Verbrauchsrechner
Verbrauch je 100 km aus Litern und Kilometern, Spritkosten einer Strecke und Reichweite mit dem Tank.
Wie viel verbraucht mein Auto auf 100 km?
Getankte Liter und gefahrene Kilometer.
Beispiel: 55,3 Liter auf 710 km sind 7,79 l/100 km
Was kostet eine Strecke an Sprit?
Kilometer, Verbrauch und Literpreis.
Beispiel: 1.200 km bei 7,8 l und 1,69 € kosten 158,18 €
Anzeige
Wie weit komme ich mit dem Tank?
Tankinhalt und Verbrauch.
Beispiel: 35 Liter bei 5,2 l/100 km reichen 673 km
So funktioniert der Verbrauchsrechner
Der Verbrauchsrechner ersetzt den Bordcomputer, der bekanntlich schönt: Sie tragen die getankten Liter und die seit dem letzten Volltanken gefahrenen Kilometer ein, und der Rechner liefert den echten Verbrauch auf 100 km, die Kilometer je Liter und die Reichweite mit 50 Litern. Der zweite Kasten rechnet die Spritkosten einer Strecke aus Kilometern, Verbrauch und Literpreis, mit Hin und zurück, der dritte die Reichweite aus Tankinhalt und Verbrauch, mit und ohne Reserve.
Merksatz: Liter geteilt durch Kilometer mal 100. Die Eselsbrücke fürs Kopfrechnen: Bei 7 Litern und 1,70 Euro kostet der Kilometer rund 12 Cent, also 12 Euro je 100 Kilometer, und wer das weiß, kann jede Strecke überschlagen. Wer den Spritverbrauch berechnen will, braucht nur zwei Tankquittungen und den Tageskilometerzähler.
Drei Beispiele:
- 55,3 Liter auf 710 km: 7,79 Liter auf 100 km, 12,8 Kilometer je Liter, mit 50 Litern 642 Kilometer Reichweite.
- 1.200 km bei 7,8 Litern und 1,69 Euro: 93,6 Liter, 158,18 Euro, 13,2 Cent je Kilometer, hin und zurück 316,37 Euro.
- 35 Liter Tank bei 5,2 Litern: 673 Kilometer Reichweite, sicher planbar ohne Reserve 606, pro Liter 19,2 Kilometer.
Die Formeln: Verbrauch = Liter / Kilometer x 100, Kosten = Kilometer / 100 x Verbrauch x Literpreis, Reichweite = Tankinhalt / Verbrauch x 100, planbar mit 10 Prozent Abzug. Wer die Kosten einer Fahrt auf mehrere Mitfahrer verteilen will, nimmt den Spritkosten-Rechner; was dieselbe Strecke mit dem E-Auto kostet, zeigt der E-Auto-Ladekosten-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Richtig messen: Die Volltankmethode
Der Bordcomputer liegt bei den meisten Autos 5 bis 10 Prozent unter dem echten Verbrauch, weil er die eingespritzte Menge aus Kennfeldern schätzt und Hersteller ihn optimistisch abstimmen; die ehrliche Zahl kommt aus der Volltankmethode: Volltanken, Tageskilometerzähler auf null, fahren, wieder volltanken an derselben Zapfsäule mit demselben Abschaltpunkt, dann Liter durch Kilometer. Eine Tankfüllung streut noch um einen halben Liter, weil die Zapfpistole mal früher, mal später abschaltet und der Tank je nach Gefälle anders voll ist; drei bis fünf Tankfüllungen hintereinander ergeben den Durchschnitt, der zählt. Apps wie Spritmonitor sammeln genau diese Daten von Hunderttausenden Fahrern und zeigen, was ein Modell im Alltag verbraucht, meist 15 bis 25 Prozent mehr als die WLTP-Angabe, bei Plug-in-Hybriden ohne Laden das Doppelte. Der Normverbrauch nach WLTP, seit 2017 Pflicht und realistischer als der alte NEFZ, entsteht auf dem Prüfstand bei 23 Grad ohne Klimaanlage, Gegenwind und Autobahntempo, und ist eine Vergleichszahl zwischen Modellen, keine Prognose. Wer seinen Verbrauch kennt, bemerkt Veränderungen: Ein halber Liter mehr über mehrere Tankfüllungen kann an zu wenig Reifendruck, einer verdreckten Lambdasonde oder einem schleifenden Bremssattel liegen. Was die Kfz-Steuer des Wagens nach CO2 kostet, zeigt der Kfz-Steuer-Rechner.
Was den Verbrauch treibt
Die Geschwindigkeit ist der größte Hebel: Der Luftwiderstand wächst mit dem Quadrat, der Leistungsbedarf mit der dritten Potenz, und ein Mittelklassewagen, der bei 100 km/h 5,5 Liter braucht, liegt bei 130 bei 7, bei 160 bei 9,5 und bei 180 bei 12 Litern. Kurzstrecken mit kaltem Motor verbrauchen auf den ersten zwei Kilometern das Doppelte bis Dreifache, weshalb Stadtautos mit Fahrten zum Bäcker 10 Liter brauchen, wo die Norm 6 sagt. Klimaanlage kostet im Sommer 0,3 bis 1 Liter, Dachbox auf der Autobahn 1 bis 2, offene Fenster über 100 km/h mehr als die Klimaanlage, Standheizung und Sitzheizung sind vernachlässigbar, 0,5 bar zu wenig Reifendruck 0,2 Liter, Winterreifen im Sommer 0,3, hundert Kilo Ballast 0,3 bis 0,5. Die Fahrweise macht zwischen zwei Fahrern im selben Auto 20 bis 30 Prozent aus: früh hochschalten, vorausschauend rollen statt bremsen, Motor im Stand aus, Tempomat auf der Landstraße. Diesel verbraucht 15 bis 20 Prozent weniger Liter als Benzin bei gleichem Auto, weil der Liter mehr Energie enthält und der Motor effizienter ist, Autogas 20 Prozent mehr, Erdgas rechnet man in Kilogramm. Die Spritkosten je Jahr und ihr Anteil an den Gesamtkosten des Autos lassen sich mit dem Rechner und dem Jahreskilometerstand in fünf Minuten überschlagen.
Vom Verbrauch zu den Kosten: Pendeln, Urlaub, Dienstreise
Der zweite Kasten ist für die konkrete Strecke: 1.200 Kilometer in den Urlaub kosten bei 7,8 Litern und 1,69 Euro 158 Euro, hin und zurück 316, und mit Maut, Vignette und Parken wird daraus ein Posten, den man gegen Bahn und Flug stellen kann; für vier Personen gewinnt fast immer das Auto, für eine Person fast immer die Bahn mit Sparpreis. Beim Pendeln sind 30 Kilometer einfach bei 7 Litern und 1,70 Euro an 220 Tagen rund 1.570 Euro Sprit im Jahr, denen die Pendlerpauschale von 0,38 Euro je Kilometer mit 2.508 Euro Werbungskosten gegenübersteht, die aber nur den Steuersatz darauf spart. Für die Dienstreise mit dem Privatwagen gilt die Pauschale von 0,30 Euro je gefahrenem Kilometer, die bei 7 Litern Verbrauch und 1,70 Euro Spritpreis die Kosten für Sprit, Verschleiß und Abschreibung ungefähr deckt, bei großen Wagen nicht. Die Reichweite im dritten Kasten hilft beim Tankstopp-Planen und bei der Frage, ob der Tank bis zur günstigen Tankstelle hinter der Grenze reicht; die Zeile "sicher planbar" zieht 10 Prozent ab, weil die Reserveleuchte bei den meisten Autos bei 5 bis 8 Litern angeht und man nicht mit dem letzten Liter rechnet. Was die Pendelstrecke steuerlich bringt, rechnet der Pendlerpauschale-Rechner.
Ein Stück Geschichte: Vom Dreiliterauto zur WLTP-Norm
Der erste Normverbrauch kam 1978 mit der DIN 70030: Drittelmix aus Stadtzyklus, 90 und 120 km/h, mit dem der VW Golf Diesel auf 6,5 Liter kam. 1996 folgte der NEFZ, der europäische Fahrzyklus mit gemächlichen Beschleunigungen, in dem Hersteller durch abgeklebte Fugen, Spezialreifen und Software Werte erreichten, die auf der Straße niemand sah; der Lupo 3L von 1999 war mit 2,99 Litern das erste Dreiliterauto, im Alltag brauchte er vier. Nach dem Dieselskandal 2015 wurde 2017 der WLTP eingeführt, mit höherem Tempo und realistischeren Zyklen, und die Normwerte stiegen über Nacht um 20 Prozent, ohne dass sich ein Auto geändert hätte; seit 2021 kommt die Messung im echten Verkehr (RDE) für Abgase dazu. Der Spritpreis stieg von 50 Pfennig je Liter 1970 über 1 Mark 1981, 1 Euro 2002, 1,50 Euro 2008 auf über 2 Euro im März 2022, und der CO2-Preis fügt seit 2021 jedes Jahr ein paar Cent hinzu, 2026 rund 16 Cent je Liter Benzin. Der Durchschnittsverbrauch deutscher Pkw sank derweil von 10 Litern in den 1980ern auf 7,3 Liter heute, trotz 300 Kilo mehr Gewicht. Der Rechner rechnet den Verbrauch, wie es 1978 die DIN tat, nur mit Ihren Zahlen statt denen des Herstellers.
Praktische Tipps
Messen Sie den Verbrauch über drei bis fünf Tankfüllungen an derselben Säule, nicht über eine. Notieren Sie Kilometerstand und Liter in einer App oder auf der Quittung, dann fällt ein Mehrverbrauch sofort auf. Prüfen Sie den Reifendruck monatlich und fahren Sie mit dem Druck für volle Beladung, 0,2 bar über der Normalangabe. Fahren Sie auf der Autobahn 120 statt 140, das spart rund einen Liter je 100 Kilometer und kostet auf 300 Kilometern 20 Minuten. Tanken Sie abends, die Preise sind zwischen 18 und 22 Uhr meist am niedrigsten, und nutzen Sie Preis-Apps mit den Daten der Markttransparenzstelle. Nehmen Sie Dachbox und Fahrradträger nach dem Urlaub ab. Und vergleichen Sie bei Dienstfahrten die echten Kosten mit der 0,30-Euro-Pauschale, bei kleinen Autos bleibt etwas übrig, bei großen nicht. Was ein Jahr Autofahren insgesamt kostet, hilft der Kfz-Steuer-Rechner einzuordnen.
Häufige Fragen
Wie berechne ich den Verbrauch auf 100 km?
Getankte Liter durch gefahrene Kilometer mal 100, zum Beispiel sind 55,3 Liter auf 710 Kilometer 7,79 Liter je 100 Kilometer, also 12,8 Kilometer je Liter. Für ein verlässliches Ergebnis volltanken, Tageszähler auf null, fahren, wieder volltanken.
Was kostet eine Strecke an Sprit?
Kilometer durch 100 mal Verbrauch mal Literpreis. 1.200 Kilometer bei 7,8 Litern und 1,69 Euro brauchen 93,6 Liter und kosten 158,18 Euro, 13,2 Cent je Kilometer, hin und zurück 316,37 Euro.
Wie weit komme ich mit einer Tankfüllung?
Tankinhalt durch Verbrauch mal 100, zum Beispiel reichen 35 Liter bei 5,2 Litern je 100 Kilometer 673 Kilometer, sicher planbar mit 10 Prozent Abzug 606 Kilometer. Die Reserveleuchte geht bei den meisten Autos bei 5 bis 8 Litern an.
Warum zeigt der Bordcomputer weniger als der Rechner?
Weil der Bordcomputer die Einspritzmenge aus Kennfeldern schätzt und meist 5 bis 10 Prozent zu optimistisch ist. Die Volltankmethode mit Liter und Kilometer ist die ehrliche Messung, über mehrere Tankfüllungen gemittelt.
Wie viel mehr verbraucht das Auto bei 160 als bei 120 km/h?
Etwa 50 bis 70 Prozent mehr, weil der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst. Ein Mittelklassewagen mit 6,5 Litern bei 120 braucht bei 160 rund 9,5 bis 10 Liter. 120 statt 140 spart etwa einen Liter je 100 Kilometer.
Was ist ein guter Verbrauch?
Kleinwagen Benzin 5 bis 6 Liter, Kompaktklasse 6 bis 7, Mittelklasse 7 bis 8, SUV 8 bis 10 Liter; Diesel jeweils 1 bis 1,5 Liter weniger. Der deutsche Durchschnitt liegt bei rund 7,3 Litern. Im Alltag liegt der Verbrauch 15 bis 25 Prozent über der WLTP-Angabe.
Wie viel kostet Pendeln im Jahr?
Bei 30 Kilometern einfach, 7 Litern und 1,70 Euro an 220 Tagen rund 1.570 Euro Sprit. Dazu kommen Verschleiß und Wertverlust. Die Pendlerpauschale bringt 2.508 Euro Werbungskosten, die je nach Steuersatz 600 bis 900 Euro Steuer sparen.
Deckt die Kilometerpauschale von 0,30 Euro die Kosten?
Für kleine und mittlere Autos ungefähr: Bei 7 Litern und 1,70 Euro kostet der Kilometer 12 Cent Sprit, dazu Verschleiß, Reifen und Wertverlust von 10 bis 20 Cent. Bei großen Wagen oder wenig Kilometern im Jahr reicht die Pauschale nicht.