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Eisprungrechner

Wann ist der Eisprung, welche Tage sind fruchtbar, wann kommt die nächste Periode? Für die nächsten drei Zyklen im Überblick.

Wann ist mein Eisprung und wann sind die fruchtbaren Tage?

Etwa 14 Tage vor der nächsten Periode, fruchtbar 5 Tage davor bis 1 Tag danach.

Beispiel: Periode heute bei 32-Tage-Zyklus: Eisprung in 18 Tagen

So funktioniert der Eisprungrechner

Ein Zyklus hat nur wenige Tage, an denen eine Schwangerschaft entstehen kann, und sie liegen nicht da, wo die meisten sie vermuten. Der Eisprungrechner bestimmt aus dem ersten Tag der letzten Periode und Ihrer Zykluslänge den voraussichtlichen Eisprung, die fruchtbaren Tage davor und danach, den Termin der nächsten Periode und den Tag, ab dem ein Schwangerschaftstest sinnvoll ist, und das gleich für drei Zyklen im Voraus.

Merksatz: Der Eisprung liegt 14 Tage vor der nächsten Periode, nicht 14 Tage nach der letzten. Die Eselsbrücke: Die zweite Zyklushälfte ist immer gleich lang, die erste schwankt. Bei 28 Tagen fallen beide Rechnungen zusammen, bei 32 Tagen liegt der Eisprung am 18. Tag, bei 24 Tagen schon am 10. Fruchtbar sind die fünf Tage davor und der Tag danach, weil Spermien bis zu fünf Tage überleben, die Eizelle aber nur einen.

Drei Beispiele für den Eisprung berechnen:

  • 28-Tage-Zyklus: Periode am 1. Oktober 2026: Eisprung am 15. Oktober, fruchtbar vom 10. bis 16. Oktober, nächste Periode um den 29. Oktober, Test ab dem 30. Oktober.
  • 32-Tage-Zyklus: Dieselbe Periode: Eisprung erst am 19. Oktober, fruchtbar vom 14. bis 20. Oktober, nächste Periode am 2. November.
  • Drei Zyklen: Die Tabelle unter dem Ergebnis zeigt Eisprung und fruchtbare Tage für die nächsten drei Zyklen, praktisch für die Planung eines Urlaubs oder eines Kinderwunschs.

Die Formeln: Nächste Periode = letzte Periode + Zykluslänge, Eisprung = nächste Periode - 14 Tage, fruchtbare Tage = Eisprung - 5 bis Eisprung + 1. Der Test ist ab dem Tag nach der ausbleibenden Periode zuverlässig. Alles gilt für regelmäßige Zyklen und ist eine Schätzung; der echte Eisprung kann um mehrere Tage abweichen. Zur Verhütung taugt diese Rechnung nicht. Ist es passiert, zeigt der Entbindungstermin-Rechner den Termin und der Schwangerschaftswochen-Rechner die Woche.

Wissenswertes zum Thema

Der Zyklus: Zwei Hälften, nur eine ist variabel

Ein Menstruationszyklus beginnt am ersten Tag der Blutung und endet am Tag vor der nächsten. Die erste Hälfte, die Follikelphase, ist die Zeit, in der eine Eizelle heranreift; sie dauert bei einem 28-Tage-Zyklus etwa 14 Tage, kann aber zwischen 10 und 20 Tagen schwanken, je nach Stress, Krankheit, Reisen oder einfach ohne Grund. Dann kommt der Eisprung, die Eizelle wandert in den Eileiter und ist dort 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Die zweite Hälfte, die Lutealphase, ist bemerkenswert konstant: 12 bis 16 Tage, meist 14, weil der Gelbkörper, der nach dem Eisprung entsteht, eine feste Lebensdauer hat. Deshalb rechnet der Rechner vom Ende her. Normal ist alles zwischen 21 und 35 Tagen; wer kürzere, längere oder stark schwankende Zyklen hat, sollte das mit der Frauenärztin besprechen, denn dann stimmt auch die Rechnung nicht. Nach dem Absetzen der Pille brauchen viele Frauen einige Monate, bis der Zyklus wieder regelmäßig ist.

Das fruchtbare Fenster: Sechs Tage, zwei davon zählen

Spermien können im Gebärmutterhals bis zu fünf Tage überleben, die Eizelle nur etwa einen Tag. Das fruchtbare Fenster reicht deshalb von fünf Tagen vor dem Eisprung bis einen Tag danach, sechs Tage insgesamt. Die Wahrscheinlichkeit ist aber nicht gleich verteilt: Am Tag vor dem Eisprung und am Eisprungtag selbst liegt sie bei etwa 25 bis 30 Prozent je Zyklus, fünf Tage davor bei unter 10 Prozent, am Tag danach fällt sie steil ab. Der Rechner markiert diese beiden Tage als „fruchtbarster Tag“. Wer schwanger werden möchte, sollte ab etwa drei Tagen vor dem errechneten Eisprung jeden zweiten Tag Verkehr haben, dann ist das Fenster abgedeckt, auch wenn der Eisprung ein paar Tage früher oder später kommt. Mit 25 Jahren werden etwa 25 Prozent der Paare pro Zyklus schwanger, mit 35 noch rund 15, mit 40 unter 10 Prozent; nach einem Jahr ohne Erfolg unter 35 und nach sechs Monaten über 35 lohnt der Weg in die Praxis.

Genauer als der Kalender: Temperatur, Schleim, Test

Der Rechner schätzt. Wer es genauer wissen will, beobachtet den Körper. Die Basaltemperatur, morgens vor dem Aufstehen gemessen, steigt nach dem Eisprung um 0,2 bis 0,5 Grad und bleibt bis zur Periode oben; sie zeigt den Eisprung also erst im Nachhinein, aber nach drei Monaten Messen kennt man sein Muster. Der Zervixschleim wird um den Eisprung klar, dehnbar und spinnbar wie rohes Eiweiß, das ist das zuverlässigste Vorzeichen. Ovulationstests aus der Drogerie messen das luteinisierende Hormon im Urin, das 24 bis 36 Stunden vor dem Eisprung ansteigt; mit ihnen lässt sich der Tag auf einen Tag genau treffen. Die Kombination aus Temperatur und Schleim ist als symptothermale Methode auch zur Verhütung anerkannt, wenn sie konsequent angewendet wird, der reine Kalender ist es nicht; mit ihm werden nach der Statistik 9 bis 25 von 100 Frauen im Jahr ungewollt schwanger. Und wer die fruchtbaren Tage kennt, kennt auch den Termin: Beim Fruchtbare-Tage-Rechner steht die Zyklusübersicht noch einmal im Detail.

Ein Stück Geschichte: Knaus, Ogino und der Kalender

Dass der Eisprung in der Zyklusmitte liegt, ist eine Erkenntnis des 20. Jahrhunderts. Bis dahin glaubte die Medizin, die fruchtbaren Tage lägen um die Menstruation, wie bei Hündinnen die Läufigkeit. Der japanische Gynäkologe Kyusaku Ogino veröffentlichte 1924 nach Operationen, bei denen er Eierstöcke untersucht hatte, dass der Eisprung 12 bis 16 Tage vor der nächsten Blutung stattfindet, und der Österreicher Hermann Knaus kam 1929 unabhängig zum selben Ergebnis. Die Knaus-Ogino-Methode wurde als „Kalendermethode“ zur ersten natürlichen Verhütung und von der katholischen Kirche 1951 ausdrücklich gebilligt; Ogino selbst hatte sie eigentlich für den Kinderwunsch gedacht und warnte vor der Verhütung damit, weil er wusste, wie sehr die erste Zyklushälfte schwankt. Die Statistik gab ihm recht, und die „Knaus-Ogino-Kinder“ wurden zum geflügelten Wort. Mit der Pille ab 1961 verlor der Kalender an Bedeutung, mit den Ovulationstests ab den 1990ern und den Zyklus-Apps seit 2010 ist er zurück, als Werkzeug für den Kinderwunsch. Der Rechner steht in dieser Tradition: Er sagt, wann es wahrscheinlich ist, nicht, wann es sicher nicht ist.

Praktische Hinweise

Führen Sie drei Monate lang Buch über Ihre Periode, bevor Sie dem Rechner vertrauen; die durchschnittliche Zykluslänge ist die richtige Eingabe. Nutzen Sie die Dreizyklen-Tabelle für die Planung, aber kombinieren Sie sie bei Kinderwunsch mit Ovulationstests ab etwa dem 10. Zyklustag. Fangen Sie mit Folsäure an, sobald der Wunsch besteht, nicht erst beim positiven Test, denn die ersten Wochen sind die wichtigsten für die Entwicklung des Nervensystems. Machen Sie den Schwangerschaftstest frühestens am Tag der ausbleibenden Periode mit Morgenurin, früher sind die Tests oft falsch negativ. Und wenn es länger dauert: Ein Jahr ist normal, und die meisten Paare, die nach einem Jahr noch nicht schwanger sind, werden es im zweiten. Wie alt das Kind einmal ist, wenn Sie 50 werden, verrät der Altersunterschied-Rechner, und wann der Termin wäre, der Entbindungstermin-Rechner.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meinen Eisprung?

Nächste Periode minus 14 Tage. Bei Periode am 1. Oktober und 28-Tage-Zyklus ist die nächste Periode am 29. Oktober und der Eisprung am 15. Oktober. Bei 32 Tagen liegt er am 19. Oktober. Der Rechner zeigt dazu die fruchtbaren Tage.

Wann sind die fruchtbaren Tage?

Fünf Tage vor dem Eisprung bis einen Tag danach, weil Spermien bis zu fünf Tage überleben und die Eizelle etwa einen Tag. Bei Eisprung am 15. Oktober also vom 10. bis 16. Oktober, am fruchtbarsten sind der 14. und 15. Oktober.

Ist der Eisprung immer am 14. Tag?

Nein, nur bei einem 28-Tage-Zyklus. Konstant ist die Zeit nach dem Eisprung bis zur Periode mit etwa 14 Tagen. Bei 24-Tage-Zyklen liegt der Eisprung um den 10. Tag, bei 35 Tagen um den 21. Tag.

Kann ich mit dem Eisprungrechner verhüten?

Nein. Der Eisprung kann um mehrere Tage schwanken, und die Kalendermethode hat eine Versagerquote von 9 bis 25 Prozent im Jahr. Zur Verhütung sind nur die symptothermale Methode mit Temperatur und Schleim oder andere Verhütungsmittel geeignet.

Ab wann kann ich einen Schwangerschaftstest machen?

Ab dem Tag der ausbleibenden Periode mit Morgenurin, bei Periode am 1. Oktober und 28-Tage-Zyklus also ab dem 30. Oktober. Frühtests versprechen Ergebnisse einige Tage vorher, sind dann aber häufiger falsch negativ.

Woran erkenne ich den Eisprung?

An klarem, spinnbarem Zervixschleim in den Tagen davor, einem Anstieg der Basaltemperatur um 0,2 bis 0,5 Grad danach, manchmal an einem Ziehen im Unterbauch, dem Mittelschmerz. Ovulationstests zeigen den LH-Anstieg 24 bis 36 Stunden vorher.

Wie oft sollte man bei Kinderwunsch Verkehr haben?

Ab etwa drei Tagen vor dem errechneten Eisprung jeden zweiten Tag bis einen Tag danach. So ist das fruchtbare Fenster abgedeckt, auch wenn der Eisprung früher oder später kommt als berechnet.

Wie hoch ist die Chance pro Zyklus?

Mit 25 Jahren etwa 25 Prozent je Zyklus, mit 35 rund 15 Prozent, mit 40 unter 10 Prozent. Nach einem Jahr ohne Erfolg unter 35 Jahren, nach sechs Monaten darüber, lohnt der Besuch in der Praxis.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: Wilcox AJ et al.: Timing of sexual intercourse in relation to ovulation, New England Journal of Medicine 1995, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Natürliche Familienplanung, Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe: Empfehlungen zur Diagnostik bei Kinderwunsch, Pro Familia: Verhütungsmethoden und Pearl-Index