Standby-Rechner
Gerät auswählen, Anzahl und Strompreis eintragen: Der Rechner nennt die Standby-Kosten im Monat und im Jahr, rechnet den Leerlauf des ganzen Haushalts zusammen und zeigt, was eine schaltbare Steckdosenleiste spart.
Was kostet dieses Gerät im Standby?
Gerät wählen, Anzahl, Stunden je Tag, Strompreis.
Beispiel: 3 Handy-Ladegeräte ohne Handy: 5,26 kWh und 1,84 € im Jahr
Was kostet der Standby im ganzen Haushalt?
Stückzahlen je Gerätegruppe und Strompreis.
Beispiel: 2 Fernseher, 2 Receiver, 2 Router, 2 PCs, 5 Ladegeräte, 3 Küchengeräte, 2 Audio, 3 Sonstige: 80,5 W und 267,97 € im Jahr bei 38 Cent
Anzeige
Was spart eine schaltbare Steckdosenleiste?
Standby-Leistung, Stunden, Preis der Leiste, Strompreis.
Beispiel: 60 W täglich 20 Stunden abgeschaltet: 166,44 € im Jahr, Leiste nach 2 Monaten bezahlt
So funktioniert der Standby-Rechner
Der Standby-Rechner beantwortet die Frage, die jeder schon einmal vor der Steckdose hatte: Was kostet das Ladegerät, das dauernd drinsteckt? Der erste Kasten hat Richtwerte für 24 Geräte vom Handy-Ladegerät über den Fernseher im Standby bis zur Spielkonsole im Sofortstart-Modus; Sie wählen das Gerät, tragen Anzahl, Stunden am Tag und Ihren Strompreis ein und bekommen die Standby-Kosten im Jahr, im Monat und auf zehn Jahre, dazu die ganze Richtwerttabelle. Der zweite Kasten rechnet den Standby-Verbrauch des Haushalts zusammen, nach Gerätegruppen von der TV-Ecke bis zur Küche. Der dritte Kasten zeigt, was eine schaltbare Steckdosenleiste bringt und wann sie sich bezahlt gemacht hat.
Merksatz: Ein Watt Dauerlast kostet rund drei Euro im Jahr, denn 1 Watt mal 8.760 Stunden sind 8,76 Kilowattstunden. Eselsbrücke für die Reihenfolge: Router zehn, Konsole zehn, Receiver acht, Fernseher mit Schnellstart acht, alles andere unter drei.
Drei Beispiele:
- Fernseher mit Schnellstart, 8 Watt, rund um die Uhr, 35 Cent je Kilowattstunde: 70,1 Kilowattstunden und 24,53 Euro im Jahr, 2,04 Euro im Monat, über zehn Jahre 245,28 Euro. Derselbe Fernseher im normalen Standby mit 0,5 Watt kostet 1,53 Euro im Jahr. Drei Handy-Ladegeräte ohne Handy mit je 0,2 Watt kommen auf 1,84 Euro im Jahr.
- Haushalt mit einem Fernseher, einem Receiver, einem Router, einem PC, drei Ladegeräten, zwei Küchengeräten, einer Soundbar und zwei sonstigen Geräten: 42,6 Watt dauerhaft, 373 Kilowattstunden und 130,61 Euro im Jahr, größter Posten der Router mit 30,66 Euro.
- Steckdosenleiste an der TV-Ecke mit 35 Watt, täglich 14 Stunden abgeschaltet, Leiste für 15 Euro: 179 Kilowattstunden und 62,60 Euro Ersparnis im Jahr, die Leiste ist nach drei Monaten bezahlt.
Formel: Kosten im Jahr = Watt × Stunden je Tag × 365 / 1.000 × Strompreis. Die Richtwerte sind Mittelwerte aus Messreihen; das eigene Gerät misst ein Steckdosen-Energiemessgerät. Den Verbrauch laufender Geräte rechnet der Stromkostenrechner, den gesamten Jahresverbrauch der Stromverbrauchsrechner, und was Waschmaschine, Trockner und Klimaanlage im Betrieb kosten, der Haushaltsgeräte-Kostenrechner.
Wissenswertes zum Thema
Standby-Verbrauch: Die stille Grundlast im Haushalt
Fast jedes Gerät mit Fernbedienung, Display oder Netzwerkanschluss verbraucht Strom, wenn es aus zu sein scheint. Das Umweltbundesamt schätzt die Leerlaufverluste deutscher Haushalte auf rund 10 Prozent des Stromverbrauchs, bei vernetzten Haushalten mit Smart-TV, Konsole, Sprachassistenten und mehreren Routern deutlich mehr. Die EU hat dem klassischen Standby 2010 und 2013 enge Grenzen gesetzt: Ein Gerät darf im einfachen Bereitschaftsmodus höchstens 0,5 Watt ziehen, mit Statusanzeige 1 Watt. Deshalb kostet der Fernseher im normalen Standby nur noch 1,53 Euro im Jahr. Die Grenzwerte gelten aber nicht für den vernetzten Bereitschaftsmodus, in dem ein Gerät auf Signale aus dem Netz wartet; dort sind je nach Geräteklasse 2 bis 8 Watt erlaubt, und genau dort sitzt heute der Verbrauch. Der Fernseher mit Schnellstart oder Sprachassistent zieht 5 bis 15 Watt, die Spielkonsole im Ruhemodus mit automatischen Downloads 10 Watt, der Sat-Receiver mit Festplatte bis 15 Watt. Der Router ist ein Sonderfall: Er hat keinen Standby, sondern läuft, mit 8 bis 15 Watt rund um die Uhr, und ist damit in vielen Haushalten der größte Leerlaufverbraucher, bei 10 Watt 87,6 Kilowattstunden und 30,66 Euro im Jahr. Die berühmten Handy-Ladegeräte sind dagegen entwarnt: Moderne Netzteile ziehen ohne Handy 0,1 bis 0,3 Watt, drei davon kosten keine zwei Euro im Jahr; nur alte Trafonetzteile mit dem schweren Block werden warm und ziehen 1 bis 2 Watt.
Die Richtwerte und ihre Grenzen
Die Tabelle im Rechner fasst Messungen von Stiftung Warentest, Verbraucherzentralen, dem Umweltbundesamt und Herstellerangaben zu Mittelwerten zusammen. Sie sind Orientierung, keine Messung Ihres Geräts, und die Spanne innerhalb einer Geräteklasse ist groß: Ein Kaffeevollautomat zieht ausgeschaltet 1 bis 3 Watt, im Warmhaltemodus mit beheiztem Kessel 20 bis 40 Watt; ein Drucker in Bereitschaft 2 bis 10 Watt je nach Technik; eine Soundbar mit Netzwerk 3 bis 8 Watt. Die Mikrowelle ist das Paradebeispiel für den Standby-Irrsinn: Ihre Uhr mit 2 bis 3 Watt verbraucht im Jahr mehr Strom als das Erhitzen der Mahlzeiten. Wer es genau wissen will, steckt für 10 bis 20 Euro ein Energiemessgerät zwischen Steckdose und Gerät; es zeigt die Leistung in Watt und summiert über Tage die Kilowattstunden. Wichtig ist dabei die Messdauer, weil viele Geräte im Standby takten, also zwischendurch aufwachen, Updates laden oder den Akku nachladen. Beim Strompreis setzt der Rechner 35 Cent je Kilowattstunde an, den Durchschnitt der Haushaltstarife 2026; Neukunden zahlen oft 28 bis 32 Cent, Grundversorgung bis 45 Cent, und der Wert aus der eigenen Rechnung ist immer der richtige.
Was wirklich hilft: Leiste, Einstellungen, Austausch
Die schaltbare Steckdosenleiste bleibt das einfachste Mittel, und zwar dort, wo mehrere Geräte zusammenhängen: Fernseher, Receiver, Soundbar, Konsole und Streaming-Stick an einer Leiste, die abends ausgeknipst wird. Bei 35 Watt und 14 Stunden Abschaltung am Tag sind das 62,60 Euro im Jahr für eine Leiste von 15 Euro. Noch bequemer ist die Master-Slave-Leiste, die alle Nebengeräte automatisch abschaltet, sobald das Hauptgerät in den Standby geht. Smarte Steckdosen und Zeitschaltuhren funktionieren auch, brauchen aber selbst 0,5 bis 1 Watt und lohnen erst ab etwa 5 Watt angeschlossener Standby-Last. Oft reicht schon ein Blick in die Einstellungen: Beim Fernseher den Schnellstart abschalten, bei der Konsole den Ruhemodus durch das vollständige Ausschalten ersetzen, beim PC den Ruhezustand statt des Standby wählen. Einige Geräte gehören nicht an die Leiste: der Router, wenn nachts Telefon oder Smart-Home-Geräte laufen, der Receiver mit programmierter Aufnahme, Kühl- und Gefrierschrank ohnehin, Tintenstrahldrucker, die nach jedem Stromverlust eine Reinigung mit viel Tinte fahren. Und beim Neukauf lohnt der Blick aufs Energielabel und in die technischen Daten, wo der Standby-Verbrauch stehen muss.
Ein Stück Geschichte
Der Standby ist ein Kind der Fernbedienung. Die ersten Fernseher mit Infrarot-Fernbedienung in den 1970er-Jahren mussten einen Empfänger durchlaufen lassen, und weil Röhrengeräte Zeit zum Aufwärmen brauchten, hielten viele die Bildröhre vorgeheizt; 10 bis 20 Watt Standby waren normal, bei Videorecordern mit Uhr und Timer ebenso. In den 1990er-Jahren rechnete das Lawrence Berkeley National Laboratory erstmals hoch, wie viel Strom weltweit im Leerlauf verschwindet, und der Forscher Alan Meier machte den Begriff der "vampire power" und das Ein-Watt-Ziel bekannt, das die Internationale Energieagentur 1999 übernahm. Die EU setzte es 2008 mit der Ökodesign-Verordnung 1275/2008 um, die ab 2010 höchstens 1 Watt und ab 2013 höchstens 0,5 Watt im einfachen Standby erlaubt; 2013 kam der vernetzte Bereitschaftsmodus mit eigenen Grenzen dazu, zuletzt verschärft 2023. Deutschland lag in den 1990er-Jahren bei geschätzten 20 Milliarden Kilowattstunden Leerlaufverlusten im Jahr, der Strom von zwei Großkraftwerken; heute sind es nach Schätzungen des Umweltbundesamts noch rund 10 Milliarden, und der Anteil hat sich von den Fernsehern zu den vernetzten Geräten verschoben, die rund um die Uhr auf Befehle warten.
Praktische Tipps
Gehen Sie einmal mit einem Energiemessgerät durch die Wohnung und messen Sie jedes Gerät im "Aus"-Zustand mindestens eine Stunde; alles über 2 Watt ist ein Kandidat für die Leiste oder eine andere Einstellung. Bündeln Sie die TV-Ecke und den Schreibtisch je an einer Leiste und schalten Sie sie nachts und bei Abwesenheit aus. Deaktivieren Sie Schnellstart, Sofortstart und "immer verbunden" in den Menüs von Fernseher und Konsole, der Komfortverlust sind zehn Sekunden Wartezeit. Ziehen Sie Netzteile, die warm werden, aus der Steckdose. Prüfen Sie beim Router, ob WLAN nachts per Zeitplan abgeschaltet werden kann; das spart 1 bis 2 Watt und schadet nicht. Und rechnen Sie ehrlich: Die 0,2 Watt des Handy-Ladegeräts sind nicht das Problem, die 10 Watt der Konsole und des zweiten Routers schon. Wie viel ein laufendes Gerät mit bekannter Wattzahl kostet, rechnet der kWh-Rechner, wo Ihr Jahresverbrauch im Vergleich liegt, der Verbrauchsrechner, und was der PC unter Last zieht, der PC-Netzteil-Rechner.
Häufige Fragen
Was kostet ein Handy-Ladegerät, das dauernd in der Steckdose steckt?
Ohne Handy etwa 0,2 Watt, also 1,75 kWh und rund 0,61 Euro im Jahr bei 35 Cent; drei Ladegeräte 1,84 Euro. Mit vollem Handy dran sind es etwa 1 Watt, bei 8 Stunden täglich 1,02 Euro im Jahr. Alte, warme Trafonetzteile ziehen 1 bis 2 Watt.
Was kostet ein Fernseher im Standby?
Im normalen Standby 0,5 Watt und 1,53 Euro im Jahr. Mit Schnellstart oder Sprachassistent 5 bis 15 Watt, bei 8 Watt 24,53 Euro im Jahr. Den Schnellstart abzuschalten spart also rund 23 Euro.
Wie viel Strom verbraucht ein Router im Jahr?
Ein Router läuft durch, bei 10 Watt sind das 87,6 kWh und 30,66 Euro im Jahr. Ein zweiter Router oder Repeater kostet entsprechend mehr. Nachts das WLAN per Zeitplan abzuschalten spart 1 bis 2 Watt.
Was kostet der Standby im ganzen Haushalt?
Typisch 30 bis 80 Watt dauerhaft, also 90 bis 270 Euro im Jahr. Der Beispielhaushalt mit Fernseher, Receiver, Router, PC, Ladegeräten, Küchengeräten und Soundbar kommt auf 42,6 Watt und 130,61 Euro.
Wie viel kostet 1 Watt Dauerlast im Jahr?
1 Watt mal 8.760 Stunden sind 8,76 kWh, bei 35 Cent je kWh rund 3,07 Euro im Jahr. Jedes Watt, das Sie im Standby sparen, bringt also drei Euro.
Lohnt sich eine schaltbare Steckdosenleiste?
Ja, bei mehr als 5 Watt angeschlossener Standby-Last. Bei 35 Watt an der TV-Ecke und 14 Stunden Abschaltung täglich spart sie 62,60 Euro im Jahr, eine Leiste für 15 Euro ist nach drei Monaten bezahlt.
Welche Geräte sollten nicht abgeschaltet werden?
Router mit Telefon oder Smart Home, Receiver mit programmierten Aufnahmen, Kühl- und Gefrierschrank, Tintenstrahldrucker (Reinigungszyklus nach Stromverlust) und Geräte mit Akku-Backup wie Alarmanlagen.
Woher kommen die Richtwerte im Rechner?
Aus Messungen von Stiftung Warentest, Verbraucherzentralen, Umweltbundesamt und Herstellerangaben, zusammengefasst zu Mittelwerten. Das eigene Gerät kann abweichen; ein Energiemessgerät für 10 bis 20 Euro zeigt den echten Wert.