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Wertverlust-Rechner Auto

Was das Auto nach x Jahren noch wert ist: Restwertkurve nach Klasse und Laufleistung, Wertverlust je Monat und Kilometer.

Was ist mein Auto nach x Jahren noch wert?

Neupreis, Alter, Kilometer, Klasse.

Beispiel: 60.000-€-Premiumwagen nach 5 Jahren und 100.000 km: 19.887 €

So funktioniert der Wertverlust-Rechner Auto

Der Wertverlust-Rechner schätzt den Restwert eines Autos aus Neupreis, Alter, Kilometern je Jahr und Fahrzeugklasse: Kleinwagen als wertstabil, Kompakt- und Mittelklasse, Oberklasse und Premium mit hohem Verlust, Elektroauto mit hohem Anfangsverlust. Er zeigt den Wertverlust gesamt und in Prozent, je Jahr, je Monat und je Kilometer, dazu den Wertverlauf über die Jahre. Die Zahl je Monat ist die, die man mit Leasingrate, Versicherung und Sprit vergleichen sollte, denn der Wertverlust ist bei fast jedem Auto der größte Kostenblock.

Merksatz: Das erste Jahr kostet am meisten, 20 bis 35 Prozent, danach etwa 15 Prozent vom jeweiligen Restwert pro Jahr. Die Eselsbrücke: Nach drei Jahren ist ein Auto noch etwa die Hälfte wert, nach fünf ein Drittel, nach zehn ein Zehntel bis Fünftel, und 5.000 Kilometer mehr im Jahr kosten rund 3 Prozent vom Wert.

Drei Beispiele:

  • Mittelklasse, 35.000 Euro, 3 Jahre, 15.000 km im Jahr: Restwert 18.966 Euro oder 54 Prozent, Wertverlust 16.034 Euro, 5.345 Euro je Jahr, 445 Euro je Monat, 35,6 Cent je Kilometer.
  • Premium, 60.000 Euro, 5 Jahre, 20.000 km im Jahr: Restwert 19.887 Euro oder 33 Prozent, Wertverlust 40.113 Euro, 669 Euro je Monat, 40,1 Cent je Kilometer.
  • Elektroauto, 45.000 Euro, 3 Jahre, 15.000 km: Restwert 20.639 Euro, 46 Prozent, 677 Euro je Monat; Kleinwagen, 20.000 Euro, 8 Jahre, 10.000 km: Restwert 5.536 Euro, 28 Prozent, 151 Euro je Monat, 18,1 Cent je Kilometer.

Formeln: Restwert = Neupreis × Faktor Jahr 1 × Faktor Folgejahre ^ (Jahre - 1) × Kilometerfaktor, mit Kilometerfaktor = 0,97 je 5.000 km über 15.000, Wertverlust je km = Wertverlust / Gesamtkilometer. Was Finanzierung und Zinsen dazu kosten, rechnet der Autofinanzierungsrechner, was das Leasing gegenüber dem Kauf bringt, der Leasingrechner.

Wissenswertes zum Thema

Die Restwertkurve: Erstes Jahr, Folgejahre, Klasse

Der Rechner nutzt typische Kurven: Der Kleinwagen verliert im ersten Jahr 22 Prozent und danach 14 Prozent je Jahr vom Restwert, die Mittelklasse 25 und 15, die Oberklasse 28 und 17, das Elektroauto 35 im ersten Jahr und dann 16. Der erste Sprung hat drei Gründe: Die Mehrwertsteuer von 19 Prozent ist beim Gebrauchtwagen von privat weg, der Händlerrabatt von 10 bis 20 Prozent auf den Listenpreis ist im Neupreis versteckt, und ein Auto mit Vorbesitzer ist kein Neuwagen mehr, egal wie wenig es gefahren ist; wer einen Jahreswagen kauft, kassiert diese 25 Prozent als Rabatt. Die Folgejahre laufen exponentiell, jedes Jahr derselbe Prozentsatz vom kleiner werdenden Restwert, deshalb flacht die Kurve ab und das alte Auto verliert in Euro kaum noch. Die Klasse entscheidet über die Steilheit: Kleinwagen und Kompakte sind gefragt, günstig im Unterhalt und verlieren wenig, Oberklasse ist als Gebrauchter teuer im Unterhalt und verliert viel, ein 90.000-Euro-Wagen ist nach fünf Jahren oft unter 30.000, und Elektroautos verlieren wegen Akkusorgen, Technologiesprüngen und Preissenkungen bei Neuwagen besonders stark, was sich 2024 und 2025 mit Restwerten von 40 bis 45 Prozent nach drei Jahren zeigte, seitdem aber etwas stabilisiert. Innerhalb der Klassen gibt es große Unterschiede: Wertstabil sind Marken mit gutem Ruf, Dacia, Toyota, Porsche, beliebte Modelle wie Golf und Fiesta, gängige Farben und Diesel bei Vielfahrern; stark verlieren seltene Farben, Exoten, Sonderausstattung, die nie bezahlt wird, und Modelle kurz vor dem Generationswechsel. Die Kfz-Steuer ändert sich mit dem Alter nicht, was der Kfz-Steuer-Rechner zeigt.

Kilometer, Zustand und was der Markt wirklich zahlt

Die Laufleistung wirkt im Rechner mit 3 Prozent je 5.000 Kilometer über 15.000 im Jahr und 2 Prozent Aufschlag je 5.000 darunter, 20.000 statt 15.000 Kilometer im Jahr kosten also rund 3 Prozent Restwert, 30.000 rund 9 Prozent, was bei Benzinern stärker gilt als bei Dieseln, die als Langstreckenautos gelten. Was der Rechner nicht weiß: Zustand, Scheckheft, Unfallfreiheit, Reifen, Hagel, Raucher, Garage, zweite Hand, und diese Faktoren bewegen den Preis um weitere 10 bis 20 Prozent; ein reparierter Unfallschaden drückt 10 bis 30 Prozent, fehlende Historie 10. Die Marktlage schwankt: 2021 bis 2023 stiegen Gebrauchtwagenpreise wegen Lieferengpässen so stark, dass dreijährige Autos mehr kosteten als neu bestellt, 2024 fielen sie wieder, und Elektroautos erlebten einen Preisrutsch, als Hersteller die Neupreise senkten. Für den konkreten Wert gibt es drei Quellen: die Schwacke-Liste und DAT, die Händler nutzen und die online für 10 bis 30 Euro eine Bewertung liefern; die Angebote auf mobile.de und Autoscout24 für dasselbe Modell, Alter und Kilometer, abzüglich 10 bis 15 Prozent Verhandlungsspielraum; und die Ankaufportale wie wirkaufendeinauto, deren Gebote 10 bis 20 Prozent unter dem Privatverkauf liegen. Der Rechner liefert die Größenordnung und den Vergleich zwischen Klassen, nicht den Verkaufspreis. Was das Auto an Sprit kostet, rechnet der Spritkostenrechner daneben.

Wertverlust als Kostenfaktor: Kaufen, Leasen, Halten

Die 445 Euro im Monat beim Mittelklassewagen sind mehr als Versicherung, Steuer und Werkstatt zusammen, und bei 15.000 km im Jahr auch mehr als der Sprit mit rund 150 Euro; die Vollkosten eines 35.000-Euro-Autos liegen in den ersten drei Jahren bei 700 bis 800 Euro im Monat, 50 bis 60 Cent je Kilometer, wovon der ADAC in seinen Autokosten-Tabellen über die Hälfte dem Wertverlust zuschreibt. Daraus folgen die Regeln: Je länger man ein Auto fährt, desto billiger wird jeder Monat, ein Kleinwagen nach acht Jahren kostet 151 Euro Wertverlust im Monat, ein neuer 400; der Jahreswagen oder Zweijährige ist der Sweet Spot, der erste Sprung ist weg, die Garantie oft noch da; und wer alle drei Jahre neu kauft, zahlt den teuersten Teil der Kurve immer wieder. Leasing ist nichts anderes als bezahlter Wertverlust plus Zinsen plus Marge, die Rate entspricht dem Verlust über die Laufzeit, und ein günstiges Leasing gibt es, wenn der Hersteller den Restwert hoch ansetzt, um Autos zu bewegen, was der Vergleich Rate mal Monate plus Anzahlung gegen den Wertverlust im Rechner zeigt. Beim Firmenwagen und bei der Steuer wird der Wertverlust als Abschreibung über sechs Jahre angesetzt, linear 16,67 Prozent je Jahr, was die ersten Jahre unterschätzt und die letzten überschätzt. Was Leasing gegen Kauf wirklich kostet, rechnet der Leasingrechner.

Ein Stück Geschichte: Schwacke und die Liste

Dass Autos an Wert verlieren, war 1920 noch keine Rechengröße, Gebrauchtwagen wurden nach Gefühl gehandelt, bis Hanns W. Schwacke, ein Hamburger Kaufmann, 1957 die erste Schwacke-Liste veröffentlichte, eine Tabelle mit Händlereinkaufs- und Verkaufspreisen für alle gängigen Modelle nach Alter, die er aus gemeldeten Verkäufen zusammentrug; sie wurde zur Bibel des Gebrauchtwagenhandels und erscheint seit 1965 monatlich, heute als Datenbank des Unternehmens Autovista. Die DAT, Deutsche Automobil Treuhand, gegründet 1931 als Prüfstelle der Hersteller, Importeure und des Handels, baute das zweite Bewertungssystem, das Versicherungen und Gerichte nutzen. Der Wertverlust als größter Kostenblock wurde mit den ADAC-Autokosten-Tabellen ab den 1970ern sichtbar, als der Club erstmals Vollkosten je Kilometer auswies; das Leasing kam in den 1960ern aus den USA, die erste deutsche Leasinggesellschaft entstand 1962, und machte den Wertverlust zur Monatsrate. Die Abwrackprämie 2009 verschob die Restwerte für Jahre, die Dieselkrise 2015 drückte Dieselwerte um 10 bis 20 Prozent, die Chipkrise 2021 ließ Gebrauchte teurer werden als Neue, und die E-Auto-Preissenkungen 2023 brachten den bisher größten Wertsturz einer Fahrzeugklasse. Der Rechner nutzt die Kurvenform, die Schwacke 1957 erstmals in Zahlen fasste.

Praktische Tipps

Rechnen Sie vor dem Kauf den Wertverlust je Monat und legen Sie ihn neben Rate, Versicherung und Sprit. Kaufen Sie Jahres- oder Zweijahreswagen, wenn Sie den ersten Sprung sparen wollen, und fahren Sie Autos lange, wenn Sie Geld sparen wollen. Wählen Sie gängige Modelle in gängigen Farben, wenn Sie bald verkaufen wollen. Halten Sie das Scheckheft und die Rechnungen vollständig, das ist beim Verkauf 10 Prozent wert. Prüfen Sie beim Leasing, ob die Rate über dem rechnerischen Wertverlust liegt. Holen Sie beim Verkauf drei Angebote ein, Portal, Händler und Privatmarkt. Und vergleichen Sie beim Elektroauto den Restwert besonders kritisch, dort ist die Kurve am steilsten. Was der Kredit fürs nächste Auto kostet, zeigt der Autokredit-Rechner.

Häufige Fragen

Wie viel Wert verliert ein Auto pro Jahr?

Im ersten Jahr 20 bis 35 Prozent je nach Klasse, danach etwa 14 bis 17 Prozent des Restwerts pro Jahr. Ein Mittelklassewagen für 35.000 Euro ist nach 3 Jahren und 45.000 km noch 18.966 Euro wert, 5.345 Euro Verlust je Jahr; ein Premiumwagen für 60.000 Euro nach 5 Jahren 19.887 Euro, 8.023 Euro je Jahr.

Was ist mein Auto nach 3 Jahren noch wert?

Etwa die Hälfte: Mittelklasse für 35.000 Euro bei 15.000 km im Jahr 54 Prozent, also 18.966 Euro; Elektroauto für 45.000 Euro 46 Prozent, 20.639 Euro. Kleinwagen halten den Wert besser, Oberklasse und E-Autos schlechter. Zustand und Markt verschieben das um 10 bis 20 Prozent.

Wie wirken die Kilometer auf den Restwert?

Im Rechner mit 3 Prozent weniger je 5.000 km über 15.000 im Jahr und 2 Prozent mehr je 5.000 darunter. 20.000 statt 15.000 km im Jahr kosten rund 3 Prozent Restwert, 30.000 km rund 9 Prozent. Je Kilometer verliert der Premiumwagen 40,1 Cent, der Kleinwagen 18,1 Cent.

Warum verlieren Elektroautos so stark an Wert?

Wegen Sorgen um den Akku, schneller Technik-Sprünge bei Reichweite und Laden, und weil Hersteller 2023 und 2024 die Neupreise senkten, was gebrauchte E-Autos mitriss. Der Rechner setzt 35 Prozent im ersten Jahr und 16 Prozent in den Folgejahren an; 45.000 Euro sind nach 3 Jahren noch 20.639 Euro.

Was kostet der Wertverlust im Monat?

Beim 35.000-Euro-Mittelklassewagen in den ersten 3 Jahren 445 Euro, beim 60.000-Euro-Premiumwagen über 5 Jahre 669 Euro, beim 45.000-Euro-Elektroauto 677 Euro, beim Kleinwagen über 8 Jahre 151 Euro. Das ist bei fast jedem Auto mehr als Versicherung, Steuer und Werkstatt zusammen.

Welche Autos sind wertstabil?

Kleinwagen und Kompakte gängiger Marken, Modelle mit gutem Ruf wie Toyota und Dacia, Porsche in der Oberklasse, gängige Farben wie Schwarz, Grau und Weiß, Diesel bei hoher Laufleistung, Scheckheft und Unfallfreiheit. Stark verlieren Exoten, seltene Farben, teure Sonderausstattung und Modelle vor dem Generationswechsel.

Lohnt es sich, ein Auto lange zu fahren?

Ja, der Wertverlust je Monat sinkt mit jedem Jahr. Ein Kleinwagen für 20.000 Euro kostet über 8 Jahre 151 Euro im Monat, in den ersten 3 Jahren wären es rund 230. Wer alle drei Jahre neu kauft, zahlt immer den steilsten Teil der Kurve; der Jahreswagen spart den ersten Sprung von rund 25 Prozent.

Wo bekomme ich den genauen Restwert meines Autos?

Bei Schwacke und DAT für 10 bis 30 Euro online, über Vergleichsangebote auf mobile.de und Autoscout24 abzüglich Verhandlungsspielraum und bei Ankaufportalen, deren Gebote 10 bis 20 Prozent unter dem Privatverkauf liegen. Der Rechner liefert die Größenordnung nach Klasse, Alter und Kilometern.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: ADAC: Autokosten-Rechner und Autokosten-Tabellen, DAT Deutsche Automobil Treuhand: DAT-Report, Gebrauchtwagenmarkt, Schwacke (Autovista Group): Restwertprognosen, Kraftfahrt-Bundesamt: Bestand und Besitzumschreibungen