Start›Gesundheit & Fitness›Promillerechner

Promillerechner

Eine grobe Schätzung nach der Widmark-Formel, mit Abbauzeit. Und eine klare Ansage: Wer getrunken hat, fährt nicht.

Wie viel Promille habe ich ungefähr?

Getränke, Gewicht, Geschlecht und Zeit.

Beispiel: Frau, 60 kg, 3 Gläser Wein nach 1,5 Stunden: etwa 1,29 ‰

Wie viel sollte ich trinken (Wasser)?

Gewicht, Sport und Wetter.

Beispiel: 62 kg, 60 Minuten Sport, Hitze: 2,5 Liter trinken

Anzeige

300 × 250

Wie viele Kalorien hat mein Alkohol in der Woche?

Getränke je Woche, Kalorien aus Alkohol und Zucker.

Beispiel: 2 Weizen, 3 Schorlen, Sekt, 2 Schnaps, 2 Longdrinks: 1.313 kcal je Woche, 9,8 kg Fett im Jahr

Wie viele Kalorien hat mein Alkohol in der Woche?

Getränke je Woche, Kalorien aus Alkohol und Zucker.

Beispiel: 2 Weizen, 3 Schorlen, Sekt, 2 Schnaps, 2 Longdrinks: 1.313 kcal je Woche, 9,8 kg Fett im Jahr

So funktioniert der Promillerechner

Drei Gläser Wein, anderthalb Stunden, und die Frage, die sich jeder schon gestellt hat: Wie viel ist das jetzt? Der Promillerechner schätzt den Blutalkohol nach der Widmark-Formel aus Getränken, Körpergewicht, Geschlecht und der Zeit seit dem ersten Glas, rechnet den Abbau mit und sagt, wann Sie rechnerisch wieder bei 0,0 sind. Er ist eine Schätzung mit großer Streuung, und er ist ausdrücklich kein Werkzeug, um zu entscheiden, ob man noch fahren kann. Die Antwort darauf ist immer dieselbe: nein.

Merksatz: Gramm Alkohol durch Gewicht mal Faktor. Die Eselsbrücke: Ein Glas Wein oder ein großes Bier sind etwa 20 Gramm reiner Alkohol, und 20 Gramm bringen einen 80-Kilo-Mann auf 0,3 Promille, eine 60-Kilo-Frau auf 0,5. Der Körper baut pro Stunde 0,1 bis 0,2 Promille ab, gerechnet 0,15, und damit braucht ein Promille sechs bis sieben Stunden.

Drei Beispiele für den Promille berechnen:

  • Frau, 60 kg, drei Gläser Wein: 58 Gramm Alkohol ergeben höchstens 1,44 Promille, nach anderthalb Stunden noch etwa 1,29. Nüchtern frühestens in 8,6 Stunden, die 0,5-Promille-Grenze ist erst nach gut fünf Stunden unterschritten.
  • Mann, 80 kg, zwei Bier: 40 Gramm Alkohol, höchstens 0,64 Promille, nach zwei Stunden noch 0,42. Rechnerisch nüchtern in 2,8 Stunden.
  • Frau, 60 kg, zwei Gläser Sekt: 18 Gramm, sofort 0,44 Promille. Ein einziges großes Bier bringt einen 80-Kilo-Mann auf 0,32 Promille, und damit über die 0,3-Grenze, ab der bei Fahrfehlern Strafe droht.

Die Widmark-Formel: Promille = Alkohol in Gramm ÷ (Körpergewicht in kg × r), mit r = 0,7 für Männer und 0,6 für Frauen; der Rechner zieht 10 Prozent Resorptionsdefizit ab und rechnet den Abbau ab 30 Minuten nach Trinkbeginn mit 0,15 Promille je Stunde. Der Alkohol je Getränk ergibt sich aus Menge mal Volumenprozent mal 0,8 Gramm je Milliliter. Im zweiten Kasten rechnen Sie, wie viel Wasser Sie am Tag trinken sollten; nach einem Abend mit Alkohol eher mehr. Was ein Verstoß kostet, zeigt der Bußgeldrechner.

Alkohol Kalorien: Was Bier und Wein auf die Waage bringen

Alkohol hat mit 7,1 kcal je Gramm fast so viele Kalorien wie Fett, dazu kommen Zucker und Malz: Ein halber Liter Bier liegt bei rund 209 kcal, ein Glas trockener Wein (0,2 l) bei 151, ein Longdrink bei 200, ein Schnaps bei 45 kcal. Der Kasten Alkohol Kalorien summiert die Woche: Drei Bier und zwei Gläser Wein sind 930 kcal, im Jahr 48.366 kcal, das entspricht etwa 6,9 kg Körperfett oder 60 Pizzen; zum Verbrennen müssten Sie jede Woche gut drei Stunden zügig gehen oder 70 Minuten joggen. Hinzu kommt, dass der Körper zuerst den Alkohol verbrennt und das Essen derweil speichert. Wer abnehmen will, findet hier oft den größten versteckten Posten; alkoholfreies Bier hat mit 126 kcal pro halben Liter immerhin 40 Prozent weniger.

Wissenswertes zum Thema

Die Grenzen im Straßenverkehr

Deutschland hat drei Promillegrenzen, und alle drei sind niedriger, als viele denken. Ab 0,3 Promille liegt relative Fahruntüchtigkeit vor: Wer dann einen Unfall baut oder auffällig fährt, Schlangenlinien, zu dicht auffahren, begeht eine Straftat nach § 316 StGB, mit Geldstrafe, Punkten und Führerscheinentzug. Ab 0,5 Promille ist es auch ohne Auffälligkeit eine Ordnungswidrigkeit: 500 Euro, zwei Punkte, ein Monat Fahrverbot beim ersten Mal, 1.000 Euro und drei Monate beim zweiten. Ab 1,1 Promille gilt absolute Fahruntüchtigkeit, also immer eine Straftat, und ab 1,6 Promille ordnet die Behörde eine medizinisch-psychologische Untersuchung an, den „Idiotentest“, bevor es den Führerschein zurückgibt. Für Fahranfänger in der Probezeit und unter 21 gilt 0,0 Promille, Verstoß 250 Euro und Verlängerung der Probezeit. Radfahrer werden ab 1,6 Promille strafbar, ab 0,3 bei Auffälligkeit. Und die Zahlen des Rechners sind Schätzungen: Die tatsächliche Blutalkoholkonzentration kann um 30 Prozent und mehr abweichen, nach oben wie nach unten. Deshalb gilt die einfache Regel: Wer fährt, trinkt nicht, und wer getrunken hat, fährt nicht, auch nicht „nur ein Bier“.

Was die Formel nicht weiß

Die Widmark-Formel rechnet mit dem Körperwasser, in dem sich der Alkohol verteilt, deshalb der Faktor 0,7 für Männer und 0,6 für Frauen, denn Frauen haben im Schnitt mehr Fett und weniger Wasser. Alles andere ignoriert sie. Ein voller Magen verzögert die Aufnahme und senkt den Spitzenwert, auf nüchternen Magen ist der Alkohol in 30 Minuten im Blut. Schnelles Trinken erhöht den Peak, Trinken über Stunden flacht ihn ab. Kohlensäure, also Sekt und Longdrinks, beschleunigt die Aufnahme. Der Alkoholabbau liegt je nach Leber, Gewöhnung und Genetik zwischen 0,1 und 0,2 Promille pro Stunde und lässt sich durch nichts beschleunigen: nicht durch Kaffee, nicht durch Schlaf, nicht durch kalte Duschen oder fettiges Essen. Wer um zwei Uhr nachts mit 1,5 Promille ins Bett geht, hat um acht Uhr noch 0,6 bis 0,9 Promille und darf nicht zur Arbeit fahren; der Restalkohol am Morgen ist eine der häufigsten Ursachen für Führerscheinverlust. Der Rechner zeigt die Zeit bis 0,0 und bis 0,5 Promille; nehmen Sie den längeren Wert und rechnen Sie eine Stunde drauf.

Von der Promillezahl zur Wirkung

Ab 0,2 Promille sinkt die Sehleistung und steigt die Risikobereitschaft, ab 0,5 verlängert sich die Reaktionszeit, der Blick verengt sich, Entfernungen werden falsch eingeschätzt. Ab 0,8 Promille ist das Unfallrisiko etwa viermal so hoch wie nüchtern, ab 1,1 zehnmal. Bei 1 bis 2 Promille, dem Rauschstadium, kommen Gleichgewichtsstörungen, undeutliche Sprache und Enthemmung, ab 2 Promille Erinnerungslücken und Verwirrtheit, ab 3 Promille droht Bewusstlosigkeit, ab 4 Promille Atemstillstand und Tod, bei Ungeübten schon früher. Ein Kater am nächsten Tag ist Dehydrierung plus Acetaldehyd, das Abbauprodukt des Alkohols, und keine Frage der Promille, sondern der Menge. Für die Gesundheit gelten andere Maßstäbe als für den Verkehr: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht seit 2024 keine risikofreie Menge mehr; wer trinkt, sollte unter 10 Gramm am Tag bei Frauen und 20 Gramm bei Männern bleiben, mit zwei alkoholfreien Tagen die Woche. Was der Körper an Flüssigkeit braucht, um den Abend auszugleichen, rechnet der zweite Kasten.

Ein Stück Geschichte: Widmark, die Blutprobe und die 0,8

Erik Widmark war Professor für medizinische Chemie in Lund in Schweden und entwickelte in den 1920er Jahren das Verfahren, mit dem sich Alkohol in wenigen Tropfen Blut messen ließ, dazu 1932 die Formel, die bis heute jeder Promillerechner benutzt. Dass seine Arbeit so wichtig wurde, lag am Auto: Mit dem Verkehr kamen die Alkoholunfälle, und die Gerichte brauchten ein Maß. Deutschland führte 1953 die Grenze von 1,5 Promille für absolute Fahruntüchtigkeit ein, der Bundesgerichtshof senkte sie 1966 auf 1,3 und 1990 auf 1,1 Promille. Die 0,8-Promille-Grenze als Ordnungswidrigkeit kam 1973, die 0,5-Grenze 1998, und 2007 folgte das absolute Alkoholverbot für Fahranfänger. Jede Senkung wurde als Bevormundung beschimpft und senkte die Zahl der Alkoholtoten deutlich; 1975 starben in Westdeutschland über 3.000 Menschen bei Alkoholunfällen, heute sind es in ganz Deutschland rund 200 im Jahr. Die Blutprobe, die Widmark erfand, ist dabei bis heute das Beweismittel; der Atemalkoholtest am Straßenrand liefert nur einen Verdacht, für die Strafe zählt das Blut.

Praktische Hinweise

Nutzen Sie den Rechner, um ein Gefühl zu bekommen, nicht, um eine Fahrt zu rechtfertigen. Planen Sie vor dem Abend die Rückfahrt: Taxi, Bahn, Übernachtung oder ein Fahrer, der nichts trinkt. Rechnen Sie am Morgen danach konservativ, mit 0,1 Promille Abbau je Stunde, und lassen Sie das Auto stehen, wenn Sie über null liegen könnten. Trinken Sie zwischendurch Wasser, nicht wegen der Promille, sondern wegen des Katers. Und wenn jemand nach großen Mengen nicht mehr ansprechbar ist, nicht schlafen lassen, sondern 112 rufen. Was eine Taxifahrt kostet, zeigt der Taxikosten-Rechner; er ist in jedem Fall billiger als das, was der Bußgeldrechner ausgibt. Wer seinen Alkoholkonsum insgesamt prüfen möchte, findet Hilfe bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung; dieses Thema ist ernst, und Hilfe anzunehmen ist keine Schwäche.

Häufige Fragen

Wie berechnet man Promille?

Nach Widmark: Alkohol in Gramm geteilt durch Körpergewicht mal 0,7 bei Männern und 0,6 bei Frauen, abzüglich Abbau von etwa 0,15 Promille je Stunde. Zwei große Bier bringen einen 80-Kilo-Mann auf höchstens 0,64 Promille, nach zwei Stunden auf etwa 0,42.

Wie viel Promille habe ich nach 3 Gläsern Wein?

Eine Frau mit 60 Kilogramm hat nach drei Gläsern Wein à 0,2 Liter höchstens 1,44 Promille, nach anderthalb Stunden noch etwa 1,29. Ein Mann mit 80 Kilogramm läge bei rund 0,9 Promille. Fahren ist in beiden Fällen ausgeschlossen.

Wie lange dauert es, bis Alkohol abgebaut ist?

Der Körper baut 0,1 bis 0,2 Promille pro Stunde ab, im Schnitt 0,15. Ein Promille braucht also sechs bis zehn Stunden. Kaffee, Schlaf oder Essen beschleunigen nichts. Nach 1,29 Promille sind Sie frühestens in 8,6 Stunden wieder bei 0,0.

Ab wie viel Promille darf ich nicht mehr fahren?

Ab 0,5 Promille ist Fahren eine Ordnungswidrigkeit mit 500 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot. Ab 0,3 Promille mit Fahrfehlern oder Unfall und ab 1,1 Promille immer ist es eine Straftat. Fahranfänger und unter 21 müssen bei 0,0 bleiben.

Wie viel Promille hat ein Bier?

Ein großes Bier mit 0,5 Litern und 5 Prozent enthält etwa 20 Gramm Alkohol und bringt einen 80-Kilo-Mann auf etwa 0,32 Promille, eine 60-Kilo-Frau auf etwa 0,5. Schon ein Bier liegt also über der 0,3-Promille-Grenze.

Wie genau ist ein Promillerechner?

Nur grob. Magenfüllung, Trinktempo, Gewöhnung und Leberleistung können den tatsächlichen Wert um 30 Prozent und mehr verschieben. Der Rechner ist eine Orientierung, kein Maßstab für die Fahrtüchtigkeit.

Wie viel Promille habe ich morgens noch?

Wer um 2 Uhr mit 1,5 Promille schlafen geht, hat um 8 Uhr noch 0,6 bis 0,9 Promille. Restalkohol ist ein häufiger Grund für Führerscheinverlust auf dem Weg zur Arbeit. Rechnen Sie mit 0,1 Promille Abbau je Stunde und fahren Sie im Zweifel nicht.

Wie viel Alkohol ist unbedenklich?

Nach aktueller Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gibt es keine risikofreie Menge. Wer trinkt, sollte unter 10 Gramm am Tag bei Frauen und 20 Gramm bei Männern bleiben, das ist weniger als ein Glas Wein beziehungsweise ein großes Bier, mit mindestens zwei alkoholfreien Tagen pro Woche.

Wie viele Kalorien hat Alkohol?

7,1 kcal je Gramm reiner Alkohol, dazu Zucker und Malz: Ein halber Liter Bier etwa 209 kcal, 0,2 l trockener Wein 151 kcal, ein Sekt 75 kcal, ein Schnaps 45 kcal, ein Longdrink mit Cola 200 kcal. Drei Bier und zwei Gläser Wein in der Woche summieren sich auf rund 48.000 kcal im Jahr, das entspricht knapp 7 kg Körperfett.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: § 24a StVG (0,5-Promille-Grenze), § 24c StVG (Alkoholverbot für Fahranfänger), §§ 315c, 316 StGB, Bußgeldkatalog-Verordnung (BKatV) Anlage, Widmark EMP: Die theoretischen Grundlagen und die praktische Verwendbarkeit der gerichtlich-medizinischen Alkoholbestimmung, 1932, Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Positionspapier Alkohol 2024, Statistisches Bundesamt: Alkoholunfälle im Straßenverkehr