Heizkosten-Rechner
Heizkosten aus Wohnfläche und Bedarf, alle Energieträger im Vergleich und die Umrechnung von Heizöl in Kilowattstunden.
Was kostet das Heizen meiner Wohnung im Jahr?
Wohnfläche, Energiebedarf und Energieträger.
Beispiel: 150 m² Altbau (200 kWh/m²) mit Heizöl zu 10 ct kosten 3.000 € im Jahr
Welcher Energieträger heizt am günstigsten?
Gas, Öl, Pellets, Fernwärme, Wärmepumpe, Strom.
Beispiel: Bei 25.000 kWh: Pellets 1.750 €, Stromdirektheizung 8.750 €
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Wie viel kWh stecken in meinem Heizöl?
Liter in Kilowattstunden und Kosten.
Beispiel: 3.000 Liter zu 0,95 € sind 30.000 kWh und 2.850 €
So funktioniert der Heizkosten-Rechner
Was das Heizen kostet, hängt an drei Dingen: wie groß die Wohnung ist, wie gut das Haus gedämmt ist und womit geheizt wird. Der Heizkosten-Rechner nimmt alle drei. Er rechnet aus Wohnfläche und Heizenergiebedarf je Quadratmeter den Wärmebedarf und die Kosten im Jahr, vergleicht im zweiten Kasten alle Energieträger für denselben Bedarf und rechnet im dritten Heizöl von Litern in Kilowattstunden um.
Merksatz: Quadratmeter mal Kilowattstunden je Quadratmeter mal Preis. Die Eselsbrücke für den Bedarf: Neubau 50, saniert 90, Bestand 130, Altbau 200 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr. Und für Heizöl: Ein Liter sind zehn Kilowattstunden, der Literpreis durch zehn ist der Preis je Kilowattstunde.
Drei Beispiele für den Heizkosten berechnen:
- Altbau mit Öl: 150 Quadratmeter mal 200 Kilowattstunden sind 30.000 Kilowattstunden Wärmebedarf, mit Heizöl zu 10 Cent je Kilowattstunde 3.000 Euro im Jahr, 3.000 Liter Öl.
- Bestand mit Gas: 100 Quadratmeter mal 130 Kilowattstunden sind 13.000 Kilowattstunden, mit Gas zu 11 Cent 1.430 Euro im Jahr. Dieselbe Wohnung mit Wärmepumpe bei Jahresarbeitszahl 3,5 und 35 Cent Strompreis kostet 1.300 Euro.
- Energieträger-Vergleich: Bei 25.000 Kilowattstunden kosten Pellets 1.750 Euro, Heizöl und Wärmepumpe je 2.500 Euro, Gas 2.750 Euro, Fernwärme 3.500 Euro und eine Stromdirektheizung 8.750 Euro.
Die Formeln: Wärmebedarf = Wohnfläche × Bedarf je m², Heizkosten = Wärmebedarf × Preis je kWh, bei der Wärmepumpe Strompreis geteilt durch die Jahresarbeitszahl, bei Heizöl Literpreis geteilt durch zehn. Der Bedarf steht im Energieausweis, sonst helfen die Richtwerte. Der Rechner nimmt Durchschnittspreise 2026 an und rechnet ohne Grundpreis, Wartung und Schornsteinfeger. Was Gas vom Zähler in Kilowattstunden ergibt, zeigt der Gasverbrauch-Rechner; ob eine Wärmepumpe sich rechnet, der Wärmepumpen-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Der Energiebedarf je Quadratmeter: Die Zahl, die alles bestimmt
Der Heizenergiebedarf in Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr ist die wichtigste Kennzahl eines Gebäudes, und sie steht im Energieausweis, den jeder Vermieter und Verkäufer vorlegen muss. Ein Passivhaus braucht unter 15, ein Neubau nach aktuellem Gebäudeenergiegesetz 40 bis 55, ein sanierter Altbau 80 bis 100, ein unsanierter Bestand aus den 1970ern 130 bis 160, ein Gründerzeithaus ohne Dämmung 200 bis 250. Der Unterschied zwischen Altbau und Neubau ist also der Faktor vier bei gleichen Quadratmetern, und kein Energieträger der Welt gleicht das aus. Der Energieausweis unterscheidet Bedarf, berechnet aus der Bauphysik, und Verbrauch, gemessen über drei Jahre; der Verbrauch ist meist niedriger, weil Menschen nicht alle Räume auf 20 Grad heizen. Wer die eigene Zahl bestimmen will, teilt den Jahresverbrauch aus der Abrechnung durch die Wohnfläche, bei Gas in Kilowattstunden, bei Öl Liter mal zehn. Was die Zahl für die Effizienzklasse bedeutet, zeigt der dritte Kasten des Gasverbrauch-Rechners.
Die Energieträger im Vergleich: Preis je Kilowattstunde Wärme
Der zweite Kasten vergleicht nicht Brennstoffpreise, sondern den Preis je Kilowattstunde Wärme, und das ist der faire Maßstab. Gas kostet 2026 um die 11 Cent, Heizöl bei einem Literpreis von 1 Euro 10 Cent, Pellets 7 Cent, Fernwärme 14 Cent, Strom 35 Cent. Die Wärmepumpe macht aus einer Kilowattstunde Strom mit Umweltwärme 3 bis 4 Kilowattstunden Wärme, bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5 kostet die Wärme also 10 Cent, so viel wie Öl, trotz des hohen Strompreises; mit Wärmepumpentarif um 25 Cent sind es 7 Cent. Die Stromdirektheizung, also Heizlüfter, Infrarotplatte und Nachtspeicher, zahlt den vollen Strompreis je Kilowattstunde Wärme und ist mit 35 Cent dreimal so teuer wie Gas. Nicht im Preis stecken die Fixkosten: Grundpreis für Gas und Fernwärme, Schornsteinfeger und Wartung für Öl und Gas, Lagerraum für Pellets, Anschaffung für alle. Und der CO₂-Preis, der auf Gas und Öl seit 2021 erhoben wird und 2026 bei rund 60 Euro je Tonne liegt, steckt in den Brennstoffpreisen schon drin; er steigt weiter und macht fossile Wärme Jahr für Jahr teurer, was bei jeder Entscheidung über eine neue Heizung mitgerechnet werden sollte. Wie viel Fernwärme oder Gas beim Umstieg eingespart wird, rechnet der CO₂-Rechner in Tonnen um.
Heizöl: Liter, Kilowattstunden und der richtige Kaufzeitpunkt
Beim Heizöl wird in Litern gekauft und in Kilowattstunden gerechnet, der dritte Kasten übersetzt. Ein Liter Heizöl hat einen Heizwert von 9,8 und einen Brennwert von 10,6 Kilowattstunden; für die Praxis gilt die Faustformel zehn. 3.000 Liter zu 95 Cent sind 30.000 Kilowattstunden und 2.850 Euro, 9,5 Cent je Kilowattstunde, und entsprechen etwa 2.857 Kubikmetern Erdgas. Der Ölpreis schwankt stärker als jeder andere Heizpreis, zwischen 60 Cent und 1,60 Euro je Liter in den letzten zehn Jahren, und wer einen Tank hat, kann den Zeitpunkt wählen: Der Sommer ist statistisch günstiger als der Herbst, und Sammelbestellungen mit Nachbarn bringen 2 bis 5 Cent je Liter. Der CO₂-Ausstoß liegt bei 2,65 Kilogramm je Liter, 3.000 Liter sind acht Tonnen im Jahr, so viel wie 40.000 Kilometer mit einem Mittelklassewagen. Für Öl- und Gasheizungen gilt eine Austauschpflicht, wenn sie älter als 30 Jahre sind und keine Brennwert- oder Niedertemperaturtechnik haben; spätestens Ende 2044 ist nach dem Gebäudeenergiegesetz mit fossilem Heizen Schluss.
Ein Stück Geschichte: Vom Kachelofen zur Wärmepumpe
Bis ins 20. Jahrhundert hieß Heizen: ein Ofen je Raum, Holz oder Kohle, und die Küche als einziger warmer Ort im Winter. Die Zentralheizung mit Warmwasser kam um 1900 in bürgerliche Häuser, zunächst mit Koks, und das Rohr vom Keller in jedes Zimmer war die eigentliche Revolution. Nach dem Krieg wurde Heizöl billig, in den 1960ern und 1970ern stieg fast jeder Neubau auf Öl um, bis die Ölkrise 1973 die Preise vervierfachte und die erste Wärmeschutzverordnung von 1977 das Dämmen zur Pflicht machte. Erdgas löste das Öl ab den 1980ern als Standard ab, und die Brennwerttechnik der 1990er holte aus jeder Kilowattstunde 10 Prozent mehr. Dass die Wärmepumpe, die es seit den 1970ern gibt, erst jetzt zum Standard wird, liegt am Preisverhältnis von Strom zu Gas und an der Dämmung: Sie funktioniert umso besser, je niedriger die Vorlauftemperatur, und die braucht ein gedämmtes Haus. Das Gebäudeenergiegesetz von 2024 verlangt für neue Heizungen 65 Prozent erneuerbare Energie, mit langen Übergangsfristen für den Bestand. Die Zahl, an der sich alles entscheidet, ist dieselbe wie 1977: Kilowattstunden je Quadratmeter.
Praktische Tipps
Nehmen Sie den Bedarf aus dem Energieausweis oder aus Ihrer letzten Abrechnung, nicht aus dem Gefühl. Rechnen Sie im ersten Kasten die Kosten je Quadratmeter und vergleichen Sie sie mit dem Heizspiegel; über 20 Euro je Quadratmeter und Jahr ist ein Warnsignal. Senken Sie die Vorlauftemperatur und lassen Sie einen hydraulischen Abgleich machen, das bringt 10 bis 15 Prozent ohne Umbau. Ein Grad weniger Raumtemperatur spart 6 Prozent. Vergleichen Sie im zweiten Kasten die Energieträger mit Ihren eigenen Preisen, nicht mit den Durchschnitten, und rechnen Sie für eine neue Heizung die Förderung mit, die bei Wärmepumpen bis zu 70 Prozent beträgt. Was die Heizung an Nebenkosten für Mieter bedeutet, zeigt der Nebenkosten-Rechner; welche Leistung ein Raum braucht, der Heizlast-Rechner.
Häufige Fragen
Wie berechne ich meine Heizkosten?
Wohnfläche mal Energiebedarf je Quadratmeter mal Preis je Kilowattstunde. 150 Quadratmeter Altbau mit 200 Kilowattstunden je Quadratmeter brauchen 30.000 Kilowattstunden, mit Heizöl zu 10 Cent 3.000 Euro im Jahr.
Wie viel kWh je Quadratmeter sind normal?
Neubau 40 bis 55, sanierter Altbau 80 bis 100, unsanierter Bestand 130 bis 160, Gründerzeit ohne Dämmung 200 bis 250 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr. Die eigene Zahl ist Jahresverbrauch in Kilowattstunden geteilt durch Wohnfläche.
Welcher Energieträger heizt am günstigsten?
Bei 25.000 Kilowattstunden: Pellets 1.750 Euro, Heizöl und Wärmepumpe je 2.500 Euro, Gas 2.750 Euro, Fernwärme 3.500 Euro, Stromdirektheizung 8.750 Euro. Die Wärmepumpe gewinnt mit Wärmepumpentarif und guter Jahresarbeitszahl, die Stromheizung verliert immer.
Wie viel kWh hat ein Liter Heizöl?
Etwa 10 Kilowattstunden, genau 9,8 Heizwert und 10,6 Brennwert. 3.000 Liter sind 30.000 Kilowattstunden, der Preis je Kilowattstunde ist der Literpreis geteilt durch zehn. Ein Liter verursacht 2,65 Kilogramm CO₂.
Was kostet das Heizen mit Wärmepumpe?
Strompreis geteilt durch die Jahresarbeitszahl. Bei 35 Cent und JAZ 3,5 kostet die Kilowattstunde Wärme 10 Cent, 100 Quadratmeter Bestand mit 13.000 Kilowattstunden Bedarf kosten 1.300 Euro im Jahr. Mit Wärmepumpentarif um 25 Cent sind es rund 930 Euro.
Was kostet das Heizen mit Strom?
Den vollen Strompreis je Kilowattstunde Wärme, also rund 35 Cent, dreimal so viel wie Gas. Für 13.000 Kilowattstunden Wärmebedarf sind das 4.550 Euro im Jahr gegenüber 1.430 Euro mit Gas. Heizlüfter und Infrarotheizungen sind nur für seltene Nutzung sinnvoll.
Wie viel Heizkosten je Quadratmeter sind zu viel?
Der Heizspiegel nennt für Gas rund 10 bis 15 Euro je Quadratmeter und Jahr als normal, über 20 Euro ist zu viel. 3.000 Euro für 150 Quadratmeter sind 20 Euro je Quadratmeter und ein Hinweis auf schlechte Dämmung oder alte Technik.
Wie kann ich Heizkosten senken, ohne umzubauen?
Raumtemperatur um ein Grad senken spart 6 Prozent, hydraulischer Abgleich und niedrigere Vorlauftemperatur 10 bis 15 Prozent, Nachtabsenkung, entlüftete Heizkörper, freie Heizkörper ohne Möbel davor und Stoßlüften statt Kippfenster bringen weitere 5 bis 10 Prozent.