Taxikosten-Rechner
Was die Taxifahrt kostet: Grundpreis, Kilometertarif, Wartezeit und Nachtzuschlag für zehn Städte oder den eigenen Tarif.
Was kostet die Taxifahrt?
Stadt, Kilometer, Wartezeit, Tag oder Nacht.
Beispiel: München, 20 km nachts, 10 Minuten Wartezeit: 69,08 €
So funktioniert der Taxikosten-Rechner
Der Taxikosten-Rechner schätzt den Taxipreis aus dem Tarif der Stadt: Grundpreis, Preis je Kilometer für die ersten Kilometer und danach, Wartezeit je Minute und der Zuschlag für Nacht und Sonntag. Hinterlegt sind Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig, Hannover und Braunschweig, für jede andere Stadt tragen Sie den eigenen Taxitarif ein, der am Taxistand und auf der Website der Stadt steht. Das Ergebnis zeigt die Fahrt in Einzelposten, den Durchschnitt je Kilometer und den Betrag mit üblichem Trinkgeld von 8 Prozent.
Merksatz: Grundpreis plus Kilometer plus Wartezeit, und die ersten Kilometer sind teurer als die folgenden. Die Eselsbrücke für die Großstadt: Eine Fahrt kostet rund 3 Euro je Kilometer plus 5 Euro fürs Einsteigen, zehn Kilometer also 35 Euro, und jede Minute im Stau 60 bis 75 Cent, eine Viertelstunde 10 Euro.
Drei Beispiele:
- München, 20 km nachts mit 10 Minuten Wartezeit: Grundpreis 6,30 Euro, 10 km à 2,70 gleich 27 Euro, 10 km à 2,30 gleich 23 Euro, Wartezeit 6,50 Euro, mit Nachtzuschlag 69,08 Euro, 3,45 Euro je Kilometer, mit Trinkgeld 74,61 Euro.
- Berlin, 8 km tagsüber mit 5 Minuten Wartezeit: 4,30 plus 7 km à 2,80 gleich 19,60 plus 1 km à 2,10 plus 3 Euro Wartezeit, zusammen 29 Euro, 3,63 Euro je Kilometer.
- Braunschweig, 12 km tagsüber, 5 Minuten Wartezeit: 4,30 plus 3 km à 2,80 plus 9 km à 2,30 plus 3 Euro, zusammen 36,40 Euro, 3,03 Euro je Kilometer.
Formeln: Preis = Grundpreis + km₁ × Tarif₁ + km₂ × Tarif₂ + Minuten × Wartetarif, nachts × 1,10 als Näherung, mit Trinkgeld × 1,08. Was dieselbe Strecke mit dem eigenen Auto kostet, rechnet der Spritkostenrechner, das Trinkgeld auf glatte Beträge der Trinkgeld-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Wie Taxitarife aufgebaut sind
Taxipreise sind in Deutschland keine Marktpreise, sondern Gebühren: Jede Stadt oder jeder Landkreis setzt per Verordnung einen Tarif fest, den jedes Taxi dort nehmen muss, nicht mehr und nicht weniger, und das Taxameter rechnet ihn ab. Die Bestandteile: der Grundpreis fürs Einsteigen, 4 bis 7 Euro, der Kilometerpreis, meist degressiv mit einem höheren Satz für die ersten 3 bis 10 Kilometer und einem niedrigeren danach, 2,10 bis 2,90 Euro, der Wartezeittarif als Stundenpreis von 30 bis 45 Euro, der im Stau und an Ampeln läuft, sobald das Taxi langsamer als eine Schwellengeschwindigkeit fährt, und Zuschläge, nachts, sonntags, für Großraumtaxis, Gepäck oder Bestellung per Funk, die je Stadt verschieden sind; der Rechner nähert den Nachtzuschlag mit 10 Prozent, in Wirklichkeit ist er mal ein fester Betrag, mal ein höherer Kilometerpreis. München hat mit 6,30 Euro den höchsten Grundpreis, dafür fällt der Kilometerpreis ab 10 km, Frankfurt ist mit 4 Euro und 2,30 je Kilometer günstig, Hamburg hat 75 Cent je Wartminute. Die Tarife werden alle ein bis drei Jahre angepasst, zuletzt vielerorts 2024 und 2025 wegen Mindestlohn und Spritpreisen, und der Rechner führt Stand 2026 typische Werte, die beim eigenen Tarif überschrieben werden. Außerhalb der Pflichtfahrgebiete, bei Fahrten über die Stadtgrenze hinaus, dürfen Fahrer frei vereinbaren, und für Flughafen- und Messestrecken gibt es in vielen Städten Festpreise. Was das Trinkgeld ausmacht, rechnet der Trinkgeld-Rechner.
Taxi, Uber, Mietwagen: Was wirklich günstiger ist
Fahrdienste wie Uber, Bolt und Freenow fahren mit Mietwagen mit Fahrer, für die kein Tarif gilt, sondern ein dynamischer Preis, der bei wenig Nachfrage 20 bis 30 Prozent unter dem Taxi liegt und bei Regen, Silvester und nach Konzerten das Doppelte erreichen kann, Surge Pricing; Freenow vermittelt auch Taxis zum Tarif. Der Vergleich lohnt sich je Fahrt: Für 8 km in Berlin tagsüber zahlt man im Taxi 29 Euro, beim Mietwagen oft 18 bis 24, nachts am Wochenende aber gern 35. Seit 2021 dürfen Städte Mindestpreise für Mietwagen festlegen, um das Taxigewerbe zu schützen, und mehrere tun es. Die Alternativen: Das eigene Auto kostet bei 15.000 km im Jahr alles in allem 40 bis 60 Cent je Kilometer, inklusive Wertverlust, das Taxi 3 Euro, Carsharing 30 bis 50 Cent je Kilometer plus Zeit, der Nahverkehr 3 Euro je Fahrt oder 58 Euro im Deutschlandticket. Das Taxi lohnt sich für kurze Strecken mit Gepäck, nachts, zu viert, wo es pro Kopf günstiger ist als vier Einzeltickets, und für alle, die kein Auto halten: Wer 20-mal im Jahr Taxi für 30 Euro fährt, gibt 600 Euro aus, weniger als ein Monat Autokosten. Für Fahrten zum Arzt zahlen Krankenkassen bei Verordnung, für Dienstreisen gilt das Taxi als Reisekosten, und die Rechnung sollte Datum, Strecke und Betrag enthalten, das Taxameter druckt sie. Was das eigene Auto wirklich kostet, zeigt der Wertverlust-Rechner für den größten Posten.
Rechte als Fahrgast und Tipps gegen Umwege
Der Fahrer muss die kürzeste oder, auf Wunsch, die schnellste Strecke nehmen, Kartenzahlung ist in fast allen Städten Pflicht, die Beförderung darf nur bei Gefahr oder Verschmutzung abgelehnt werden, und Hunde fahren mit, oft gegen Zuschlag. Das Taxameter muss laufen und sichtbar sein, der Tarif aushängen, die Quittung mit Taxinummer kommen; wer einen Umweg vermutet, notiert Konzessionsnummer und Uhrzeit und beschwert sich bei der Stadt, dem Ordnungsamt oder der Taxizentrale, die bei Verstößen die Konzession entziehen können. Festpreise sind erlaubt, wenn die Stadt sie zulässt oder die Fahrt das Pflichtfahrgebiet verlässt, und sollten vor der Fahrt vereinbart werden, sonst gilt das Taxameter. Wartezeit, die der Fahrgast verursacht, zahlt der Fahrgast, Wartezeit im Stau auch, deshalb ist die Fahrt zur Hauptverkehrszeit teurer als nachts trotz Nachtzuschlag, und wer die Strecke kennt, kann den Preis vorher mit dem Rechner abschätzen und beim Einsteigen nennen. Bei Fahrten vom Flughafen gilt: offizieller Taxistand, nicht der Ansprecher in der Halle; in Berlin und Hamburg gibt es Festpreise vom Flughafen in die Innenstadt, in Frankfurt und München nicht, dort kostet die Fahrt 40 bis 100 Euro. Wie lange die Fahrt bei Stadttempo dauert, zeigt der Geschwindigkeitsrechner.
Ein Stück Geschichte: Vom Taxameter zum Daimler-Taxi
Das Taxi heißt nach dem Taxameter, und das Taxameter erfand Friedrich Wilhelm Gustav Bruhn 1891 in Berlin, ein Zählwerk, das Strecke und Wartezeit in Pfennige übersetzte und erst an Pferdedroschken montiert wurde; davor galten Zonenpreise, über die Kutscher und Fahrgast stritten. Das erste Motortaxi der Welt war ein Daimler Victoria mit Taxameter, den der Stuttgarter Fuhrunternehmer Friedrich Greiner 1897 in Betrieb nahm, und ab 1899 fuhren motorisierte Taxis in Paris, ab 1907 in New York. Die Droschkenkutscher wehrten sich jahrzehntelang, in Berlin fuhr die letzte Pferdedroschke 1928. Die Farbe Hellelfenbein, RAL 1015, wurde 1971 bundesweit vorgeschrieben, damit Taxis erkennbar sind, und 2005 wieder freigegeben, weshalb heute neben Elfenbein auch Schwarz und Silber fahren; das gelbe Dachschild kam in den 1950ern. Die Mercedes-Dominanz begann mit dem 180 D von 1953, dem "Taxi-Diesel", und der W123 von 1976 gilt als das Taxi schlechthin. Das Personenbeförderungsgesetz von 1961 regelt Konzessionen und Tarife, die Novelle von 2021 öffnete den Markt für App-Fahrdienste und erlaubte Mindestpreise zu ihrem Schutz. In Deutschland fahren rund 50.000 Taxis, die Hälfte davon in den großen Städten, und seit 2023 dürfen Städte verlangen, dass Neuzulassungen emissionsfrei sind. Der Rechner rechnet, was Bruhns Zählwerk seit 1891 zählt: Strecke und Zeit.
Praktische Tipps
Schätzen Sie den Preis vorher mit dem Rechner und nennen Sie ihn beim Einsteigen, das verhindert Umwege. Fragen Sie bei Flughafenfahrten nach dem Festpreis. Vergleichen Sie bei Regen und Silvester mit der App, das Taxi hat dann feste Preise, der Mietwagen nicht. Teilen Sie sich das Taxi zu dritt oder viert, dann ist es günstiger als der Nahverkehr. Zahlen Sie mit Karte und lassen Sie sich die Quittung mit Taxinummer geben. Rechnen Sie zur Hauptverkehrszeit die Wartezeit ein. Und runden Sie das Trinkgeld auf den nächsten glatten Betrag, 5 bis 10 Prozent sind üblich. Die Kosten der Dienstreise insgesamt sammelt der Pendlerpauschale-Rechner für den täglichen Weg daneben.
Häufige Fragen
Was kostet ein Taxi pro Kilometer?
In deutschen Großstädten 2,10 bis 2,90 Euro je Kilometer plus 4 bis 7 Euro Grundpreis, im Schnitt also 3 bis 3,60 Euro je Kilometer bei kurzen Fahrten. 8 km in Berlin mit 5 Minuten Wartezeit kosten 29 Euro, 3,63 Euro je Kilometer; 12 km in Braunschweig 36,40 Euro, 3,03 Euro je Kilometer.
Was kostet eine Taxifahrt in München nachts?
20 km mit 10 Minuten Wartezeit etwa 69,08 Euro: 6,30 Euro Grundpreis, 10 km à 2,70 Euro, 10 km à 2,30 Euro, 6,50 Euro Wartezeit und rund 10 Prozent Nachtzuschlag. Mit 8 Prozent Trinkgeld 74,61 Euro.
Wie wird die Wartezeit berechnet?
Über einen Stundenpreis von 30 bis 45 Euro, der im Taxameter läuft, sobald das Taxi steht oder sehr langsam fährt, also im Stau, an Ampeln und beim Warten auf den Fahrgast. 10 Minuten kosten in München 6,50 Euro, in Hamburg 7,50 Euro, in Berlin 6 Euro.
Darf der Taxifahrer einen Festpreis verlangen?
Nur, wenn die Stadt Festpreise zulässt, etwa vom Flughafen, oder die Fahrt das Pflichtfahrgebiet verlässt; dann vor der Fahrt vereinbaren. Innerhalb der Stadt gilt sonst der verordnete Tarif nach Taxameter, nicht mehr und nicht weniger.
Ist Uber günstiger als Taxi?
Oft 20 bis 30 Prozent bei wenig Nachfrage, bei Regen, Silvester und nach Veranstaltungen dagegen teurer, weil der Preis dynamisch steigt. Das Taxi hat feste Tarife. Für 8 km in Berlin zahlt man im Taxi 29 Euro, beim Mietwagen zwischen 18 und 35 Euro je nach Zeit.
Wie viel Trinkgeld gibt man im Taxi?
5 bis 10 Prozent oder Aufrunden auf den nächsten glatten Betrag: Aus 29 Euro werden 31 oder 32, aus 69,08 Euro 75. Der Rechner zeigt den Betrag mit 8 Prozent. Bei Gepäckhilfe oder Wartezeit etwas mehr.
Was kostet das Taxi vom Flughafen in die Stadt?
Berlin BER bis Mitte 55 bis 70 Euro, Hamburg 30 bis 40 Euro, München Flughafen bis Innenstadt 80 bis 100 Euro, Frankfurt 35 bis 45 Euro, Düsseldorf 25 bis 35 Euro, Köln/Bonn nach Köln 35 bis 45 Euro. Einige Städte haben Festpreise, am offiziellen Taxistand nachfragen.
Muss ich Wartezeit im Stau bezahlen?
Ja, das Taxameter rechnet Zeit, in der das Taxi langsamer als die Schwellengeschwindigkeit fährt, als Wartezeit ab. Eine Fahrt zur Hauptverkehrszeit kann deshalb mehr kosten als dieselbe Strecke nachts mit Zuschlag. Der Fahrer muss die kürzeste oder schnellste Strecke wählen.