Autokosten-Rechner
Kaufpreis, Haltedauer, Kilometer und laufende Kosten eintragen: Der Rechner nennt die Vollkosten je Monat und je Kilometer, rechnet Fahrten mit Vollkosten ab und trennt Fixkosten von variablen Kosten.
Was kostet mein Auto im Monat und je Kilometer?
Kaufpreis, Haltedauer, Kilometer, Klasse, Versicherung, Steuer, Wartung, Verbrauch, Spritpreis, Stellplatz.
Beispiel: 48.000-€-Wagen, 4 Jahre, 25.000 km je Jahr: 1.219 € im Monat, 58,5 ct je km
Was kostet eine Fahrt mit allen Kosten?
Strecke, Vollkosten je km, Verbrauch, Spritpreis, Personen.
Beispiel: 1.200 km zu 55 ct Vollkosten mit 4 Personen: 660 €, 165 € je Person
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Was kostet das Auto, auch wenn es steht?
Fixkosten, Wertverlust, Verbrauch, Spritpreis, Verschleiß, Fahrleistung.
Beispiel: 5.600 € Fixkosten bei 8.000 km: 92,4 ct je km, bei 30.000 km 41,1 ct
So funktioniert der Autokosten-Rechner
Der Autokosten-Rechner beantwortet die Frage Was kostet mein Auto im Monat mit allen Posten, nicht nur mit dem Sprit. Der erste Kasten rechnet die Vollkosten: Wertverlust aus Kaufpreis, Haltedauer und Fahrzeugklasse, Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung mit Reifen und TÜV, Kraftstoff aus Verbrauch und Preis, auf Wunsch Stellplatz. Heraus kommen die Kosten je Monat und die Kosten je Kilometer, dazu der Anteil der festen Kosten. Der zweite Kasten rechnet eine einzelne Fahrt mit Vollkosten ab, etwa für die Fahrgemeinschaft oder die Abrechnung mit Freunden, und stellt sie den reinen Spritkosten und der steuerlichen Kilometerpauschale gegenüber. Der dritte Kasten trennt Fixkosten und variable Kosten und zeigt in einer Tabelle, wie die Kosten je Kilometer mit der Fahrleistung fallen, von 5.000 bis 30.000 Kilometern im Jahr.
Merksatz: Der Sprit ist nur ein Viertel bis ein Drittel der Autokosten, der Wertverlust meist der größte Posten. Eselsbrücke: Ein Kompaktwagen kostet rund 50 Cent je Kilometer, ein Kleinwagen 40, ein Oberklassewagen 60 und mehr, und wer wenig fährt, zahlt je Kilometer am meisten.
Drei Beispiele:
- Mittelklassewagen für 32.000 Euro, 6 Jahre, 15.000 Kilometer im Jahr, 900 Euro Versicherung, 150 Euro Steuer, 800 Euro Wartung, 6,5 Liter zu 1,75 Euro: Wertverlust 3.558,51 Euro im Jahr (Restwert etwa 10.649 Euro), Kraftstoff 1.706,25 Euro, zusammen 592,90 Euro im Monat oder 47,4 Cent je Kilometer. Feste Kosten machen 65 Prozent aus. Ein Kleinwagen für 20.000 Euro über 8 Jahre mit 10.000 Kilometern kommt auf 329,21 Euro im Monat und 39,5 Cent je Kilometer.
- Fahrt über 400 Kilometer zu 45 Cent Vollkosten, 3 Personen: 180 Euro Vollkosten, nur Sprit 45,50 Euro. Jeder zahlt 60 Euro nach Vollkosten oder 15,17 Euro nach Sprit; die Kilometerpauschale von 30 Cent ergäbe 120 Euro.
- 1.100 Euro Versicherung, Steuer und Stellplatz, 2.500 Euro Wertverlust, 6,5 Liter zu 1,75 Euro, 6 Cent Verschleiß: 3.600 Euro Fixkosten im Jahr plus 17,4 Cent je Kilometer. Bei 15.000 Kilometern sind das 6.206,25 Euro und 41,4 Cent je Kilometer, bei 5.000 Kilometern 89,4 Cent, bei 30.000 Kilometern 29,4 Cent.
Formeln: Kosten je Jahr = Wertverlust + Versicherung + Steuer + Wartung + km / 100 × Verbrauch × Preis + Stellplatz, Kosten je Kilometer = Kosten je Jahr / Fahrleistung, Fixkosten + variable Kosten × km für die Abhängigkeit von der Fahrleistung. Den Wertverlust allein rechnet der Wertverlust-Rechner, die reinen Spritkosten der Spritkostenrechner, und die Kfz-Steuer nach Hubraum und CO₂ der Kfz-Steuer-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Autokosten: Was der Tank verschweigt
Die meisten Autofahrer kennen ihre Tankquittungen und unterschätzen den Rest. Der ADAC rechnet in seiner Autokostenübersicht für einen Kompaktwagen mit 500 bis 700 Euro im Monat, für die Mittelklasse mit 700 bis 900 Euro, für Oberklasse und große SUV mit über 1.000 Euro, jeweils bei 15.000 Kilometern und fünf Jahren Haltedauer. Der größte Posten ist fast immer der Wertverlust: Ein Neuwagen verliert im ersten Jahr 20 bis 30 Prozent seines Preises, danach rund 15 Prozent des Vorjahreswerts, bei 32.000 Euro Kaufpreis sind das über sechs Jahre rund 21.350 Euro oder 3.558 Euro im Jahr, mehr als doppelt so viel wie der Sprit. Der Rechner nutzt dafür die Durchschnittskurven des Wertverlust-Rechners je Fahrzeugklasse, mit Abschlag für hohe Laufleistung. Dann folgen Versicherung mit 600 bis 1.500 Euro je nach Schadenfreiheitsklasse und Kasko, Wartung mit Inspektion, Reifen, Bremsen und TÜV, die der ADAC mit 800 bis 1.500 Euro im Jahr ansetzt, und die Kfz-Steuer mit 80 bis 300 Euro für Verbrenner, null für E-Autos bis 2035. Wer in der Stadt einen Stellplatz mietet, zahlt 50 bis 150 Euro im Monat extra. In der Summe landet der Durchschnittsfahrer bei 40 bis 60 Cent je Kilometer, ein Wert, den die meisten für zu hoch halten, bis sie nachrechnen. Nicht enthalten sind Finanzierungszinsen; wer das Auto auf Kredit kauft, addiert bei 25.000 Euro und 5 Prozent rund 60 Euro im Monat.
Fixkosten gegen variable Kosten: Warum Wenigfahrer am meisten zahlen
Die Trennung in Fixkosten und variable Kosten erklärt, warum das Auto für Wenigfahrer so teuer ist. Fix sind Versicherung, Steuer, Stellplatz, TÜV und der größte Teil des Wertverlusts, denn ein sechs Jahre altes Auto mit 30.000 Kilometern ist nicht viel mehr wert als eines mit 90.000. Variabel sind Kraftstoff und Verschleiß, also Reifen, Bremsen, Öl und die laufleistungsabhängigen Inspektionen, zusammen 15 bis 25 Cent je Kilometer. Bei 3.600 Euro Fixkosten im Jahr und 17,4 Cent je Kilometer kostet der Kilometer bei 5.000 Kilometern 89 Cent, bei 15.000 Kilometern 41 Cent und bei 30.000 Kilometern 29 Cent. Daraus folgen zwei praktische Schlüsse. Erstens: Wer unter 5.000 bis 8.000 Kilometer im Jahr fährt, zahlt für jede Fahrt mehr als ein Taxi oder Mietwagen; Carsharing kostet in deutschen Städten je nach Anbieter 25 bis 40 Cent je Kilometer plus Zeittarif, Bahn und Mietwagen für den Urlaub sind oft günstiger als das eigene Auto, das 50 Wochen im Jahr vor der Tür steht. Zweitens: Die zusätzliche Fahrt kostet nur die variablen Kosten. Wer das Auto ohnehin hat, fährt den Wochenendausflug für 17 Cent je Kilometer, nicht für 47; die Fixkosten sind schon bezahlt. Diese Grenzkostenlogik gilt aber nur, solange die Fahrleistung nicht den Wertverlust treibt, was ab etwa 20.000 Kilometern im Jahr der Fall ist.
Fahrten abrechnen: Vollkosten, Sprit oder Pauschale
Wer eine Fahrt mit anderen teilt oder für den Arbeitgeber fährt, braucht einen Kilometersatz. Drei Sätze sind üblich. Die Vollkosten von 40 bis 60 Cent je Kilometer decken alles, auch Wertverlust und Versicherung; sie sind der richtige Maßstab, wenn das Auto hauptsächlich für solche Fahrten angeschafft wurde. Der Spritsatz von 10 bis 13 Cent ist üblich unter Freunden, benachteiligt aber den Fahrer, der Verschleiß und Wertverlust allein trägt. Die Kilometerpauschale von 30 Cent ist der steuerliche Wert für Dienstreisen mit dem Privatwagen und zugleich ein fairer Mittelweg für Fahrgemeinschaften: Sie liegt über den variablen Kosten und unter den Vollkosten. Bei 400 Kilometern mit drei Personen ergibt das 120 Euro, also 40 Euro je Person, gegenüber 60 Euro nach Vollkosten und 15 Euro nach Sprit. Für Fahrten zu Kunden kann der Arbeitgeber die 30 Cent steuerfrei erstatten; wer höhere tatsächliche Kosten nachweist, darf auch die ansetzen, etwa 47 Cent beim Mittelklassewagen aus dem ersten Kasten, muss dafür aber ein Fahrtenbuch und alle Belege führen. Der Weg zur Arbeit fällt nicht darunter, dafür gilt die Entfernungspauschale von 38 Cent je Entfernungskilometer.
Ein Stück Geschichte
Das Auto war über Jahrzehnte das teuerste Konsumgut der Deutschen, und seine Kosten sind seit jeher Gegenstand öffentlicher Rechnungen. Der ADAC veröffentlicht seine Autokostentabelle seit Jahrzehnten; in den 1960er-Jahren, als der VW Käfer rund 5.000 Mark kostete und ein Liter Benzin 60 Pfennig; damals lag der Kilometer bei etwa 20 Pfennig. Die Ölkrise 1973 mit autofreien Sonntagen rückte erstmals die Spritkosten in den Mittelpunkt, dabei machten sie auch damals nur ein Drittel der Gesamtkosten aus. Die Kilometerpauschale für Dienstreisen liegt seit 2001 unverändert bei 0,30 Euro, davor waren es 0,52 Mark; die Pendlerpauschale wurde 2021 für Fernpendler und 2026 für alle auf 0,38 Euro angehoben. In den 1990er-Jahren begannen Verbraucherzentralen, die Vollkostenrechnung gegen das Carsharing zu stellen, das 1988 in Berlin mit der "StattAuto" begann; heute teilen sich in Deutschland rund 5 Millionen Nutzer etwa 45.000 Fahrzeuge. Die Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts zeigt dennoch 49 Millionen Pkw im Bestand, mehr als je zuvor, mit einer durchschnittlichen Jahresfahrleistung, die seit den 2000er-Jahren von über 13.000 auf gut 12.000 Kilometer gesunken ist; das Auto wird teurer je Kilometer, weil es weniger bewegt wird.
Praktische Tipps
Rechnen Sie mit realistischem Wertverlust: Beim Gebrauchtwagen den gezahlten Preis und die geplante Haltedauer eintragen und die Klasse so wählen, dass der Restwert plausibel bleibt, oder den Wertverlust aus dem Wertverlust-Rechner direkt in den dritten Kasten übernehmen. Vergleichen Sie jedes Jahr die Versicherung, der Wechsel zum 30. November spart oft 100 bis 300 Euro. Fahren Sie Reifen nicht bis zur Verschleißgrenze, aber auch nicht vorzeitig zum Händler. Prüfen Sie bei unter 8.000 Kilometern im Jahr ehrlich die Alternative aus Carsharing, Bahn und Mietwagen. Nutzen Sie die Vollkosten je Kilometer, um Fahrten zu bewerten: Ein Wochenendtrip über 600 Kilometer kostet 280 Euro, nicht 70. Und bedenken Sie beim Firmenwagen, dass die 1-Prozent-Regel Ihre privaten Vollkosten ersetzt, was der Firmenwagenrechner zeigt; ob Leasing günstiger ist als Kauf, rechnet der Leasingrechner, und ob ein E-Auto über die Haltedauer günstiger fährt, der E-Auto-Ladekostenrechner.
Häufige Fragen
Was kostet ein Auto im Monat?
Ein Mittelklassewagen für 32.000 Euro bei 15.000 Kilometern und 6 Jahren Haltedauer rund 593 Euro mit Wertverlust, Versicherung, Steuer, Wartung und Sprit. Ein Kleinwagen für 20.000 Euro über 8 Jahre und 10.000 Kilometer etwa 329 Euro.
Was kostet ein Auto je Kilometer?
Kleinwagen rund 40 Cent, Kompakt- und Mittelklasse 45 bis 55 Cent, Oberklasse 60 Cent und mehr bei 15.000 Kilometern im Jahr. Im Beispiel 47,4 Cent, bei 25.000 Kilometern mit einem 48.000-Euro-Wagen 58,5 Cent.
Welcher Posten ist der teuerste?
Meist der Wertverlust: 3.558 Euro im Jahr beim 32.000-Euro-Wagen über 6 Jahre, gegenüber 1.706 Euro Sprit. Danach Versicherung, Wartung und Steuer. Der Sprit macht nur etwa ein Viertel aus.
Was kostet eine Fahrt von 400 Kilometern wirklich?
Nach Vollkosten von 45 Cent 180 Euro, nur Sprit 45,50 Euro, nach der Kilometerpauschale 120 Euro. Bei 3 Personen zahlt jeder 60 Euro nach Vollkosten oder 15,17 Euro nach Sprit.
Wie teile ich Fahrtkosten in der Fahrgemeinschaft fair?
Ein Satz zwischen Sprit und Vollkosten, etwa 20 bis 30 Cent je Kilometer, geteilt durch alle Insassen inklusive Fahrer. Bei 400 Kilometern und 30 Cent sind das 120 Euro, je Person 40 Euro bei drei Personen.
Ab wann lohnt sich ein eigenes Auto?
Bei 3.600 Euro Fixkosten kostet der Kilometer bei 5.000 Kilometern 89 Cent, bei 15.000 Kilometern 41 Cent. Unter etwa 8.000 Kilometern im Jahr sind Carsharing, Bahn und Mietwagen meist günstiger, vor allem ohne eigenen Stellplatz.
Was sind die Fixkosten eines Autos?
Versicherung, Kfz-Steuer, Stellplatz, TÜV und der Großteil des Wertverlusts, zusammen oft 3.000 bis 5.000 Euro im Jahr. Sie fallen an, auch wenn das Auto steht. Variabel sind Sprit und Verschleiß mit 15 bis 25 Cent je Kilometer.
Rechnet der Autokosten-Rechner Finanzierungszinsen mit?
Nein. Bei 25.000 Euro Kredit zu 5 Prozent kommen etwa 60 Euro im Monat dazu. Den Kredit rechnet der Autokredit-Rechner, die Vollkosten hier sind ohne Zinsen und ohne Bußgelder.