Pellet-Rechner
Wohnfläche, Wärmebedarf und Kesselwirkungsgrad eintragen: Der Rechner nennt den Pelletbedarf in Tonnen und Säcken, die Größe des Lagerraums und die Kosten im Vergleich zu Öl, Gas und Wärmepumpe.
Wie viele Pellets braucht mein Haus im Jahr?
Wohnfläche, Wärmebedarf je m², Kesselwirkungsgrad.
Beispiel: 180 m² Altbau mit 160 kWh/m²: 6,9 Tonnen Pellets im Jahr
Wie groß muss der Pelletlagerraum sein?
Jahresbedarf, Raumhöhe, nutzbarer Anteil.
Beispiel: 8 Tonnen Jahresbedarf bei 2,5 m Raumhöhe: 20,5 m³ Lager, 8,2 m² Grundfläche
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Was kosten Pellets im Jahr und im Vergleich?
Wärmebedarf, Wirkungsgrad, Pellet-, Öl-, Gas- und Strompreis, JAZ.
Beispiel: 25.000 kWh Wärme bei 350 € je Tonne: 1.941 € im Jahr, Heizöl 3.088 €
So funktioniert der Pellet-Rechner
Der Pellet-Rechner ist das Gegenstück zum Heizölrechner für alle, die mit Holz heizen. Der erste Kasten rechnet den Pelletverbrauch: Aus Wohnfläche und Wärmebedarf je Quadratmeter folgt der Jahresbedarf in Kilowattstunden, geteilt durch den Kesselwirkungsgrad der Brennstoffeinsatz, geteilt durch den Heizwert von 4,9 Kilowattstunden je Kilogramm die Menge in Tonnen, Säcken und Paletten, dazu die Umrechnung in Liter Heizöl und Kubikmeter Gas. Der zweite Kasten plant den Pelletlager: Aus dem Jahresbedarf, der Schüttdichte von 650 Kilogramm je Kubikmeter und dem nutzbaren Anteil des Raums ergibt sich das Lagervolumen und bei bekannter Raumhöhe die Grundfläche. Der dritte Kasten rechnet die Pelletkosten im Jahr und vergleicht sie mit Heizöl, Erdgas und Wärmepumpe zu Ihren Preisen.
Merksatz: Zwei Kilo Pellets ersetzen einen Liter Heizöl, eine Tonne Pellets ersetzt 500 Liter Öl und braucht 1,5 Kubikmeter Lagerraum. Eselsbrücke fürs Lager: Jahresbedarf in Tonnen mal 2,3 gleich Kubikmeter Raum, denn ein Drittel geht für Schrägboden und Luft verloren.
Drei Beispiele:
- 140 Quadratmeter mit 120 Kilowattstunden je Quadratmeter, Kessel mit 90 Prozent: 16.800 Kilowattstunden Wärme, 18.667 Kilowattstunden Brennstoff, 3,8 Tonnen Pellets im Jahr, als Sackware 254 Säcke oder 3,8 Paletten, entspricht 1.867 Litern Heizöl. Ein 180-Quadratmeter-Altbau mit 160 Kilowattstunden und 85 Prozent Wirkungsgrad braucht 6,9 Tonnen.
- Lager für 5 Tonnen bei 2,2 Metern Raumhöhe und 67 Prozent nutzbarem Anteil: 7,7 Kubikmeter Schüttvolumen, 11,5 Kubikmeter Lagerraum, 5,2 Quadratmeter Grundfläche; für 1,5 Jahresbedarfe 17,2 Kubikmeter. Bei 4 Tonnen und 2,3 Metern reichen 9,2 Kubikmeter auf 4 Quadratmetern.
- 18.000 Kilowattstunden Wärme, 90 Prozent, Pellets zu 320 Euro je Tonne: 4,1 Tonnen, 1.306 Euro im Jahr, 6,5 Cent je Kilowattstunde Brennstoff. Heizöl zu 1 Euro je Liter kostet 2.118 Euro, Erdgas zu 11 Cent 2.200 Euro, eine Wärmepumpe mit JAZ 3,5 und 35 Cent 1.800 Euro. Bei 280 Euro je Tonne sinken die Pelletkosten auf 1.143 Euro.
Formeln: Pellets in kg = Wärmebedarf / Wirkungsgrad / 4,9 kWh/kg, Lagerraum = Tonnen × 1.000 / 650 / nutzbarer Anteil, Pelletpreis je kWh = Preis je Tonne / 4.900. Den Vergleich aller Energieträger je Kilowattstunde zeigt der Heizkostenrechner, die Ölvariante der Heizölrechner, und wie viel Wärme das Haus überhaupt braucht, der Heizlastrechner.
Wissenswertes zum Thema
Pelletverbrauch: Vom Wärmebedarf zur Tonne
Holzpellets sind gepresste Späne aus Sägewerken, 6 Millimeter dick und 1 bis 4 Zentimeter lang, ohne Bindemittel bis auf das holzeigene Lignin. Nach der Norm ENplus A1 haben sie einen Heizwert von mindestens 4,6 Kilowattstunden je Kilogramm, in der Praxis 4,8 bis 5,0 Kilowattstunden, einen Wassergehalt unter 10 Prozent und einen Aschegehalt unter 0,7 Prozent. Daraus folgt die wichtigste Umrechnung: Zwei Kilogramm Pellets ersetzen einen Liter Heizöl mit seinen rund 10 Kilowattstunden, eine Tonne Pellets etwa 500 Liter Öl oder 500 Kubikmeter Erdgas. Für den Jahresbedarf braucht es den Wärmebedarf des Hauses, am besten aus dem Energieausweis oder den alten Öl- und Gasrechnungen; ohne Zahlen helfen Richtwerte von 60 Kilowattstunden je Quadratmeter im Neubau bis 200 im unsanierten Altbau, jeweils inklusive Warmwasser. Der Kesselwirkungsgrad moderner Pelletkessel liegt bei 90 bis 94 Prozent, Brennwertkessel darüber, Pelletöfen im Wohnraum bei 85 bis 90 Prozent; er verwandelt den Wärmebedarf in den Brennstoffeinsatz. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern und 120 Kilowattstunden je Quadratmeter kommt so auf 3,5 bis 4 Tonnen im Jahr, ein Altbau auf 6 bis 8 Tonnen. Wer mit Sackware heizt, rechnet in 15-Kilo-Säcken, 66 Säcke je Palette; der Pelletofen fürs Wohnzimmer braucht bei täglichem Betrieb im Winter 1 bis 2 Säcke am Tag.
Lagerraum: Schüttdichte, Schrägboden und Lieferung
Pellets werden lose per Silofahrzeug geliefert und mit Druckluft durch einen Schlauch in den Lagerraum geblasen, wie Heizöl in den Tank, nur staubiger. Die Schüttdichte liegt bei 650 Kilogramm je Kubikmeter, eine Tonne braucht also 1,54 Kubikmeter. Der Raum muss aber größer sein, weil die Pellets nicht bis zur Decke gefüllt werden können, der Schüttkegel beim Einblasen Luft lässt und ein Schrägboden mit 35 bis 45 Grad Neigung die Pellets zur Förderschnecke oder zum Saugsystem rutschen lässt; nutzbar sind deshalb etwa zwei Drittel des Raumvolumens. Die Faustregel der Hersteller lautet 0,9 Kubikmeter Lagerraum je Kilowatt Heizlast, für ein 15-Kilowatt-Haus also 13,5 Kubikmeter, was bei 2,2 Metern Höhe gut 6 Quadratmeter bedeutet. Das entspricht etwa 1,5 Jahresbedarfen und ermöglicht eine Lieferung im Sommer, wenn die Preise niedrig sind. Alternativen zum Kellerraum sind Gewebesilos, die in jedem trockenen Raum stehen, und Erdtanks im Garten. Wichtig sind trockene Wände, eine Prallschutzmatte gegenüber dem Einblasstutzen, damit die Pellets nicht zerbröseln, und die Belüftung, weil frische Pellets Kohlenmonoxid ausgasen können; Lagerräume dürfen deshalb nur belüftet betreten werden. Die Schlauchlänge des Lieferfahrzeugs ist mit etwa 30 Metern begrenzt, längere Wege erhöhen den Abrieb und den Feinanteil.
Pelletpreis und der Vergleich mit Öl, Gas und Wärmepumpe
Der Pelletpreis hat in den vergangenen Jahren mehr Achterbahn gefahren als je zuvor: Jahrelang lag er stabil bei 230 bis 260 Euro je Tonne, im Herbst 2022 sprang er auf über 700 Euro, 2024 und 2025 pendelte er sich zwischen 280 und 350 Euro ein. Je Kilowattstunde sind das 6 bis 7 Cent, etwa halb so viel wie Erdgas und Heizöl mit ihren rund 10 bis 12 Cent inklusive CO₂-Preis, der für Holz nicht anfällt. Das ist der ökonomische Kern des Pelletheizens: niedrige Brennstoffkosten, dafür hohe Anschaffung. Ein Pelletkessel mit Lager, Fördertechnik und Pufferspeicher kostet 25.000 bis 40.000 Euro, gefördert mit bis zu 70 Prozent über die Bundesförderung für effiziente Gebäude, sofern er mit Solarthermie oder Photovoltaik kombiniert wird oder bestimmte Emissionsgrenzen einhält. Dazu kommen laufende Kosten, die der Rechner nicht zeigt: Wartung 200 bis 300 Euro im Jahr, Schornsteinfeger mit Messung, Aschenentsorgung und der Strom für Schnecke und Gebläse. Der Vergleich mit der Wärmepumpe hängt an der Jahresarbeitszahl: Mit JAZ 3,5 und 35 Cent Strom kostet die Kilowattstunde Wärme 10 Cent, mit JAZ 4 und einem Wärmepumpentarif zu 28 Cent nur 7 Cent, und dann liegt die Wärmepumpe gleichauf. In gut gedämmten Häusern mit Flächenheizung gewinnt meist die Wärmepumpe, in Altbauten mit hohen Vorlauftemperaturen und viel Platz im Keller bleibt der Pelletkessel eine der günstigsten Lösungen, zumal er die Vorgabe des Gebäudeenergiegesetzes von 65 Prozent erneuerbarer Energie erfüllt.
Ein Stück Geschichte
Pellets sind ein Kind der Ölkrise. 1973 suchte der amerikanische Ingenieur Rudy Gunnerman nach einer Verwendung für die Sägespäne der Holzindustrie im Nordwesten der USA und presste sie zu Presslingen, die sich wie Öl dosieren ließen; die ersten Pelletwerke entstanden Ende der 1970er-Jahre in Oregon. Nach Europa kam die Technik über Schweden, wo hohe Energiesteuern auf Öl ab den 1980er-Jahren die Umstellung ganzer Fernwärmenetze auf Holzpellets auslösten. In Deutschland und Österreich begann die Geschichte Mitte der 1990er-Jahre: 1997 erhielt der erste Pelletkessel die bauaufsichtliche Zulassung, Ende der 1990er-Jahre gab es ein paar hundert Anlagen, 2010 bereits weit über 100.000, heute sind es mehr als 700.000 Pelletfeuerungen. Die Norm DIN 51731 von 1996 legte erstmals Qualitätsanforderungen fest, 2010 folgte das europäische Zertifikat ENplus, das heute den Markt beherrscht. Die Produktion in Deutschland übersteigt den Verbrauch seit Jahren, etwa 3,5 Millionen Tonnen jährlich stammen aus rund 60 Werken, meist als Nebenprodukt der Sägewerke. Die Preisexplosion von 2022 war kein Rohstoffmangel, sondern Panikkäufe nach dem Gaspreisschock; sie bleibt bis heute der einzige große Ausreißer in der Preisgeschichte der Pellets.
Praktische Tipps
Kaufen Sie im Frühjahr oder Sommer, die Preise liegen dann meist 10 bis 15 Prozent unter dem Winterniveau, und bestellen Sie volle Lieferungen ab 3 Tonnen, kleinere Mengen kosten Zuschlag. Achten Sie auf ENplus A1 und einen Feinanteil unter 1 Prozent, schlechte Pellets verschlacken den Brenner. Lassen Sie den Kessel einmal im Jahr warten und entleeren Sie den Aschebehälter regelmäßig, die Asche aus reinem Holz darf in kleinen Mengen in den Garten. Rechnen Sie bei der Lagerplanung mit 1,5 Jahresbedarfen, damit eine Sommerlieferung durch den Winter reicht. Prüfen Sie beim Neukauf die Förderung und den Vergleich mit der Wärmepumpe über die Jahresarbeitszahl; was eine Wärmepumpe im Jahr an Strom braucht, rechnet der Wärmepumpen-Rechner, und wie viel Gas das Haus bisher verbraucht hat, der Gasverbrauchsrechner.
Häufige Fragen
Wie viele Pellets braucht ein Einfamilienhaus im Jahr?
Bei 140 Quadratmetern und 120 kWh je Quadratmeter etwa 3,8 Tonnen, bei einem 180-Quadratmeter-Altbau mit 160 kWh rund 6,9 Tonnen. Faustregel: Jahresverbrauch an Heizöl in Litern mal 2 ergibt Kilogramm Pellets.
Wie viel kWh hat ein Kilo Pellets?
Etwa 4,9 kWh, nach ENplus mindestens 4,6 kWh. Eine Tonne liefert rund 4.900 kWh und ersetzt 500 Liter Heizöl oder 500 Kubikmeter Erdgas.
Wie groß muss der Pelletlagerraum sein?
Für 5 Tonnen bei 650 kg je Kubikmeter und zwei Drittel nutzbarem Raum rund 11,5 Kubikmeter, bei 2,2 Metern Höhe 5,2 Quadratmeter. Faustregel: 0,9 Kubikmeter je Kilowatt Heizlast, damit 1,5 Jahresbedarfe passen.
Was kosten Pellets im Jahr?
Für 18.000 kWh Wärme bei 90 Prozent Wirkungsgrad und 320 Euro je Tonne rund 1.306 Euro, bei 280 Euro je Tonne 1.143 Euro. Heizöl kostet für dieselbe Wärme etwa 2.118 Euro, Erdgas 2.200 Euro.
Was kostet eine Tonne Pellets 2026?
Lose Ware liegt meist zwischen 280 und 350 Euro je Tonne, im Sommer günstiger als im Winter. Das sind 6 bis 7 Cent je kWh Brennstoff. Sackware kostet 15 bis 25 Prozent mehr.
Pellets oder Wärmepumpe, was ist günstiger?
Bei 320 Euro je Tonne kosten Pellets 1.306 Euro für 18.000 kWh, eine Wärmepumpe mit JAZ 3,5 und 35 Cent 1.800 Euro, mit JAZ 4 und 30 Cent 1.350 Euro. Im Altbau mit Heizkörpern liegen Pellets vorn, im gedämmten Haus mit Fußbodenheizung die Wärmepumpe.
Wie viele Säcke Pellets sind eine Tonne?
67 Säcke à 15 kg, eine Palette hat meist 66 Säcke und damit 990 kg. 3,8 Tonnen entsprechen 254 Säcken oder 3,8 Paletten.
Wie viel Platz brauchen Pellets je Tonne?
1,54 Kubikmeter Schüttvolumen bei 650 kg je Kubikmeter. Mit Schrägboden und Luftraum werden daraus etwa 2,3 Kubikmeter Lagerraum je Tonne.