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Körpergröße-Kind-Rechner

Größe der Eltern, Alter und aktuelle Größe des Kindes eintragen: Der Rechner nennt die erwartete Endgröße nach der Tanner-Formel, ordnet die Größe in die Perzentilen ein und prüft, ob das Wachstumstempo zum Alter passt.

Wie groß wird mein Kind einmal?

Größe beider Eltern und Geschlecht des Kindes.

Beispiel: Vater 180 cm, Mutter 167 cm, Junge: 180 cm, meist zwischen 172 und 189

Auf welcher Perzentile liegt mein Kind?

Alter, Geschlecht und aktuelle Größe.

Beispiel: Junge, 8 Jahre, 131 cm: 65. Perzentile, Normalbereich 119 bis 139 cm

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Wächst mein Kind im normalen Tempo?

Alter, Geschlecht, zwei Messungen und der Abstand in Monaten.

Beispiel: 135 auf 140 cm in 12 Monaten mit 10 Jahren: 5 cm je Jahr, üblich

So funktioniert der Körpergröße-Kind-Rechner

Der Körpergröße-Rechner beantwortet die Frage Wie groß wird mein Kind? auf drei Wegen. Der erste Kasten nutzt die Tanner-Formel, mit der Kinderärzte die genetische Zielgröße abschätzen: Mittelwert der Elterngrößen plus 6,5 Zentimeter für Jungen, minus 6,5 Zentimeter für Mädchen, mit einem Streubereich von plus/minus 8,5 Zentimetern, in dem zwei von drei Kindern landen. Der zweite Kasten ordnet die aktuelle Größe in die Perzentilen für Alter und Geschlecht ein, angenähert an die Referenzwerte der KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts, und zeigt den Normalbereich zwischen der 3. und der 97. Perzentile sowie die Prognose, wenn das Kind auf seiner Kurve bleibt. Der dritte Kasten rechnet aus zwei Messungen das Wachstumstempo in Zentimetern je Jahr und vergleicht es mit dem üblichen Tempo in diesem Alter.

Drei Beispiele:

  • Vater 180 cm, Mutter 167 cm, Junge: Elternmittel 173,5 cm plus 6,5 = 180 cm Zielgröße, wahrscheinlicher Bereich 172 bis 189 cm, genau der Durchschnitt junger Männer in Deutschland. Für ein Mädchen von 175 und 160 cm großen Eltern ergibt sich 161 cm (153 bis 170), fünf Zentimeter unter dem Durchschnitt von 166 cm.
  • Junge, 8 Jahre, 131 cm: Mittelwert 129 cm, Abweichung +2 cm oder 0,4 Standardabweichungen, 65. Perzentile: 65 Prozent der Gleichaltrigen sind kleiner. Normalbereich 119 bis 139 cm, Prognose bei gleicher Perzentile 181 cm. Ein Mädchen mit 12,5 Jahren und 148 cm liegt auf der 12. Perzentile, ein Junge mit 5 Jahren und 118 cm auf der 94.
  • Junge, 10 Jahre, von 135 auf 140 cm in 12 Monaten: 5,0 cm je Jahr, genau das übliche Tempo in diesem Alter. Ein Siebenjähriger mit 3 cm im Jahr liegt unter 4 cm, was der Kinderarzt sehen sollte; ein 13-jähriges Mädchen mit 7 cm ist im Pubertätsschub.

Formeln: Zielgröße = (Vater + Mutter) / 2 ± 6,5 cm; Perzentile aus z = (Größe minus Mittelwert) / Standardabweichung über die Normalverteilung; Tempo = Zuwachs / Monate × 12. Die Standardabweichung wächst mit dem Alter von rund 4 auf 7 Zentimeter. Den BMI des Kindes mit Perzentilen rechnet der BMI-Rechner, das Alter auf den Tag genau der Altersrechner, das Idealgewicht nach Größe der Idealgewicht-Rechner, und die statistische Lebenserwartung der Lebenserwartungs-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Zielgröße: Was die Eltern vererben

Die Körpergröße ist zu etwa 80 Prozent erblich, aber nicht durch ein einzelnes Gen, sondern durch Tausende kleine Varianten, weshalb sich die Endgröße eines Kindes nur grob aus den Eltern vorhersagen lässt. Die Tanner-Formel (nach dem britischen Kinderarzt James Tanner, 1970) nimmt den Mittelwert beider Eltern und korrigiert um die halbe durchschnittliche Differenz zwischen Männern und Frauen, 13 Zentimeter, also plus 6,5 für Söhne und minus 6,5 für Töchter. Das Ergebnis heißt genetische Zielgröße oder Target Height; sie erklärt rund 60 Prozent der tatsächlichen Endgröße, der Streubereich von plus/minus 8,5 Zentimetern entspricht einer Standardabweichung. Ernährung, Schlaf, Krankheiten, der Zeitpunkt der Pubertät und sportliche Belastung machen den Rest; Kinder aus großen Elternhäusern bleiben im Schnitt etwas unter der Zielgröße, Kinder kleiner Eltern liegen darüber (Regression zur Mitte). Der Durchschnitt junger Erwachsener in Deutschland liegt bei 180 Zentimetern für Männer und 166 Zentimetern für Frauen, und er wächst seit hundert Jahren um gut einen Zentimeter je Jahrzehnt, inzwischen aber kaum noch.

Perzentilen: Wo das Kind im Vergleich steht

Kinderärzte beurteilen die Größe nicht absolut, sondern über Perzentilenkurven: Die 50. Perzentile ist der Mittelwert, die 3. und 97. Perzentile begrenzen den Normalbereich, in dem 94 Prozent aller gesunden Kinder liegen. In Deutschland gelten die Kurven der KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts (2003 bis 2006, über 17.000 Kinder), die auch im gelben Untersuchungsheft stehen; der Rechner nähert sie mit Mittelwerten und altersabhängiger Streuung an. Ein einzelner Wert sagt wenig: Ein Kind auf der 10. Perzentile ist klein, aber gesund, wenn es auf dieser Kurve bleibt. Auffällig ist ein Wechsel der Kurve, etwa ein Abfall von der 50. auf die 10. Perzentile innerhalb von zwei Jahren, oder eine Größe unter der 3. Perzentile, die der Arzt abklären sollte: Wachstumshormonmangel, Schilddrüsenunterfunktion, Zöliakie und chronische Erkrankungen bremsen das Wachstum, und einige davon sind gut behandelbar, wenn sie früh erkannt werden. Bleibt das Kind auf seiner Perzentile, lässt sich die Endgröße ablesen: Ein Junge auf der 65. Perzentile wird etwa 181 Zentimeter groß. Die genaueste Prognose liefert das Knochenalter aus einem Röntgenbild der linken Hand, das zeigt, wie viel Wachstum in den Wachstumsfugen noch steckt.

Wachstumsphasen: Vom Säugling bis zum Schub

Kinder wachsen nicht gleichmäßig. Im ersten Jahr legen sie rund 25 Zentimeter zu, im zweiten 12, danach bis zur Pubertät 5 bis 6 Zentimeter im Jahr, mit einem Tief von 4 bis 5 kurz vor dem Schub. Der Pubertätswachstumsschub beginnt bei Mädchen mit 10 bis 11 Jahren und erreicht mit 12 seinen Gipfel von 8 bis 9 Zentimetern im Jahr; bei Jungen startet er zwei Jahre später und bringt mit 14 bis zu 10 Zentimeter. Danach schließen sich die Wachstumsfugen, bei Mädchen etwa zwei Jahre nach der ersten Regelblutung, meist mit 15 bis 16, bei Jungen mit 17 bis 18. Weil Mädchen früher in den Schub kommen, sind sie zwischen 11 und 13 oft größer als gleichaltrige Jungen. Ein Tempo unter 4 Zentimetern im Jahr im Grundschulalter gilt als Anlass für eine Abklärung, über 9 außerhalb der Pubertät ebenfalls. Gemessen wird morgens, ohne Schuhe, mit dem Rücken an der Wand und mindestens im Abstand von sechs Monaten, weil Kinder im Frühjahr schneller wachsen als im Herbst und die Messfehler sonst das Tempo verfälschen.

Ein Stück Geschichte

Die erste systematische Wachstumsmessung stammt aus dem 18. Jahrhundert: Der französische Graf Philibert de Montbeillard maß seinen Sohn von 1759 bis 1777 alle sechs Monate, und Buffon veröffentlichte die Tabelle in seiner Naturgeschichte; sie zeigt bereits den Pubertätsschub. Der belgische Statistiker Adolphe Quetelet erhob um 1830 die ersten Bevölkerungsdaten zur Körpergröße und erfand nebenbei den Body-Mass-Index. Die Perzentilenkurve als Werkzeug führten James Tanner und Reginald Whitehouse in den 1960er-Jahren in England ein, Tanner entwickelte auch die Stadien der Pubertät und die Zielgrößenformel. Deutschland nutzte lange die Zürcher Längsschnittstudie und die Kurven von Prader, bis das Robert Koch-Institut 2007 die KiGGS-Referenzen vorlegte. Die Größe selbst hat eine beeindruckende Geschichte: Deutsche Rekruten maßen um 1870 im Schnitt 167 Zentimeter, heute sind junge Männer 180; die Niederlande führen mit 184 Zentimetern die Weltrangliste an, und der Zuwachs des 20. Jahrhunderts gilt als bester Indikator für Ernährung und Gesundheit einer Bevölkerung.

Praktische Tipps

Tragen Sie die Größe des Kindes regelmäßig in die Perzentilenkurve des gelben Hefts ein, der Verlauf ist wichtiger als jeder Einzelwert. Lassen Sie einen Kurvenwechsel oder ein Tempo unter 4 Zentimetern im Jahr beim Kinderarzt abklären; Wachstumsstörungen sind umso besser behandelbar, je früher sie erkannt werden. Verlassen Sie sich nicht auf Verdopplungsregeln ("Größe mit zwei mal zwei"), die liegen oft um 5 Zentimeter daneben. Sorgen Sie für ausreichend Schlaf, denn das Wachstumshormon wird im Tiefschlaf ausgeschüttet, und für abwechslungsreiche Ernährung mit genug Eiweiß, Kalzium und Vitamin D. Und nehmen Sie die Prognose gelassen: Die Tanner-Formel liegt bei jedem dritten Kind um mehr als 8 Zentimeter daneben.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Endgröße meines Kindes?

Mit der Tanner-Formel: Größe von Vater und Mutter addieren, halbieren und für Jungen 6,5 cm dazurechnen, für Mädchen abziehen. Bei 180 und 167 cm ergibt das 180 cm für einen Jungen und 167 cm für ein Mädchen, jeweils plus/minus 8,5 cm.

Wie genau ist die Tanner-Formel?

Zwei von drei Kindern landen im Bereich von plus/minus 8,5 cm, eines von drei außerhalb. Die Formel erklärt rund 60 Prozent der Endgröße; genauer ist die Prognose über Perzentile und Knochenalter beim Kinderarzt.

Was bedeutet die 50. Perzentile?

Der Mittelwert: Die Hälfte der gleichaltrigen Kinder desselben Geschlechts ist kleiner, die Hälfte größer. Die 3. bis 97. Perzentile gelten als Normalbereich, Werte darunter oder darüber sollte der Kinderarzt einordnen.

Wann wächst ein Kind zu langsam?

Unter 4 cm im Jahr zwischen dem 3. Lebensjahr und der Pubertät, oder wenn das Kind seine Perzentilenkurve nach unten verlässt. Ursachen können Hormonmangel, Schilddrüse, Zöliakie oder chronische Krankheiten sein, viele sind behandelbar.

Wie viel wachsen Kinder pro Jahr?

Im ersten Lebensjahr rund 25 cm, im zweiten 12 cm, danach 5 bis 6 cm bis zur Pubertät. Im Pubertätsschub bis zu 8 bis 9 cm bei Mädchen (um 12) und 10 cm bei Jungen (um 14), danach kaum noch.

Bis wann wachsen Mädchen und Jungen?

Mädchen bis etwa 15 bis 16 Jahre, rund zwei Jahre nach der ersten Regelblutung; Jungen bis 17 bis 18, manche bis 20. Dann sind die Wachstumsfugen geschlossen, Röntgenbilder der Hand zeigen das.

Stimmt die Regel "Größe mit zwei Jahren mal zwei"?

Nur grob. Mit zwei Jahren haben Kinder etwa die Hälfte ihrer Endgröße erreicht, aber die Streuung ist groß; die Regel liegt häufig um 5 cm und mehr daneben. Perzentile und Elterngröße sind verlässlicher.

Woher kommen die Referenzwerte im Rechner?

Angenähert an die Perzentilen der KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts, die auch im gelben Untersuchungsheft verwendet werden. Der Rechner arbeitet mit gerundeten Mittelwerten und einer altersabhängigen Standardabweichung, nicht mit den exakten Kurven.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: Robert Koch-Institut: Referenzperzentile für anthropometrische Maßzahlen (KiGGS), Tanner, Goldstein, Whitehouse: Standards for children's height at ages 2 to 9 years allowing for height of parents, Arch Dis Child 1970, Deutsche Gesellschaft für Kinderendokrinologie und -diabetologie: Leitlinie Kleinwuchs, Statistisches Bundesamt: Mikrozensus, Körpermaße der Bevölkerung, NCD Risk Factor Collaboration: A century of trends in adult human height, eLife 2016