhr an der Wand zeigt 60, der Stundenzettel verlangt 100, und der Rechner übersetzt.

Praktische Tipps

Tragen Sie in Stundenzettel nur ein Format ein und prüfen Sie, welches verlangt wird; ein Doppelpunkt heißt Minuten, ein Komma heißt Dezimal. Rechnen Sie Pausen in Dezimal um, bevor Sie sie abziehen. Drucken Sie sich die kleine Tabelle aus, 6, 12, 18, 24, 30, 36, 42, 48, 54 Minuten für 0,1 bis 0,9. Addieren Sie Monatssummen in Minuten und rechnen Sie am Ende um, dann stimmt es auf die Minute. Und prüfen Sie Ihre Lohnabrechnung einmal gegen die Zeiterfassung: Wer 167,48 Stunden im Monat hat, der Standard bei 38,5 Wochenstunden, und auf dem Zettel 167:29 liest, hat das richtige Ergebnis, denn 0,48 Stunden sind 29 Minuten. Was von den Stunden netto übrig bleibt, zeigt der Brutto-Netto-Rechner; wie viele Überstunden sich aus den Differenzen über Wochen ansammeln, der Überstunden-Rechner.

Häufige Fragen

Wie rechne ich Minuten in Industrieminuten um?

Minuten durch 60 teilen und zu den vollen Stunden addieren, das Ergebnis mal 100 sind Industrieminuten. 2 Stunden 20 Minuten sind 2 plus 20 geteilt durch 60, also 2,33 Industriestunden oder 233 Industrieminuten.

Was sind 7,7 Stunden in Stunden und Minuten?

7 Stunden und 42 Minuten, denn 0,7 mal 60 sind 42. Das ist der tägliche Standard bei einer 38,5-Stunden-Woche mit fünf Arbeitstagen.

Was sind Industrieminuten?

Hundertstel einer Stunde. Eine Stunde hat 100 Industrieminuten, eine Industrieminute dauert 36 normale Sekunden. Lohnbuchhaltung und Zeiterfassung rechnen so, weil sich Dezimalzeiten direkt addieren und mit Stundenlöhnen multiplizieren lassen.

Wie viel sind 15, 30 und 45 Minuten in Dezimal?

0,25, 0,5 und 0,75 Stunden. 6 Minuten sind 0,1, 20 Minuten 0,33, 40 Minuten 0,67. Umgekehrt sind 0,1 Stunden 6 Minuten, 0,3 Stunden 18 Minuten und 0,8 Stunden 48 Minuten.

Ist 8,30 dasselbe wie 8:30?

Nein. 8:30 sind achteinhalb Stunden, also 8,5 dezimal. 8,30 dezimal sind 8 Stunden und 18 Minuten. Diese Verwechslung kostet bei täglicher Buchung über einen Monat vier Stunden.

Wie rechne ich Dezimalstunden zurück in Minuten?

Nachkommastellen mal 60. Bei 38,5 Stunden sind 0,5 mal 60 gleich 30 Minuten, also 38 Stunden und 30 Minuten. Bei 167,48 sind 0,48 mal 60 gleich 29 Minuten.

Darf der Arbeitgeber Arbeitszeiten auf Viertelstunden abrunden?

Systematisches Abrunden zulasten der Beschäftigten ist unzulässig, Arbeitszeit ist minutengenau zu vergüten. Eine kaufmännische Rundung in beide Richtungen oder eine Rundung zugunsten der Beschäftigten ist erlaubt.

Warum hat die Stunde 60 Minuten und nicht 100?

Weil die Babylonier im Sechzigersystem rechneten und 60 sich durch viele Zahlen teilen lässt. Die Französische Revolution versuchte 1793 eine Dezimalzeit mit 100 Minuten je Stunde und scheiterte nach zwei Jahren. In der Lohnrechnung hat sich die Hundertstelstunde trotzdem durchgesetzt.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: REFA Bundesverband: Methodenlehre der Betriebsorganisation (Industrieminute, Hundertstelminute), § 611a BGB und § 2 ArbZG (Vergütung und Begriff der Arbeitszeit), BAG, Beschluss vom 13.09.2022, 1 ABR 22/21 (Arbeitszeiterfassung), Physikalisch-Technische Bundesanstalt: Zeiteinheiten