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BARF-Rechner für Hunde

Tagesration Rohfutter nach Gewicht und Aktivität, aufgeteilt in Fleisch, Pansen, Knochen, Innereien, Gemüse.

Wie viel BARF-Futter braucht mein Hund?

Gewicht, Aktivität und Anteil tierisch/pflanzlich.

Beispiel: 8-kg-Hund bei 3 %: 240 g am Tag

So funktioniert der BARF-Rechner für Hunde

Der BARF-Rechner rechnet die Futtermenge für den Hund nach dem verbreiteten BARF-Schema: Aus dem Körpergewicht und dem Prozentsatz für Aktivität und Alter, 2 Prozent für Senioren und Übergewichtige, 2,5 für normal aktive Hunde, 3 für Sporthunde, 4 und 6 für Welpen, ergibt sich die Tagesration in Gramm, und die teilt der Rechner in 80 oder 70 Prozent tierisch und 20 oder 30 Prozent pflanzlich, den tierischen Teil in Muskelfleisch, Pansen, fleischige Knochen und Innereien nach 50/20/15/15, den pflanzlichen in Gemüse und Obst nach 75/25. Dazu die Wochenmenge zum Einkaufen und die Ölmenge.

Merksatz: Zwei bis drei Prozent des Körpergewichts am Tag, davon vier Fünftel aus dem Tier und ein Fünftel aus dem Garten, und vom Tier die Hälfte Muskelfleisch. Die Eselsbrücke für den tierischen Teil: 50-20-15-15, Fleisch, Pansen, Knochen, Innereien, und von den Innereien die Hälfte Leber.

Drei Beispiele:

  • 8-kg-Hund, sehr aktiv, 3 Prozent, 80/20: 240 g am Tag, 1,68 kg je Woche; 192 g tierisch mit 96 g Muskelfleisch, 38 g Pansen, 29 g Knochen, 29 g Innereien, dazu 36 g Gemüse, 12 g Obst, 2 ml Öl.
  • 25-kg-Hund, normal aktiv, 2,5 Prozent, 80/20: 625 g am Tag, 4,38 kg je Woche; 250 g Muskelfleisch, 100 g Pansen, 75 g Knochen, 75 g Innereien, 94 g Gemüse, 31 g Obst, 6,3 ml Öl.
  • 30-kg-Senior oder Übergewicht, 2 Prozent, 70/30: 600 g am Tag, 4,2 kg je Woche; 210 g Muskelfleisch, 84 g Pansen, 63 g Knochen, 63 g Innereien, 135 g Gemüse, 45 g Obst, 7,5 ml Öl.

Formeln: Tagesmenge = Gewicht × Prozentsatz, tierisch = Tagesmenge × 80 % (oder 70 %), pflanzlich der Rest, Muskelfleisch 50 %, Pansen 20 %, Knochen 15 %, Innereien 15 % des tierischen Teils, Gemüse 75 %, Obst 25 % des pflanzlichen Teils, Öl = 0,25 ml je kg. Wer Mengen für mehrere Tage vorbereitet und portioniert, skaliert mit dem Rezeptmengen-Rechner, und was der Monat an Fleisch kostet, überschlägt der Dreisatz-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Das BARF-Schema: Prozentsatz, Aufteilung, Bausteine

BARF steht für "Biologisch Artgerechtes Rohes Futter" und meint die Fütterung mit rohem Fleisch, Knochen, Innereien und püriertem Gemüse, nach dem Vorbild der Beute des Wolfs, und das Mengenschema, mit dem der Rechner arbeitet, ist die Faustregel der BARF-Literatur: 2 bis 3 Prozent des Körpergewichts am Tag für erwachsene Hunde, weniger für ruhige, alte und übergewichtige, mehr für Sport- und Arbeitshunde, und 4 bis 6 Prozent für Welpen, die im Verhältnis zum Gewicht viel mehr brauchen, 6 Prozent mit 2 bis 4 Monaten, 4 mit 4 bis 6, danach absteigend bis zum Erwachsenenwert mit 12 bis 18 Monaten. Die Aufteilung 80 zu 20 in tierisch und pflanzlich gilt als Standard, 70 zu 30 für Hunde, die mehr Ballaststoffe brauchen oder abnehmen sollen. Im tierischen Teil liefert Muskelfleisch mit 50 Prozent Eiweiß und Fett, Rind, Lamm, Geflügel, Pferd, Fisch, im Wechsel; Pansen und Blättermagen mit 20 Prozent liefern Bakterien, Enzyme und vorverdautes Pflanzenmaterial, roh und ungewaschen, der Geruch ist der Preis; fleischige Knochen mit 15 Prozent, Hühnerhälse, Flügel, Rinderbrustbein, Kalbsrippe, liefern Kalzium und Phosphor im richtigen Verhältnis und beschäftigen das Gebiss, und sie sind die Komponente, bei der der Rechner die Mengen für die Zähne zählt, nicht für die Knochen im Fleisch; Innereien mit 15 Prozent, davon die Hälfte Leber, der Rest Niere, Milz, Herz, Lunge, liefern Vitamin A, B-Vitamine, Eisen und Kupfer, und Leber ist so vitaminreich, dass mehr als die Hälfte der Innereien zu viel wäre. Gemüse püriert oder gedünstet, weil der Hund Zellulose nicht aufschließt, Karotte, Zucchini, Kürbis, Blattsalat, kein Zwiebelgewächs, Obst als kleinerer Teil, Apfel, Beeren, Banane, keine Weintrauben. Öl, Lachs- oder Leinöl, ergänzt Omega-3-Fettsäuren, die im Fleisch von Stalltieren fehlen. Was die Wochenration an Kilogramm kostet, rechnet der Dreisatz-Rechner aus dem Kilopreis.

Was der Rechner nicht rechnet: Supplemente, Risiken, Tierarzt

Das Prozentschema ist ein Mengengerüst, keine Nährstoffberechnung, und die Fachtierärzte für Tierernährung sehen das BARF-Schema kritisch: Studien der Universität München und der Tierärztlichen Hochschule Hannover fanden in der Mehrzahl selbst zusammengestellter Rationen Unter- oder Überversorgungen, meist bei Kalzium, Jod, Vitamin D, Kupfer und Zink, und bei Rationen ohne Knochen regelmäßig Kalziummangel, der bei Welpen zu Skelettschäden führt. Deshalb gehört zu jeder BARF-Ration eine Jodquelle, Seealgenmehl in kleiner Menge, Vitamin D aus Lebertran oder Fisch, und bei knochenfreier Fütterung Kalzium aus Eierschalenpulver oder Knochenmehl, und bei Welpen, tragenden Hündinnen und kranken Hunden eine Rationsberechnung durch einen Tierarzt mit Zusatzbezeichnung Tierernährung, die 100 bis 200 Euro kostet und einmal für Jahre gilt. Die hygienischen Risiken sind real: Rohes Fleisch enthält häufig Salmonellen, Campylobacter und resistente Keime, die der Hund meist verträgt, aber über Kot, Speichel und Küche an Menschen weitergibt, weshalb Kleinkinder, Schwangere, Alte und Kranke im Haushalt ein Grund gegen BARF sind, und das Robert Koch-Institut und das Bundesinstitut für Risikobewertung raten entsprechend. Knochen nie gekocht, sie splittern; nie tragende Knochen großer Tiere, sie brechen Zähne; Schweinefleisch nur gefroren oder gar nicht wegen des Aujeszky-Virus, das für Hunde tödlich ist. Die Gewichtskontrolle alle zwei Wochen ist die Regel, die den Prozentsatz nachjustiert, und der Rechner liefert den Ausgangswert. Für die Umrechnung von Gramm je Tag in Mahlzeiten mit zwei oder drei Portionen und in Vorratsportionen für die Gefriertruhe hilft der Rezeptmengen-Rechner.

Typische Fehler beim Barfen

Der erste Fehler ist die Fütterung nur mit Muskelfleisch, viel Eiweiß, kein Kalzium, kein Vitamin A, und nach Monaten ein Hund mit weichen Knochen und stumpfem Fell. Der zweite ist zu viel Leber, Vitamin-A-Überschuss macht Gelenkprobleme, die Hälfte der Innereien ist die Grenze, 14 Gramm am Tag beim 8-Kilo-Hund. Der dritte ist das Vergessen von Jod, Seealgenmehl nach Packungsangabe, 0,1 bis 0,2 Gramm je 10 Kilogramm, zu viel ist auch schädlich. Der vierte ist Gemüse im Stück, das unverdaut wieder herauskommt. Der fünfte ist der feste Prozentsatz ohne Waage, 2,5 Prozent sind für den einen Hund zu viel und für den anderen zu wenig, der Hund entscheidet. Der sechste sind Welpen nach Erwachsenenschema, sie brauchen das Doppelte und eine berechnete Kalziumversorgung. Der siebte ist die Umstellung über Nacht, drei bis vier Wochen mit steigendem Rohanteil sind schonender. Der achte ist rohes Fleisch bei immungeschwächten Hunden und Menschen im Haushalt. Der neunte ist die Rechnung in Prozent bei sehr kleinen und sehr großen Hunden, ein 3-Kilo-Chihuahua braucht eher 4 Prozent, ein 70-Kilo-Mastiff eher 1,5, weil der Energiebedarf nicht linear mit dem Gewicht wächst, und der zehnte ist das Füttern direkt nach dem Toben, Magendrehung bei großen Rassen. Wie sich der Energiebedarf mit dem Stoffwechselgewicht statt mit dem Gewicht ändert, ist dieselbe Mathematik wie beim Menschen, und der Grundumsatz-Rechner zeigt das Prinzip.

Ein Stück Geschichte: Von Billinghursts Knochen zur Barfer-Szene

Hunde fraßen Reste vom Tisch, Schlachtabfälle und Brot, bis James Spratt 1860 in London den ersten Hundekuchen aus Weizen, Rindfleisch und Rüben erfand, nachdem er Straßenhunde Schiffszwieback fressen sah, und ab 1922 Dosenfutter aus Pferdefleisch in den USA die Rohfütterung ablöste; Trockenfutter nach dem Extrusionsverfahren von Purina 1957 machte sie zur Randerscheinung. Die Rückkehr begann in Australien: Der Tierarzt Ian Billinghurst veröffentlichte 1993 "Give Your Dog a Bone", in dem er Trockenfutter für Zivilisationskrankheiten verantwortlich machte und rohe fleischige Knochen als Grundlage empfahl, und 1993 prägte die Amerikanerin Debbie Tripp das Kürzel BARF, zunächst für "Born Again Raw Feeders", später "Bones and Raw Food" und "Biologically Appropriate Raw Food". In Deutschland verbreitete Swanie Simon ab 2000 das Prozentschema mit Muskelfleisch, Pansen, Knochen und Innereien, das der Rechner nutzt, über Bücher und Foren, und BARF wurde in den 2010er Jahren zur Szene mit Fleischhändlern, Fertigmischungen, Beratern und einem Markt, der 2024 in Deutschland auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt wird; rund 10 bis 15 Prozent der Hundehalter barfen ganz oder teilweise. Die Wissenschaft lieferte ab 2005 die Gegenstimme, mit Rationsanalysen, Keimstudien und der Erkenntnis, dass der Hund seit der Domestikation vor 15.000 Jahren Stärke besser verdaut als der Wolf, weil sich die Amylase-Gene vervielfacht haben. Der Rechner rechnet das Schema, das Billinghurst aus den Knochen und Simon aus den Prozenten gemacht hat.

Praktische Tipps

Beginnen Sie mit 2,5 Prozent und wiegen Sie den Hund alle zwei Wochen. Halten Sie die Leber bei der Hälfte der Innereien. Ergänzen Sie Jod und bei knochenfreier Fütterung Kalzium. Pürieren Sie Gemüse. Frieren Sie Schweinefleisch mindestens drei Wochen ein oder lassen Sie es weg. Füttern Sie keine gekochten und keine tragenden Knochen. Lassen Sie Welpen- und Krankenrationen berechnen. Achten Sie auf Küchenhygiene, rohes Fleisch ist rohes Fleisch. Stellen Sie über drei bis vier Wochen um. Und bereiten Sie Wochenrationen vor, 1,68 Kilogramm für den 8-Kilo-Hund, in Tagesportionen eingefroren. Für die Portionierung einer Wochenmenge auf 14 Mahlzeiten rechnet der Rezeptmengen-Rechner.

Häufige Fragen

Wie viel BARF braucht mein Hund am Tag?

2 bis 3 Prozent des Körpergewichts, bei 25 kg und 2,5 Prozent 625 g, bei 8 kg und 3 Prozent 240 g. Senioren und Übergewichtige 2 Prozent, Sporthunde 3, Welpen 4 bis 6. Der Prozentsatz ist ein Startwert, das Gewicht des Hundes alle zwei Wochen entscheidet über die Anpassung.

Wie teile ich die Ration auf?

80 Prozent tierisch, 20 Prozent pflanzlich. Vom tierischen Teil 50 Prozent Muskelfleisch, 20 Pansen oder Blättermagen, 15 fleischige Knochen, 15 Innereien mit der Hälfte Leber. Vom pflanzlichen Teil 75 Prozent püriertes Gemüse, 25 Obst. Bei 625 g: 250 g Fleisch, 100 g Pansen, 75 g Knochen, 75 g Innereien, 94 g Gemüse, 31 g Obst.

Wie viel bekommt ein Welpe?

6 Prozent des aktuellen Gewichts mit 2 bis 4 Monaten, 4 Prozent mit 4 bis 6 Monaten, danach absteigend bis zum Erwachsenenwert mit 12 bis 18 Monaten, bei großen Rassen später. Für Welpen gehört die Kalzium- und Phosphorversorgung von einem Tierarzt für Tierernährung berechnet, Fehler zeigen sich am Skelett.

Welche Knochen darf der Hund?

Fleischige, weiche Knochen roh: Hühnerhälse, Flügel, Karkassen, Rinderbrustbein, Kalbsrippe, Lammrippe. Nie gekochte Knochen, sie splittern, nie tragende Röhrenknochen großer Tiere, sie brechen Zähne. 15 Prozent des tierischen Teils, beim 25-kg-Hund 75 g am Tag. Ohne Knochen muss Kalzium ergänzt werden.

Welche Zusätze braucht BARF?

Jod über Seealgenmehl, Omega-3 über Lachs- oder Leinöl, 0,25 ml je Kilogramm, Vitamin D über Fisch oder Lebertran, bei knochenfreier Fütterung Kalzium aus Eierschale oder Knochenmehl. Studien finden in den meisten selbst gemischten Rationen Lücken bei Kalzium, Jod, Vitamin D, Kupfer und Zink.

Ist rohes Fleisch für den Hund gefährlich?

Für gesunde erwachsene Hunde meist nicht, für den Haushalt schon: Rohfleisch enthält oft Salmonellen und resistente Keime, die über Kot und Speichel an Menschen gehen. Bei Kleinkindern, Schwangeren, Alten und Kranken im Haushalt raten RKI und BfR ab. Schweinefleisch nur drei Wochen gefroren wegen des Aujeszky-Virus.

Wie viel Fleisch muss ich je Woche kaufen?

Tagesmenge mal sieben: 1,68 kg für den 8-kg-Hund, 4,38 kg für den 25-kg-Hund, 4,2 kg für den 30-kg-Senior mit 2 Prozent. Viele Barfer kaufen monatlich gefroren und portionieren Tagesrationen in Dosen oder Beutel für die Truhe.

Gilt der Rechner auch für Katzen?

Nein. Katzen sind reine Fleischfresser mit anderem Bedarf: kein Gemüseanteil, mehr Taurin, mehr Fett, 2 bis 4 Prozent des Gewichts, und sie reagieren empfindlicher auf Fehler. Für Katzen gehört die Ration in jedem Fall berechnet, Rezepte für Hunde passen nicht.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: Bundesinstitut für Risikobewertung: Stellungnahme zu Rohfleischfütterung (BARF) und Keimbelastung, Dillitzer, Becker, Kienzle: Intake of minerals, trace elements and vitamins in bone and raw food rations in adult dogs, British Journal of Nutrition (2011), Ian Billinghurst: Give Your Dog a Bone (1993), Swanie Simon: BARF, Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde