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Poolpumpen-Rechner

Zweimal am Tag soll das ganze Wasser durch den Filter. Der Rechner sagt, wie lange die Pumpe dafür läuft und was die Saison an Strom kostet.

Wie lange muss die Poolpumpe laufen?

Volumen, Pumpenleistung, Umwälzungen, Leistungsaufnahme, Saison und Strompreis.

Beispiel: 19 m³, Pumpe 6 m³/h (real 4,5), 2 Umwälzungen: 8,4 Stunden am Tag, 450 W, 456 kWh je Saison = 159,60 €

So funktioniert der Poolpumpen-Rechner

Der Poolpumpen-Rechner beantwortet die Frage, die auf jeder Zeitschaltuhr am Pool steht: Wie lange muss die Poolpumpe laufen? Sie tragen das Poolvolumen, die Förderleistung der Pumpe vom Typenschild, die gewünschten Umwälzungen je Tag, die Leistungsaufnahme in Watt, die Saisonlänge und den Strompreis ein, und der Rechner zeigt die reale Förderleistung mit Filter und Leitungen, die Dauer einer Umwälzung, die Laufzeit je Tag, einen Vorschlag für die Zeitschaltuhr in Blöcken, den Stromverbrauch je Tag und Saison, die Stromkosten und zum Vergleich, was der Dauerlauf rund um die Uhr kosten würde. Das ist der Rechner für die Frage, ob 4 oder 8 Stunden reichen, für den Kauf der passenden Pumpe zum Becken und für die Rechnung, ob sich eine drehzahlgeregelte Pumpe lohnt.

Merksatz: Zweimal am Tag das ganze Wasser durch den Filter, bei Hitze dreimal, und die Pumpe fördert real nur drei Viertel dessen, was auf dem Typenschild steht. Die Eselsbrücke: Volumen geteilt durch Pumpenleistung mal 2,7 ist die Laufzeit in Stunden.

Drei Beispiele:

  • 19 m³ Pool, Pumpe 6 m³/h, 2 Umwälzungen, 450 W, 120 Tage: reale Förderung 4,5 m³/h, eine Umwälzung 4,2 Stunden, 8,4 Stunden am Tag, 3,8 kWh täglich, 456 kWh je Saison für 159,60 €; Dauerlauf würde 453,60 € kosten.
  • 48 m³ Pool, Pumpe 10 m³/h, 2,5 Umwälzungen, 750 W, 150 Tage: 7,5 m³/h real, 16 Stunden am Tag, 12 kWh täglich, 1.800 kWh je Saison, 630 €.
  • Derselbe 48-m³-Pool mit 14 m³/h: 10,5 m³/h real, 11,4 Stunden, die größere Pumpe spart Laufzeit, aber nicht Strom, weil sie mehr Watt zieht; sparen tut nur die Drehzahlregelung.

Formeln: reale Förderung = Nennleistung × 0,75, Laufzeit = Volumen × Umwälzungen / reale Förderung, Strom = Watt × Stunden × Tage / 1.000. Das Volumen liefert der Pool-Rechner, die Stromkosten anderer Geräte der Stromkosten-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Warum zwei Umwälzungen und warum nicht mehr

Die Filteranlage holt Schwebstoffe, Pollen, Hautschuppen und Sonnencreme aus dem Wasser und verteilt das Chlor, und beides braucht Zeit: Nach einer Umwälzung ist statistisch nur rund 63 Prozent des Wassers durch den Filter gelaufen, weil sich gefiltertes und ungefiltertes Wasser mischen, nach zwei Umwälzungen 86 Prozent, nach drei 95. Deshalb gilt für private Pools die Regel von zwei Umwälzungen am Tag, bei über 28 Grad Wassertemperatur, starker Nutzung oder Algenneigung drei, und die DIN 19643 für öffentliche Bäder verlangt noch deutlich mehr. Weniger als eine Umwälzung reicht nur bei sehr kaltem Wasser oder unter einer Abdeckung ohne Badebetrieb. Entscheidend ist nicht die Dauer, sondern die Menge: Eine Pumpe mit 6 Kubikmetern je Stunde laut Typenschild fördert mit Sandfilter, Verrohrung, Höhenunterschied und Wärmepumpe im Kreis nur 4 bis 5 Kubikmeter, der Rechner nimmt 75 Prozent; bei zugesetztem Filter oder langen dünnen Leitungen noch weniger, und dann reichen die 8 Stunden nicht. Ein Manometer am Filter zeigt es: Steigt der Druck um 0,3 bar über den Wert nach der Rückspülung, ist der Filter zu und die Förderung bricht ein.

Laufzeit planen: Zeitschaltuhr und Tageszeit

Die Pumpe sollte tagsüber laufen, nicht nachts: Algen wachsen bei Licht und Wärme, und das Chlor zerfällt unter UV-Strahlung, beides muss durch Umwälzung und Filterung ausgeglichen werden, während die Nacht ohnehin ruhig ist. Üblich sind zwei bis drei Blöcke, etwa morgens ab 6 Uhr, mittags und am frühen Abend, zusammen die errechnete Laufzeit, mit einer Zeitschaltuhr an der Steckdose für 10 Euro oder im Filterkasten. Die Wärmepumpe braucht die Filterpumpe als Partner, sie heizt nur, wenn Wasser durchfließt, und dann läuft die Pumpe so lange, wie geheizt wird, oft länger als die Filterregel verlangt; bei Nachtstrom oder Photovoltaik verschiebt sich der Block in die günstigen Stunden. Nach Gewitter, Partys oder Stoßchlorung läuft die Pumpe 24 Stunden durch, bis das Wasser klar ist. Im Winter bei Überwinterung im Becken wird sie abgebaut oder nur bei Frostgefahr kurz laufen gelassen. Wer die Laufzeit auf 4 Stunden drückt, um Strom zu sparen, zahlt es mit Chemie und trübem Wasser doppelt zurück.

Strom sparen: Die Drehzahlregelung

Die Pumpe ist nach der Heizung der größte Stromverbraucher am Pool: 450 Watt über 8 Stunden an 120 Tagen sind 456 Kilowattstunden, 160 Euro je Saison, bei größeren Becken 500 bis 700 Euro. Der Hebel ist die Physik der Pumpen: Halbe Drehzahl bedeutet halbe Fördermenge, aber nur ein Achtel der Leistungsaufnahme, weil der Energiebedarf mit der dritten Potenz der Drehzahl sinkt. Eine drehzahlgeregelte Pumpe, die 16 statt 8 Stunden mit halber Leistung läuft, fördert dieselbe Menge Wasser und braucht dafür nur ein Viertel des Stroms; in der Praxis liegen die Einsparungen bei 50 bis 70 Prozent, und das Wasser wird besser gefiltert, weil langsames Durchströmen den Sandfilter feiner arbeiten lässt. Die Pumpen kosten 500 bis 1.200 Euro statt 150 bis 300 für Standardpumpen, und bei 400 Euro Ersparnis je Saison ist das in zwei bis drei Jahren bezahlt. Daneben helfen kurze, dicke Leitungen mit 50 statt 38 Millimetern, ein sauber zurückgespülter Filter, eine Abdeckung, die den Schmutzeintrag senkt, und die richtige Dimensionierung: Die Pumpe sollte zum Sandfilter passen, zu groß gewählte Pumpen drücken den Schmutz durch den Sand hindurch.

Ein Stück Geschichte: Vom Wasserwechsel zum Sandfilter

Die Schwimmbäder des 19. Jahrhunderts kannten keine Filterung: Das Wasser wurde eingelassen, einige Tage benutzt und abgelassen, "fill and draw", und die Hygiene war entsprechend. Die ersten Bäder mit Umwälzung, Sandfilter und Chlorung entstanden um 1910 in England, den USA und Deutschland, und die Regel, das Wasser mehrmals täglich durch den Filter zu schicken, stammt aus den Badeordnungen der 1920er Jahre. Für private Pools wurden kleine Sandfilteranlagen mit Kreiselpumpe in den 1960er Jahren in den USA entwickelt, Kartuschenfilter für Aufstellpools folgten in den 1980ern, und die Zeitschaltuhr war von Anfang an dabei, weil niemand die Pumpe von Hand schalten wollte. Die drehzahlgeregelte Poolpumpe kam 2006 in den USA auf den Markt, wo mehrere Bundesstaaten sie seit 2021 für neue Pools vorschreiben, und die EU-Ökodesign-Verordnung hat 2015 die Effizienzanforderungen an Kreiselpumpen verschärft. Was 1900 ein Wasserwechsel alle drei Tage war, erledigt heute eine 450-Watt-Pumpe in acht Stunden am Tag.

Praktische Tipps

Rechnen Sie mit 75 Prozent der Nennleistung und prüfen Sie am Manometer, ob der Filter frei ist. Lassen Sie die Pumpe tagsüber in zwei bis drei Blöcken laufen, bei Hitze länger. Koppeln Sie die Laufzeit an Wärmepumpe und Photovoltaik, der Pool-Heizungsrechner zeigt, wie lange geheizt wird. Spülen Sie den Sandfilter wöchentlich zurück, der Pool-Rechner rechnet das Wasser dafür mit ein. Kaufen Sie bei der nächsten Pumpe eine mit Drehzahlregelung, sie ist in zwei bis drei Saisons bezahlt. Und messen Sie den Verbrauch einmal mit einem Zwischenstecker, der Stromverbrauch-Rechner rechnet ihn aufs Jahr hoch.

Häufige Fragen

Wie lange muss die Poolpumpe am Tag laufen?

So lange, dass das Wasser zweimal durch den Filter läuft: Volumen mal 2 geteilt durch die reale Förderleistung (75 Prozent der Nennleistung). Bei 19 m³ und einer 6-m³/h-Pumpe sind das 8,4 Stunden, bei 48 m³ und 10 m³/h mit 2,5 Umwälzungen 16 Stunden. Bei über 28 °C oder vielen Badegästen eine Umwälzung mehr.

Soll die Poolpumpe tagsüber oder nachts laufen?

Tagsüber, in zwei bis drei Blöcken: Algen wachsen bei Licht, Chlor zerfällt in der Sonne, beides muss die Filterung ausgleichen. Nachts laufen lassen lohnt nur bei Nachtstromtarif oder zum Heizen; mit Photovoltaik in die Mittagsstunden legen. Nach Gewitter oder Stoßchlorung 24 Stunden durchlaufen lassen.

Was kostet die Poolpumpe an Strom?

Watt mal Stunden mal Tage: 450 W über 8,4 Stunden an 120 Tagen sind 456 kWh, rund 160 € bei 0,35 €/kWh; 750 W über 16 Stunden an 150 Tagen 1.800 kWh, 630 €. Dauerlauf würde beim kleinen Pool 454 € kosten. Eine drehzahlgeregelte Pumpe senkt die Kosten um 50 bis 70 Prozent.

Welche Pumpenleistung brauche ich für meinen Pool?

So viel, dass zwei Umwälzungen in 8 bis 10 Stunden möglich sind: Volumen geteilt durch 4 ergibt grob die nötige reale Förderung, geteilt durch 0,75 die Nennleistung. Für 19 m³ reichen 6 m³/h, für 48 m³ etwa 12 bis 14 m³/h. Die Pumpe muss zum Sandfilter passen, zu stark drückt Schmutz durch den Sand.

Warum fördert die Pumpe weniger als auf dem Typenschild?

Das Typenschild nennt die Leistung ohne Widerstand. Sandfilter, Verrohrung, Bögen, Höhenunterschied, Skimmer und Wärmepumpe bremsen auf 60 bis 80 Prozent, ein verschmutzter Filter auf noch weniger. Steigt der Druck am Manometer um 0,3 bar über den Wert nach der Rückspülung, ist es Zeit zum Rückspülen.

Lohnt sich eine Pumpe mit Drehzahlregelung?

Meist ja: Halbe Drehzahl braucht nur ein Achtel der Leistung, bei gleicher Wassermenge über längere Zeit spart das 50 bis 70 Prozent Strom, bei 160 bis 600 € Jahreskosten also 100 bis 400 €. Mehrkosten von 300 bis 900 € sind in zwei bis drei Saisons bezahlt, und das Wasser wird bei langsamer Filterung klarer.

Kann ich die Poolpumpe durchlaufen lassen?

Technisch ja, es kostet beim 19-m³-Pool rund 450 € statt 160 € je Saison und bringt für das Wasser wenig über die dritte Umwälzung hinaus. Sinnvoll ist Dauerlauf nach Stoßchlorung, bei Algenbefall, bei Hitze über 30 °C und wenn die Wärmepumpe lange heizen soll.

Wie oft muss ich den Sandfilter rückspülen?

Einmal die Woche oder wenn der Filterdruck 0,3 bar über dem Ausgangswert liegt, jeweils 2 bis 3 Minuten mit 200 bis 500 Litern Wasser, danach kurz nachspülen. Der Filtersand hält 3 bis 5 Jahre, Filterglas länger. Kartuschenfilter werden gereinigt statt gespült und alle 4 bis 8 Wochen getauscht.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: DIN 19643: Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser, Umwälzvolumenstrom, Bundesverband Schwimmbad und Wellness (bsw): Empfehlungen zur Filterlaufzeit privater Schwimmbäder, EU-Verordnung 547/2012 (Ökodesign Wasserpumpen); Affinitätsgesetze für Kreiselpumpen, Herstellerangaben Filterpumpen und drehzahlgeregelte Poolpumpen (Kennlinien, Leistungsaufnahme)