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CO₂-Rechner

Ihr CO₂-Fußabdruck in Tonnen pro Jahr, nach Bereichen sortiert, verglichen mit dem Durchschnitt.

Wie groß ist mein CO₂-Fußabdruck?

Mobilität, Energie, Ernährung, Konsum.

Beispiel: E-Auto 5.000 km, keine Flüge, vegetarisch, sparsam: 6,7 t

So funktioniert der CO₂-Rechner

Der CO₂-Rechner schätzt Ihren persönlichen CO₂-Fußabdruck aus sieben Angaben: Autokilometer und Antrieb, Flugkilometer, Stromverbrauch, Heizenergie und Heizart, Ernährung und Konsumniveau. Das Ergebnis ist die Summe in Tonnen CO₂ pro Jahr, aufgeteilt nach Bereichen und sortiert nach Größe, damit der größte Hebel oben steht, dazu der Anteil für die öffentliche Infrastruktur, der auf jeden entfällt, der Vergleich mit dem deutschen Durchschnitt von rund 10,4 Tonnen und die Zahl der Bäume, die den Ausstoß rechnerisch binden würden.

Merksatz: Heizung, Auto, Essen, Konsum sind die vier großen Posten, jeder davon 1 bis 3 Tonnen, der Strom ist kleiner, als die meisten denken, und ein einziger Fernflug ist so viel wie ein Jahr Autofahren. Die Eselsbrücke: 10 Tonnen ist der Deutsche, 5 Tonnen der Weltbürger, 1 Tonne wäre klimaverträglich, und Fleisch, Flug, Öl und großes Auto sind die vier Wege nach oben.

Drei Beispiele:

  • Durchschnitt: 12.000 km Benziner, 2.000 Flugkilometer, 2.500 kWh Strom, 12.000 kWh Gas, Mischkost, mittlerer Konsum: 11,9 Tonnen; Konsum 3,5, Heizung 2,4, Auto 2,0, Ernährung 1,7, Strom 0,95, Infrastruktur 0,8, Flüge 0,5.
  • Sparsam: 5.000 km E-Auto, keine Flüge, 1.800 kWh Strom, 8.000 kWh Gas, vegetarisch: 6,7 Tonnen, Konsum 2,0, Heizung 1,6, Ernährung 1,3, Auto nur 0,35.
  • Viel: 20.000 km Diesel, 8.000 Flugkilometer, 3.500 kWh Strom, 20.000 kWh Öl, viel Fleisch, hoher Konsum: 19,8 Tonnen, Heizung 5,4, Konsum 5,0, Auto 3,2, Ernährung 2,5, Flüge 1,6.

Formeln: Auto = km × Faktor je Antrieb, Strom = kWh × 0,38 kg nach deutschem Strommix, Gas = kWh × 0,2 kg, Öl = kWh × 0,27 kg, Bäume = kg / 12. Was der Spritverbrauch im Detail bedeutet, rechnet der Spritkostenrechner, die Heizenergie der Heizkostenrechner.

Wissenswertes zum Thema

Die Emissionsfaktoren hinter dem Rechner

Der Rechner nutzt gerundete Faktoren des Umweltbundesamts: Ein Benziner stößt im Schnitt rund 170 Gramm CO₂ je Kilometer aus, ein Diesel 160, ein Elektroauto mit deutschem Strommix etwa 70 Gramm, weil die Kilowattstunde Strom 2025 rund 380 Gramm trägt und das Auto 18 kWh auf 100 Kilometer braucht; mit Ökostrom oder eigener PV sinkt das auf nahe null, was der Rechner mit 0 kWh Strom abbildet. Fliegen schlägt mit 200 bis 250 Gramm je Personenkilometer zu Buche, inklusive der Wirkung in großer Höhe, die das Umweltbundesamt mit Faktor 2 bis 3 ansetzt; die 3.200 Kilometer nach Mallorca und zurück sind 0,8 Tonnen, New York und zurück 3 bis 4 Tonnen, mehr als ein Jahr Autofahren. Erdgas verursacht 200 Gramm je Kilowattstunde, Heizöl 270, Fernwärme je nach Netz 100 bis 250, die Wärmepumpe mit Strommix 380 geteilt durch die Jahresarbeitszahl 3 bis 4, also rund 100, und Holz gilt in der Bilanz als nahezu null, was umstritten ist. Die Ernährung liegt zwischen 1,0 Tonnen vegan und 2,5 Tonnen bei viel Fleisch, Rindfleisch allein mit 13 Kilogramm je Kilogramm ist der größte Posten, und der Konsum, Kleidung, Möbel, Elektronik, Dienstleistungen, Bauen, macht 2 bis 5 Tonnen, je nach Lebensstil. Die öffentliche Infrastruktur, Straßen, Verwaltung, Krankenhäuser, Bundeswehr, wird mit 0,8 Tonnen je Kopf allen zugerechnet und lässt sich persönlich nicht senken. Was die Autofahrt an Litern braucht, rechnet der Verbrauchsrechner.

Wo der Hebel liegt

Der Rechner sortiert absteigend, und die Reihenfolge ist fast immer dieselbe: Beim Durchschnittshaushalt stehen Konsum, Heizung und Auto oben, beim Vielflieger die Flüge, beim Altbau mit Ölheizung die Heizung mit über 5 Tonnen. Die großen Hebel in Tonnen: Ölheizung durch Wärmepumpe ersetzen minus 3 bis 4 Tonnen, Fernflüge streichen minus 2 bis 4 je Reise, vom Benziner aufs E-Auto mit Ökostrom minus 2, von viel Fleisch auf vegetarisch minus 1, Ökostromtarif minus 0,5 bis 1, Konsum um eine Stufe senken minus 1,5. Die kleinen Hebel, die oft zuerst genannt werden, bringen wenig: Plastiktüten, Standby, LED-Lampen zusammen unter 0,1 Tonnen. Die Bäume im Rechner sind eine Veranschaulichung, 12 Kilogramm je Baum und Jahr ist ein Mittelwert über ein Baumleben, ein ausgewachsener Buchenwald bindet 6 bis 10 Tonnen je Hektar, und 991 Bäume für den Durchschnittsdeutschen wären ein Hektar Wald je Person, bei 83 Millionen Einwohnern mehr als die doppelte Waldfläche Deutschlands. Kompensation über Zertifikate kostet je nach Anbieter 25 bis 100 Euro je Tonne, der CO₂-Preis auf Benzin, Gas und Öl liegt 2026 bei 55 bis 65 Euro je Tonne und steigt mit dem europäischen Emissionshandel ab 2027 weiter, bei 12 Tonnen also 700 Euro im Jahr, die bereits im Preis stecken. Was die Heizung an Energie braucht, schätzt der Heizlastrechner.

Durchschnitt, Ziel und die großen Unterschiede

Das Umweltbundesamt gibt den Pro-Kopf-Ausstoß in Deutschland mit rund 10,4 Tonnen CO₂-Äquivalent an, inklusive Konsum und importierter Güter; die reine Inlandsbilanz liegt bei 8 Tonnen und sinkt seit 1990 von 13. Der Weltdurchschnitt beträgt knapp 5 Tonnen, in den USA 15 bis 16, in China 8 bis 9, in Indien 2, in vielen afrikanischen Ländern unter 1, und das Pariser Ziel von 1,5 Grad verlangt bis 2050 weltweit unter 1 Tonne je Kopf, die "klimaverträglich" im Rechner. Innerhalb Deutschlands streut der Fußabdruck mit dem Einkommen: Das reichste Zehntel liegt bei 20 bis 30 Tonnen, das ärmste bei 5 bis 6, und die Hälfte der Emissionen geht auf das Konto des oberen Fünftels, hauptsächlich durch Flüge, große Wohnungen und Konsum. Der Begriff Fußabdruck ist dabei eine Zurechnung, keine Messung: Die Industrie, die den Konsum herstellt, der Staat, der die Straßen baut, und die Landwirtschaft, die das Fleisch liefert, erscheinen im persönlichen Konto, obwohl der Einzelne sie nur über Nachfrage beeinflusst, und Kritiker halten den persönlichen Fußabdruck deshalb für eine Ablenkung von politischen Lösungen. Beides stimmt: Der Rechner zeigt, was man selbst ändern kann, und die Größenordnung, die darüber hinausgeht. Wie viel Strom im Jahr der Haushalt wirklich verbraucht, schätzt der Stromverbrauchsrechner.

Ein Stück Geschichte: Wer den Fußabdruck erfand

Der ökologische Fußabdruck stammt von Mathis Wackernagel und William Rees, die 1992 an der Universität British Columbia berechneten, wie viel Fläche ein Mensch für seinen Lebensstil braucht, in Hektar; der CO₂-Fußabdruck als Teil davon wurde ab 2000 zur eigenen Größe. Berühmt gemacht hat ihn ausgerechnet BP: Der Ölkonzern ließ 2004 von der Agentur Ogilvy den ersten "carbon footprint calculator" bauen und bewarb ihn mit Millionenbudget, mit der Botschaft, jeder Einzelne könne seinen Beitrag leisten, was Kritiker seither als Verschiebung der Verantwortung vom Konzern auf den Verbraucher lesen. In Deutschland veröffentlichte das Umweltbundesamt 2008 den ersten amtlichen CO₂-Rechner, der heute "UBA CO₂-Rechner" heißt und die Referenz für alle Faktoren ist. Das Kyoto-Protokoll von 1997 brachte die Idee der Tonne CO₂ als Währung, der europäische Emissionshandel 2005 den Preis dafür, und der deutsche CO₂-Preis auf Sprit und Heizen kam 2021 mit 25 Euro je Tonne. Die Forderung nach einem Tonnenbudget je Kopf, 2 Tonnen für 2 Grad, stammt vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung aus dem Jahr 2009. Der Rechner rechnet die Faktoren von 2025 mit der Idee von 1992.

Praktische Tipps

Nehmen Sie die echten Zahlen aus Stromrechnung, Gasabrechnung und Tacho, nicht Schätzungen. Rechnen Sie Flüge mit Hin- und Rückflug und einem Faktor von 2 bis 3 für die Höhenwirkung. Fangen Sie beim größten Posten an, meist Heizung oder Auto, nicht beim Standby. Wechseln Sie zu echtem Ökostrom mit Neuanlagenanteil, das halbiert den Stromposten sofort. Ersetzen Sie einen Fernflug im Jahr durch die Bahn und sparen Sie damit mehr als mit einem Jahr Verzicht auf Plastik. Rechnen Sie nach jeder Änderung neu und vergleichen Sie. Und lesen Sie den Konsumposten als Hinweis, dass Weniger-Kaufen der zweitgrößte Hebel ist. Was das Laden eines E-Autos mit Ökostrom kostet, zeigt der Ladekosten-Rechner.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der durchschnittliche CO₂-Fußabdruck in Deutschland?

Rund 10,4 Tonnen CO₂-Äquivalent je Person und Jahr nach dem Umweltbundesamt, inklusive Konsum und Importen. Weltweit sind es knapp 5 Tonnen, in den USA 15 bis 16, in Indien 2. Klimaverträglich wären unter 1 Tonne je Kopf bis 2050.

Welcher Bereich verursacht am meisten CO₂?

Beim Durchschnittshaushalt der Konsum mit 3,5 Tonnen, dann Heizung mit 2,4 und Auto mit 2,0 Tonnen. Bei Ölheizung im Altbau steht die Heizung mit über 5 Tonnen vorn, bei Vielfliegern die Flüge. Strom ist mit knapp 1 Tonne kleiner, als die meisten erwarten.

Wie viel CO₂ verursacht ein Flug?

Etwa 200 bis 250 Gramm je Personenkilometer inklusive der Wirkung in großer Höhe. Mallorca hin und zurück mit 3.200 km sind rund 0,8 Tonnen, 8.000 Flugkilometer im Rechner 1,6 Tonnen, New York und zurück 3 bis 4 Tonnen, mehr als ein Jahr Autofahren mit 12.000 km.

Wie viel CO₂ spart ein Elektroauto?

Mit deutschem Strommix etwa 70 statt 170 Gramm je Kilometer, bei 12.000 km also 1,2 statt 2 Tonnen; mit Ökostrom oder eigener PV nahe null. Im Rechner verursachen 5.000 km E-Auto 0,35 Tonnen, 20.000 km Diesel 3,2 Tonnen.

Wie viel CO₂ verursacht die Ernährung?

Zwischen 1 Tonne vegan und 2,5 Tonnen bei viel Fleisch, Mischkost etwa 1,7 Tonnen. Rindfleisch ist mit rund 13 Kilogramm CO₂ je Kilogramm der größte Einzelposten, Käse und Butter folgen. Der Wechsel auf vegetarisch spart rund eine halbe bis eine Tonne.

Was bedeuten die Bäume im Ergebnis?

Eine Veranschaulichung: Ein Baum bindet im Mittel etwa 12 Kilogramm CO₂ im Jahr, für 11,9 Tonnen bräuchte es rechnerisch 991 Bäume, etwa einen Hektar Wald je Person. Für alle Deutschen wäre das mehr als die doppelte Waldfläche des Landes, deshalb reicht Pflanzen allein nicht.

Was kostet eine Tonne CO₂?

Der deutsche CO₂-Preis auf Benzin, Diesel, Gas und Öl liegt 2026 bei 55 bis 65 Euro je Tonne und steckt bereits im Preis, bei 12 Tonnen rund 700 Euro im Jahr. Freiwillige Kompensation kostet 25 bis 100 Euro je Tonne, je nach Projekt und Qualität.

Wie genau ist der CO₂-Rechner?

Eine Näherung mit gerundeten Faktoren des Umweltbundesamts, auf etwa 10 bis 20 Prozent genau. Konsum und Ernährung sind Pauschalen nach Lebensstil, Heizung und Auto rechnen mit Ihren Verbrauchswerten. Für die amtliche Bilanz gibt es den ausführlichen Rechner des Umweltbundesamts.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: Umweltbundesamt: CO₂-Rechner und Emissionsfaktoren, Stand 2024/2025, Umweltbundesamt: Spezifische Emissionsfaktoren für den deutschen Strommix, Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG): CO₂-Preis 2026, Wackernagel, Rees: Our Ecological Footprint (1996)