Margenrechner

Marge und Aufschlag aus EK und VK, oder Verkaufspreis aus Zielmarge, netto und brutto.

Wie hoch sind Marge und Aufschlag?

Einkaufs- und Verkaufspreis netto.

Beispiel: Einkauf 7,50 €, Verkauf 19,90 €: 62,3 % Marge, 165,3 % Aufschlag

Welchen Verkaufspreis brauche ich?

Für eine gewünschte Marge oder einen Aufschlag.

Beispiel: Einkauf 12 € mit 150 % Aufschlag: 30,00 € netto

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So funktioniert der Margenrechner

Der Margen-Rechner hat zwei Kästen: Im ersten geben Sie Einkaufspreis und Verkaufspreis netto ein und bekommen Rohgewinn, Marge in Prozent vom Verkaufspreis, Aufschlag in Prozent vom Einkaufspreis, den Kalkulationsfaktor und den Bruttopreis mit Mehrwertsteuer. Im zweiten geben Sie den Einkaufspreis und die gewünschte Marge oder den gewünschten Aufschlag ein, und der Rechner liefert den Verkaufspreis netto und brutto, wahlweise mit 19 oder 7 Prozent. Damit ist der Dauerstreit im Einzelhandel erledigt, ob 50 Prozent Marge und 50 Prozent Aufschlag dasselbe sind: Sind sie nicht.

Merksatz: Die Marge bezieht sich auf den Verkaufspreis, der Aufschlag auf den Einkaufspreis, und bei gleichem Rohgewinn ist der Aufschlag immer die größere Zahl. Die Eselsbrücke: 50 Prozent Marge sind 100 Prozent Aufschlag, Faktor 2, und 100 Prozent Marge gibt es nicht.

Drei Beispiele:

  • EK 7,50 €, VK 19,90 € netto: Rohgewinn 12,40 €, Marge 62,3 %, Aufschlag 165,3 %, Faktor 2,65, brutto 23,68 €.
  • EK 60 €, VK 100 €: Marge 40 %, Aufschlag 66,7 %, Faktor 1,67.
  • EK 12 €, Aufschlag 150 %: VK 30 € netto, 35,70 € brutto mit 19 %, 32,10 € mit 7 %, Marge 60 %; EK 40 € mit 30 % Zielmarge ergibt 57,14 € netto, 68 € brutto, Aufschlag 42,9 %.

Formeln: Marge = (VK - EK) / VK × 100, Aufschlag = (VK - EK) / EK × 100, VK aus Marge = EK / (1 - Marge), VK aus Aufschlag = EK × (1 + Aufschlag), Faktor = VK / EK. Die Mehrwertsteuer auf den Nettopreis rechnet der Mehrwertsteuer-Rechner, den Preisnachlass vom Verkaufspreis der Rabatt-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Marge und Aufschlag: Zwei Zahlen für denselben Euro

Der Rohgewinn ist in beiden Fällen derselbe, Verkaufspreis minus Einkaufspreis, 12,40 Euro beim Beispiel mit 7,50 und 19,90, und der Unterschied liegt nur im Nenner: Die Marge, im Handel auch Handelsspanne, teilt durch den Verkaufspreis, 12,40 von 19,90 sind 62,3 Prozent, der Aufschlag, auch Kalkulationszuschlag, teilt durch den Einkaufspreis, 12,40 von 7,50 sind 165,3 Prozent. Die Marge sagt, wie viel von jedem eingenommenen Euro übrig bleibt, und ist die Zahl der Betriebswirtschaft, der Banken und der Bilanz; der Aufschlag sagt, womit der Einkaufspreis multipliziert wird, und ist die Zahl der Preiskalkulation am Schreibtisch, als Faktor sogar noch handlicher, 2,65 beim Beispiel. Die Umrechnung geht in beide Richtungen: Aufschlag gleich Marge durch (1 minus Marge), 40 Prozent Marge sind 66,7 Prozent Aufschlag; Marge gleich Aufschlag durch (1 plus Aufschlag), 150 Prozent Aufschlag sind 60 Prozent Marge. Daraus folgt, dass die Marge nie 100 Prozent erreichen kann, auch bei Aufschlag 1.000 Prozent sind es nur 90,9, und dass eine Marge von 50 Prozent Faktor 2 bedeutet, von 66,7 Prozent Faktor 3, von 75 Prozent Faktor 4. Wer eine Zielmarge von 30 Prozent hat und 30 Prozent auf den Einkaufspreis schlägt, landet bei 23,1 Prozent Marge und wundert sich am Jahresende, das ist der klassische Fehler, der den zweiten Kasten rechtfertigt: EK 40 Euro mit 30 Prozent Marge ergibt 57,14, mit 30 Prozent Aufschlag nur 52 Euro. Den Prozentwert als Anteil in anderen Konstellationen rechnet der Prozentrechner.

Übliche Margen nach Branche und was von der Marge abgeht

Die Handelsspanne ist die Rohmarge, von der noch Miete, Personal, Verpackung, Versand, Zahlungsgebühren, Retouren und Werbung bezahlt werden müssen, und die Nettomarge, der Gewinn nach allem, ist eine ganz andere Zahl: Der Lebensmitteleinzelhandel arbeitet mit 20 bis 30 Prozent Rohmarge und 1 bis 3 Prozent Nettomarge, der Textilhandel mit 50 bis 60 Prozent Rohmarge, Faktor 2 bis 2,5 und 3 bis 5 Prozent netto, Möbel und Schmuck mit Faktor 2,5 bis 3, die Gastronomie mit Faktor 3 bis 4 auf den Wareneinsatz, also 65 bis 75 Prozent Rohmarge, Apotheken bei verschreibungspflichtigen Medikamenten mit 3 Prozent plus einem festen Betrag, Elektronikhändler mit 10 bis 20 Prozent, Buchhändler mit 30 bis 40 Prozent vom gebundenen Ladenpreis. Online-Händler rechnen zusätzlich mit Marktplatzgebühren von 8 bis 15 Prozent und Versandkosten, so dass eine Rohmarge von 40 Prozent nach Gebühren, Versand und Retouren oft unter 10 Prozent landet. Der Kalkulationsfaktor ist in vielen Branchen tradiert, der "Faktor 2,2" im Modehandel, "mal drei" in der Gastronomie, und er enthält diese Kosten pauschal; wer ihn unterschreitet, muss wissen, womit er die Lücke füllt. Die Mehrwertsteuer gehört nicht zur Marge, sie ist ein durchlaufender Posten, deshalb rechnet der Rechner netto und zeigt den Bruttopreis nur als Preisschild: 19,90 netto sind 23,68 brutto, und ein Händler, der mit 23,68 und 7,50 rechnet, überschätzt seine Marge um sechs Prozentpunkte. Was vom Rohgewinn nach Gewerbesteuer übrig bleibt, rechnet der Gewerbesteuer-Rechner.

Verkaufspreis kalkulieren: Von der Zielmarge zum Preisschild

Der Weg zum Preis beginnt beim Einstandspreis, das ist der Einkaufspreis plus Bezugskosten minus Rabatte und Skonto, bei 7,50 Euro Listenpreis mit 3 Prozent Skonto und 0,40 Euro Fracht 7,68 Euro, und erst darauf kommt die Marge. Der zweite Kasten rechnet dann den Nettoverkaufspreis, EK durch (1 minus Zielmarge), 40 Euro bei 30 Prozent ergeben 57,14, und daraus den Bruttopreis mit 19 Prozent, 68 Euro, oder mit 7 Prozent für Lebensmittel, Bücher und Pflanzen. Dann kommt die Psychologie: 68 Euro werden zu 67,90 oder 69,90, und der Rechner hilft beim Zurückrechnen, was die Rundung an Marge kostet, 69,90 brutto sind 58,74 netto und 31,9 Prozent Marge. Rabattaktionen fressen Marge überproportional: Bei 40 Prozent Marge kostet ein Rabatt von 20 Prozent die Hälfte des Rohgewinns, und der Umsatz muss um 100 Prozent steigen, damit der Rohgewinn gleich bleibt; die Formel ist Marge durch (Marge minus Rabatt), und sie steht in jedem Kalkulationskurs. Bei Dienstleistungen ersetzt der Stundensatz den Einkaufspreis, und die Marge wird auf die Selbstkosten gerechnet. Die Rückwärtskalkulation vom Marktpreis aus, "zu welchem EK kann ich bei 19,90 noch 50 Prozent Marge halten", ist Verkaufspreis mal (1 minus Marge), 9,95 Euro. Wie viel Rabatt ein Preis verträgt, bevor die Marge weg ist, zeigt der Rabatt-Rechner, und den Stundensatz für Dienstleister rechnet der Stundensatz-Rechner.

Ein Stück Geschichte: Vom Zunftpreis zur Handelsspanne

Im Mittelalter war der Aufschlag nicht Kalkulation, sondern Sünde: Die Kirche lehrte das "iustum pretium", den gerechten Preis, der die Kosten und einen standesgemäßen Unterhalt des Händlers deckte, und Thomas von Aquin erlaubte um 1270 Gewinn nur als Lohn für Arbeit, Risiko und Transport, nicht als Spanne an sich; die Zünfte legten Preise fest, und wer darüber verkaufte, wurde bestraft. Die italienischen Kaufleute des 14. Jahrhunderts, Datini in Prato und die Medici in Florenz, rechneten trotzdem mit Aufschlägen, in Datinis Büchern finden sich 10 bis 20 Prozent auf Tuch und Gewürze, und die doppelte Buchführung, die Luca Pacioli 1494 beschrieb, machte den Rohgewinn als Differenz von Wareneinkauf und Warenverkauf erstmals sichtbar. Die Handelsspanne als Begriff kommt aus dem 19. Jahrhundert, als Warenhäuser wie Wertheim und Tietz mit festen Preisen und kleinen Spannen bei großem Umsatz den Fachhandel mit seinen hohen Aufschlägen unterboten, und die Betriebswirtschaftslehre, die Eugen Schmalenbach um 1900 in Köln begründete, machte aus der Spanne eine Kennzahl. Die Preisbindung der zweiten Hand, bei der der Hersteller den Ladenpreis vorschrieb, fiel zum 1. Januar 1974 mit der Novelle des Kartellgesetzes, nur Bücher behielten sie, und seitdem ist die Marge die freie Entscheidung des Händlers. Die Mehrwertsteuer, 1968 eingeführt, trennte endgültig brutto und netto. Der Rechner rechnet, was Thomas von Aquin verboten und Datini trotzdem gemacht hat.

Praktische Tipps

Rechnen Sie immer netto, die Mehrwertsteuer gehört nicht zur Marge. Legen Sie Zielmargen fest, nicht Zielaufschläge, und rechnen Sie mit dem zweiten Kasten den Preis. Nehmen Sie den Einstandspreis mit Fracht und Skonto als EK. Rechnen Sie nach der Rundung auf 69,90 die Marge zurück. Prüfen Sie Rabattaktionen mit der Formel Marge durch (Marge minus Rabatt). Vergleichen Sie Ihren Faktor mit dem der Branche. Und ziehen Sie Marktplatzgebühren und Retouren von der Rohmarge ab, bevor Sie sie Gewinn nennen. Die Mehrwertsteuer für Preisschilder liefert der Mehrwertsteuer-Rechner.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Marge und Aufschlag?

Die Marge ist der Rohgewinn in Prozent vom Verkaufspreis, der Aufschlag in Prozent vom Einkaufspreis. Bei EK 60 € und VK 100 € sind 40 € Rohgewinn 40 % Marge, aber 66,7 % Aufschlag. Bei gleichem Gewinn ist der Aufschlag immer die größere Zahl.

Wie rechne ich die Marge aus?

Verkaufspreis minus Einkaufspreis, geteilt durch den Verkaufspreis, mal 100, alles netto. Bei EK 7,50 € und VK 19,90 € sind das 12,40 / 19,90 = 62,3 %. Der Aufschlag wäre 12,40 / 7,50 = 165,3 %, der Kalkulationsfaktor 2,65.

Wie rechne ich den Verkaufspreis aus der Zielmarge?

Einkaufspreis geteilt durch (1 minus Marge): EK 40 € bei 30 % Marge sind 40 / 0,7 = 57,14 € netto, mit 19 % MwSt 68,00 € brutto. Wer stattdessen 30 % aufschlägt, landet bei 52 € und nur 23,1 % Marge.

Wie rechne ich Aufschlag in Marge um?

Marge = Aufschlag / (1 + Aufschlag): 150 % Aufschlag sind 1,5 / 2,5 = 60 % Marge. Umgekehrt Aufschlag = Marge / (1 - Marge): 40 % Marge sind 0,4 / 0,6 = 66,7 % Aufschlag. 50 % Marge sind 100 % Aufschlag, also Faktor 2.

Was ist der Kalkulationsfaktor?

Verkaufspreis geteilt durch Einkaufspreis, die Zahl, mit der der Einkäufer den EK multipliziert. 2,65 beim Beispiel mit 7,50 und 19,90. Im Modehandel sind 2 bis 2,5 üblich, in der Gastronomie 3 bis 4 auf den Wareneinsatz, bei Möbeln und Schmuck 2,5 bis 3.

Gehört die Mehrwertsteuer zur Marge?

Nein, sie ist ein durchlaufender Posten. Der Rechner rechnet netto und zeigt den Bruttopreis nur als Preisschild: 19,90 € netto sind 23,68 € mit 19 %, 30 € netto sind 35,70 € mit 19 % oder 32,10 € mit 7 %. Wer mit Bruttopreisen rechnet, überschätzt seine Marge.

Welche Marge ist üblich?

Lebensmittel 20 bis 30 % Rohmarge, Elektronik 10 bis 20 %, Bücher 30 bis 40 %, Textil 50 bis 60 %, Gastronomie 65 bis 75 % auf den Wareneinsatz. Davon gehen Miete, Personal, Werbung und bei Online-Händlern 8 bis 15 % Marktplatzgebühren ab, die Nettomarge liegt meist bei 1 bis 5 %.

Was kostet ein Rabatt an Marge?

Bei 40 % Marge frisst ein Rabatt von 20 % die Hälfte des Rohgewinns, und der Umsatz müsste sich verdoppeln, damit der Rohgewinn gleich bleibt. Die Formel für den nötigen Mehrumsatz ist Marge / (Marge - Rabatt), hier 40 / 20 = 2.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: HDE Handelsverband Deutschland: Zahlenspiegel, Handelsspannen nach Branchen, Statistisches Bundesamt: Kostenstruktur der Unternehmen im Handel, Wöhe/Döring: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Handelskalkulation, Umsatzsteuergesetz § 12 Steuersätze