Solarspeicher-Rechner
Mehr Eigenverbrauch, Ersparnis im Jahr und Amortisation eines Batteriespeichers zur PV-Anlage.
Lohnt sich ein Stromspeicher für meine PV-Anlage?
Anlage, Verbrauch, Speichergröße, Preis, Strompreis und Einspeisevergütung eintragen.
Beispiel: 10 kWp, 6.000 kWh Verbrauch, 10 kWh Speicher für 7.500 €, 38 ct Strompreis: 692 € Ersparnis im Jahr
So funktioniert der Solarspeicher-Rechner
Der Solarspeicher-Rechner beantwortet die Frage, ob sich ein Stromspeicher zur Photovoltaikanlage rechnet. Sie geben Anlagengröße in kWp, Jahresverbrauch, Speichergröße in kWh, Speicherpreis inklusive Montage, Strompreis und Einspeisevergütung ein. Der Rechner schätzt den Eigenverbrauchsanteil ohne und mit Speicher, die zusätzlich selbst genutzten Kilowattstunden, die Ersparnis im Jahr, weil jede davon statt 7,9 Cent Einspeisung nun 35 oder 38 Cent Netzbezug ersetzt, und die Amortisation in Jahren, verglichen mit der üblichen Lebensdauer.
Merksatz: Der Speicher verdient nur die Differenz zwischen Strompreis und Einspeisevergütung, rund 30 Cent je Kilowattstunde, und nur für den Strom, den er tatsächlich verschiebt. Die Eselsbrücke für die Größe: eine Kilowattstunde Speicher je Kilowattpeak Anlage und je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch, also 10 kWh für 10 kWp und 6.000 kWh; größer bringt wenig, weil der Speicher im Winter leer und im Sommer voll bleibt.
Drei Beispiele:
- 10 kWp, 6.000 kWh Verbrauch, 10 kWh Speicher für 7.500 Euro, 38 Cent Strompreis: Eigenverbrauch 25 statt 51 Prozent, 2.500 kWh mehr, 692 Euro Ersparnis im Jahr, Amortisation 10,8 Jahre.
- 8 kWp, 4.500 kWh, 8 kWh für 6.000 Euro, 35 Cent: 23 statt 49 Prozent, 2.000 kWh mehr, 499 Euro im Jahr, 12 Jahre.
- 6 kWp, 3.500 kWh, 5 kWh für 5.000 Euro, 35 Cent: 1.250 kWh mehr, 312 Euro im Jahr, 16 Jahre, länger als die Garantie.
Formeln: Ersparnis = zusätzlicher Eigenverbrauch × (Strompreis - Einspeisevergütung) × Wirkungsgrad, Amortisation = Speicherpreis / Ersparnis, Vollzyklen = zusätzlicher Eigenverbrauch / Speichergröße, hier 250 im Jahr. Die Anlage selbst rechnet der PV-Rechner durch, was der Strom vom Dach im E-Auto bringt, der Ladekosten-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Wie der Speicher den Eigenverbrauch hebt
Eine PV-Anlage produziert mittags, der Haushalt verbraucht morgens und abends, und ohne Speicher landen 70 bis 80 Prozent des Solarstroms im Netz, für 7,9 Cent je Kilowattstunde bei Anlagen bis 10 kWp, die 2025 in Betrieb gingen, weniger bei neueren. Der Speicher nimmt den Mittagsüberschuss auf und gibt ihn abends ab, hebt den Eigenverbrauch von etwa 25 auf 50 bis 60 Prozent und den Autarkiegrad, den Anteil des Verbrauchs aus eigener Erzeugung, von 30 auf 60 bis 70 Prozent. Die Grenzen sind physikalisch: Im Winter liefert die Anlage an vielen Tagen weniger, als der Haushalt braucht, der Speicher bleibt leer, und im Sommer ist er mittags voll, der Rest geht trotzdem ins Netz; deshalb schafft ein Speicher im Jahr nur 200 bis 280 Vollzyklen, im Rechner 250, und ein doppelt so großer Speicher bringt nicht doppelt so viel, sondern 10 bis 20 Prozent mehr Eigenverbrauch bei doppeltem Preis. Dazu kommen Verluste: Laden, Speichern und Entladen kosten 8 bis 15 Prozent, bei Wechselrichtern mit Umwandlung Gleich- zu Wechselstrom mehr, und der Standby-Verbrauch der Elektronik frisst 50 bis 100 kWh im Jahr. Der Rechner nähert den Eigenverbrauch mit Faustformeln nach Anlagengröße, Verbrauch und Speicher an; die exakte Zahl hängt vom Lastprofil ab, Homeoffice und Wärmepumpe helfen, Berufstätigkeit ohne Mittagsverbrauch nicht. Was die Wärmepumpe dazu an Strom braucht, rechnet der Wärmepumpen-Rechner.
Preise, Lebensdauer, Förderung
Heimspeicher mit Lithium-Eisenphosphat-Zellen kosten 2026 installiert etwa 500 bis 900 Euro je Kilowattstunde, 10 kWh also 5.000 bis 9.000 Euro, und die Preise fallen seit Jahren um 10 bis 15 Prozent jährlich; Nachrüstungen sind teurer als der Kauf mit der Anlage, weil ein zusätzlicher Wechselrichter nötig wird. Die Hersteller garantieren 10 Jahre oder 6.000 bis 10.000 Vollzyklen bei 80 Prozent Restkapazität, bei 250 Zyklen im Jahr reicht das rechnerisch für 25 Jahre, realistisch sind 15 bis 20 Jahre. Die Rechnung lohnt, wenn die Amortisation deutlich unter der Lebensdauer liegt: 10,8 Jahre im Beispiel sind in Ordnung, 16 Jahre sind grenzwertig, und mit steigendem Strompreis verkürzt sich die Zeit, mit fallendem verlängert sie sich. Die Mehrwertsteuer für PV und Speicher ist seit 2023 null, die Einkommensteuer auf Erträge entfällt bis 30 kWp, eine bundesweite Speicherförderung gibt es nicht mehr, aber einzelne Länder und Kommunen zahlen Zuschüsse, und die KfW finanziert über den Kredit 270. Wer den Speicher über das Jahr betrachtet, bekommt mit dem Rechner die Kilowattstunde Speicherstrom für etwa 15 bis 20 Cent, Preis geteilt durch Lebensdauer mal Vollzyklen mal Kapazität, 7.500 Euro durch 20 Jahre mal 250 Zyklen mal 10 kWh, und das ist der Maßstab: Liegt der Wert unter der Differenz von Strompreis und Einspeisung, lohnt der Speicher. Was die PV-Anlage ohne Speicher am Strompreis spart, zeigt der Stromkostenrechner.
Wann der Speicher nicht lohnt und was stattdessen geht
Nicht lohnen tut der Speicher bei Altanlagen mit hoher Einspeisevergütung, 30 bis 50 Cent bei Anlagen von 2004 bis 2011, wo die Differenz zum Strompreis null oder negativ ist, und bei sehr kleinen Anlagen unter 4 kWp, weil es zu wenig Überschuss gibt. Bei Balkonkraftwerken bis 800 Watt bringt ein Speicher für 500 bis 1.000 Euro ein paar hundert Kilowattstunden im Jahr, also 50 bis 100 Euro, und amortisiert sich kaum. Alternativen, die den Eigenverbrauch ohne Batterie heben: Verbraucher in die Mittagszeit legen, Waschmaschine, Spülmaschine, Trockner mit Zeitschaltung, Heizstab oder Wärmepumpe für Warmwasser mittags laufen lassen, und das E-Auto tagsüber laden, das mit 50 bis 80 kWh Akku der größte Speicher im Haus ist; mit bidirektionalem Laden, das ab 2026 bei einigen Modellen kommt, kann es den Heimspeicher ganz ersetzen. Dynamische Stromtarife mit stündlichen Preisen machen den Speicher auf andere Weise interessant: Nachts billig aus dem Netz laden, tagsüber nutzen, was der Rechner nicht abbildet, aber die Amortisation um ein bis drei Jahre verkürzen kann. Die Notstromfunktion, oft ein Kaufgrund, kostet extra und liefert bei den meisten Geräten nur eine Steckdose, keine Hausversorgung. Was das Laden des E-Autos vom Dach gegenüber dem Netz spart, zeigt der Wallbox-Rechner.
Ein Stück Geschichte: Vom Bleiakku zum Heimspeicher
Die ersten Solarstromspeicher waren Bleiakkus in Berghütten und Wochenendhäusern ohne Netzanschluss, Inselanlagen, seit den 1980ern, schwer, wartungsintensiv und nach 1.000 Zyklen am Ende. Am Netz lohnte Speichern nicht, solange die Einspeisevergütung über dem Strompreis lag, 57 Cent 2004, und erst als sie 2012 unter 20 Cent fiel und der Strompreis über 25 Cent stieg, drehte sich die Rechnung. Die KfW startete 2013 das erste Speicherförderprogramm mit 30 Prozent Zuschuss, Tesla zeigte 2015 die Powerwall und machte den Heimspeicher zum Lifestyle-Produkt, deutsche Hersteller wie Sonnen, E3/DC und Senec hatten da schon Tausende Geräte verkauft. Die Zahl der Heimspeicher in Deutschland stieg von 30.000 im Jahr 2014 auf über 1,5 Millionen 2024 mit mehr als 15 Gigawattstunden Kapazität, inzwischen wird mehr als jede zweite neue PV-Anlage mit Speicher gebaut, und die Zellchemie wechselte von Blei über Lithium-NMC zu Lithium-Eisenphosphat, das nicht brennt und länger hält. Der Preis je Kilowattstunde fiel von über 2.000 Euro 2013 auf unter 700 Euro 2025. Der Rechner rechnet die Differenzrechnung, die 2012 begann: Was kostet die Kilowattstunde aus dem Netz, was bringt sie im Netz.
Praktische Tipps
Dimensionieren Sie den Speicher nach der Faustformel, eine Kilowattstunde je kWp und je 1.000 kWh Verbrauch, und nicht größer. Kaufen Sie Speicher und Anlage zusammen, das spart den zweiten Wechselrichter. Achten Sie auf Lithium-Eisenphosphat, mindestens 6.000 garantierte Zyklen und einen Wirkungsgrad über 90 Prozent. Rechnen Sie mit Ihrem echten Strompreis und der Vergütung Ihrer Anlage, nicht mit Prospektwerten. Verschieben Sie Verbrauch in die Mittagszeit, bevor Sie Speicher kaufen. Prüfen Sie Landesförderungen und den dynamischen Tarif. Und lassen Sie sich die Notstromfunktion erklären, bevor Sie dafür zahlen. Wie viel Ihr Haushalt überhaupt verbraucht, schätzt der Stromverbrauchsrechner.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein Stromspeicher für meine PV-Anlage?
Wenn die Amortisation deutlich unter 15 Jahren liegt. Bei 10 kWp, 6.000 kWh Verbrauch und 10 kWh Speicher für 7.500 Euro spart er bei 38 Cent Strompreis 692 Euro im Jahr, Amortisation 10,8 Jahre. Bei 6 kWp und 5 kWh für 5.000 Euro sind es 312 Euro und 16 Jahre, das ist grenzwertig.
Wie groß sollte der Solarspeicher sein?
Faustformel: eine Kilowattstunde je Kilowattpeak Anlage und je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch, bei 10 kWp und 6.000 kWh also 8 bis 10 kWh. Größere Speicher bringen wenig mehr, weil sie im Winter leer und im Sommer mittags voll sind; im Jahr schaffen sie nur rund 250 Vollzyklen.
Wie viel Eigenverbrauch bringt der Speicher?
Ohne Speicher nutzt ein Haushalt etwa 23 bis 25 Prozent des Solarstroms selbst, mit passendem Speicher 46 bis 51 Prozent. Bei 10 kWp und 10 kWh sind das rund 2.500 kWh mehr im Jahr, bei 8 kWp und 8 kWh 2.000 kWh, bei 6 kWp und 5 kWh 1.250 kWh.
Was spart jede gespeicherte Kilowattstunde?
Die Differenz zwischen Strompreis und Einspeisevergütung, abzüglich Speicherverluste: bei 38 Cent Bezug und 7,9 Cent Einspeisung rund 28 Cent. Der Speicherstrom selbst kostet über die Lebensdauer gerechnet 15 bis 20 Cent je Kilowattstunde, deshalb bleibt ein Gewinn.
Wie lange hält ein Batteriespeicher?
Hersteller garantieren 10 Jahre oder 6.000 bis 10.000 Vollzyklen bei 80 Prozent Restkapazität. Bei 250 Zyklen im Jahr sind 15 bis 20 Jahre realistisch. Lithium-Eisenphosphat hält länger als ältere NMC-Zellen und gilt als brandsicher.
Was kostet ein Stromspeicher 2026?
Installiert etwa 500 bis 900 Euro je Kilowattstunde, ein 10-kWh-Speicher also 5.000 bis 9.000 Euro, mit null Prozent Mehrwertsteuer. Nachrüstungen sind teurer, weil ein zusätzlicher Wechselrichter nötig ist. Die Preise fallen seit Jahren um 10 bis 15 Prozent jährlich.
Gibt es eine Förderung für Solarspeicher?
Bundesweit keinen Zuschuss mehr, aber null Prozent Mehrwertsteuer seit 2023, Einkommensteuerfreiheit bis 30 kWp und den KfW-Kredit 270. Einige Bundesländer und Kommunen zahlen Zuschüsse von 100 bis 300 Euro je Kilowattstunde; vor dem Kauf beim Land und der Stadt nachfragen.
Lohnt sich ein Speicher auch für ein Balkonkraftwerk?
Selten. Ein 800-Watt-Balkonkraftwerk erzeugt 600 bis 800 kWh im Jahr, davon lassen sich mit einem Speicher für 500 bis 1.000 Euro vielleicht 200 bis 300 kWh zusätzlich nutzen, also 60 bis 100 Euro Ersparnis. Die Amortisation liegt meist über zehn Jahren.