Zinsrechner
Einfache Zinsen für einen Betrag und eine Zeit, taggenau zwischen zwei Daten, der Zinssatz rückwärts und das Kapital, das feste Zinsen im Monat bringt.
Wie viel Zinsen bringt ein Betrag in einer bestimmten Zeit?
Jahre, Monate oder Tage wählen, Zinsen erscheinen sofort.
Beispiel: 5.000 € bei 2,5 % bringen in 18 Monaten 187,50 € Zinsen
Wie viel Zinsen fallen zwischen zwei Daten an?
Taggenau, zum Beispiel für Verzugszinsen oder ein Darlehen unter Freunden.
Beispiel: 1.200 € zu 12,27 % vom 15.01.2026 bis 31.03.2026 ergeben 30,66 € Zinsen
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Welcher Zinssatz steckt hinter meinen Zinsen?
Betrag, Zinsen und Dauer sind bekannt, gesucht ist der Prozentsatz.
Beispiel: 1.875 € Zinsen auf 25.000 € in 3 Jahren entsprechen 2,50 % pro Jahr
Wie viel Kapital brauche ich für feste Zinsen im Monat?
Vom Wunsch-Zinsertrag zum nötigen Guthaben.
Beispiel: Für 1.000 € Zinsen im Monat bei 4 % braucht es 300.000 € Kapital
So funktioniert der Zinsrechner
Die Zinsrechnung ist die älteste Rechnung der Welt, und sie ist einfacher als ihr Ruf. Der Zinsrechner beantwortet vier Fragen: Wie viel Zinsen bringt ein Betrag in einer Zeit, wie viel fallen zwischen zwei Daten an, etwa als Verzugszinsen, welcher Zinssatz steckt hinter einem Ertrag, und wie viel Kapital braucht man für eine feste Summe Zinsen im Monat. Alles mit einfachen Zinsen, also ohne Zinseszins.
Merksatz: Kapital mal Zinssatz mal Zeit durch 100. Die Eselsbrücke aus der Schule heißt „K mal p mal t“: 10.000 Euro zu 3 Prozent bringen in einem Jahr 300 Euro, in einem Monat 25 Euro, am Tag 82 Cent. Wer die Jahreszinsen kennt, teilt durch zwölf für den Monat und durch 365 für den Tag.
Vier Beispiele für den Zinsen berechnen:
- Zeitraum: 5.000 Euro bei 2,5 Prozent bringen in 18 Monaten 187,50 Euro, danach stehen 5.187,50 Euro auf dem Konto.
- Taggenau: 1.200 Euro zu 12,27 Prozent vom 15. Januar bis 31. März 2026 sind 76 Zinstage und 30,66 Euro, typisch für Verzugszinsen auf eine Rechnung.
- Zinssatz rückwärts: 1.875 Euro Zinsen auf 25.000 Euro in drei Jahren entsprechen 2,50 Prozent im Jahr.
- Kapital für Wunschzinsen: Für 1.000 Euro Zinsen im Monat braucht es bei 4 Prozent 300.000 Euro, bei 5 Prozent 240.000 Euro.
Die Formeln: Zinsen = Kapital × Zinssatz ÷ 100 × Jahre, für Monate durch zwölf, für Tage durch 365; Zinssatz = Zinsen ÷ Kapital ÷ Jahre × 100; Kapital = Jahreszinsen ÷ Zinssatz × 100. Der Rechner zählt bei zwei Daten beide Tage mit und rechnet mit 365 Tagen im Jahr. Sobald Zinsen über mehrere Jahre gutgeschrieben und mitverzinst werden, übernimmt der Zinseszins-Rechner; für Guthaben mit Zinsgutschrift und Steuer rechnet der Tagesgeld-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Einfache Zinsen und Zinseszins: Wo der Unterschied liegt
Bei einfachen Zinsen werden die Zinsen immer nur auf das ursprüngliche Kapital berechnet, nie auf die schon angefallenen Zinsen. Das ist die richtige Rechnung für alles, was innerhalb eines Jahres bleibt oder bei dem die Zinsen ausgezahlt statt gutgeschrieben werden: Tagesgeld für ein paar Monate, ein Darlehen unter Freunden, Verzugszinsen auf eine offene Rechnung, der Zins auf eine Mietkaution bei jährlicher Auszahlung. Sobald die Zinsen auf dem Konto bleiben und im nächsten Jahr mitverzinst werden, entsteht der Zinseszins, und die einfache Formel liegt mit jedem Jahr weiter daneben: Bei 5.000 Euro zu 3 Prozent über 20 Jahre ergibt sie 3.000 Euro Zinsen, tatsächlich sind es 4.030,56 Euro. Der dritte Kasten, der den Zinssatz rückwärts rechnet, geht ebenfalls von einfachen Zinsen aus; bei mehrjährigen Anlagen mit Gutschrift liegt der wahre Zinssatz etwas darunter, und der Sparrechner rechnet ihn exakt.
Verzugszinsen: Basiszins plus 5 oder 9 Punkte
Der zweite Kasten ist für Rechnungen gedacht, die nicht bezahlt wurden. Wer mit einer Zahlung in Verzug ist, schuldet nach § 288 BGB Verzugszinsen: Verbraucher 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, Unternehmen untereinander 9 Prozentpunkte. Der Basiszinssatz wird von der Bundesbank halbjährlich zum 1. Januar und 1. Juli festgelegt und folgt dem Leitzins der EZB; er war von 2013 bis 2022 negativ, sodass Verbraucher damals nur rund 4 Prozent Verzugszinsen zahlten, und liegt seit 2023 wieder im positiven Bereich. Der Verzug beginnt 30 Tage nach Zugang der Rechnung, bei Verbrauchern nur, wenn die Rechnung darauf hinweist, oder sofort nach einer Mahnung oder einem vereinbarten Zahlungstermin. Gezählt wird taggenau, der Rechner nimmt den ersten und den letzten Tag mit. Unternehmen dürfen zusätzlich eine Pauschale von 40 Euro je Mahnung verlangen. Für die Gegenrichtung, Guthabenzinsen zwischen zwei Daten, funktioniert der Kasten genauso, etwa für die Verzinsung einer Steuererstattung mit 1,8 Prozent im Jahr nach sechs Monaten Wartezeit.
Die Zinsmethoden: 365, 360 oder 30/360
Wie viele Tage ein Jahr hat, ist in der Zinsrechnung keine dumme Frage. Der Rechner nutzt die Methode act/365, also tatsächliche Tage geteilt durch 365, wie es deutsche Gerichte bei Verzugszinsen tun. Banken rechnen bei Sparkonten oft mit der deutschen Methode 30/360, bei der jeder Monat 30 Tage und das Jahr 360 Tage hat; der Unterschied ist klein, bei 10.000 Euro zu 3 Prozent über ein Quartal ein paar Cent. Im Geldmarkt und bei vielen Krediten gilt act/360, was den Zins um 1,4 Prozent erhöht, weil durch 360 geteilt, aber mit 365 Tagen multipliziert wird. In den Vertragsbedingungen steht, welche Methode gilt; für den Alltag und für Verzugszinsen passt die Rechnung des Rechners. Bei Schaltjahren kommt ein Tag dazu, den der Rechner bei zwei Daten automatisch mitzählt.
Ein Stück Geschichte: Von Babylon bis zum Zinsverbot
Die ersten überlieferten Zinsen stehen auf Tontafeln aus Mesopotamien, 3.000 Jahre vor Christus: Für geliehenes Getreide wurde ein Drittel Aufschlag verlangt, für Silber ein Fünftel, und der Codex Hammurabi um 1750 vor Christus legte Höchstzinsen fest, 33 Prozent auf Getreide und 20 Prozent auf Silber. Das Wort „Prozent“ stammt aus dem italienischen Handel des 15. Jahrhunderts, „per cento“, je hundert, und die Formel K mal p mal t kam mit den Rechenbüchern von Adam Ries nach Deutschland. Dazwischen lag das Zinsverbot: Die Kirche verbot Christen im Mittelalter jeden Zins als Wucher, was das Geldgeschäft den Juden zuwies und damit einen Teil ihrer Verfolgungsgeschichte begründete; erst die Reformation und Calvin lockerten das Verbot, und 1867 wurden die Zinsschranken in Preußen aufgehoben. Der islamische Finanzmarkt kennt das Zinsverbot bis heute und arbeitet mit Gewinnbeteiligungen statt Zinsen. Und der Begriff Wucher lebt im Gesetz fort: Zinsen, die den Marktzins um mehr als das Doppelte übersteigen, sind nach § 138 BGB sittenwidrig und nichtig.
Praktische Tipps
Nutzen Sie den ersten Kasten, um Angebote mit unterschiedlichen Laufzeiten zu vergleichen, indem Sie alles auf dieselbe Dauer in Monaten bringen. Rechnen Sie bei offenen Forderungen die Verzugszinsen taggenau aus und schreiben Sie den Betrag in die Mahnung; das wirkt. Den vierten Kasten verwenden viele für die Frage, wie viel Kapital für ein Zusatzeinkommen nötig ist, und die Antwort ernüchtert: 1.000 Euro im Monat brauchen bei 4 Prozent 300.000 Euro, vor Steuern. Was auf die Zinsen an Abgeltungsteuer anfällt, zeigt der Kapitalertragsteuer-Rechner, was ein Betrag nach Inflation noch wert ist, der Inflationsrechner. Und wer den umgekehrten Fall hat, Zinsen auf Schulden, findet im Dispozins-Rechner die teuerste Variante davon.
Häufige Fragen
Wie berechnet man Zinsen?
Kapital mal Zinssatz geteilt durch 100 mal Zeit in Jahren. 10.000 Euro zu 3 Prozent bringen in einem Jahr 300 Euro, in 18 Monaten 450 Euro. Für Monate teilt man die Jahreszinsen durch zwölf, für Tage durch 365.
Wie berechne ich Zinsen für Tage?
Kapital mal Zinssatz geteilt durch 100 geteilt durch 365 mal Tage. 1.200 Euro zu 12,27 Prozent für 76 Tage ergeben 30,66 Euro. Der zweite Kasten zählt die Tage zwischen zwei Daten, beide Tage eingeschlossen.
Wie hoch sind Verzugszinsen?
Für Verbraucher 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, zwischen Unternehmen 9 Prozentpunkte. Der Basiszinssatz wird halbjährlich von der Bundesbank festgelegt. Unternehmen dürfen zusätzlich 40 Euro Mahnpauschale verlangen.
Wie berechne ich den Zinssatz aus den Zinsen?
Zinsen geteilt durch Kapital geteilt durch Jahre mal 100, zum Beispiel 1.875 Euro auf 25.000 Euro in drei Jahren sind 2,50 Prozent. Bei jährlicher Zinsgutschrift liegt der echte Satz wegen des Zinseszinses etwas darunter.
Wie viel Kapital brauche ich für 1.000 Euro Zinsen im Monat?
Jahreszinsen geteilt durch Zinssatz mal 100: 12.000 Euro geteilt durch 4 mal 100 sind 300.000 Euro. Bei 5 Prozent reichen 240.000 Euro, bei 3 Prozent braucht es 400.000 Euro, jeweils vor Steuern.
Was ist der Unterschied zwischen Zinsen und Zinseszins?
Einfache Zinsen werden nur auf das Startkapital berechnet, Zinseszinsen auch auf die schon gutgeschriebenen Zinsen. Innerhalb eines Jahres ist der Unterschied null, über 20 Jahre bei 3 Prozent macht er auf 5.000 Euro gut 1.000 Euro aus.
Rechnet man mit 360 oder 365 Tagen?
Der Rechner nutzt 365 Tage, wie bei Verzugszinsen üblich. Banken rechnen bei Sparkonten oft mit 30 Tagen je Monat und 360 Tagen im Jahr. Der Unterschied liegt bei wenigen Cent, die Methode steht in den Vertragsbedingungen.
Ab wann bin ich mit einer Rechnung in Verzug?
30 Tage nach Zugang der Rechnung, bei Verbrauchern nur mit Hinweis auf der Rechnung, sonst nach einer Mahnung oder zum vereinbarten Zahlungstermin. Ab dann laufen die Verzugszinsen taggenau.