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Skonto-Rechner

Was zahle ich mit Skonto, lohnt er sich auch auf Kredit, und wie hoch war die Rechnung vorher?

Was zahle ich mit Skonto?

Rechnungsbetrag und Skontosatz eingeben.

Beispiel: 4.890,50 € mit 3 % Skonto ergeben 4.743,79 € Zahlbetrag

Lohnt sich Skonto, auch mit Kredit?

Der Skonto als Jahreszins, zum Vergleich mit dem Kontokorrentzins.

Beispiel: 3 % Skonto bei 14 Tagen Frist und 60 Tagen Zahlungsziel entsprechen 24,2 % Jahreszins

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Wie hoch war die Rechnung vor dem Skonto?

Vom gezahlten Betrag zurück zum Rechnungsbetrag.

Beispiel: 2.910 € gezahlt nach 3 % Skonto bedeuten 3.000 € Rechnungsbetrag

So funktioniert der Skonto-Rechner

Der Skonto-Rechner beantwortet die drei Fragen, die bei jeder Rechnung mit "2 Prozent Skonto innerhalb 10 Tagen" auftauchen: Im ersten Kasten den Zahlbetrag, Rechnungsbetrag minus Skontoabzug; im zweiten, ob sich Skonto lohnt, indem er den Nachlass in einen Jahreszins umrechnet, aus Skontosatz, Skontofrist und Zahlungsziel, und mit einem Überziehungskredit von 12 Prozent vergleicht; im dritten die Rückrechnung vom gezahlten Betrag auf den ursprünglichen Rechnungsbetrag, für die Buchhaltung und den Fall, dass nur die Überweisung bekannt ist.

Merksatz: Skonto ist ein Preisnachlass für schnelles Zahlen, und auf das Jahr gerechnet ist er fast immer der beste Zins, den es gibt, 2 Prozent für 20 Tage sind 36,7 Prozent im Jahr. Die Eselsbrücke: Skonto nehmen, notfalls mit dem Dispo, der ist billiger.

Drei Beispiele:

  • Rechnung 4.890,50 € mit 3 Prozent Skonto: Abzug 146,72 €, Zahlbetrag 4.743,79 €; 1.250 € mit 2 Prozent: 25 € Abzug, 1.225 € zu zahlen.
  • 25.000 €, 3 Prozent bei 14 Tagen Skontofrist und 60 Tagen Zahlungsziel: 46 Tage früher zahlen spart 750 €, das entspricht 24,2 Prozent Jahreszins, und gegenüber 12 Prozent Überziehungszins bleiben 378,17 € Gewinn; 2 Prozent bei 10 und 30 Tagen sind 36,7 Prozent.
  • Gezahlt 2.910 € nach 3 Prozent Skonto: Rechnungsbetrag 3.000 €, Skonto 90 €; 1.225 € nach 2 Prozent waren 1.250 €.

Formeln: Zahlbetrag = Rechnung × (1 - Skonto), Jahreszins = Skonto / (100 - Skonto) × 360 / (Zahlungsziel - Skontofrist) × 100, Rechnung = gezahlter Betrag / (1 - Skonto). Rabatte, die vor dem Skonto vom Listenpreis abgehen, rechnet der Rabatt-Rechner, und was der Dispo für die Vorfinanzierung kostet, der Dispozins-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Skonto als Zins: Warum 2 Prozent 36,7 Prozent sind

Eine Rechnung mit "2 Prozent Skonto innerhalb 10 Tagen, 30 Tage netto" stellt den Kunden vor die Wahl, am 10. Tag 98 Prozent zu zahlen oder am 30. Tag 100 Prozent, und der Unterschied ist ein Kredit des Lieferanten über 20 Tage, der 2 Prozent kostet; auf 360 Tage hochgerechnet sind das 18 Perioden mal 2 Prozent, und weil die 2 Prozent auf 98 Prozent Zahlbetrag bezogen werden, genau 2 durch 98 mal 360 durch 20, gleich 36,7 Prozent im Jahr. Das ist die Formel des zweiten Kastens, und sie erklärt, warum jeder Buchhalter Skonto zieht: Kein Kontokorrentkredit kostet 36 Prozent, der Dispo liegt bei 10 bis 14, der Rahmenkredit bei 7 bis 10, und selbst der Überziehungszins ist billiger als der Verzicht auf Skonto. Der Rechner zeigt den Gewinn gegenüber 12 Prozent Überziehung, beim 25.000-Euro-Beispiel 750 Euro Ersparnis minus 372 Euro Zinsen für 46 Tage, 378 Euro netto. Die Tage zwischen Skontofrist und Zahlungsziel sind die Stellschraube: 3 Prozent bei 14 und 60 Tagen sind 24,2 Prozent, bei 14 und 30 Tagen 69,6, bei 7 und 90 Tagen 13,4, und erst bei sehr langen Zahlungszielen, 3 Prozent für 120 Tage mehr, fällt der Zins unter 10 Prozent und der Vergleich mit dem Kredit wird eng. Das Zahlungsziel, auf das der Skonto bezogen wird, ist das vertragliche; wer ohnehin nach 14 Tagen zahlen würde, bekommt den Skonto geschenkt. Die Rechnung mit 360 Tagen ist die kaufmännische Zinsmethode, mit 365 Tagen wären es 37,2 statt 36,7 Prozent. Was der Dispo für denselben Zeitraum kostet, rechnet der Dispozins-Rechner taggenau.

Skonto in Rechnung, Buchhaltung und Umsatzsteuer

Skonto wird vom Bruttobetrag abgezogen, und das verändert die Umsatzsteuer: Bei 1.190 Euro brutto mit 2 Prozent Skonto zahlt der Kunde 1.166,20, und die Umsatzsteuer sinkt von 190 auf 186,20 Euro, der Lieferant muss weniger abführen und der Kunde weniger Vorsteuer ziehen, § 17 Umsatzsteuergesetz, was in der Buchhaltung über die Konten "gewährte Skonti" und "erhaltene Skonti" mit Steuerkorrektur läuft, in jeder Buchhaltungssoftware automatisch. Skonto darf vereinbart werden, wie die Parteien wollen, üblich sind 2 bis 3 Prozent bei 7 bis 14 Tagen, im Baugewerbe oft 3 Prozent bei 14 Tagen nach VOB-Abnahme, im Großhandel 2 Prozent bei 10 Tagen, und Skonto auf Lohnanteile von Handwerkerrechnungen ist zulässig, auf die Umsatzsteuer rechnerisch inbegriffen. Die Skontofrist beginnt mit dem Rechnungsdatum, nicht mit dem Zugang, es sei denn, die Rechnung sagt es anders, und maßgeblich ist der Zahlungseingang beim Lieferanten, nicht die Überweisung, so dass bei Banklaufzeiten von einem Tag am vorletzten Tag überwiesen werden sollte; wer zu spät skontiert, bekommt eine Nachforderung über den Abzug, die der Lieferant meist bei kleinen Beträgen erlässt und bei großen nicht. Skonto gibt es nur bei vollständiger Zahlung, Teilzahlungen skontieren nicht, und bei Mängeln darf der Kunde den Betrag mindern, nicht skontieren. In der Angebotsrechnung ist Skonto ein Verkaufsargument, das 2 Prozent Marge kostet, und Lieferanten, die ihn anbieten, kalkulieren ihn ein; Kunden, die ihn nie ziehen, zahlen den Listenpreis. Wie der Rabatt vom Listenpreis vor dem Skonto abgeht, 10 Prozent Rabatt und dann 2 Prozent Skonto sind 11,8 Prozent, rechnet der Rabatt-Rechner.

Rechnen von Hand und typische Fehler

Der Zahlbetrag ist Rechnung mal 0,98 bei 2 Prozent oder mal 0,97 bei 3 Prozent, 4.890,50 mal 0,97 gleich 4.743,79, und die Rückrechnung ist die Division, 2.910 durch 0,97 gleich 3.000. Der erste Fehler ist die Rückrechnung mit mal 1,03, die 2.997,30 ergibt statt 3.000, weil Skonto auf den Rechnungsbetrag bezogen ist, nicht auf den Zahlbetrag. Der zweite ist der Jahreszins mit 2 durch 100 statt 2 durch 98, der 36 statt 36,7 ergibt. Der dritte ist die Frist ab Zugang statt ab Rechnungsdatum. Der vierte ist die Überweisung am letzten Tag, die einen Tag später ankommt. Der fünfte ist der Vergleich mit dem Kreditzins ohne die Tage, 3 Prozent Skonto klingen nach wenig, bis man sie auf 46 Tage bezieht. Der sechste ist Skonto bei Teilzahlung oder nach Minderung. Der siebte ist die vergessene Umsatzsteuerkorrektur in der Buchhaltung, bei der die Vorsteuer um den Skontoanteil zu hoch bleibt. Der achte ist Skonto als Rabatt in der Preiskalkulation zu vergessen, 2 Prozent weniger Umsatz bei 30 Prozent Marge sind 7 Prozent weniger Gewinn. Und der neunte ist das Skontieren von Rechnungen, die keinen Skonto ausweisen, das ist eine Kürzung, die der Lieferant nachfordert. Welche Zinsen ein Betrag für eine bestimmte Zahl Tage kostet oder bringt, rechnet der Zinsrechner mit der kaufmännischen Methode.

Ein Stück Geschichte: Vom Barzahlungsrabatt der Kaufleute zum Zahlungsziel

Das Wort kommt aus dem Italienischen, "sconto" von "scontare", abrechnen, abziehen, und mit ihm kam die Sache: Die Kaufleute der oberitalienischen Städte gewährten im 14. und 15. Jahrhundert einen Nachlass für Barzahlung, weil Bargeld knapp war und ein Kunde, der sofort zahlte, dem Händler das Risiko und den Zins des Wartens ersparte; Luca Pacioli beschrieb 1494 in seiner Buchführung den "sconto" als eigene Buchung. In Deutschland wurde der Begriff im 18. Jahrhundert heimisch, und das Allgemeine Deutsche Handelsgesetzbuch von 1861 kannte die Übung, bei Barzahlung einen Abzug zu gewähren, ohne ihn zu regeln, was bis heute so ist: Skonto steht in keinem Gesetz, sondern in der Vereinbarung und in den Rechnungsbedingungen, nur die Umsatzsteuerkorrektur ist geregelt. Die klassische Formel "2 Prozent Skonto innerhalb 10 Tagen, 30 Tage netto" stammt aus den USA des 19. Jahrhunderts, "2/10 net 30", wo die Großhändler mit langen Zahlungszielen um Kunden warben und mit Skonto ihre Liquidität retteten, und die Umrechnung in den Jahreszins steht seit den 1920er Jahren in jedem Lehrbuch der Finanzierung als Beispiel für den teuersten Kredit, den ein Unternehmen aufnehmen kann, den Lieferantenkredit. Die Zahlungsverzugsrichtlinie der EU von 2011 begrenzte die Zahlungsziele auf 60 Tage, in Deutschland in § 271a BGB, und machte den Skonto bei langen Zielen seltener. Im Baugewerbe hält sich der Skonto von 3 Prozent nach VOB, und bei den Zahlungsmethoden im Netz heißt er "Rabatt bei Vorkasse". Der Rechner rechnet den Abzug, den Pacioli als sconto buchte.

Praktische Tipps

Ziehen Sie Skonto, auch auf Kredit, der Jahreszins ist fast immer höher als jeder Dispo. Überweisen Sie am vorletzten Tag der Skontofrist. Rechnen Sie rückwärts mit Division, nicht mit Aufschlag. Korrigieren Sie die Umsatzsteuer beim Skonto in der Buchhaltung. Skontieren Sie nur vollständige Zahlungen und nur, wo Skonto vereinbart ist. Verhandeln Sie als Lieferant Skonto gegen kurze Fristen, nicht gegen lange Zahlungsziele. Prüfen Sie beim Angebot, ob der Lieferant mit Skonto den Listenpreis erhöht hat. Und legen Sie bei knapper Liquidität den Skontobetrag gegen die Dispozinsen, der Rechner zeigt den Gewinn. Wie teuer ein Lieferantenkredit im Vergleich zu einem Bankkredit mit Effektivzins ist, zeigt der Effektivzins-Rechner.

Häufige Fragen

Wie berechne ich Skonto?

Rechnungsbetrag mal Skontosatz ist der Abzug, Rechnung minus Abzug der Zahlbetrag: 4.890,50 € mit 3 Prozent ergeben 146,72 € Abzug und 4.743,79 € Zahlbetrag. Kürzer: Rechnung mal 0,97. Skonto wird vom Bruttobetrag inklusive Umsatzsteuer abgezogen.

Lohnt sich Skonto, wenn ich dafür den Dispo nutzen muss?

Fast immer. 2 Prozent Skonto für 20 Tage früher zahlen entsprechen 36,7 Prozent Jahreszins, 3 Prozent für 46 Tage 24,2 Prozent. Der Dispo kostet 10 bis 14 Prozent. Beim 25.000-€-Beispiel bleiben nach 12 Prozent Überziehungszins 378,17 € Gewinn.

Wie rechne ich Skonto in einen Jahreszins um?

Skontosatz geteilt durch (100 minus Skontosatz), mal 360 geteilt durch die Tage zwischen Skontofrist und Zahlungsziel: 2 / 98 × 360 / 20 = 36,7 Prozent. Bei 3 Prozent, 14 Tagen Frist und 60 Tagen Ziel: 3 / 97 × 360 / 46 = 24,2 Prozent.

Wie hoch war die Rechnung, wenn ich 2.910 € nach 3 Prozent Skonto gezahlt habe?

3.000 €: gezahlter Betrag geteilt durch 0,97. Der Skonto betrug 90 €. Nicht mit 1,03 multiplizieren, das ergäbe 2.997,30 €, weil der Skonto auf den Rechnungsbetrag bezogen ist, nicht auf den Zahlbetrag.

Ab wann läuft die Skontofrist?

Ab dem Rechnungsdatum, wenn die Rechnung nichts anderes sagt. Maßgeblich ist der Zahlungseingang beim Lieferanten, nicht der Tag der Überweisung. Bei einem Tag Banklaufzeit am vorletzten Tag überweisen. Wer zu spät skontiert, bekommt den Abzug nachgefordert.

Darf ich bei Teilzahlung oder Mängeln Skonto ziehen?

Nein. Skonto gibt es nur bei vollständiger Zahlung innerhalb der Frist. Bei Mängeln darf der Betrag gemindert werden, das ist etwas anderes als Skonto. Rechnungen ohne Skontovereinbarung dürfen nicht gekürzt werden, der Lieferant fordert die Differenz nach.

Wie wirkt Skonto auf die Umsatzsteuer?

Der Skonto mindert die Bemessungsgrundlage: Bei 1.190 € brutto und 2 Prozent Skonto zahlt der Kunde 1.166,20 €, die Umsatzsteuer sinkt von 190 auf 186,20 €. Der Lieferant führt weniger ab, der Kunde zieht weniger Vorsteuer, § 17 UStG. Buchhaltungssoftware bucht das über Skontokonten mit Steuerkorrektur.

Wie viel Skonto ist üblich?

2 bis 3 Prozent bei 7 bis 14 Tagen Skontofrist, im Baugewerbe 3 Prozent bei 14 Tagen nach VOB, im Großhandel 2 Prozent bei 10 Tagen. Zahlungsziele sind seit 2014 auf 60 Tage begrenzt, § 271a BGB. Skonto ist gesetzlich nicht geregelt, nur vereinbart.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: Umsatzsteuergesetz § 17 Änderung der Bemessungsgrundlage, BGB § 271a Vereinbarungen über Zahlungs-, Überprüfungs- oder Abnahmefristen, VOB/B § 16 Zahlung, Skonto, Wöhe/Döring: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Lieferantenkredit