Warmwasserkosten-Rechner
Personen, Liter und Energieträger eintragen: Der Rechner nennt die Warmwasserkosten im Jahr, die Kosten je Duschgang und den Vergleich zwischen Badewanne und Dusche, jeweils mit Energie und Wasser.
Was kostet unser Warmwasser im Jahr?
Personen, Liter je Person, Temperatur, Energieträger, Preise, Verluste.
Beispiel: 2 Personen, 50 Liter je Tag, Durchlauferhitzer: 789 € im Jahr
Was kostet ein Duschgang?
Dauer, Durchfluss, Temperatur, Energieträger, Preise.
Beispiel: 12 Minuten Regendusche mit 15 l/min am Durchlauferhitzer: 3,14 € je Dusche
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Badewanne oder Dusche: Was ist teurer?
Füllmenge, Badetemperatur, Duschdauer, Durchfluss, Energieträger, Preise.
Beispiel: 180 Liter Vollbad 3,29 €, 5 Minuten Sparbrause 0,50 €: 6,6 Duschen je Bad
So funktioniert der Warmwasserkosten-Rechner
Der Warmwasserkosten-Rechner macht aus Litern und Grad Celsius Euro. Der erste Kasten rechnet den Warmwasserverbrauch im Jahr für Ihren Haushalt: Personen mal Liter je Tag mal 365, erwärmt vom Kaltwasser auf die Speichertemperatur, geteilt durch den Nutzungsgrad Ihrer Anlage, von der Gastherme bis zur Wärmepumpe, plus Speicher- und Zirkulationsverluste. Dazu kommen Wasser und Abwasser je Kubikmeter. Der zweite Kasten beantwortet die meistgestellte Frage: Was kostet Duschen? Minuten mal Durchfluss ergibt die Liter, der Temperaturhub die Kilowattstunden, und der Vergleich mit einer Sparbrause zeigt, was ein 20-Euro-Duschkopf im Jahr bringt. Der dritte Kasten stellt Badewanne gegen Dusche: wie viele Duschgänge ein Vollbad kostet.
Merksatz: Ein Liter Wasser braucht 1,163 Wattstunden je Grad Erwärmung, 100 Liter von 10 auf 40 Grad also 3,5 Kilowattstunden. Eselsbrücke fürs Duschen: Jede Minute unter einer normalen Brause kostet rund 10 Cent, unter der Sparbrause die Hälfte.
Drei Beispiele:
- 3 Personen, 40 Liter je Tag, 45 Grad, Gastherme zu 11 Cent, 20 Prozent Verluste, Wasser 4,50 Euro je Kubikmeter: 43.800 Liter im Jahr, 2.517 Kilowattstunden, 473,97 Euro im Jahr, davon 276,87 Euro Energie und 197,10 Euro Wasser. Mit elektrischem Durchlauferhitzer für 2 Personen à 50 Liter bei 50 Grad werden es 788,92 Euro.
- 8 Minuten duschen bei 10 Litern je Minute und 38 Grad, Gas: 80 Liter, 3,1 Kilowattstunden, 0,70 Euro je Dusche, täglich 254,45 Euro im Jahr. Mit Sparbrause 0,42 Euro, Ersparnis 101,78 Euro im Jahr. Dieselbe Dusche mit 12 Minuten unter der Regenbrause mit 15 Litern am Durchlauferhitzer kostet 3,14 Euro, im Jahr 1.147,17 Euro.
- Vollbad mit 150 Litern bei 40 Grad gegen 8 Minuten Dusche: Bad 1,35 Euro, Dusche 0,70 Euro, das Bad ist 1,9-mal so teuer. Gegen 5 Minuten Sparbrause (0,50 Euro bei Strom) ist ein 180-Liter-Bad mit 3,29 Euro 6,6 Duschen wert.
Formel: kWh = Liter × Temperaturhub × 1,163 / 1.000 / Nutzungsgrad, bei der Wärmepumpe steht statt des Nutzungsgrads die Jahresarbeitszahl. Kosten = kWh × Preis + Liter / 1.000 × Wasserpreis. Die Heizkosten ohne Warmwasser rechnet der Heizkostenrechner, den Strompreis je Kilowattstunde aus der Rechnung der Stromkostenrechner, und was eine Wärmepumpe im Jahr verbraucht, der Wärmepumpen-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Warmwasser: Der unterschätzte Posten auf der Energierechnung
Im unsanierten Altbau geht fast alle Energie in die Heizung, im Neubau mit Dämmung und Dreifachverglasung dreht sich das Bild: Dort macht das Warmwasser 30 bis 40 Prozent des Wärmebedarfs aus, weil der Mensch mit seinen 40 Litern am Tag gleich bleibt, egal wie gut die Wände sind. Die Zahlen sind verlässlicher als beim Heizen, weil sie kaum vom Wetter abhängen: Der Durchschnittsdeutsche verbraucht etwa 40 bis 50 Liter Warmwasser mit 45 Grad am Tag, Sparsame 30, Badefreunde 70. Für die Energie gilt die physikalische Konstante von 1,163 Wattstunden je Liter und Kelvin, abgeleitet aus der spezifischen Wärmekapazität des Wassers von 4,19 Kilojoule je Kilogramm und Kelvin. Ein Liter von 10 auf 45 Grad kostet also 40,7 Wattstunden; 40 Liter am Tag sind 1,6 Kilowattstunden, im Jahr 594 Kilowattstunden Nutzwärme je Person. Was auf der Rechnung steht, ist aber mehr, und hier beginnt die Rechnung interessant zu werden. Eine Gastherme setzt 85 Prozent des Gases in Wärme um, ein Durchlauferhitzer 98 Prozent des Stroms, eine Wärmepumpe macht aus einer Kilowattstunde Strom 2,5 bis 3 Kilowattstunden Warmwasser, weniger als beim Heizen, weil 55 Grad Speichertemperatur sie stärker fordern als 35 Grad Fußbodenheizung. Dazu kommen die Speicher- und Zirkulationsverluste: Ein 300-Liter-Speicher verliert rund um die Uhr Wärme, eine Zirkulationsleitung, die das Wasser warm im Haus kreisen lässt, kostet in schlecht gedämmten Häusern bis zu 50 Prozent extra. 20 Prozent sind im Rechner als Standard gesetzt, mit Durchlauferhitzer direkt an der Zapfstelle sind es null.
Was kostet Duschen wirklich?
Die Frage Was kostet eine Dusche hat zwei Antworten, je nachdem, wer sie stellt. Für die Energie zählt der Temperaturhub von 10 auf 38 Grad, also 28 Kelvin; bei 80 Litern sind das 2,6 Kilowattstunden Nutzwärme, mit Gastherme 3,1 Kilowattstunden Gas. Für den Geldbeutel zählt außerdem das Wasser: 80 Liter kosten bei 4,50 Euro je Kubikmeter 36 Cent, fast so viel wie das Gas. Beides zusammen ergibt 70 Cent für die normale Dusche, 3 Euro und mehr für die lange Regendusche am Stromdurchlauferhitzer. Die drei Hebel sind Dauer, Durchfluss und Temperatur, in dieser Reihenfolge. Die Sparbrause ist der einfachste: Sie mischt Luft ins Wasser und senkt den Durchfluss von 10 bis 15 auf 6 bis 7 Liter je Minute, ohne dass der Strahl schwächer wirkt; bei täglichem Duschen spart sie in einer Familie 100 bis 300 Euro im Jahr und hat sich nach wenigen Wochen bezahlt gemacht. Die Dauer ist der zweite: Jede Minute weniger spart bei der normalen Brause rund 32 Euro im Jahr. Die Temperatur bringt am wenigsten, zwei Grad kälter sparen etwa 7 Prozent der Energie. Beim Vollbad ist die Rechnung simpel: 150 Liter sind mehr als jede normale Dusche, und die Badetemperatur von 40 Grad liegt höher; deshalb entspricht ein Bad meist zwei bis drei Duschgängen. Bei einer 15-Minuten-Dusche unter der 15-Liter-Regenbrause kippt der Vergleich allerdings, denn 225 Liter passen in keine Wanne.
Strom, Gas oder Wärmepumpe: Die Energieträger im Vergleich
Der elektrische Durchlauferhitzer ist technisch effizient, aber teuer im Betrieb, weil Strom mit 35 Cent dreimal so viel kostet wie Gas mit 11 Cent; dafür gibt es keine Speicherverluste und kein Legionellenproblem. Für einen Single mit 30 Litern am Tag kann er trotzdem günstiger sein als ein zentraler Speicher mit Zirkulation, bei einer vierköpfigen Familie kostet er leicht 1.000 Euro im Jahr. Der Elektroboiler ist die schlechteste Lösung: Stromkosten plus Speicherverluste, im Beispiel mit 60 Grad und 25 Prozent Verlusten 503 Euro für eine Person. Die Gastherme mit 85 Prozent Nutzungsgrad bleibt der Standard im Bestand, die Wärmepumpe ist im Neubau fast konkurrenzlos: Mit JAZ 2,8 kostet die Kilowattstunde Warmwasser 12,5 Cent, ähnlich wie Gas, aber ohne CO₂-Preis und Schornsteinfeger; für eine Familie mit 4 Personen und 45 Litern ergeben sich 680 Euro im Jahr inklusive Wasser. Eine Sonderform ist die Brauchwasser-Wärmepumpe, ein kleiner Speicher mit eigener Wärmepumpe im Keller, die der Kellerluft Wärme entzieht; sie ersetzt den Elektroboiler und halbiert dessen Kosten. Solarthermie auf dem Dach deckt im Sommer das Warmwasser fast vollständig, übers Jahr 50 bis 60 Prozent, lohnt sich aber gegenüber Photovoltaik mit Heizstab heute nur noch selten.
Ein Stück Geschichte
Warmes Wasser aus der Wand ist eine junge Errungenschaft. In den römischen Thermen erwärmten Hypokausten das Badewasser über Holzfeuer, danach badete Europa über Jahrhunderte kalt oder im Zuber mit Wasser vom Herd. Der erste Gasbadeofen wurde 1868 vom Londoner Maler Benjamin Waddy Maughan erfunden und "Geyser" genannt, nach den isländischen Heißwasserquellen; das Gerät hatte keinen Abzug und war lebensgefährlich. Der deutsche Ingenieur Hugo Junkers, später bekannt für seine Flugzeuge, entwickelte in den 1890er-Jahren den ersten sicheren Gas-Badeofen auf Basis seines Kalorimeters und gründete darauf die Firma, die bis heute Thermen baut. Der elektrische Durchlauferhitzer kam in den 1920er-Jahren auf, die Firma Stiebel Eltron begann 1924 in Berlin mit Tauchsiedern und Boilern. Die zentrale Warmwasserversorgung mit Speicher und Zirkulation setzte sich in Deutschland erst mit dem Wohnungsbau der 1960er-Jahre durch; bis dahin hatte ein großer Teil der Wohnungen kein Bad. Die Energiekrise 1973 brachte die ersten Sparbrausen, die Trinkwasserverordnung von 2011 die Untersuchungspflicht auf Legionellen in Mehrfamilienhäusern, verbunden mit der technischen Regel, zentrale Speicher auf mindestens 60 Grad zu halten, was die Verluste erhöht und der Grund ist, warum Durchlauferhitzer in Einpersonenhaushalten wieder beliebter werden.
Praktische Tipps
Messen Sie Ihren Durchfluss: Einen 10-Liter-Eimer unter die laufende Brause halten und die Sekunden stoppen; 60 Sekunden bedeuten 10 Liter je Minute, 40 Sekunden 15 Liter. Tauschen Sie Duschköpfe über 9 Liter gegen eine Sparbrause, sie kostet 15 bis 40 Euro. Stellen Sie den Speicher in Einfamilienhäusern ohne Zirkulation auf 55 Grad, in Mehrfamilienhäusern sind 60 Grad wegen der Legionellen Pflicht. Schalten Sie die Zirkulationspumpe per Zeitschaltuhr nur morgens und abends ein. Nutzen Sie beim Durchlauferhitzer die Temperaturwahl statt des Mischens mit Kaltwasser, elektronische Geräte sparen so 10 bis 20 Prozent. Und prüfen Sie die Nebenkostenabrechnung: Vermieter müssen die Warmwasserkosten nach der Heizkostenverordnung zu mindestens 50 Prozent nach Verbrauch abrechnen. Wie sich der Verbrauch in der Abrechnung niederschlägt, zeigt der Nebenkostenrechner, was Kilowattstunden in Gas und Öl bedeuten, der Gasverbrauchsrechner.
Häufige Fragen
Was kostet Warmwasser im Jahr?
Für 3 Personen mit 40 Litern je Tag und Gastherme etwa 474 Euro im Jahr inklusive Wasser und Abwasser, davon 277 Euro Energie. Mit Durchlauferhitzer bei 2 Personen und 50 Litern sind es 789 Euro, mit Wärmepumpe bei 4 Personen 680 Euro.
Was kostet einmal Duschen?
Acht Minuten bei 10 Litern je Minute und Gastherme kosten rund 0,70 Euro, davon 0,34 Euro Gas und 0,36 Euro Wasser. Zwölf Minuten unter der Regendusche mit 15 Litern am Stromdurchlauferhitzer kosten 3,14 Euro.
Wie viel kWh braucht eine Dusche?
Liter mal Temperaturhub mal 1,163 Wattstunden: 80 Liter von 10 auf 38 Grad sind 2,6 kWh Nutzwärme, mit Gastherme bei 85 Prozent Nutzungsgrad 3,1 kWh.
Baden oder duschen, was ist günstiger?
Ein Vollbad mit 150 Litern bei 40 Grad kostet mit Gas 1,35 Euro und entspricht 1,9 Duschgängen zu 8 Minuten. Erst eine lange Regendusche mit über 150 Litern wird teurer als die Wanne.
Wie viel spart eine Sparbrause?
Sie senkt den Durchfluss von 10 auf 6 Liter je Minute. Bei täglichem Duschen von 8 Minuten sind das 101,78 Euro im Jahr je Person mit Gas, mit Durchlauferhitzer und Regendusche bis zu 688 Euro.
Wie viel Warmwasser verbraucht eine Person am Tag?
Durchschnittlich 40 bis 50 Liter mit 45 Grad, sparsame Haushalte 30, mit täglichem Vollbad 70 und mehr. Das entspricht 600 bis 750 kWh Nutzwärme je Person und Jahr.
Ist ein Durchlauferhitzer teurer als Gas?
Je Kilowattstunde ja, 35 Cent Strom gegen 11 Cent Gas. Dafür hat er keine Speicher- und Zirkulationsverluste. Für Singles kann er günstiger sein, für Familien kostet er oft das Doppelte.
Welche Temperatur sollte der Warmwasserspeicher haben?
In Mehrfamilienhäusern mindestens 60 Grad wegen der Legionellen, im Einfamilienhaus reichen 55 Grad. Jeder Grad weniger spart etwa 2 Prozent Energie, bei 60 statt 65 Grad rund 10 Prozent.