Taschengeld-Rechner
Alter des Kindes eintragen: Der Rechner nennt die Taschengeld-Empfehlung der Jugendämter je Woche oder Monat, vergleicht sie mit Ihrem Betrag, prüft nach dem Taschengeldparagrafen, ob ein Kauf wirksam ist, und rechnet aus, wie lange das Sparen auf ein Ziel dauert.
Wie viel Taschengeld ist in welchem Alter angemessen?
Alter, aktuelles Taschengeld, Zahl der Kinder.
Beispiel: 10 Jahre: 16 bis 18,50 Euro im Monat; 14 Jahre: 26 bis 31 Euro
Darf mein Kind das vom Taschengeld kaufen?
Alter, Preis, Taschengeld, Erspartes, Art des Geschäfts.
Beispiel: 12 Jahre, 60 Euro, 80 Euro gespart: wirksam nach § 110 BGB; Handyvertrag mit 16: nicht ohne Eltern
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Wie lange muss mein Kind auf ein Ziel sparen?
Ziel, Taschengeld, Sparquote, Startguthaben, Zinsen.
Beispiel: 250 Euro Ziel, 11 Euro je Monat, 40 Euro Start: 20 Monate
So funktioniert der Taschengeld-Rechner
Der Taschengeld-Rechner beantwortet die Frage Wie viel Taschengeld ist angemessen? mit der Taschengeldtabelle der Jugendämter, die auf Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts beruht: wöchentliche Beträge bis neun Jahre, monatliche ab zehn, jeweils als Spanne. Der erste Kasten zeigt die Empfehlung für das Alter Ihres Kindes, ordnet Ihren Betrag ein und rechnet auf Monat und Jahr um. Der zweite Kasten ist der Taschengeldparagraf (§ 110 BGB): Darf ein Zwölfjähriger ein Spiel für 60 Euro kaufen, darf eine Sechzehnjährige einen Handyvertrag abschließen? Der dritte Kasten ist das Sparziel: Wie lange dauert es mit einer Sparquote vom Taschengeld bis zum Wunschfahrrad.
Drei Beispiele:
- Zehnjähriges Kind: Empfehlung 16 bis 18,50 Euro im Monat, 15 Euro liegen noch im Rahmen; ein Sechsjähriger bekommt 1 bis 1,50 Euro je Woche (4,33 bis 6,50 Euro im Monat), ein Vierzehnjähriger 26 bis 31 Euro, ein Achtzehnjähriger 63 bis 79 Euro im Monat. Für zwei Vierzehnjährige sind das rund 57 Euro im Monat.
- Zwölfjähriger kauft ein Spiel für 60 Euro von 80 Euro Erspartem: Kauf wirksam, weil sofort und vollständig mit Taschengeld bezahlt. Ein Handyvertrag einer Sechzehnjährigen für 350 Euro Gesamtwert ist dagegen ohne Zustimmung der Eltern schwebend unwirksam, weil Abos und Raten nicht unter § 110 fallen.
- Sparziel 250 Euro, 22 Euro Taschengeld, 50 Prozent gespart, 40 Euro vorhanden: 11 Euro im Monat, 210 Euro fehlen, 20 Monate; mit 16,50 Euro Sparrate nur 13. Für 600 Euro bei 18 Euro Rate und 2 Prozent Zinsen auf dem Kinderkonto: 27 Monate, davon 15,28 Euro Zinsen.
Die Tabelle ist eine Empfehlung, kein Gesetz; sie setzt voraus, dass das Geld regelmäßig, ohne Bedingungen und zur freien Verfügung gezahlt wird. Den Anteil des Kindes an den Familienleistungen rechnen der Kindergeld-Rechner und der Kinderfreibetrag-Rechner, wie sich Sparen mit Zins und Zinseszins entwickelt, der Sparplan-Rechner und der Zinseszinsrechner, den Unterhalt bei getrennten Eltern der Unterhaltsrechner und was Ausbildung und Minijob ab 15 bringen, der Minijob-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Die Taschengeldtabelle: Woher die Zahlen kommen
Die Taschengeldtabelle geht auf das Deutsche Jugendinstitut in München zurück, das seit den 1990er-Jahren Empfehlungen veröffentlicht, die von den Jugendämtern übernommen und alle paar Jahre an die Preise angepasst werden; zuletzt stiegen die Beträge 2024/2025. Die Logik: Bis zum Grundschulalter wöchentlich, weil Kinder den Monat noch nicht überblicken und das Geld sonst am ersten Tag weg ist; ab zehn monatlich, damit sie Einteilen üben; die Spanne wächst mit dem Alter von 50 Cent je Woche für Vorschulkinder bis 63 bis 79 Euro im Monat ab 18 Jahren, wenn das Taschengeld auch Kleidung, Handy und Ausgehen abdecken soll. Zwischen zehn und 13 steigen die Beträge sanft um gut 2 Euro je Jahr, ab 14 stärker, weil Jugendliche mehr selbst bezahlen. Die Tabelle ist eine Orientierung: Was Eltern zahlen, hängt vom Familienbudget, von der Zahl der Kinder und davon ab, was das Taschengeld abdecken soll. Nach Umfragen wie der Kinder-Medien-Studie bekommt die große Mehrheit der Kinder regelmäßig Taschengeld, im Schnitt nahe an der Tabelle, Einzelkinder tendenziell mehr als Geschwister.
Taschengeld richtig geben: Regeln, die sich bewährt haben
Pädagogen und Verbraucherzentralen sind sich einig: Taschengeld ist ein Lernmittel, kein Lohn und keine Belohnung. Es wird regelmäßig an einem festen Tag gezahlt, ohne dass das Kind darum bitten muss, und es wird weder für gute Noten erhöht noch als Strafe gekürzt, auch nicht mit Hausarbeit verrechnet, die zum Familienleben gehört; Extra-Jobs wie Autowaschen dürfen aber extra bezahlt werden. Das Kind darf frei darüber verfügen, auch für Dinge, die Eltern unsinnig finden; nur so lernt es aus Fehlkäufen. Vereinbart werden sollte, was das Taschengeld abdeckt: anfangs Süßigkeiten, Sticker und Kleinkram, später Kino, Zeitschriften, Geschenke für Freunde, ab 14 oft Kleidung, Handyguthaben und Ausgehen (dann steigt der Betrag). Ein Budgetgeld für Kleidung oder Schulsachen kann zusätzlich zum Taschengeld fließen, damit das Kind größere Beträge verwalten lernt. Vorschüsse sind erlaubt, Schulden nicht; ein Sparanteil hilft, wenn das Kind ihn selbst festlegt. Und das Geld sollte bar oder auf einem eigenen Konto sichtbar sein; in Apps und Konten der Eltern verschwimmt das Gefühl für Beträge.
Der Taschengeldparagraf § 110 BGB
Kinder unter sieben sind geschäftsunfähig, ihre Käufe sind nichtig; von sieben bis 17 sind sie beschränkt geschäftsfähig und brauchen für Verträge grundsätzlich die Zustimmung der Eltern. Der Taschengeldparagraf macht eine Ausnahme: Ein Vertrag ist von Anfang an wirksam, wenn der Minderjährige die Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zur freien Verfügung überlassen wurden. Vier Bedingungen stecken darin: das Kind zahlt mit eigenem Taschengeld oder Geschenkgeld, sofort und vollständig, die Eltern haben die Mittel zur freien Verfügung gegeben, und der Kauf fällt nicht unter ein ausdrückliches Verbot. Eine Betragsgrenze nennt das Gesetz nicht; auch ein Fahrrad für 300 Euro kann wirksam sein, wenn es aus jahrelang gespartem Taschengeld bezahlt wird, während 20 Euro unwirksam sein können, wenn die Eltern Süßigkeiten verboten haben. Nicht erfasst sind Ratenkäufe, Kredite, Abos, Handyverträge, Fitnessstudio und In-App-Käufe mit laufender Belastung; sie sind schwebend unwirksam, bis die Eltern zustimmen, und können rückabgewickelt werden. Ab 15 dürfen Jugendliche ihren Lohn aus einem erlaubten Arbeitsverhältnis frei ausgeben (§ 113), ab 18 sind sie voll geschäftsfähig.
Ein Stück Geschichte
Das Wort Taschengeld taucht im 18. Jahrhundert auf, zunächst für das Geld, das Ehemänner ihren Frauen oder Fürsten ihren Hofdamen "für die Tasche" gaben; für Kinder wurde es im Bürgertum des 19. Jahrhunderts üblich, als Kinder nicht mehr mitarbeiteten und Erziehung zum Sparen als Tugend galt. Das BGB von 1900 übernahm den Taschengeldparagrafen fast wörtlich aus dem gemeinen Recht, und die Paragrafennummer 110 hat sich seither nicht geändert. In der Bundesrepublik wurde Taschengeld in den 1950er-Jahren zum Thema der Elternratgeber, das Deutsche Jugendinstitut veröffentlichte in den 1980er-Jahren erste Empfehlungen, damals noch in D-Mark und je Woche. Die Jugendämter setzten die Tabelle in Beratung und Pflegefamilien ein, wo das Taschengeld zur Pflegevergütung gehört. Mit Girokonten für Kinder, Taschengeld-Apps und Prepaid-Karten hat sich seit 2015 die Form geändert, die Beträge sind mit der Inflation gestiegen, zuletzt um rund 10 Prozent.
Praktische Tipps
Starten Sie mit dem Schuleintritt, mit kleinen Beträgen und festem Zahltag, und erhöhen Sie am Geburtstag nach der Tabelle. Besprechen Sie einmal im Jahr, was das Taschengeld abdecken soll, und passen Sie den Betrag dann an, statt zwischendurch nachzuschießen. Richten Sie ab zehn ein Kinderkonto oder ein Sparbuch ein, in das Geburtstagsgeld und Sparanteile fließen, und zeigen Sie die Zinsen, so klein sie sind. Lassen Sie Fehlkäufe zu, aber reden Sie danach darüber. Und prüfen Sie bei Online-Shops und Apps die Jugendschutzeinstellungen, denn der Taschengeldparagraf hilft nicht gegen In-App-Käufe über das Konto der Eltern.
Häufige Fragen
Wie viel Taschengeld für ein 10-jähriges Kind?
Nach der Tabelle der Jugendämter 16 bis 18,50 Euro im Monat. Für 11-Jährige 18,50 bis 21 Euro, 12-Jährige 21 bis 23,50 Euro, 13-Jährige 23,50 bis 26 Euro. Ab zehn wird monatlich gezahlt.
Wie viel Taschengeld bekommt ein 14-Jähriger?
26 bis 31 Euro im Monat, mit 15 Jahren 31 bis 39 Euro, mit 16 Jahren 39 bis 47 Euro, mit 17 Jahren 47 bis 63 Euro. Ab 14 steigt die Spanne stärker, weil Jugendliche mehr selbst bezahlen (Kleidung, Handy, Ausgehen).
Ab welchem Alter gibt es Taschengeld?
Die Jugendämter empfehlen den Start im Kindergartenalter mit 50 Cent bis 1 Euro je Woche, spätestens mit der Einschulung (1 bis 1,50 Euro je Woche mit sechs). Bis neun wird wöchentlich gezahlt, danach monatlich.
Darf Taschengeld als Strafe gekürzt werden?
Rechtlich ja, pädagogisch raten Jugendämter und Verbraucherzentralen davon ab. Taschengeld soll bedingungslos und regelmäßig fließen, damit Kinder planen lernen; es ist weder Lohn für Hausarbeit noch Belohnung für Noten.
Was besagt der Taschengeldparagraf?
§ 110 BGB: Käufe von 7- bis 17-Jährigen sind wirksam, wenn sie sofort und vollständig mit Geld bezahlt werden, das die Eltern dem Kind zur freien Verfügung gegeben haben. Es gibt keine Betragsgrenze; Abos, Raten und Kredite fallen nicht darunter.
Darf ein 16-Jähriger einen Handyvertrag abschließen?
Nicht ohne Zustimmung der Eltern. Verträge mit laufenden Kosten sind schwebend unwirksam, bis die Eltern genehmigen; verweigern sie, wird der Vertrag rückabgewickelt. Prepaid-Guthaben vom Taschengeld ist dagegen wirksam.
Können Eltern einen Kauf vom Taschengeld rückgängig machen?
Nur, wenn § 110 nicht greift: bei Ratenkauf, Abo, verbotenen Gegenständen oder wenn das Geld für einen anderen Zweck bestimmt war. Ein wirksamer Taschengeldkauf kann nur aus Kulanz des Händlers zurückgegeben werden.
Wie lange muss mein Kind auf 250 Euro sparen?
Bei 22 Euro Taschengeld und 50 Prozent Sparquote (11 Euro) mit 40 Euro Startguthaben 20 Monate, bei 16,50 Euro Rate 13 Monate. Der Rechner zeigt Dauer und Datum, auch mit Zinsen auf dem Kinderkonto.