Arbeitsstunden-pro-Monat-Rechner
Wochenstunden in Monatsstunden umrechnen mit dem Faktor 4,35, dazu Jahresstunden, Arbeitstage und Stunden je Tag.
Wie viele Stunden arbeite ich im Monat?
Wochenstunden eintragen, optional Urlaubstage.
Beispiel: 30 Wochenstunden: 130,5 Stunden im Monat, 1.564 im Jahr
So funktioniert der Arbeitsstunden-pro-Monat-Rechner
Im Vertrag stehen Wochenstunden, in der Abrechnung Monatsstunden, und dazwischen liegt eine Zahl, die kaum jemand herleiten kann: 4,35. Der Arbeitsstunden-Rechner übersetzt Wochenstunden in Monatsstunden, rechnet die Jahresstunden aus, zeigt die Stunden je Arbeitstag und die durchschnittlichen Arbeitstage je Monat, und nennt zum Vergleich die Variante mit 4,33, die manche Arbeitgeber verwenden.
Merksatz: Wochenstunden mal 4,35. Die Eselsbrücke: Ein Jahr hat 52,14 Wochen, durch 12 Monate sind das 4,345, gerundet 4,35. Volle 40 Wochenstunden sind 174 Monatsstunden, 38,5 sind 167,48, 35 sind 152,25, und 30 sind 130,5. Wer mit 4 rechnet, liegt um 8 Prozent daneben.
Drei Beispiele für den Arbeitsstunden im Monat berechnen:
- Vollzeit: 40 Stunden an fünf Tagen sind 174 Stunden im Monat, 2.086 im Jahr, 8 Stunden je Tag und im Schnitt 21,74 Arbeitstage je Monat. Nach Abzug von 30 Urlaubstagen bleiben 1.846 Stunden im Jahr.
- Teilzeit an vier Tagen: 30 Stunden an vier Tagen sind 130,5 Monatsstunden, 1.564 im Jahr, 7,5 Stunden je Tag und 17,39 Arbeitstage je Monat.
- Tarif: 38,5 Stunden an fünf Tagen sind 167,48 Monatsstunden und 7,7 Stunden je Tag, der Standard in vielen Tarifverträgen.
Die Formeln: Monatsstunden = Wochenstunden × 52,14 ÷ 12 = Wochenstunden × 4,35, Jahresstunden = Wochenstunden × 52,14, Arbeitstage je Monat = 365,25 ÷ 7 × Arbeitstage je Woche ÷ 12. Feiertage und Urlaub sind nicht abgezogen, es sind die vertraglichen Sollstunden. Den Stundenlohn aus dem Monatsgehalt rechnet der Stundenlohn-Rechner mit demselben Faktor; die tatsächlichen Arbeitstage eines bestimmten Monats mit Feiertagen Ihres Bundeslands liefert der Arbeitstage-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Woher die 4,35 kommt und warum nicht 4,33
Ein Monat hat nicht vier Wochen, auch wenn der Kalender so aussieht. Das Jahr hat 365 Tage, in Schaltjahren 366, im Schnitt 365,25, und das sind 52,18 Wochen; geteilt durch zwölf Monate ergibt das 4,348 Wochen je Monat. Die Tarifverträge runden auf 4,35, und mit diesem Faktor rechnen Lohnbuchhaltung, Arbeitsgerichte und die meisten Arbeitgeber. Manche nehmen 4,33, was 52 Wochen durch zwölf entspricht und die Schalttage ignoriert, andere 4,348 oder 13 Wochen je Quartal, was dasselbe ist wie 4,333. Der Unterschied ist klein, bei 40 Wochenstunden 0,8 Stunden im Monat, kann aber bei der Umrechnung von Stundenlohn in Monatsgehalt über Jahre ein paar hundert Euro ausmachen. Was gilt, steht im Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag; fehlt eine Regelung, nehmen Gerichte 4,35. Der Faktor dient der Berechnung des monatlichen Entgelts bei Stundenlohn, der Umrechnung von Gehalt in Stundenlohn für Überstunden und der Festlegung der Sollstunden, gegen die die Zeiterfassung läuft.
Sollstunden, Iststunden und die Monate, die abweichen
Die 174 Stunden sind ein Durchschnitt, kein einzelner Monat. Der Februar hat 20 Arbeitstage, der März 22 oder 23, und je nach Feiertagen schwankt die Zahl zwischen 19 und 23. Bei Gehaltsempfängern spielt das keine Rolle, das Gehalt ist jeden Monat gleich, und die Zeiterfassung vergleicht die Iststunden mit den tatsächlichen Sollstunden des Monats, Arbeitstage mal Tagesstunden. Bei Stundenlohn wird dagegen oft mit dem Durchschnitt verstetigt, damit nicht im Februar weniger ausgezahlt wird als im März; der Ausgleich läuft über ein Arbeitszeitkonto. Feiertage werden bei Gehaltsempfängern bezahlt und mindern das Soll, bei Stundenlohn gilt das Entgeltfortzahlungsgesetz und der Feiertag wird mit den ausgefallenen Stunden vergütet. Die Jahresarbeitszeit von 2.086 Stunden bei 40 Wochenstunden ist die Bruttozahl; nach 30 Tagen Urlaub und rund 10 Feiertagen, die auf Werktage fallen, bleiben etwa 1.760 tatsächliche Arbeitsstunden, und das ist die Zahl, mit der Betriebe Kapazitäten planen und Selbstständige ihren Stundensatz kalkulieren. Was der eigene Stundensatz sein muss, rechnet der Stundensatz-Rechner.
Teilzeit, Viertagewoche und die Stunden je Tag
Der Rechner fragt nach den Arbeitstagen je Woche, weil davon die Stunden je Tag abhängen und die Arbeitstage je Monat. 30 Stunden an fünf Tagen sind 6 Stunden täglich und 21,74 Tage im Monat, dieselben 30 Stunden an vier Tagen sind 7,5 Stunden täglich und 17,39 Tage; die Monatsstunden sind gleich, die Zahl der Arbeitstage nicht, und das wirkt auf Urlaub, Feiertage und Fahrtkosten. Bei der Viertagewoche mit vollen 40 Stunden sind es 10 Stunden je Tag, was das Arbeitszeitgesetz gerade noch erlaubt, aber keine Minute mehr. Der Urlaubsanspruch wird bei weniger Arbeitstagen anteilig umgerechnet, 30 Tage bei fünf Tagen sind 24 bei vier, und die Zahl der Feiertage, von denen man profitiert, sinkt, wenn der freie Tag auf einen Feiertag fällt. Wer in Teilzeit die Monatsstunden kennt, kann den Stundenlohn aus dem Gehalt rechnen und mit Vollzeitkollegen vergleichen; der Teilzeitrechner zeigt, was dabei netto herauskommt.
Ein Stück Geschichte: Von 2.400 auf 1.350 Stunden
Um 1870 arbeitete ein Fabrikarbeiter in Deutschland rund 70 Stunden in der Woche, über 3.000 im Jahr, ohne Urlaub. Der Achtstundentag 1918 brachte die 48-Stunden-Woche und 2.500 Jahresstunden, die 40-Stunden-Woche der 1960er und der Urlaub von vier bis sechs Wochen drückten die tatsächliche Jahresarbeitszeit bis 1990 auf etwa 1.600 Stunden. Heute liegt Deutschland mit rund 1.350 tatsächlich geleisteten Stunden je Erwerbstätigem und Jahr am unteren Ende aller Industrieländer, vor allem wegen der hohen Teilzeitquote; Vollzeitbeschäftigte kommen auf etwa 1.800. Die Umrechnung mit 4,35 stammt aus den Tarifverträgen der Nachkriegszeit, als Stundenlöhne in Monatslöhne umgestellt wurden und ein fester Faktor nötig war, um Februar und März gleich zu bezahlen. Der Streit um die 35-Stunden-Woche 1984, die Viertagewoche bei VW 1993 mit 28,8 Stunden und die heutige Debatte um die Viertagewoche bei vollem Lohn drehen sich alle um dieselbe Zahl, die Wochenstunden, und der Rechner übersetzt sie in das, was im Monat und im Jahr daraus wird.
Praktische Tipps
Schauen Sie in Ihren Vertrag, welcher Faktor für die Umrechnung gilt, bevor Sie Stundenlohn und Gehalt vergleichen. Rechnen Sie bei Stellenangeboten mit Jahresgehalt und Wochenstunden die Monatsstunden aus, dann sehen Sie den Stundenlohn: 60.000 Euro bei 40 Stunden sind 28,74 Euro je Stunde, bei 35 Stunden 32,84 Euro. Nutzen Sie die Zeile mit den Urlaubstagen, um Ihre Nettojahresarbeitszeit zu kennen; sie ist die Basis für jede Kalkulation. Prüfen Sie bei einer Viertagewoche, ob die Tagesstunden unter zehn bleiben. Und legen Sie die Monatsstunden Ihrer Zeiterfassung zugrunde, nicht die Kalendertage; wer 174 Soll hat und 180 Ist, hat sechs Überstunden, egal wie viele Tage der Monat hatte. Wie viel die sind, rechnet der Überstunden-Rechner, und wie Stundenzettel in Dezimalstunden gelesen werden, der Industrieminuten-Rechner.
Häufige Fragen
Wie viele Arbeitsstunden hat ein Monat bei 40 Stunden die Woche?
174 Stunden im Durchschnitt, denn 40 mal 4,35 ergibt 174. Im Jahr sind es 2.086 Stunden, nach 30 Urlaubstagen 1.846. Der einzelne Monat schwankt je nach Arbeitstagen zwischen etwa 152 und 184 Stunden.
Warum rechnet man mit dem Faktor 4,35?
Weil ein Jahr 52,14 Wochen hat und ein Monat damit im Schnitt 4,345 Wochen. Tarifverträge runden auf 4,35, manche Arbeitgeber rechnen mit 4,33 (52 Wochen durch 12). Der Unterschied liegt bei 40 Wochenstunden bei 0,8 Stunden im Monat.
Wie viele Stunden sind 38,5 Wochenstunden im Monat?
167,48 Stunden, bei fünf Arbeitstagen 7,7 Stunden je Tag. Im Jahr sind es 2.007 Stunden. 35 Wochenstunden ergeben 152,25 Monatsstunden, 30 Wochenstunden 130,5.
Wie viele Arbeitstage hat ein Monat im Durchschnitt?
21,74 bei einer Fünftagewoche, 17,39 bei vier Tagen, 13,04 bei drei Tagen. Die Rechnung: 365,25 Tage geteilt durch 7 mal Arbeitstage je Woche geteilt durch 12. Feiertage und Urlaub sind dabei nicht abgezogen.
Wie rechne ich Wochenstunden in Jahresstunden um?
Wochenstunden mal 52,14, zum Beispiel ergeben 40 Stunden 2.086, 30 Stunden 1.564. Nach Abzug von Urlaub und Feiertagen bleiben bei Vollzeit rund 1.760 tatsächliche Arbeitsstunden im Jahr.
Wie berechne ich den Stundenlohn aus dem Monatsgehalt?
Monatsgehalt geteilt durch Monatsstunden. 3.500 Euro bei 40 Wochenstunden sind 3.500 geteilt durch 174, also 20,11 Euro. Bei 38,5 Stunden sind es 3.500 geteilt durch 167,48, also 20,90 Euro.
Wie viele Stunden am Tag sind das bei einer Viertagewoche?
Wochenstunden geteilt durch vier. 40 Stunden ergeben 10 Stunden je Tag, das gesetzliche Maximum. 32 Stunden sind 8 je Tag, 30 Stunden 7,5. Der Urlaub wird auf vier Fünftel umgerechnet, 30 Tage werden zu 24.
Zählen Feiertage und Urlaub in den Monatsstunden mit?
Ja, die 174 Stunden sind vertragliche Sollstunden ohne Abzug. Bei Gehaltsempfängern mindern Feiertage und Urlaubstage das Soll des jeweiligen Monats, das Gehalt bleibt gleich. Die Zeiterfassung vergleicht gegen das tatsächliche Monatssoll.