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Heizöl-Rechner

Wie viel Heizöl geht im Jahr durch, und wann ist der Tank leer? Der Rechner rechnet aus zwei Ablesungen mit Gradtagzahlen hoch und nennt das Datum.

Wie viel Heizöl verbrauche ich und wie lange reicht der Tank?

Tankinhalt, zwei Ablesungen mit Datum und Füllstand, Heizölpreis.

Beispiel: 3.000-l-Tank, 95 % am 1.10. und 88 % am 23.10.: 210 Liter in 22 Tagen, hochgerechnet 3.481 Liter im Jahr, Rest 2.640 Liter reicht bis 20. April

Wie viel Heizöl braucht mein Haus im Jahr?

Wohnfläche, Gebäudestandard, Personen und Preis.

Beispiel: 140 m² teilsaniert, 3 Personen: 1.960 l Heizung + 240 l Warmwasser = 2.200 Liter, 22.000 kWh, 2.310 € bei 1,05 €/l

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So funktioniert der Heizöl-Rechner

Der Heizöl-Rechner beantwortet zwei Fragen, die jeder Öltankbesitzer im Winter hat: Wie viel Heizöl verbrauche ich, und wie lange reicht der Tank? Im ersten Kasten tragen Sie den Tankinhalt und zwei Ablesungen mit Datum und Füllstand ein, und der Rechner rechnet den Verbrauch im Zeitraum, den Verbrauch je Tag, mit Gradtagzahlen den Jahresverbrauch in Litern, Kilowattstunden und Euro, den Restbestand, das Datum, an dem der Tank bei normalem Winter leer wäre, das Datum der 20-Prozent-Reserve, die Nachbestellmenge bis 90 Prozent und den CO2-Ausstoß. Der zweite Kasten schätzt den Heizölbedarf eines Hauses aus Wohnfläche, Gebäudestandard und Personenzahl, für den Hauskauf, die Tankgröße oder den Vergleich mit Gas und Wärmepumpe. Das ist der Rechner für den Blick auf die Tankuhr im Januar, für die Bestellung, bevor der Preis steigt, und für die Frage, ob 3.000 Liter über den Winter reichen.

Merksatz: Der Januar frisst ein Sechstel des Jahresverbrauchs, der Juli ein Fünfzigstel, deshalb wird ein Teilverbrauch nicht mal zwölf gerechnet, sondern durch den Anteil des Zeitraums am Heizjahr geteilt. Die Eselsbrücke: Ein Liter Heizöl sind zehn Kilowattstunden, und ein teilsaniertes Haus braucht je Quadratmeter im Jahr etwa 14 Liter.

Drei Beispiele:

  • 3.000-Liter-Tank, 95 Prozent am 1. Oktober, 88 Prozent am 23. Oktober: 210 Liter in 22 Tagen, 9,5 Liter am Tag; der Zeitraum ist 6 Prozent des Heizjahres, der Jahresverbrauch liegt bei etwa 3.481 Litern (3.655 € bei 1,05 €/l); die 2.640 Liter Rest reichen bis etwa 20. April, die Reserve von 20 Prozent ist am 1. März erreicht.
  • 5.000-Liter-Tank, 80 Prozent Mitte September, 45 Prozent Mitte Dezember: 1.750 Liter in 91 Tagen, 29,2 Prozent des Heizjahres, Jahresverbrauch rund 5.997 Liter; die 2.250 Liter Rest reichen nur bis 1. März, nachbestellen auf 90 Prozent heißt 2.250 Liter für 2.475 €.
  • Bedarf für 140 m², teilsaniert, 3 Personen: 1.960 Liter Heizung plus 240 Liter Warmwasser, 2.200 Liter oder 22.000 kWh, 2.310 € im Jahr, 5,8 Tonnen CO2.

Formeln: Verbrauch = Tankinhalt × (Stand 1 - Stand 2), Jahresverbrauch = Verbrauch / Anteil des Zeitraums am Heizjahr nach Gradtagzahlen, Bedarf = Wohnfläche × Liter je m² + Personen × 80 l. Was die Kilowattstunden mit anderen Energieträgern kosten, zeigt der Heizkosten-Rechner, den Umstieg auf die Wärmepumpe der Wärmepumpen-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Gradtagzahlen: Warum man den Oktober nicht mal zwölf nimmt

Der Heizölverbrauch verteilt sich ungleich über das Jahr, und wer den Verbrauch eines Monats einfach mit zwölf multipliziert, liegt je nach Monat um das Dreifache daneben. Die Gradtagzahlen des Deutschen Wetterdienstes messen, wie viel Heizbedarf jeder Monat hat: die Summe der Differenzen zwischen 20 Grad Raumtemperatur und der Außentemperatur an Heiztagen, und daraus ergibt sich ein Jahresprofil, das für Deutschland im langjährigen Mittel etwa so aussieht: Januar 16 Prozent, Februar 14, März 12, April 8, Mai 4,5, Juni bis August je 2 bis 2,5 für Warmwasser, September 4, Oktober 8,5, November 12, Dezember 14,5. Der Rechner nutzt diese Verteilung, zählt für jeden Tag zwischen den beiden Ablesungen den Anteil zusammen und rechnet so den Jahresverbrauch hoch: 210 Liter in den drei Oktoberwochen des Beispiels sind 6 Prozent des Jahres, also knapp 3.500 Liter im Jahr; dieselben 210 Liter in drei Januarwochen stünden nur für gut 1.900 Liter, in drei Juliwochen für 15.000, die Monatsrechnung mal zwölf hätte in allen drei Fällen rund 3.400 ergeben. Je länger der Zeitraum und je näher an einer ganzen Heizperiode, desto genauer; am besten ist die Tankfüllung eines ganzen Jahres oder die Ablesung jeweils zum 1. Oktober. Die Reichweite rechnet der Rechner mit demselben Profil vorwärts, Tag für Tag, bis der Restbestand aufgebraucht ist, und nennt das Datum; ein kalter Winter verkürzt es, ein milder verlängert es um Wochen.

Tank ablesen, Bedarf schätzen, richtig bestellen

Der Füllstand steht an der mechanischen Anzeige am Tank, bei Batterietanks an jedem einzelnen Tank, oder lässt sich mit einem Peilstab messen; elektronische Füllstandsanzeigen und Funk-Sensoren mit App werden für 50 bis 150 Euro nachgerüstet und ersparen den Gang in den Keller. Wer den Jahresbedarf ohne Ablesung schätzen will, nimmt Wohnfläche und Baujahr: Ein unsanierter Altbau braucht 18 bis 25 Liter je Quadratmeter, ein Haus der 1980er Jahre 12 bis 16, ein gut gedämmtes 8 bis 10, ein Neubau nach heutigen Standards 3 bis 6, plus 70 bis 100 Liter je Person für Warmwasser, der zweite Kasten nennt den Wert. Bestellt wird am besten, wenn der Tank bei 20 bis 30 Prozent steht, nie unter 10, sonst zieht der Brenner Schlamm vom Tankboden, und möglichst nicht im Dezember oder Januar, wenn Nachfrage und Preis am höchsten sind; die Preise sind im Frühsommer meist am niedrigsten, und wer dann auf 90 Prozent füllt, kommt oft durch den ganzen Winter. Lieferung ab 1.000 Litern, günstiger ab 2.000 und bei Sammelbestellungen mit Nachbarn, der Tankwagen füllt bis 95 Prozent, der Rest ist Ausdehnungsreserve. Seit 2026 ist für Neubauten und bei Heizungstausch das Gebäudeenergiegesetz zu beachten, reine Ölheizungen werden nur noch in Ausnahmen eingebaut, bestehende dürfen bis 2044 weiterlaufen.

Preis, CO2 und die Alternativen

Heizöl kostete 2026 je nach Region und Menge 95 bis 115 Cent je Liter, darin rund 17 Cent CO2-Preis, der seit 2021 jedes Jahr steigt, 2026 bei 55 bis 65 Euro je Tonne CO2, plus Mehrwertsteuer; ein Liter verursacht 2,65 Kilogramm CO2, der Jahresverbrauch des Beispielhauses 5,8 Tonnen, so viel wie ein Mittelklassewagen auf 35.000 Kilometern. Ab 2027 löst der europäische Emissionshandel ETS 2 den deutschen CO2-Preis ab, mit Preisen, die Fachleute bei 60 bis über 100 Euro je Tonne erwarten, also 16 bis 30 Cent je Liter. Für den Vergleich: 22.000 Kilowattstunden kosten mit Heizöl 2.310 Euro, mit Gas bei 11 Cent je Kilowattstunde 2.420 Euro, mit einer Wärmepumpe bei Jahresarbeitszahl 3,5 und 28 Cent Strom 1.760 Euro, mit Pellets bei 7 Cent 1.540 Euro. Der Rechner nennt die Kilowattstunden, damit sich die Energieträger vergleichen lassen; und er zeigt, was Dämmung bringt: Jeder Liter je Quadratmeter weniger spart beim 140-Quadratmeter-Haus 140 Liter und 150 Euro im Jahr, vom teilsanierten auf das gut gedämmte Haus sind das 700 Liter.

Ein Stück Geschichte: Vom Kohlenkeller zur Ölheizung

Die Ölheizung ist jünger, als ihr Ruf vermuten lässt: Bis in die 1950er Jahre heizte Deutschland mit Kohle und Koks, der Kohlenkeller gehörte zu jedem Haus, und der Ölbrenner setzte sich erst mit dem billigen Nahost-Öl ab 1960 durch, gefördert vom Staat, der die Kohle loswerden wollte. 1970 heizte jeder zweite Haushalt mit Öl, der Öltank im Keller war Symbol des Wohlstands, und die Ölkrise 1973 mit Sonntagsfahrverbot und Preissprung traf diese Haushalte zuerst. Seitdem schrumpft der Anteil, zuerst durch Erdgas, das ab den 1980er Jahren die Städte eroberte, dann durch Wärmepumpen; heute heizen noch rund 5 Millionen Haushalte, ein Viertel, mit Öl, vor allem auf dem Land ohne Gasnetz. Die Gradtagzahl als Rechenmethode stammt aus der Heizungstechnik der 1920er Jahre, standardisiert in der VDI 2067 und seit 2008 Grundlage der Heizkostenabrechnung bei Nutzerwechsel. Der CO2-Preis auf Heizöl kam 2021 mit 25 Euro je Tonne, und das Gebäudeenergiegesetz 2024 hat das Ende des Ölbrenners eingeläutet: Neue Ölheizungen nur noch mit 65 Prozent erneuerbarem Anteil, Betrieb der alten bis spätestens 2044.

Praktische Tipps

Lesen Sie den Tank immer zum 1. Oktober ab, dann haben Sie nach einem Jahr den exakten Verbrauch. Nutzen Sie zwischendurch Zeiträume von mindestens vier Wochen, kurze Herbstwochen sind ungenau. Bestellen Sie bei 20 bis 30 Prozent, im Frühsommer und mit Nachbarn zusammen. Senken Sie die Raumtemperatur um ein Grad, das spart 6 Prozent, und lassen Sie den Brenner jährlich warten, ein verrußter Kessel verbraucht 5 bis 10 Prozent mehr. Rechnen Sie die Kilowattstunden mit dem Heizkosten-Rechner gegen Gas und Pellets und den CO2-Ausstoß mit dem CO2-Rechner; was die Dämmung am Verbrauch ändert, zeigt der Heizlast-Rechner, der Weg zur Wärmepumpe der Wärmepumpen-Rechner.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meinen Heizölverbrauch?

Tankinhalt mal Differenz der Füllstände: 3.000 Liter × (95 - 88) % = 210 Liter in 22 Tagen. Aufs Jahr hochgerechnet mit Gradtagzahlen, nicht mal zwölf: Die drei Oktoberwochen sind 6 Prozent des Heizjahres, der Jahresverbrauch liegt bei rund 3.480 Litern. Am genauesten ist die Ablesung jeweils zum 1. Oktober.

Wie lange reicht mein Heizöl noch?

Der Rechner verteilt den Jahresverbrauch nach Gradtagzahlen auf die Tage und zählt den Restbestand herunter: 2.640 Liter Ende Oktober bei 3.480 Litern Jahresverbrauch reichen bis etwa 20. April, die 20-Prozent-Reserve ist am 1. März erreicht. Ein kalter Winter verkürzt das um Wochen, ein milder verlängert es.

Wie viel Heizöl braucht ein Haus im Jahr?

Je Quadratmeter Wohnfläche: unsanierter Altbau 18 bis 25 Liter, teilsaniert 12 bis 16, gut gedämmt 8 bis 10, Neubau 3 bis 6, plus 70 bis 100 Liter je Person für Warmwasser. Ein teilsaniertes Haus mit 140 m² und 3 Personen braucht rund 2.200 Liter, 22.000 kWh, 2.310 € bei 1,05 € je Liter.

Was sind Gradtagzahlen?

Die Summe der Differenzen zwischen 20 °C Raumtemperatur und der Außentemperatur an Heiztagen, gemessen vom Wetterdienst. Sie verteilen den Jahresverbrauch auf die Monate: Januar rund 16 Prozent, Dezember 14,5, Oktober 8,5, Juli 2. Damit lässt sich jeder Teilverbrauch aufs Jahr hochrechnen, und die Heizkostenabrechnung nutzt sie bei Nutzerwechsel.

Wann sollte ich Heizöl bestellen?

Bei 20 bis 30 Prozent Füllstand, nie unter 10, sonst zieht der Brenner Schlamm vom Tankboden; am günstigsten meist im Frühsommer, am teuersten im Dezember und Januar. Ab 2.000 Litern und bei Sammelbestellungen sinkt der Literpreis. Der Tankwagen füllt bis 95 Prozent, der Rechner nennt die Menge bis 90.

Wie viel kWh hat ein Liter Heizöl?

Rund 10 kWh Heizwert, 10,7 kWh Brennwert; 2.200 Liter sind 22.000 kWh, so viel wie 2.095 m³ Erdgas. Ein Liter verursacht 2,65 kg CO2, der Jahresverbrauch des Beispielhauses 5,8 Tonnen. Der CO2-Preis macht 2026 rund 17 Cent je Liter aus und steigt mit dem europäischen Emissionshandel ab 2027 weiter.

Was kostet Heizöl 2026?

Je nach Region, Menge und Tag 95 bis 115 Cent je Liter inklusive 17 Cent CO2-Preis und Mehrwertsteuer; 3.000 Liter kosten also rund 3.000 bis 3.450 €. Die Preise schwanken mit dem Rohölpreis und dem Dollar täglich, Vergleichsportale zeigen Tagespreise je Postleitzahl, Sammelbestellungen bringen 2 bis 5 Cent Rabatt.

Darf ich meine Ölheizung weiter betreiben?

Ja, bestehende Ölheizungen dürfen nach dem Gebäudeenergiegesetz bis spätestens 2044 laufen, Kessel über 30 Jahre müssen ersetzt werden (Ausnahme Brennwert und Niedertemperatur). Neue reine Ölheizungen sind seit 2024 nur noch in Ausnahmen erlaubt, meist in Kombination mit 65 Prozent erneuerbarer Energie, etwa als Hybrid mit Wärmepumpe.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: Deutscher Wetterdienst: Gradtagzahlen nach VDI 3807 und VDI 2067, langjährige Monatsverteilung, Gebäudeenergiegesetz (GEG) 2024: § 72 Betriebsverbot für Heizkessel, § 71 Anforderungen an neue Heizungen, Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG): CO2-Preis 2021 bis 2026, Übergang in den EU-ETS 2 ab 2027, Institut für Wärme und Mobilität (IWO) / en2x: Heizölverbrauch nach Gebäudestandard, Tankfüllstand und Bestellung