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Spritkosten-Rechner

Vier Fragen zum Sprit: Was kostet die Fahrt, wie hoch ist mein Verbrauch, was zahlt jeder Mitfahrer, und wie weit komme ich mit dem Tank?

Was kostet meine Fahrt an Sprit?

Strecke, Verbrauch und Literpreis eingeben.

Beispiel: 1.200 km bei 7,8 l und 1,69 € kosten 158,18 €

Wie hoch ist mein Verbrauch?

Aus getankten Litern und gefahrenen Kilometern.

Beispiel: 55,3 Liter auf 710 km sind 7,79 l/100 km

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Was zahlt jeder Mitfahrer?

Spritkosten gerecht aufteilen.

Beispiel: 350 km, 5,9 l, 1,72 €, 3 Personen: 11,84 € pro Person

Wie weit komme ich mit einer Tankfüllung?

Tankinhalt und Verbrauch eingeben.

Beispiel: 35 Liter bei 5,2 l/100 km reichen 673 km

So funktioniert der Spritkosten-Rechner

Wer vor dem Urlaub wissen will, was die Fahrt kostet, oder nach dem Tanken ausrechnet, was das Auto wirklich schluckt, braucht nur drei Zahlen: Strecke, Verbrauch und Literpreis. Der Spritkosten-Rechner verbindet sie in vier Richtungen, von den Fahrtkosten über den Verbrauch und die Aufteilung unter Mitfahrern bis zur Reichweite einer Tankfüllung.

Merksatz: Kilometer mal Verbrauch geteilt durch hundert mal Literpreis. Die Eselsbrücke: Der Verbrauch gilt pro 100 Kilometer, also erst die Strecke durch 100 teilen, dann mit dem Verbrauch multiplizieren, das sind die Liter, und die mal Preis. 1.200 Kilometer bei 7,8 Litern und 1,69 Euro: 12 mal 7,8 sind 93,6 Liter, mal 1,69 Euro sind 158,18 Euro.

Vier Situationen, in denen Sie Benzinkosten berechnen wollen:

  • Urlaubsfahrt planen: 1.200 Kilometer an die Adria kosten mit dem Beispielauto 158,18 Euro an Sprit, hin und zurück also gut 316 Euro. Erster Kasten, Fahrtkosten.
  • Verbrauch messen: Volltanken, Kilometerstand notieren, beim nächsten Volltanken wieder: 55,3 Liter auf 710 Kilometer sind 7,79 Liter je 100 Kilometer. Zweiter Kasten, genauer als jede Bordcomputer-Anzeige.
  • Mitfahrer beteiligen: 350 Kilometer, 5,9 Liter Verbrauch, 1,72 Euro, drei Personen: 11,84 Euro je Person. Dritter Kasten, Spritkosten teilen.
  • Reichweite: 35 Liter im Tank bei 5,2 Litern Verbrauch reichen 673 Kilometer. Vierter Kasten, nützlich vor der Fahrt durch Gegenden mit wenigen Tankstellen.

Die Formel: Kosten = Strecke ÷ 100 × Verbrauch × Literpreis. Der Rechner zeigt dazu die Kosten je Kilometer und den Vergleich mit 10 Prozent mehr oder weniger Verbrauch, denn genau dort liegt der Spareffekt einer ruhigen Fahrweise. Für die Gesamtkosten eines Autos, bei denen der Sprit nur ein Drittel ausmacht, gibt es den Wertverlust-Rechner und den Kfz-Steuer-Rechner; für das Elektroauto rechnet der Ladekosten-Rechner dasselbe in Kilowattstunden.

Wissenswertes zum Thema

Was ein Kilometer wirklich kostet

Bei 7 Litern Verbrauch und 1,70 Euro je Liter kostet ein Kilometer 11,9 Cent an Sprit. Das ist die Zahl, die man beim Fahren im Kopf hat, aber nur die halbe Wahrheit: Der ADAC rechnet für einen Kompaktwagen mit 15.000 Kilometern im Jahr insgesamt 45 bis 55 Cent je Kilometer, wenn Wertverlust, Versicherung, Steuer, Werkstatt und Reifen dazukommen. Der Sprit ist also etwa ein Viertel bis ein Drittel der echten Kosten. Für die Frage „Fahren oder Bahn?“ zählt trotzdem meist nur der Sprit, weil das Auto ohnehin vor der Tür steht; für die Frage „Zweitwagen oder nicht?“ zählen die vollen Kosten. Der Rechner liefert die erste Zahl, der Gesamtkostenblick kommt aus den verlinkten Rechnern. Wer die Fahrt beruflich macht, darf übrigens 30 Cent je Kilometer pauschal ansetzen (ab dem 21. Kilometer 38 Cent bei der Pendlerpauschale), unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch; das rechnet der Pendlerpauschale-Rechner.

Verbrauch messen: Bordcomputer oder Tankquittung?

Beim Verbrauch berechnen gilt: Bordcomputer schönen den Verbrauch gern um 3 bis 8 Prozent, weil sie die eingespritzte Menge schätzen statt messen. Die ehrliche Methode ist die Tankmethode aus dem zweiten Kasten: Volltanken bis zum Abschalten der Zapfpistole, Kilometerstand notieren, nächstes Mal wieder volltanken, Liter durch Kilometer mal 100. Über drei oder vier Tankfüllungen gemittelt ist das Ergebnis sehr genau. Typische Werte 2026: Kleinwagen Benzin 5 bis 6,5 Liter, Kompaktklasse 6 bis 7,5, SUV 7,5 bis 10, Diesel jeweils etwa einen Liter weniger, Plug-in-Hybride je nach Lademoral zwischen 2 und 8 Litern. Die Herstellerangaben nach WLTP liegen meist 15 bis 20 Prozent unter dem Alltagsverbrauch, bei Kurzstrecke im Winter auch 40 Prozent.

Ein Stück Geschichte: Von der Apotheke zur Zapfsäule

Die erste Tankstelle der Welt war eine Apotheke. Als Bertha Benz 1888 mit dem Motorwagen ihres Mannes von Mannheim nach Pforzheim fuhr, kaufte sie in Wiesloch bei Apotheker Willi Ockel Ligroin, ein Reinigungsbenzin, das damals nur in Apotheken zu haben war. Die Stadtapotheke Wiesloch nennt sich seitdem erste Tankstelle der Welt. Benzin wurde bis in die 1920er Jahre in Kanistern aus Drogerien, Hotels und Kolonialwarenläden verkauft; die erste Zapfsäule in Deutschland stand 1923 in Hannover. Der Preis lag in den 1950ern bei etwa 60 Pfennig je Liter, was nach heutiger Kaufkraft rund 1,50 Euro entspricht, also gar nicht so weit weg von heute. Den Verbrauch pro 100 Kilometer gibt es übrigens nur in Europa; Amerikaner rechnen in Meilen pro Gallone, und je höher die Zahl, desto sparsamer, was Umrechnungen zur Kopfnuss macht: 7 Liter je 100 Kilometer sind 33,6 Meilen pro Gallone.

Spritsparen: Was wirklich hilft

Beim Spritsparen sind die größten Hebel Geschwindigkeit und Fahrstil. Bei 130 statt 110 km/h auf der Autobahn steigt der Verbrauch um rund 20 Prozent, bei 150 um 40 Prozent, weil der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst. Früh hochschalten, vorausschauend rollen lassen statt bremsen und Gas geben, Motor an der Ampel aus: zusammen 10 bis 15 Prozent. Reifendruck 0,3 bar über der Empfehlung bringt 2 bis 3 Prozent, ein leerer Dachgepäckträger 10 Prozent, die Klimaanlage im Stadtverkehr kostet bis zu einen Liter. Der Rechner zeigt in jedem Ergebnis, was 10 Prozent weniger Verbrauch über die eingegebene Strecke sparen. Und beim Tanken selbst: Die Preise schwanken über den Tag um bis zu 15 Cent, abends zwischen 18 und 22 Uhr ist es am günstigsten, morgens zwischen 6 und 9 Uhr am teuersten. Eine Tank-App mit den Daten der Markttransparenzstelle zeigt die aktuellen Preise in der Umgebung.

Praktische Tipps für Fahrgemeinschaften

Bei Mitfahrern sollte der Fahrer nicht nur den Sprit, sondern auch einen Anteil an Verschleiß erhalten; viele nehmen die Spritkosten mal 1,5 oder pauschal 5 bis 8 Cent je Kilometer und Person. Der dritte Kasten rechnet die reine Spritaufteilung; wer mehr nehmen will, erhöht einfach den Literpreis entsprechend. Bei Mitfahrzentralen liegt der übliche Preis bei 6 bis 8 Cent je Kilometer und Person, deutlich über dem reinen Spritanteil, damit sich das Mitnehmen für den Fahrer lohnt. Für die Steuer gilt: Wer Mitfahrer gegen Kostenbeteiligung mitnimmt, muss nichts versteuern, solange keine Gewinnabsicht besteht.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Spritkosten für eine Fahrt?

Strecke geteilt durch 100, mal Verbrauch, mal Literpreis. 500 Kilometer bei 7 Litern und 1,70 Euro: 5 × 7 × 1,70 = 59,50 Euro. Der erste Kasten rechnet das sofort und zeigt die Kosten je Kilometer.

Was kosten 100 km Sprit?

Bei 6 Litern Verbrauch und 1,70 Euro 10,20 Euro, bei 8 Litern 13,60 Euro, bei 10 Litern 17 Euro. Ein Diesel mit 5,5 Litern und 1,60 Euro kommt auf 8,80 Euro.

Wie rechne ich meinen Verbrauch aus?

Volltanken, Kilometerstand notieren, beim nächsten Volltanken die Liter durch die gefahrenen Kilometer teilen und mit hundert multiplizieren: 55,3 Liter auf 710 Kilometer sind 7,79 l/100 km. Der zweite Kasten übernimmt die Rechnung.

Wie teile ich die Spritkosten mit Mitfahrern?

Gesamtkosten durch die Zahl der Personen inklusive Fahrer. 350 Kilometer mit 5,9 Litern und 1,72 Euro kosten 35,52 Euro, zu dritt 11,84 Euro je Person. Für Verschleiß rechnen viele einen Aufschlag von 50 Prozent.

Wie weit komme ich mit einer Tankfüllung?

Tankinhalt geteilt durch Verbrauch, mal hundert: 50 Liter bei 6,5 Litern reichen 769 Kilometer, 35 Liter bei 5,2 Litern 673 Kilometer. Planen Sie eine Reserve von 50 Kilometern ein, die Warnlampe kommt meist bei 5 bis 8 Litern Rest.

Wie viel Sprit spare ich bei 110 statt 130 km/h?

Rund 20 Prozent auf der Autobahnstrecke, weil der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit steigt. Bei 500 Kilometern und 8 Litern Verbrauch sind das etwa 8 Liter oder 13 Euro, bei 25 Minuten längerer Fahrzeit.

Wann ist Tanken am günstigsten?

Abends zwischen 18 und 22 Uhr, am teuersten morgens zwischen 6 und 9 Uhr; die Differenz liegt oft bei 10 bis 15 Cent je Liter. Tank-Apps mit den Daten der Markttransparenzstelle zeigen die Preise in Echtzeit.

Stimmt der Verbrauch im Bordcomputer?

Meist zeigt er 3 bis 8 Prozent zu wenig an, weil er die Einspritzmenge schätzt. Verlässlich ist nur die Tankmethode über mehrere Tankfüllungen, wie im zweiten Kasten.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: ADAC: Autokosten-Rechner und Spritspartipps, Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (Bundeskartellamt): Tageszeitliche Preisverläufe, Umweltbundesamt: Kraftstoffverbrauch und Geschwindigkeit