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bAV-Rechner

Brutto und Umwandlungsbetrag eintragen: Der Rechner zeigt, wie viel Netto die Entgeltumwandlung wirklich kostet, was von der späteren Betriebsrente nach Steuer und Krankenkasse übrig bleibt und wie viel gesetzliche Rente durch die Umwandlung verloren geht.

Was kostet mich die Entgeltumwandlung netto?

Brutto, Umwandlungsbetrag, Arbeitgeberzuschuss, Steuerklasse.

Beispiel: 200 € Umwandlung bei 4.000 € brutto mit 15 % Zuschuss: 108,33 € weniger netto für 230 € Beitrag

Wie viel Betriebsrente kommt später netto an?

Beitrag, Laufzeit, Rendite, Rentenfaktor, Steuersatz im Alter, Krankenkasse.

Beispiel: 230 € über 30 Jahre bei 3 %: 134.029 € Kapital, 335,07 € brutto, 215,21 € netto

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Wie viel gesetzliche Rente verliere ich durch die Umwandlung?

Umwandlungsbetrag und Jahre.

Beispiel: 200 € über 30 Jahre: 1,39 Entgeltpunkte, 58,94 € weniger Rente im Monat

So funktioniert der bAV-Rechner

Der bAV-Rechner rechnet die betriebliche Altersvorsorge von beiden Enden. Der erste Kasten zeigt den Netto-Aufwand der Entgeltumwandlung: Der umgewandelte Betrag ist bis 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze steuerfrei und bis 4 Prozent sozialabgabenfrei, der Arbeitgeber muss seit 2022 mindestens 15 Prozent Zuschuss zahlen, und das Netto sinkt deutlich weniger als der Beitrag. Der zweite Kasten rechnet den Beitrag über die Laufzeit mit Rendite zu einem Kapital hoch, macht daraus mit dem Rentenfaktor eine monatliche Betriebsrente und zieht Einkommensteuer, Kranken- und Pflegeversicherung ab. Der dritte Kasten zeigt den Preis: die Minderung der gesetzlichen Rente, weil sozialabgabenfreie Umwandlung auch keine Rentenpunkte bringt, dazu das niedrigere Kranken- und Arbeitslosengeld.

Drei Beispiele:

  • 4.000 Euro brutto, 200 Euro Umwandlung, 15 Prozent Zuschuss, Steuerklasse I: 230 Euro fließen in den Vertrag, das Netto sinkt von 2.609,17 auf 2.500,84 Euro, also um 108,33 Euro; 48,17 Euro Steuern und 43,50 Euro Sozialabgaben fallen weg, 53 Prozent des Beitrags zahlen Staat und Arbeitgeber. Bei 3.000 Euro und 150 Euro Umwandlung kostet der Beitrag von 172,50 Euro netto 85,05 Euro.
  • 230 Euro über 30 Jahre bei 3 Prozent Rendite, Rentenfaktor 25: 134.029 Euro Kapital aus 82.800 Euro Einzahlung, 335,07 Euro Betriebsrente brutto. Nach 25 Prozent Steuer (83,77 Euro), Krankenversicherung mit vollem Satz auf den Teil über dem Freibetrag von 197,75 Euro (24,03 Euro) und Pflegeversicherung (12,06 Euro) bleiben 215,21 Euro netto. Privat Versicherte behalten 251,31 Euro.
  • 200 Euro sozialabgabenfreie Umwandlung über 30 Jahre: 2.400 Euro weniger rentenversichertes Entgelt im Jahr, 0,0462 Entgeltpunkte je Jahr, zusammen 1,39 Punkte, bei 42,52 Euro Rentenwert 58,94 Euro weniger gesetzliche Rente im Monat. Während der Umwandlung fällt auch das Krankengeld um rund 140 Euro und das Arbeitslosengeld um rund 120 Euro niedriger aus.

Formeln: Netto-Aufwand = Netto ohne Umwandlung minus Netto mit Umwandlung, berechnet mit dem Lohnsteuermodul 2026; Kapital = Beitrag × ((1 + i)^n - 1) / i mit Monatszins i; Rente = Kapital / 10.000 × Rentenfaktor. Das Netto mit allen Abzügen rechnet der Brutto-Netto-Rechner, die Entgeltpunkte und die gesetzliche Rente der Rentenpunkte-Rechner und der Rentenrechner, die Lücke zwischen Rente und Bedarf der Rentenlücken-Rechner, und die geförderte Alternative mit Zulagen der Riester-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Entgeltumwandlung: Wie die Förderung wirkt

Bei der Entgeltumwandlung verzichtet der Arbeitnehmer auf einen Teil des Bruttogehalts, den der Arbeitgeber in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds einzahlt. Der Beitrag ist nach § 3 Nr. 63 EStG bis 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung steuerfrei, 2026 also bis 676 Euro im Monat, und bis 4 Prozent (338 Euro) frei von Sozialabgaben. Das Netto sinkt deshalb nur um etwa die Hälfte des Beitrags; bei 4.000 Euro brutto und Steuerklasse I um 108 Euro für 230 Euro Beitrag. Seit 2019 (für Neuverträge) und seit 2022 (für alle Verträge) muss der Arbeitgeber die gesparten Sozialabgaben als Zuschuss von mindestens 15 Prozent weitergeben; viele Tarifverträge und Betriebe zahlen mehr, bis zu 30 oder 50 Prozent. Der Haken: Die Beiträge sind nicht steuerfrei, sondern nachgelagert besteuert. Die spätere Betriebsrente ist in voller Höhe einkommensteuerpflichtig, anders als die gesetzliche Rente, die für Rentenbeginn 2026 nur zu 85 Prozent besteuert wird. Für Geringverdiener gibt es zusätzlich den BAV-Förderbetrag nach § 100 EStG: Zahlt der Arbeitgeber für einen Mitarbeiter mit einem Monatsbrutto von höchstens 3 Prozent der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze (2026 rund 3.040 Euro) zwischen 240 und 960 Euro im Jahr zusätzlich ein, bekommt er 30 Prozent davon, bis 288 Euro, über die Lohnsteuer erstattet.

Was von der Betriebsrente übrig bleibt

Gesetzlich Krankenversicherte zahlen auf Betriebsrenten den vollen Krankenkassenbeitrag allein, Arbeitgeberanteil gibt es keinen mehr: 14,6 Prozent plus Zusatzbeitrag, zusammen rund 17,5 Prozent, dazu 3,6 Prozent Pflegeversicherung. Seit 2020 gilt ein Freibetrag von 197,75 Euro im Monat (2026) für die Krankenversicherung, nicht aber für die Pflegeversicherung; Betriebsrenten bis zu diesem Betrag sind KV-frei, darüber wird nur der übersteigende Teil belastet. Das halbierte den Abzug für kleine und mittlere Betriebsrenten, trifft größere aber weiterhin voll. Dazu kommt die Einkommensteuer mit dem persönlichen Steuersatz im Alter, meist 20 bis 30 Prozent. Der Rechner zeigt deshalb die Rente brutto und netto; im Beispiel bleiben von 335 Euro gut 215 Euro. Wer die Betriebsrente als Einmalzahlung wählt, zahlt darauf im Auszahlungsjahr den vollen Steuersatz und zehn Jahre lang Krankenkassenbeiträge auf ein Hundertzwanzigstel je Monat; die Fünftelregelung gewährt der Bundesfinanzhof bei Direktversicherungen und Pensionskassen in der Regel nicht.

Lohnt sich die bAV? Die Rechnung mit der gesetzlichen Rente

Die Sozialabgabenersparnis ist kein Geschenk: Wer bis zur 4-Prozent-Grenze umwandelt, zahlt weniger in die Rentenversicherung und sammelt weniger Entgeltpunkte. 200 Euro im Monat über 30 Jahre kosten 1,39 Entgeltpunkte und damit knapp 59 Euro gesetzliche Rente, lebenslang und dynamisiert. Die Betriebsrente muss das mehr als ausgleichen, und das gelingt bei 15 Prozent Arbeitgeberzuschuss, niedrigen Vertragskosten und mittlerer Rendite meist deutlich; bei alten Verträgen mit hohen Abschlusskosten und ohne Zuschuss oft nicht. Kritisch sind auch die garantierten Rentenfaktoren der Versicherer, die bei Neuverträgen oft nur bei 20 bis 25 Euro je 10.000 Euro Kapital liegen, während die Prognosen mit 30 und mehr rechnen. Faustregel: Bei Zuschuss ab 15 Prozent, Effektivkosten unter 1 Prozent und einem Rentenfaktor ab 25 lohnt sich die bAV fast immer; wer unsicher ist, lässt sich die Nettorente nach Abzügen schriftlich vorrechnen. Die Umwandlung oberhalb der 4-Prozent-Grenze (bis 8 Prozent) spart nur Steuern, nicht Sozialabgaben, und mindert die gesetzliche Rente deshalb nicht.

Ein Stück Geschichte

Die betriebliche Altersversorgung ist älter als die gesetzliche: Krupp richtete 1858 eine Pensionskasse für seine Arbeiter ein, Siemens 1872, lange bevor Bismarck 1889 die Invaliditäts- und Altersversicherung schuf. Bis in die 1970er-Jahre war die Betriebsrente eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers, die beim Jobwechsel oft verfiel; das Betriebsrentengesetz von 1974 brachte die Unverfallbarkeit, die Insolvenzsicherung über den Pensions-Sicherungs-Verein und die Anpassungspflicht. Die Entgeltumwandlung als Anspruch jedes Arbeitnehmers kam 2002 mit der Riester-Reform, als Ausgleich für die Absenkung des Rentenniveaus. Seither gab es drei Korrekturen: 2004 die volle Beitragspflicht auf Betriebsrenten in der Krankenversicherung (das Doppelverbeitragungs-Urteil), 2018 das Betriebsrentenstärkungsgesetz mit Arbeitgeberzuschuss, Sozialpartnermodell und Förderbetrag für Geringverdiener, und 2020 der Freibetrag von damals 159,25 Euro in der Krankenversicherung. Rund 54 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hatten zuletzt eine Anwartschaft auf Betriebsrente, in Großbetrieben deutlich mehr als in kleinen.

Praktische Tipps

Verlangen Sie vom Arbeitgeber den Zuschuss von mindestens 15 Prozent; er ist seit 2022 Pflicht, auch bei alten Verträgen, wird aber nicht überall automatisch gezahlt. Fragen Sie nach den Effektivkosten des Vertrags und dem garantierten Rentenfaktor, nicht nur nach der Prognose. Prüfen Sie, ob der Vertrag beim Arbeitgeberwechsel mitgenommen werden kann (Portabilität ist bei Direktversicherungen Standard). Nutzen Sie die 4-Prozent-Grenze, aber überlegen Sie bei höheren Beträgen, ob eine Umwandlung über der Grenze oder ein ETF-Sparplan nach Steuern mehr bringt. Und behalten Sie im Blick, was die bAV an Krankengeld und Elterngeld kostet; wer in den nächsten Jahren Kinder plant, startet die Umwandlung besser danach.

Häufige Fragen

Wie viel Netto kostet die Entgeltumwandlung wirklich?

Etwa die Hälfte des Beitrags. Bei 4.000 Euro brutto und 200 Euro Umwandlung mit 15 Prozent Zuschuss fließen 230 Euro in den Vertrag, das Netto sinkt um 108,33 Euro. Bei 3.000 Euro und 150 Euro Umwandlung kosten 172,50 Euro Beitrag 85,05 Euro netto.

Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss zur bAV?

Mindestens 15 Prozent des umgewandelten Betrags, soweit der Arbeitgeber Sozialabgaben spart (§ 1a Abs. 1a BetrAVG). Seit 2019 für Neuverträge, seit 2022 für alle. Tarifverträge sehen oft mehr vor.

Bis zu welchem Betrag ist die Umwandlung steuerfrei?

2026 bis 676 Euro im Monat (8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze von 8.450 Euro) steuerfrei und bis 338 Euro (4 Prozent) sozialabgabenfrei. Darüber hinaus kann bis 1.752 Euro im Jahr pauschal versteuert werden.

Wie wird die Betriebsrente besteuert?

Voll mit dem persönlichen Steuersatz im Alter, weil die Beiträge steuerfrei waren. Dazu kommen für gesetzlich Versicherte der volle Krankenkassenbeitrag auf den Teil über 197,75 Euro und 3,6 Prozent Pflegeversicherung auf die ganze Rente.

Was ist der Freibetrag von 197,75 Euro?

Seit 2020 bleibt dieser Teil der Betriebsrente (ein Zwanzigstel der monatlichen Bezugsgröße, 2026: 197,75 Euro) frei von Krankenkassenbeiträgen. Für die Pflegeversicherung gilt er nicht, dort bleibt es bei der Freigrenze, die bei Überschreiten alles beitragspflichtig macht.

Senkt die Entgeltumwandlung die gesetzliche Rente?

Ja, soweit sie sozialabgabenfrei ist. 200 Euro im Monat über 30 Jahre kosten 1,39 Entgeltpunkte, also rund 59 Euro gesetzliche Rente im Monat. Auch Krankengeld, Arbeitslosengeld und Elterngeld fallen während der Umwandlung niedriger aus.

Was ist der Rentenfaktor?

Die monatliche Rente je 10.000 Euro Vertragskapital bei Rentenbeginn. Bei Faktor 25 ergeben 134.000 Euro Kapital 335 Euro Rente. Garantierte Faktoren liegen bei Neuverträgen oft bei 20 bis 25, prognostizierte höher.

Rente oder Einmalzahlung?

Die Einmalzahlung ist im Auszahlungsjahr voll steuerpflichtig und wird bei gesetzlich Versicherten zehn Jahre lang verbeitragt; die Fünftelregelung gilt meist nicht. Die Rente verteilt Steuer und Beiträge und lohnt bei langer Lebenserwartung, die Einmalzahlung bei kurzer oder bei hohem Kapitalbedarf.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: § 3 Nr. 63 EStG (Steuerfreiheit der Beiträge), § 100 EStG (BAV-Förderbetrag), Betriebsrentengesetz (BetrAVG) § 1a, Betriebsrentenstärkungsgesetz 2018, § 226, § 229 SGB V und GKV-Betriebsrentenfreibetragsgesetz 2020 (Beiträge auf Versorgungsbezüge, Freibetrag), Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2026, Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Verbreitung der Altersvorsorge (Trägerbefragung)