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Reifengrößen-Rechner

Was 205/55 R16 bedeutet, wie groß der Reifen wirklich ist und ob die neue Größe passt.

Wie groß ist mein Reifen wirklich?

Bezeichnung wie 205/55 R16 eintragen.

Beispiel: 225/40 R18: 637,2 mm Durchmesser, 2,002 m Abrollumfang

Passt die neue Reifengröße?

Alte und neue Größe vergleichen, Tachoabweichung sehen.

Beispiel: 225/40 R18 statt 195/65 R15: +0,43 %, zulässig

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So funktioniert der Reifengrößen-Rechner

Der Reifengrößen-Rechner liest die Reifenbezeichnung, zum Beispiel 205/55 R16, und rechnet die Maße aus: Breite in Millimetern, Flankenhöhe als Prozent der Breite, Felgendurchmesser in Zoll und daraus den Außendurchmesser, den Abrollumfang und die Umdrehungen je Kilometer. Der zweite Rechner vergleicht zwei Größen, die alte und die geplante, und zeigt die Abweichung im Durchmesser in Prozent, ob sie innerhalb der üblichen Toleranz liegt, wie sich Bodenfreiheit und Tacho ändern und was der Tacho bei echten 100 km/h anzeigt.

Merksatz: Breite mal Querschnitt gibt die Flanke, zweimal Flanke plus Felge in Millimetern gibt den Durchmesser. Die Eselsbrücke für die Felge: Zoll mal 25,4, 16 Zoll sind 406 mm, 17 Zoll 432, 18 Zoll 457. Und die Toleranzregel: Der neue Durchmesser darf höchstens 1,5 Prozent, manche Prüfer sagen 2 Prozent, vom alten abweichen, sonst stimmt der Tacho nicht mehr.

Drei Beispiele:

  • 205/55 R16: 205 mm breit, Flanke 112,8 mm, Felge 406,4 mm, Durchmesser 631,9 mm oder 24,9 Zoll, Abrollumfang 1,985 m, 504 Umdrehungen je Kilometer.
  • 225/40 R18: Flanke 90 mm, Felge 457,2 mm, Durchmesser 637,2 mm, Abrollumfang 2,002 m, 500 Umdrehungen je Kilometer.
  • 225/40 R18 statt 195/65 R15: 637,2 statt 634,5 mm, plus 0,43 Prozent, zulässig; bei Tacho 100 fährt man 100,4 km/h, die Bodenfreiheit steigt um 1,4 mm, die Flanke sinkt von 126,8 auf 90 mm.

Formeln: Flanke = Breite × Querschnitt / 100, Durchmesser = 2 × Flanke + Zoll × 25,4, Abrollumfang = Durchmesser × π, Abweichung = (neu - alt) / alt × 100. Was Zoll und Millimeter sonst verbindet, zeigt der Längen-Umrechner, die Tachoabweichung in km/h und mph der Geschwindigkeits-Umrechner.

Wissenswertes zum Thema

Die Reifenbezeichnung lesen: 205/55 R16 91 V

Die 205 ist die Breite des Reifens in Millimetern von Flanke zu Flanke, die 55 das Verhältnis von Flankenhöhe zu Breite in Prozent, hier 112,8 mm, das R steht für Radialbauweise, die seit den 1970ern bei Pkw Standard ist, die 16 ist der Felgendurchmesser in Zoll, und dahinter folgen Tragfähigkeitsindex und Geschwindigkeitsindex: 91 heißt 615 kg je Reifen, V heißt bis 240 km/h, H 210, T 190, W 270, Y 300. Dazu kommen M+S oder das Schneeflockensymbol für Winter- und Ganzjahresreifen, das seit 2024 für die Winterpflicht nötig ist, die DOT-Nummer mit der Produktionswoche, 3524 für die 35. Woche 2024, das EU-Label für Rollwiderstand, Nasshaftung und Geräusch, und Herstellerkürzel wie MO für Mercedes oder N0 für Porsche, die eine Abstimmung bezeichnen. Die zulässigen Größen stehen im CoC-Papier, der EG-Übereinstimmungsbescheinigung, und in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter Ziffer 15, meist nur eine; andere Größen aus dem CoC sind ohne Eintragung erlaubt, alles andere braucht ein Gutachten oder eine Einzelabnahme. Der Rechner rechnet aus der Bezeichnung die Nennmaße, die realen Reifen weichen je nach Hersteller und Profil um einige Millimeter ab, und die Messung mit Maßband am montierten, belasteten Reifen ergibt 1 bis 2 Prozent weniger, weil die Flanke eingedrückt ist, der dynamische Abrollumfang. Wie der Tacho bei abweichendem Umfang in Bußgeld mündet, erklärt der Bußgeldrechner.

Umrüsten: Was sich ändern darf und was sich ändert

Beim Wechsel auf größere Felgen, 15 auf 18 Zoll im Beispiel, bleibt der Außendurchmesser nahezu gleich, weil die Flanke von 65 auf 40 Prozent schrumpft, Plus-Bereifung genannt: Plus 1 ist eine Zoll mehr Felge mit 10 mm mehr Breite und 10 Prozent weniger Querschnitt. Die Regel: Der Abrollumfang darf vom Serienreifen höchstens um minus 2,5 bis plus 1,5 Prozent abweichen, in der Praxis prüft der TÜV die Tachoanzeige, die nach EU-Regel nie zu wenig anzeigen darf und höchstens 10 Prozent plus 4 km/h zu viel; Serienreifen bringen den Tacho auf 3 bis 5 Prozent zu viel, und ein größerer Reifen frisst diesen Vorsprung, bei plus 2 Prozent zeigt der Tacho fast genau, bei plus 4 zu wenig, was unzulässig ist. Daneben zählen Freigängigkeit im Radhaus, Einpresstiefe der Felge, Tragfähigkeit und Geschwindigkeitsindex, die mindestens dem Fahrzeugschein entsprechen müssen, und beim Allrad die Gleichheit aller vier Räder bis auf wenige Millimeter, sonst leidet das Mitteldifferenzial. Was sich spürbar ändert: Breitere Reifen haften besser im Trockenen, schlechter bei Aquaplaning, verbrauchen 0,2 bis 0,5 Liter mehr und sind lauter; niedrigere Flanken lenken direkter, federn härter und sind empfindlicher gegen Bordsteine und Schlaglöcher, 90 mm Flanke statt 127 sind ein Unterschied, den jede Querfuge meldet. Kleinere Winterräder, Minus-Bereifung, sind erlaubt und oft günstiger, 16 statt 18 Zoll, mit höherer Flanke und besserem Komfort. Was ein Satz Räder im Jahr an Steuer kostet, ändert sich nicht, den Rest zeigt der Kfz-Steuer-Rechner.

Tacho, Kilometerzähler und Verbrauch

Der Tacho misst Radumdrehungen und rechnet mit dem Abrollumfang des Serienreifens; ein größerer Reifen dreht sich bei gleichem Tempo seltener, der Tacho zeigt weniger, der Kilometerzähler zählt weniger Kilometer, der Bordcomputer meldet einen niedrigeren Verbrauch, weil er die Liter auf zu wenige Kilometer verteilt. Bei plus 0,43 Prozent sind das 4 Meter je Kilometer, über 15.000 Kilometer 65 fehlende Kilometer, nicht der Rede wert; bei plus 3 Prozent fährt man bei Tacho 130 echte 134 und hat nach einem Jahr 450 Kilometer zu wenig auf dem Zähler. Umgekehrt zeigt ein kleinerer Reifen mehr an, was erlaubt ist, aber den Kilometerstand hochtreibt und beim Verkauf kostet. Der Abrollumfang schwankt auch im Alltag: Neue Reifen mit 8 mm Profil haben 10 mm mehr Durchmesser als abgefahrene mit 3 mm, 1,6 Prozent, und zu niedriger Luftdruck senkt den Umfang um 1 Prozent, weshalb der Tacho mit alten, platten Reifen mehr anzeigt als mit neuen. Für die Verbrauchsrechnung an der Zapfsäule zählt der echte Kilometer, und wer die Reifen gewechselt hat, korrigiert den Tachostand mit dem Faktor aus dem Rechner, 1,0043 im Beispiel. Der Reifendruck steht in der Tankklappe und gilt je Reifengröße, bei breiteren Reifen oft 0,2 bar mehr. Wie viele Liter der Reifen mehr kostet, rechnet der Verbrauchsrechner aus Tankmenge und Kilometern.

Ein Stück Geschichte: Vom Luftreifen zum Radialreifen

Den Luftreifen erfand John Boyd Dunlop 1888 in Belfast für das Dreirad seines Sohnes, zehn Jahre nachdem Robert Thomson ihn schon einmal patentiert und niemand ihn gebraucht hatte; die Brüder Michelin bauten 1891 den abnehmbaren Fahrradreifen und 1895 den ersten Autoreifen für ein Rennen Paris-Bordeaux, bei dem sie 22-mal den Reifen wechselten. Die Bezeichnung nach Breite und Felge kam mit den Normen der 1920er, die Zoll-Felge blieb aus Amerika, die Millimeter-Breite kam aus Europa, und so entstand die Mischung, die bis heute gilt. Der Radialreifen, bei dem die Karkassfäden quer statt diagonal laufen, ist Michelins Patent von 1946, der "X" von 1949, und er verdoppelte die Laufleistung; die Diagonalreifen verschwanden in Europa in den 1970ern, und das R in der Bezeichnung erinnert daran. Der Querschnitt sank mit der Zeit: 1960 waren 80 Prozent Standard, 1980 70, 2000 55, heute sind 40 und 35 bei Sportwagen üblich und 30 bei Supersportlern, weil die Felgen von 13 auf 19 und 20 Zoll wuchsen. Die ECE-Regelung 30 von 1975 legte die Kennzeichnung fest, die EU-Reifenlabel kamen 2012, und seit 2014 ist der Reifendruckkontroll-Sensor in jedem Neuwagen Pflicht. Der Rechner rechnet die Geometrie, die seit Dunlop gilt: ein Kreis mit Luft.

Praktische Tipps

Lesen Sie die zulässigen Größen im CoC-Papier nach, nicht nur im Fahrzeugschein. Halten Sie die Abweichung im Durchmesser unter 1,5 Prozent, besser unter 1. Prüfen Sie Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex, sie dürfen nicht kleiner sein als vorgeschrieben. Nehmen Sie beim Allrad vier gleiche Reifen. Rechnen Sie bei breiteren Reifen mit mehr Verbrauch und Geräusch, bei flacheren mit härterem Federn. Fahren Sie im Winter eine Felgengröße kleiner, das spart Geld und schont. Kontrollieren Sie den Luftdruck monatlich, er ändert den Abrollumfang. Und drehen Sie bei einem Mischsatz die Reifen nicht achsweise, wenn die Größen vorne und hinten verschieden sind. Den Bremsweg, der mit Reifen und Tempo wächst, rechnet der Bremsweg-Rechner.

Häufige Fragen

Was bedeutet 205/55 R16?

205 mm Breite, Flankenhöhe 55 Prozent der Breite, also 112,8 mm, R für Radialreifen, 16 Zoll Felgendurchmesser. Daraus folgen 631,9 mm Außendurchmesser, 1,985 m Abrollumfang und 504 Umdrehungen je Kilometer. Dahinter stehen Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex, etwa 91 V.

Wie berechne ich den Durchmesser eines Reifens?

Zweimal Flankenhöhe plus Felge: Flanke ist Breite mal Querschnitt durch 100, Felge ist Zoll mal 25,4. Bei 225/40 R18: 2 × 90 mm + 457,2 mm = 637,2 mm. Der Abrollumfang ist Durchmesser mal Pi, 2,002 m, das sind 500 Umdrehungen je Kilometer.

Welche Abweichung ist beim Reifenwechsel erlaubt?

Üblich sind höchstens 1,5 Prozent Unterschied im Durchmesser, manche Prüfer lassen 2 Prozent zu, und der Tacho darf nie zu wenig anzeigen. 225/40 R18 statt 195/65 R15 ergibt plus 0,43 Prozent, zulässig; 205/50 R17 statt 195/65 R15 plus 0,36 Prozent, ebenfalls zulässig.

Wie wirkt sich die Reifengröße auf den Tacho aus?

Ein größerer Reifen dreht sich seltener, der Tacho zeigt weniger an: Bei plus 0,43 Prozent fährt man bei Tacho 100 echte 100,4 km/h, bei plus 3 Prozent 103. Weil Serientachos 3 bis 5 Prozent zu viel anzeigen, bleibt etwas Reserve; zu wenig anzeigen ist unzulässig.

Kann ich eine andere Reifengröße fahren als im Fahrzeugschein?

Alle Größen aus dem CoC-Papier des Fahrzeugs ohne Eintragung, andere nur mit Gutachten oder Einzelabnahme beim TÜV. Dabei zählen Durchmesserabweichung, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitsindex, Freigängigkeit und beim Allrad die Gleichheit aller vier Räder.

Was ist Plus-Bereifung?

Größere Felge bei gleichem Außendurchmesser: je Zoll mehr Felge etwa 10 mm mehr Breite und 10 Prozentpunkte weniger Querschnitt. 195/65 R15 wird zu 205/55 R16, 225/45 R17 oder 225/40 R18, alle mit 632 bis 637 mm Durchmesser. Flachere Flanken lenken direkter und federn härter.

Was bedeuten Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex?

Die Zahl nach der Größe ist die Tragfähigkeit je Reifen, 91 heißt 615 kg, 95 heißt 690 kg; der Buchstabe das Tempolimit, T 190, H 210, V 240, W 270, Y 300 km/h. Beide müssen mindestens den Werten im Fahrzeugschein entsprechen, bei Winterreifen darf der Index niedriger sein mit Aufkleber im Sichtfeld.

Verändert sich der Abrollumfang mit Profil und Luftdruck?

Ja: Neue Reifen mit 8 mm Profil haben etwa 10 mm mehr Durchmesser als abgefahrene mit 3 mm, rund 1,6 Prozent, und zu wenig Luft senkt den Umfang um bis zu 1 Prozent. Der Tacho zeigt mit alten, platten Reifen deshalb etwas mehr an als mit neuen.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: UN/ECE-Regelung Nr. 30: Luftreifen für Kraftfahrzeuge und ihre Anhänger, Richtlinie 75/443/EWG und UN/ECE-Regelung Nr. 39: Geschwindigkeitsmesser, § 36 StVZO: Bereifung und Laufflächen, ETRTO Standards Manual: Reifen- und Felgenmaße