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Arbeitszeitrechner

Netto-Arbeitszeit aus Kommen, Gehen und Pause, die Wochensumme gegen das Soll und die Frage, wann heute Feierabend ist. Mit den Pausenregeln aus dem Arbeitszeitgesetz.

Wie lange habe ich heute gearbeitet?

Kommen, Gehen, Pause: Netto-Arbeitszeit auch als Dezimalzahl.

Beispiel: 06:30 bis 15:00 Uhr mit 45 Minuten Pause sind 7:45 Stunden

Wie viele Stunden habe ich diese Woche gearbeitet?

Tageszeiten eintragen, Summe und Vergleich mit dem Soll.

Beispiel: 4 × 9:00 und 6:30 bei 40 h Soll ergeben 2:30 Überstunden

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Wann habe ich Feierabend?

Beginn, Sollzeit und Pause eingeben.

Beispiel: Beginn 07:00, 7,7 Stunden und 45 Minuten Pause: Feierabend 15:27 Uhr

So funktioniert der Arbeitszeitrechner

Um 7:52 Uhr eingestempelt, um 16:38 Uhr raus, dazwischen 35 Minuten Mittag: Wie viel steht heute auf dem Stundenzettel? Solche Rechnungen gehen im Kopf fast immer schief, weil Stunden nicht im Zehnersystem laufen. Der Arbeitszeitrechner nimmt Ihnen das ab. Er rechnet die Arbeitszeit aus Beginn, Ende und Pause, summiert eine ganze Woche und sagt Ihnen, wann Sie bei einer vorgegebenen Sollzeit nach Hause gehen können.

Merksatz: Ende minus Anfang minus Pause. Die Eselsbrücke für die Umrechnung in Dezimalstunden lautet „Minuten durch 60“: 45 Minuten sind 0,75 Stunden, 20 Minuten sind 0,33 Stunden, und 7 Stunden 42 Minuten sind 7,7 Stunden. Wer das verwechselt und 7:42 als 7,42 einträgt, verschenkt jeden Tag fast 17 Minuten.

Drei typische Fälle für den Arbeitszeit berechnen:

  • Tagesarbeitszeit: Von 6:30 bis 15:00 Uhr sind Sie 8 Stunden 30 Minuten anwesend. Nach 45 Minuten Pause bleiben 7:45 Stunden, als Dezimalzahl 7,75. Erster Kasten, mit Hinweis auf die gesetzliche Mindestpause.
  • Wochensumme: Viermal 9:00 Stunden und ein kurzer Freitag mit 6:30 Stunden ergeben 42:30 Stunden. Bei 40 Stunden Soll sind das 2:30 Stunden mehr. Zweiter Kasten, mit Durchschnitt je Arbeitstag.
  • Feierabend: Beginn um 7:00 Uhr, 7,7 Stunden Sollzeit und 45 Minuten Pause: Um 15:27 Uhr dürfen Sie gehen. Dritter Kasten.

Die Formel: Arbeitszeit = Gehen - Kommen - Pause, alles in Minuten gerechnet und am Ende wieder in Stunden und Minuten übersetzt. Geht eine Schicht über Mitternacht, rechnet der Rechner den Tageswechsel automatisch mit. Für die Wochensumme tragen Sie die Netto-Zeiten der einzelnen Tage ein, also ohne Pausen, und das vertragliche Soll. Was eine Arbeitsstunde in Euro wert ist, zeigt der Stundenlohn-Rechner; aus dem Jahr werden Monatsstunden mit dem Arbeitsstunden-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Was zählt überhaupt als Arbeitszeit?

Arbeitszeit ist nach § 2 Arbeitszeitgesetz die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne die Ruhepausen. Das klingt klar, ist in der Praxis aber Streitthema Nummer eins. Umkleiden zählt dazu, wenn der Arbeitgeber eine auffällige Dienstkleidung vorschreibt und das Umziehen im Betrieb verlangt. Der Weg von der Haustür zum Betrieb zählt nicht, der Weg vom Betrieb zum Kunden schon. Bereitschaftsdienst, bei dem man sich im Betrieb aufhalten muss, ist Arbeitszeit, Rufbereitschaft zu Hause nicht, bis das Telefon klingelt. Und die Raucherpause ist, auch wenn es wehtut, eine Pause. Beim Arbeitsstunden berechnen kommt es also darauf an, was am Anfang und Ende eingetragen wird: Für den Stundenzettel gilt in der Regel der Moment, in dem Sie am Arbeitsplatz sind und loslegen können.

Die Pausenregel: 30 und 45 Minuten

Das Arbeitszeitgesetz schreibt in § 4 vor, dass bei mehr als sechs Stunden Arbeit mindestens 30 Minuten Pause gemacht werden müssen, bei mehr als neun Stunden 45 Minuten. Die Pause darf in Abschnitte von mindestens 15 Minuten geteilt werden, muss aber im Voraus feststehen und darf nicht ans Ende der Schicht geschoben werden, um früher zu gehen. Länger als sechs Stunden am Stück ohne Pause ist nicht erlaubt. Viele Zeiterfassungssysteme ziehen die Mindestpause deshalb automatisch ab, auch wenn Sie durchgearbeitet haben; wer das vermeiden will, muss die Pause wirklich nehmen. Der Rechner zeigt Ihnen zu jeder Tagesrechnung an, welche Pausenregelung gilt und ob Ihre eingetragene Pause reicht.

Zur Höchstarbeitszeit: Acht Stunden am Werktag sind die Regel, bis zu zehn sind erlaubt, wenn innerhalb von sechs Monaten im Schnitt wieder acht erreicht werden. Zwischen zwei Arbeitstagen müssen elf Stunden Ruhezeit liegen. Samstag ist ein Werktag, deshalb ergibt sich die 48-Stunden-Woche als gesetzliche Obergrenze; die 40 oder 38,5 Stunden aus dem Vertrag sind Sache von Tarif und Arbeitgeber, nicht des Gesetzes.

Industriezeit: Warum 7,5 nicht 7:50 ist

Lohnabrechnungen und Zeiterfassungen rechnen fast immer in Dezimalstunden, auch Industriezeit oder Industrieminuten genannt. Eine Stunde hat dort 100 Teile statt 60 Minuten. 15 Minuten sind 0,25, eine halbe Stunde 0,5, 50 Minuten sind 0,83. Der Klassiker unter den Fehlern: 8:30 Stunden als 8,3 eintragen und damit zwölf Minuten verlieren, oder 7,7 Stunden als „7 Stunden 70 Minuten“ lesen und eine Viertelstunde zu lang bleiben. Der Rechner gibt beides aus, Stunden:Minuten und die Dezimalzahl, damit der Übertrag auf den Stundenzettel stimmt. Wer häufig umrechnet, findet im Industrieminuten-Rechner die Tabelle dazu.

Ein Stück Geschichte: Von der Stechuhr zur Pflicht zur Zeiterfassung

Dass Arbeitszeit überhaupt gemessen wird, ist ein Kind der Fabrik. Auf dem Hof und in der Werkstatt galt: fertig ist, wenn es fertig ist. Erst die Dampfmaschine, die rund um die Uhr laufen konnte, brauchte den Schichtplan, und mit ihm kam die Kontrolle. 1888 meldete der amerikanische Juwelier Willard Bundy eine Uhr zum Patent an, in die Arbeiter eine Karte steckten und die Zeit mit einem lauten Klack stempelten. Seine Firma hieß später, über ein paar Umwege, IBM. In Deutschland regelte die Arbeitszeitordnung von 1938 den Achtstundentag mit vielen Ausnahmen, das heutige Arbeitszeitgesetz stammt von 1994. Den jüngsten Umbruch brachte der Europäische Gerichtshof 2019 mit dem sogenannten Stechuhr-Urteil: Arbeitgeber müssen ein System haben, mit dem die tägliche Arbeitszeit erfasst wird. Das Bundesarbeitsgericht stellte 2022 klar, dass das in Deutschland schon jetzt gilt, auch ohne neues Gesetz. Vertrauensarbeitszeit ist damit nicht verboten, aber die Stunden müssen trotzdem irgendwo stehen, und sei es in einer Tabelle, die der Mitarbeiter selbst führt.

Typische Fehler beim Arbeitszeit berechnen

Der häufigste Fehler ist die Pause: Sie wird vergessen, doppelt abgezogen oder als Arbeitszeit mitgezählt. Der zweite ist die Dezimalfalle von oben. Der dritte betrifft die Woche: Wer Montag bis Freitag addiert, aber am Samstag vier Stunden Inventur hatte, hat die Woche nicht komplett. Nachtschichten über Mitternacht gehören zu dem Tag, an dem sie beginnen. Und bei Teilzeit gilt das vertragliche Soll, nicht die 40 Stunden der Kollegen; wer 30 Stunden hat und 34 arbeitet, hat vier Überstunden, auch wenn das unter der Vollzeit liegt. Wie viel Mehrarbeit sich über Wochen ansammelt und was sie wert ist, rechnet der Überstunden-Rechner.

Praktische Tipps

Führen Sie ein eigenes Stundenbuch, auch wenn der Betrieb eine Zeiterfassung hat: Datum, Beginn, Ende, Pause, in einer Zeile. Im Streit um Überstunden muss der Arbeitnehmer beweisen, wann er gearbeitet hat, und eine eigene Aufzeichnung ist deutlich mehr wert als die Erinnerung. Vergleichen Sie Ihre Wochensumme regelmäßig mit dem Soll, am besten im zweiten Kasten, und sprechen Sie Abweichungen an, bevor sie nach Monaten verfallen. Rechnen Sie bei Gleitzeit mit dem Feierabend-Kasten rückwärts: Wer um 9:15 Uhr anfängt und 7,8 Stunden Soll hat, weiß dann sofort, dass bei 30 Minuten Pause um 17:33 Uhr Schluss ist. Und wenn Ihr Vertrag Wochenstunden nennt, Sie aber an Tagen denken, hilft der Teilzeitrechner beim Übersetzen.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meine Arbeitszeit mit Pause?

Ende minus Beginn minus Pause. Von 8:00 bis 16:45 Uhr sind Sie 8:45 Stunden anwesend, nach 30 Minuten Pause bleiben 8:15 Stunden Arbeitszeit, als Dezimalzahl 8,25. Der erste Kasten rechnet das in Stunden:Minuten und dezimal.

Wie viel Pause steht mir bei 8 Stunden Arbeit zu?

Nach § 4 Arbeitszeitgesetz mindestens 30 Minuten bei mehr als sechs Stunden und 45 Minuten bei mehr als neun Stunden. Die Pause darf in Blöcke von mindestens 15 Minuten geteilt werden und zählt nicht als Arbeitszeit.

Was sind 7,7 Stunden in Stunden und Minuten?

7 Stunden und 42 Minuten, denn 0,7 Stunden mal 60 sind 42 Minuten. Umgekehrt sind 7:45 Stunden 7,75 dezimal. Der Rechner gibt immer beide Schreibweisen aus.

Wann habe ich Feierabend bei 8 Stunden und 30 Minuten Pause?

Beginn plus Sollzeit plus Pause. Wer um 8:30 Uhr anfängt, hat um 17:00 Uhr Feierabend. Bei Beginn um 7:00 Uhr, 7,7 Stunden Soll und 45 Minuten Pause ist es um 15:27 Uhr so weit. Der dritte Kasten rechnet jeden Fall.

Wie viele Stunden darf ich am Tag höchstens arbeiten?

Acht Stunden sind die Regel, bis zu zehn sind erlaubt, wenn der Durchschnitt innerhalb von sechs Monaten wieder bei acht liegt. Danach müssen elf Stunden Ruhezeit folgen. Die Wochengrenze liegt bei 48 Stunden, weil der Samstag als Werktag zählt.

Zählt die Pause zur Arbeitszeit?

Nein. Ruhepausen sind keine Arbeitszeit und werden nicht bezahlt, es sei denn, Tarif- oder Arbeitsvertrag regeln es anders. Wer durcharbeitet, obwohl die Zeiterfassung die Mindestpause automatisch abzieht, verliert diese Minuten.

Was ist Industriezeit?

Stunden in Dezimalschreibweise, mit 100 Teilen statt 60 Minuten. 15 Minuten sind 0,25 Stunden, 45 Minuten sind 0,75. Lohnabrechnungen rechnen fast immer so, deshalb zeigt der Rechner die Dezimalzahl mit an.

Muss mein Arbeitgeber meine Arbeitszeit erfassen?

Ja. Nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 müssen Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit erfasst werden, auch bei Vertrauensarbeitszeit. Eine eigene Aufzeichnung lohnt sich trotzdem, weil Sie im Streit um Überstunden Ihre Stunden belegen müssen.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: §§ 2 bis 5 Arbeitszeitgesetz (ArbZG), BAG, Beschluss vom 13.09.2022, 1 ABR 22/21 (Pflicht zur Arbeitszeiterfassung), EuGH, Urteil vom 14.05.2019, C-55/18 (CCOO)