Schwangerschaftswochen-Rechner
In welcher Woche bin ich? Aus dem ersten Tag der letzten Periode und der Zykluslänge ergeben sich SSW, Trimester und Termin.
In welcher Schwangerschaftswoche bin ich heute?
Nach der Naegele-Regel, mit Zykluskorrektur.
Beispiel: Letzte Periode vor 200 Tagen bei 30-Tage-Zyklus: 29. SSW
So funktioniert der Schwangerschaftswochen-Rechner
„In welcher Woche bist du?“ ist die Frage, die Schwangere am häufigsten hören, und die Antwort ist verwirrender, als sie klingt: Wer in der 8. Woche ist, hat erst sieben Wochen hinter sich, und im Mutterpass steht 7+1. Der Schwangerschaftswochen-Rechner löst das auf. Er zählt ab dem ersten Tag der letzten Periode, korrigiert um die Zykluslänge und zeigt die aktuelle SSW, die Schreibweise in Wochen plus Tagen, das Trimester und den errechneten Termin mit den verbleibenden Tagen.
Merksatz: Die laufende Woche ist immer eins mehr als die vollendeten. Die Eselsbrücke: Es ist wie beim Geburtstag, nach dem ersten Geburtstag ist man ein Jahr alt und im zweiten Lebensjahr. Nach sieben vollen Wochen und einem Tag ist man bei 7+1 und in der 8. Schwangerschaftswoche. Die Zählung beginnt mit der Periode, zwei Wochen vor der Befruchtung.
Drei Beispiele für den SSW berechnen:
- Früh: Letzte Periode vor 50 Tagen bei 28-Tage-Zyklus: 7 Wochen und 1 Tag, also 7+1 und die 8. SSW, erstes Trimester. Bis zum Termin sind es noch 230 Tage.
- Mitte: Letzte Periode vor 100 Tagen: 14+2, die 15. SSW, zweites Trimester, noch 180 Tage.
- Mit Zykluskorrektur: Letzte Periode vor 200 Tagen bei 30-Tage-Zyklus: Der Start wird um zwei Tage verschoben, aus 28+4 wird 28+2, die 29. SSW und das dritte Trimester.
Die Formel: Tage seit letzter Periode - (Zykluslänge - 28) = Schwangerschaftstage, geteilt durch sieben ergibt die vollendeten Wochen und den Rest als Tage; die laufende SSW ist die vollendete Woche plus eins. Die 40 Wochen enden am errechneten Termin, den der Entbindungstermin-Rechner im Detail zeigt. Die Trimester teilen die Zeit in drei Abschnitte: bis zur 12. Woche, von der 13. bis zur 27. und ab der 28. Woche. Was in der Schwangerschaft an Mutterschutz und Geld zusteht, rechnet der Mutterschutz-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
7+1 oder 8. Woche: Die zwei Schreibweisen
Ärztinnen und Hebammen rechnen in vollendeten Wochen plus Tagen, weil das eindeutig ist: 7+1 heißt sieben volle Wochen und ein Tag, 7+6 ist der letzte Tag der achten Woche, 8+0 der erste der neunten. Im Alltag sagt man die laufende Woche, also die 8. SSW, so wie man im achten Lebensjahr ist, wenn man sieben ist. Beide meinen dasselbe, und der Rechner zeigt beide. Die Verwirrung kommt daher, dass die Zählung mit der Periode beginnt, zu einem Zeitpunkt, an dem noch gar keine Schwangerschaft besteht. Die Befruchtung passiert um den 14. Tag, die Einnistung um den 21., und wenn der Test positiv ist, um den 28. Tag, ist man rechnerisch schon in der 5. Woche. Die ersten zwei Wochen sind also geschenkt, und deshalb dauert die Schwangerschaft 40 Wochen auf dem Papier und 38 Wochen in Wirklichkeit. Wer das einmal verstanden hat, versteht auch, warum der Embryo im Ultraschall immer zwei Wochen „jünger“ ist als die SSW.
Die drei Trimester und was in ihnen passiert
Das erste Trimester bis zur 12. Woche ist die Zeit der Organbildung und der Übelkeit; bis zur 10. Woche spricht man vom Embryo, danach vom Fötus. In dieser Zeit sind die meisten Fehlgeburten, weshalb viele Paare bis zur 12. Woche mit der Nachricht warten. Zwischen der 9. und 12. Woche liegt der erste große Ultraschall mit der Terminkorrektur, zwischen der 11. und 14. das Ersttrimesterscreening. Das zweite Trimester von der 13. bis zur 27. Woche gilt als die angenehmste Phase: Die Übelkeit lässt nach, der Bauch wächst, um die 18. bis 22. Woche spürt man die ersten Bewegungen, und zwischen der 19. und 22. Woche findet der zweite Ultraschall statt, das Organscreening. Ab der 24. Woche gilt das Kind als lebensfähig außerhalb des Mutterleibs, mit intensivmedizinischer Hilfe. Im dritten Trimester ab der 28. Woche geht es ums Wachsen: Der Zuckertest zwischen der 24. und 28. Woche, der dritte Ultraschall zwischen der 29. und 32., ab der 36. Woche wöchentliche Kontrollen und das CTG. Ab 37+0 spricht man von einer Geburt am Termin, davor von einer Frühgeburt, ab 42+0 von Übertragung. Der Mutterschutz beginnt mit 34+0, sechs Wochen vor dem Termin.
Woher die Zahl stimmt und wann nicht
Die Rechnung ist nur so gut wie das Datum der letzten Periode und die Zykluslänge. Bei unregelmäßigen Zyklen, nach dem Absetzen der Pille, in der Stillzeit oder wenn die letzte Blutung eine Einnistungsblutung war und keine Periode, kann der Rechner um Wochen danebenliegen. Dann zählt der Ultraschall: In der Frühschwangerschaft lässt sich das Alter des Embryos anhand der Scheitel-Steiß-Länge auf drei bis fünf Tage genau bestimmen, und weicht das Ergebnis um mehr als eine Woche von der Rechnung ab, korrigiert die Frauenärztin die SSW im Mutterpass. Später wird der Ultraschall ungenauer, weil Kinder unterschiedlich wachsen, deshalb wird der Termin nach der 12. Woche in der Regel nicht mehr verschoben. Die Zykluskorrektur im Rechner gleicht aus, dass bei längeren Zyklen der Eisprung später liegt; wer den Eisprungtag kennt, rechnet noch genauer, nämlich Eisprung plus 14 Tage als Startpunkt. Wann der Eisprung in einem bestimmten Zyklus war, zeigt der Eisprungrechner.
Ein Stück Geschichte: Zehn Mondmonate
Dass eine Schwangerschaft „neun Monate“ dauert, ist eine Vereinfachung, die erst mit dem Kalender kam. Die alten Völker rechneten in Mondmonaten von 28 Tagen, und zehn davon sind genau die 280 Tage der Naegele-Regel; Hippokrates und die römischen Dichter sprachen von zehn Monaten, und in vielen Sprachen heißt es bis heute so. Die Einteilung in Wochen, die heute jeden Mutterpass prägt, setzte sich erst im 20. Jahrhundert mit der modernen Geburtshilfe durch, weil Wochen genauer sind als Monate und weil die Vorsorgeuntersuchungen nach Wochen getaktet wurden. Den Mutterpass selbst gibt es in Deutschland seit 1961, als Reaktion auf die Contergan-Katastrophe, und mit ihm die Mutterschafts-Richtlinien, die festlegen, was wann untersucht wird; die SSW-Angabe in der Form „Wochen plus Tage“ wurde zum Standard, als der Ultraschall in den 1970er und 1980er Jahren die Datierung auf Tage genau möglich machte. Die drei Trimester sind dagegen ein recht junger Begriff aus der amerikanischen Geburtshilfe der 1970er, der über das Abtreibungsrecht in die Alltagssprache kam. Der Rechner vereint also 2.500 Jahre Mondmonate mit 50 Jahren Ultraschall.
Praktische Hinweise
Notieren Sie den ersten Tag der letzten Periode, sobald ein Kinderwunsch besteht; es ist die Zahl, nach der alles andere gefragt wird. Nutzen Sie den Rechner für die Planung, aber übernehmen Sie die Wochenangabe aus dem Mutterpass, sobald sie korrigiert wurde. Rechnen Sie Fristen rückwärts: Die Anmeldung in der Klinik um die 30. Woche, der Geburtsvorbereitungskurs ab der 25., die Hebammensuche so früh wie möglich, die Elternzeit sieben Wochen vor Beginn. Und lassen Sie sich von Wochenangaben in Foren nicht verunsichern, die Unterschiede sind fast immer die zwei Schreibweisen. Wie viele Tage bis zum Termin bleiben, zählt der Tage-Rechner, was das Kind einmal an Kindergeld bringt, der Kindergeld-Rechner.
Häufige Fragen
Wie berechne ich meine Schwangerschaftswoche?
Tage seit dem ersten Tag der letzten Periode durch sieben, bei Zyklen über oder unter 28 Tagen um die Differenz korrigiert. 50 Tage bei 28-Tage-Zyklus sind 7 Wochen und 1 Tag, geschrieben 7+1, also die 8. SSW.
Was bedeutet SSW 7+1?
Sieben vollendete Wochen und ein Tag seit dem ersten Tag der letzten Periode. Das ist die laufende 8. Schwangerschaftswoche. Die Plus-Schreibweise verwenden Ärztinnen und Hebammen, die laufende Woche sagt man im Alltag.
Warum wird ab der letzten Periode gezählt?
Weil der Tag der Befruchtung meist unbekannt ist, der erste Tag der Periode aber sicher. Die Befruchtung liegt etwa zwei Wochen später, deshalb ist man beim positiven Test schon in der 5. Woche und die Schwangerschaft dauert 40 Wochen statt 38.
Wann beginnt das zweite Trimester?
Mit der 13. Schwangerschaftswoche, also ab 12+0. Das dritte Trimester beginnt mit der 28. Woche, ab 27+0. Der Rechner zeigt das Trimester zur aktuellen Woche an.
Wie viele Wochen hat eine Schwangerschaft?
40 Wochen oder 280 Tage ab der letzten Periode, 38 Wochen ab der Befruchtung. Als termingerecht gilt eine Geburt zwischen 37+0 und 41+6, davor ist es eine Frühgeburt, ab 42+0 eine Übertragung.
Was ändert die Zykluslänge an der SSW?
Bei längeren Zyklen liegt der Eisprung später, die Schwangerschaft beginnt also später. Der Rechner verschiebt den Start um die Differenz zu 28 Tagen: Bei 30 Tagen werden aus 28+4 zwei Tage weniger, also 28+2.
Was ist, wenn der Ultraschall eine andere Woche ergibt?
Dann gilt der Ultraschall, wenn die Abweichung in der Frühschwangerschaft mehr als etwa fünf bis sieben Tage beträgt. Die Frauenärztin korrigiert SSW und Termin im Mutterpass. Nach der 12. Woche wird meist nicht mehr korrigiert.
Ab welcher SSW beginnt der Mutterschutz?
Mit 34+0, sechs Wochen vor dem errechneten Termin. Bei einem Termin am 8. Juni 2027 ist das der 27. April 2027. Nach der Geburt folgen acht Wochen, bei Frühgeburten und Mehrlingen zwölf.