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Deckungsbeitrags-Rechner

Preis und variable Kosten eintragen: Der Rechner zeigt Deckungsbeitrag und Quote je Stück, die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung bis zum Betriebsergebnis und welchen Preis eine Ziel-Quote verlangt.

Wie hoch ist der Deckungsbeitrag je Stück?

DB I je Stück und gesamt, Break-even-Menge, Wirkung von Rabatten.

Beispiel: 120 € Preis, 45 € variable Kosten, 400 Stück, 12.000 € Fixkosten: 75 € DB, 62,5 %, Ergebnis 18.000 €

Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung

Fixkosten je Ebene: Produkt, Bereich, Unternehmen.

Beispiel: 250.000 € Umsatz: DB I 110.000 €, DB II 85.000 €, DB III 55.000 €, Ergebnis 15.000 €

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DB-Quote, Preis oder Break-even-Umsatz

Drei Rechenwege aus derselben Formel.

Beispiel: 45 € variable Kosten für 40 % Quote: 75 € Nettopreis

So funktioniert der Deckungsbeitrags-Rechner

Der Deckungsbeitrags-Rechner ist das Werkzeug für die Frage, ob ein Produkt, ein Auftrag oder ein Rabatt sich lohnt. Im ersten Kasten tragen Sie Verkaufspreis, variable Kosten je Stück, Menge und Fixkosten ein und bekommen den Deckungsbeitrag je Stück, die Deckungsbeitragsquote, den gesamten Deckungsbeitrag, das Betriebsergebnis, die Break-even-Menge und die Wirkung eines Preisnachlasses von zehn Prozent. Der zweite Kasten führt die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung vor: vom Umsatz über DB I (nach variablen Kosten), DB II (nach Produktfixkosten) und DB III (nach Bereichsfixkosten) bis zum Betriebsergebnis nach Unternehmensfixkosten. Der dritte Kasten dreht die Formel um: DB-Quote aus Preis und Kosten, der nötige Preis für eine Ziel-Quote oder der Umsatz, den die Fixkosten bei gegebener Quote verlangen.

Merksatz: Deckungsbeitrag ist Preis minus variable Kosten, alles andere sind Fixkosten, die sich nicht um einzelne Stücke kümmern. Eselsbrücke für Rabatte: Ein Nachlass von zehn Prozent auf den Preis ist bei 30 Prozent Quote ein Drittel des Deckungsbeitrags, bei 60 Prozent Quote nur ein Sechstel.

Drei Beispiele:

  • Preis 120 Euro, variable Kosten 45 Euro, 400 Stück, 12.000 Euro Fixkosten: 75 Euro Deckungsbeitrag je Stück, Quote 62,5 Prozent, 30.000 Euro gesamt, Betriebsergebnis 18.000 Euro, Break-even bei 160 Stück. Zehn Prozent Rabatt senken den DB auf 63 Euro, also um 16 Prozent.
  • Mehrstufig: 250.000 Euro Umsatz, 140.000 Euro variable Kosten, Fixkosten 25.000 / 30.000 / 40.000 Euro: DB I 110.000 Euro (44 Prozent), DB II 85.000 Euro, DB III 55.000 Euro, Betriebsergebnis 15.000 Euro, sechs Prozent Umsatzrendite.
  • Ziel-Quote 40 Prozent bei 45 Euro variablen Kosten: nötiger Nettopreis 75 Euro (89,25 Euro brutto), das ist ein Aufschlag von 67 Prozent. Bei 20 Euro Preis und 14 Euro Kosten bleiben 6 Euro, 30 Prozent Quote; 4.000 Euro Fixkosten sind ab 667 Stück gedeckt.

Formeln: DB je Stück = Preis - variable Kosten, DB-Quote = DB / Preis, Betriebsergebnis = DB × Menge - Fixkosten, Break-even-Menge = Fixkosten / DB je Stück, Preis für Ziel-Quote = variable Kosten / (1 - Quote). Die Gewinnschwelle in Stück und Umsatz mit allen Nebenrechnungen liefert der Break-even-Rechner, Marge und Aufschlag der Margen-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Variable Kosten, Fixkosten und der Deckungsbeitrag

Die Deckungsbeitragsrechnung teilt alle Kosten in zwei Sorten. Variable Kosten entstehen mit jedem verkauften Stück und verschwinden, wenn es nicht verkauft wird: Material, Wareneinsatz, Fremdleistungen, Verpackung, Versand, Provisionen, Zahlungsgebühren, Akkordlöhne. Fixkosten laufen unabhängig von der Menge: Miete, Gehälter, Versicherungen, Abschreibungen, Software, Werbung. Der Deckungsbeitrag ist der Teil des Preises, der nach den variablen Kosten übrig bleibt und zur Deckung der Fixkosten "beiträgt", bis sie gedeckt sind, danach ist er Gewinn. Diese Trennung erklärt, warum ein Produkt mit scheinbarem Verlust nach Vollkostenrechnung trotzdem im Sortiment bleiben sollte: Solange sein Deckungsbeitrag positiv ist, trägt es Fixkosten, die sonst die anderen Produkte tragen müssten; streicht man es, bleibt der Fixkostenblock und der Gewinn sinkt. Umgekehrt ist ein Auftrag mit negativem Deckungsbeitrag immer ein Verlust, egal wie gut die Auslastung aussieht. Die Deckungsbeitragsquote in Prozent des Preises macht Produkte vergleichbar: Im Handel liegen 20 bis 40 Prozent an, in der Gastronomie bei Speisen 65 bis 75 Prozent, bei Software und Dienstleistungen 70 bis 90 Prozent, weil dort fast alle Kosten fix sind. Welche Kosten variabel sind, hängt vom Zeithorizont ab: Personal ist kurzfristig fix, mittelfristig variabel, und Energie kann beides sein.

Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung: Fixkosten ohne Umlage

Die einfache Rechnung behandelt alle Fixkosten als einen Block. Die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung (Fixkostendeckungsrechnung) ordnet sie stattdessen der Ebene zu, die sie verursacht, und verzichtet auf jede Umlage per Schlüssel. Vom Umsatz gehen die variablen Kosten ab, das ergibt den DB I. Davon gehen die Produktfixkosten ab, die nur dieses Produkt verursacht, etwa Werkzeuge, Lizenzen, produktbezogene Werbung, Ergebnis DB II. Dann die Bereichsfixkosten der Abteilung, Filiale oder Produktgruppe, Leitung, Miete, Fuhrpark, Ergebnis DB III. Erst zum Schluss werden die Unternehmensfixkosten abgezogen, Geschäftsführung, Buchhaltung, Verwaltung, die keinem Produkt zuzuordnen sind, und übrig bleibt das Betriebsergebnis. Der Nutzen liegt in den Zwischenstufen: Ein negativer DB II sagt, dass ein Produkt nicht einmal seine eigenen Fixkosten verdient und das Ergebnis um genau diesen Betrag verbessert, wenn es gestrichen wird; ein positiver DB II bei negativem DB III zeigt, dass das Problem nicht beim Produkt, sondern beim Bereich liegt. Die Vollkostenrechnung mit ihren Umlagen kann das nicht, weil sie Verwaltungskosten nach Umsatz oder Köpfen verteilt und damit gute Produkte mit Kosten belastet, die sie nicht verursachen. Der Rechner zeigt die Stufen für ein Produkt oder einen Bereich; für mehrere Produkte stellt man die Rechnung je Produkt auf und summiert die DB III.

Preise, Rabatte und die DB-Quote in der Praxis

Die DB-Quote ist der Schlüssel zur Preispolitik. Wer eine Ziel-Quote hat, rechnet den Preis rückwärts: variable Kosten geteilt durch eins minus Quote, für 40 Prozent bei 45 Euro Kosten also 75 Euro, was einem Aufschlag von 67 Prozent entspricht; Aufschlag und Quote werden ständig verwechselt, 50 Prozent Quote sind 100 Prozent Aufschlag. Noch wichtiger ist die Rechnung bei Rabatten: Ein Nachlass geht vollständig vom Deckungsbeitrag ab, weil die variablen Kosten bleiben. Bei 30 Prozent Quote kostet ein Rabatt von zehn Prozent ein Drittel des Deckungsbeitrags, und um denselben Gesamt-DB zu halten, muss die Menge um 50 Prozent steigen; bei 20 Prozent Quote müsste sie sich verdoppeln. Der erste Kasten zeigt die Wirkung eines Zehn-Prozent-Nachlasses deshalb immer mit an. Umgekehrt lohnen sich Preiserhöhungen überproportional: Zehn Prozent mehr Preis bei 30 Prozent Quote erhöhen den DB um ein Drittel, man darf also ein Viertel der Kunden verlieren, bevor es sich nicht mehr rechnet. Für Angebote an der Kapazitätsgrenze hilft der Deckungsbeitrag je Engpasseinheit, etwa je Maschinenstunde: Nicht das Produkt mit dem höchsten DB je Stück verdient am meisten, sondern das mit dem höchsten DB je Stunde Engpass. Und bei Zusatzaufträgen in Zeiten freier Kapazität gilt die Preisuntergrenze: die variablen Kosten, alles darüber verbessert das Ergebnis.

Ein Stück Geschichte

Die Idee, Kosten in fixe und variable zu trennen, formulierte der amerikanische Ingenieur Jonathan Harris 1936 unter dem Namen Direct Costing, als Gegenentwurf zur Vollkostenrechnung, die in den Rezessionsjahren Unternehmen zu falschen Streichungen verleitet hatte. In Deutschland griff Konrad Mellerowicz den Ansatz auf, und Paul Riebel entwickelte ab den 1950er Jahren die relative Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung, die jede Kostenart der Bezugsgröße zuordnet, der sie sich ohne Schlüsselung zurechnen lässt. Die mehrstufige Fixkostendeckungsrechnung, wie sie der zweite Kasten abbildet, geht auf Klaus Agthe und Konrad Mellerowicz um 1959 zurück. Mit der Grenzplankostenrechnung von Wolfgang Kilger und Hans-Georg Plaut wurde der Deckungsbeitrag ab den 1960er Jahren zum Standard der deutschen Industrie und steckt heute in jedem Controlling-System. Der Break-even-Gedanke ist noch älter: Die "Gewinnschwellenanalyse" mit dem Diagramm aus Umsatz- und Kostenlinie veröffentlichte Walter Rautenstrauch 1930 an der Columbia University. Dass gerade kleine Betriebe, Handwerker und Gastronomen mit dem Deckungsbeitrag rechnen sollten, propagieren Kammern und Verbände seit den 1990er Jahren; die Gastronomie hat daraus die Faustregel gemacht, dass der Wareneinsatz eines Gerichts höchstens ein Drittel des Nettopreises betragen darf.

Praktische Tipps

Listen Sie die variablen Kosten vollständig, auch Zahlungsgebühren, Retouren, Verpackung und Provisionen, die gern vergessen werden. Rechnen Sie mit Nettopreisen, die Umsatzsteuer ist kein Erlös. Prüfen Sie jeden Rabatt mit dem Rechner, bevor Sie ihn geben, und fragen Sie, wie viel mehr Menge er bringen muss. Führen Sie die mehrstufige Rechnung einmal im Jahr für jedes Produkt und jeden Bereich durch, die negativen DB II sind die Kandidaten fürs Streichen oder für eine Preiserhöhung. Nutzen Sie die DB-Quote für die Kalkulation neuer Produkte und den Deckungsbeitrag je Engpassstunde für die Reihenfolge der Aufträge. Welche Menge die Fixkosten deckt, rechnet der Break-even-Rechner, den Stundensatz, der Ihre Fixkosten trägt, der Stundensatz-Rechner, und wie Skonto den Deckungsbeitrag schmälert, der Skonto-Rechner.

Häufige Fragen

Wie berechnet man den Deckungsbeitrag?

Verkaufspreis minus variable Kosten je Stück: 120 Euro minus 45 Euro sind 75 Euro Deckungsbeitrag, die Quote beträgt 62,5 Prozent. Mal Menge ergibt den Gesamt-Deckungsbeitrag, minus Fixkosten das Betriebsergebnis: 400 Stück ergeben 30.000 Euro, nach 12.000 Euro Fixkosten 18.000 Euro Gewinn.

Was ist der Unterschied zwischen Deckungsbeitrag und Gewinn?

Der Deckungsbeitrag deckt zuerst die Fixkosten; Gewinn entsteht erst, wenn alle Fixkosten gedeckt sind. Ein Produkt mit positivem Deckungsbeitrag kann nach Vollkosten Verlust machen und trotzdem den Gewinn des Unternehmens erhöhen, weil es Fixkosten mitträgt.

Was ist die Deckungsbeitragsquote?

Der Deckungsbeitrag in Prozent des Preises: 75 Euro von 120 Euro sind 62,5 Prozent. Handel liegt oft bei 20 bis 40 Prozent, Gastronomie bei Speisen um 70 Prozent, Software und Dienstleistungen bei 70 bis 90 Prozent. Von jedem Euro Umsatz bleibt dieser Anteil für Fixkosten und Gewinn.

Was bedeuten DB I, DB II und DB III?

Die Stufen der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung: DB I nach variablen Kosten, DB II nach Produktfixkosten, DB III nach Bereichsfixkosten, danach die Unternehmensfixkosten bis zum Betriebsergebnis. Bei 250.000 Euro Umsatz: 110.000, 85.000, 55.000 und 15.000 Euro Ergebnis.

Wie wirkt ein Rabatt auf den Deckungsbeitrag?

Der Nachlass geht voll vom Deckungsbeitrag ab. Bei 30 Prozent Quote kostet ein Rabatt von zehn Prozent ein Drittel des Deckungsbeitrags, 6 Euro werden zu 4 Euro, und die Menge muss um 50 Prozent steigen, um das auszugleichen. Bei 62,5 Prozent Quote sinkt der DB nur um 16 Prozent.

Welchen Preis brauche ich für eine Ziel-Quote?

Variable Kosten geteilt durch eins minus Quote. Für 40 Prozent bei 45 Euro Kosten: 45 / 0,6 = 75 Euro netto, 89,25 Euro brutto. Das entspricht einem Aufschlag von 67 Prozent auf die Kosten; 50 Prozent Quote wären 100 Prozent Aufschlag.

Ab welcher Menge ist der Break-even erreicht?

Fixkosten geteilt durch Deckungsbeitrag je Stück: 12.000 Euro bei 75 Euro DB ergeben 160 Stück, 4.000 Euro bei 6 Euro DB 667 Stück. Als Umsatz: Fixkosten geteilt durch DB-Quote, 12.000 Euro bei 62,5 Prozent sind 19.200 Euro.

Was ist die Preisuntergrenze?

Kurzfristig die variablen Kosten je Stück: Jeder Preis darüber bringt einen positiven Deckungsbeitrag und verbessert das Ergebnis, wenn Kapazität frei ist. Langfristig müssen die Preise im Durchschnitt auch die Fixkosten decken, also über den Vollkosten liegen.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: Coenenberg, A. G., Fischer, T. M., Günther, T.: Kostenrechnung und Kostenanalyse, Schäffer-Poeschel, Riebel, P.: Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung, Gabler, Kilger, W., Pampel, J., Vikas, K.: Flexible Plankostenrechnung und Deckungsbeitragsrechnung, Springer Gabler, Harris, J. N.: What Did We Earn Last Month?, NACA Bulletin 1936 (Direct Costing)